Dr. Watson – Ihr Krimi-Berater
Verehrter Leser, ich habe folgende Bücher für Sie gefunden:
Treffer: 21 – 30 von 82
Schauplatz: Wien
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Treffer 21 – 30
Die Notizen des Doktor Freudvon
Der Kriminalbeamte Georg Federer verbringt die Zeit lieber auf der Couch seines Psychoanalytikers als im Büro. Doch ausgerechnet sein Analytiker wird ermordet. Nicht nur das, er selbst wird zum Hauptverdächtigen. Verstrickt in die Machtspiele der "Wiener Gesellschaft für Psychoanalyse" erliegt der bindungsscheue Inspektor auch noch den einenartigen Reizen einer schönen Frau, einer Zufallsbekanntschaft, die jedoch, wie sich bald herausstellt, auch etwas mit dem Mordfall zu tun hat. Auf dem Höhepunkt der Verwirrung taucht schließlich noch Cecilia auf, die nie ganz erreichbare italienische Geliebte Federers... Spannung, Humor und Wiener Flair geben diesem Krimi eine unverwechselbare Note! Georg Federer, Kriminalbeamter in Wien, gerät zu seinem zweiten Fall wie die Jungfrau zum Kind. Der Ermittler, der bislang sein Leben beim Psychoanalytiker Doktor Bergasser auf der Couch offen legte, wird jäh seines medizinischen Beistandes beraubt, denn dieser wird in seiner Praxis ermordet. Und ausgerechnet Federer selbst entdeckt die Leiche in einem Zustand benebelter Sinne. Die Polizeimaschinerie beginnt zu laufen. Aber sie wird durch die Wiener Gesellschaft für Psychoanalyse behindert, die eisern die Herausgabe vertraulicher Dokumente des Ermordeten zu verhindern weiß. Doch sie hat nicht mit den Kollegen Federers gerechnet, die sich auch nicht ganz legaler Methoden bedient, um an die Patientenliste des Arztes zu gelangen. Zwei Männer waren bei Doktor Bergasser in Behandlung. Einer davon hat ein Alibi, der andere ist Georg Federer. Und er hat kein Alibi. War er der Mörder seines Psychoanalytikers? Die Kollegen sind davon überzeugt und er selbst ist sich auch nicht ganz sicher. Ihm bleiben vierundzwanzig Stunden, in denen er klären muss, was die Mitglieder der Wiener Gesellschaft für Psychoanalyse, eine intime weibliche Bekanntschaft, Gustav Mahler und seine italienische Dauerfreundin Cecilia mit dem Mord zu tun haben, und ob er selbst schuldig oder unschuldig ist. [...]
direkt zum Buch Hans-Otto Thomashoff: Die Notizen des Doktor Freud auf deutsch erschienen: 2004
Komm, süßer Todvon
Der Rettungsfahrer Hansi Munz kann es nicht fassen, wie gierig das Liebespaar vor dem Krankenhaus übereinander herfällt. Doch die Küssenden sinken nicht vor Leidenschaft zu Boden, sondern weil sie das Opfer eines wahren Kunstschusses geworden sind. Den neuen Kollegen bei den Kreuzrettern, Brenner, lässt dieser Mord kalt - er hat den Privatdetektiv an den Nagel gehängt. Doch sein Chef ist froh, dass er einen ehemaligen Schnüffler in seinen Reihen hat. Im erbitterten Kampf um die Nummer eins im Wiener Rettungswesen will er den üblen Machenschaften der Konkurrenz ein für allemal einen Riegel vorschieben ... Wolf Haas mag man, oder man mag ihn nicht. Der Schreibstil von Wolf Haas ist ja eigentlich auch gar kein Schreibstil, sondern ein Redstil, weil er genau so artikuliert, wie man das in jedem Wiener Beisel zu hören bekommt, wenn einer groß zu erzählen anfängt. Da herrscht das Dings, du weißt schon, und dann kommst du vom Hundertsten ins Tausendste, aber bis die Geschichte endlich auf den Punkt kommt, falls überhaupt, schlafen die Zuhörer schon über ihren Bierkrügen. Weil Männer am Wirtshaustisch fast immer monologisieren und im Endeffekt aber trotzdem Rezension. Rettungsfahrer bei den Kreuzrettern ist ein schöner Beruf, viel besser als Detektiv und der Brenner hat zusätzlich noch eine gesicherte Schlafstelle, auch wenn die Scheißhäuseltour nicht angenehm ist, aber so eine Spenderleber bei der Rosi wiegt das alles auf. Bloß, dass die Krankenschwester mitten im Schmusen voll eine Kugel in der Mundhöhle erwischt hat, die vorher schon durchs Genick vom Küsserkönig gefahren ist, da schaust aber. Und dann schnappen dir die Kerle vom Rettungsbund noch die Fuhren weg und jetzt reden alle drüber, vor allem die Männer. Und eine Frau, die Angelika, die Tochter vom alten Lanz und bei der möchte ohnehin jeder landen, aber sicher ist nur, dass der Bimbo mit ihr gevögelt hat und das macht eine Leiche mehr, also seine. [...]
direkt zum Buch Wolf Haas: Komm, süßer Tod auf deutsch erschienen: 1998
Nervöse Fischevon
Für den Wiener Chefinspektor Lukastik, Logiker und gläubiger Wittgensteinianer, steht fest: »Rätsel gibt es nicht.« Das meint er selbst noch, als er auf dem Dach eines Wiener Hochhauses im Pool einen toten Mann entdeckt, der offensichtlich kürzlich durch einen Haiangriff ums Leben kam. Mitten in Wien, achtundzwanzigstes Stockwerk. Und von einem Hai keine Spur. Nun steht der Wiener Chefinspektor nicht nur vor einem Rätsel, es sind unzählige: Ein Hörgerät taucht auf, zwei Assistenten verschwinden. Und die Haie lauern irgendwo... Manchmal gibt es Grenzfälle. Die Grenze zwischen dem Denkbaren und dem Undenkbaren, wie es wohl Steinfests Kommissar Lukastik ausdrücken würde. Inwiefern ist es denkbar, dass unter dem Titel "Nervöse Fische" ein Kriminalroman lauert. Mit einem großen Kunststofffisch, der auf der Reklametafel eines Schnellimbisses lauert, auf dem Cover. Nunja, denkt man sich, der Autor hat immerhin den deutschen Krimipreis 2004 gewonnen. Wenn man dann auch noch den Klappentext liest und erfährt, dass ein durch einen Haiangriff getöteter Mann in einem Swimmingpool auf einem Wiener Hochhaus gefunden wird und der Kommissar ein "Logiker und gläubiger Wittgensteinianer" sein soll und es für ihn keine Rätsel gibt, dann ist man auf den ersten Eindruck wohl bei so einen Grenzfall gelandet, was quasi bedeutet, dass dieser Roman weder Teil des einen noch des anderen sein kann, in einem Raum des Unentschiedenen und des Ununterscheidbaren schwebend. Hier greift der Grundsatz: Don’t judge a book by it’s cover. Ein namenloser Toter auf einem Wiener Hochhaus. Als wäre er in dem Pool hier oben schwimmen gegangen und dann plötzlich von einem Hai attackiert worden. Leider fehlt von dem Hai jede Spur, obwohl er eigentlich keinen Fluchtweg gehabt haben dürfte. Die einzige Spur, die es gibt, ist ein Hörgerät, das zu der Leiche zu passen scheint. Über die Registrier-Nummer kommt man einem Friseur auf die Spur, der in einer Tankstelle nahe des Dörfchens Zwettl wohnt. Lukastik schickt seine Assistenten, die aber noch am gleichen Abend verschwinden und auch per Handy nicht mehr erreichbar sind. Also macht sich der Kommissar zähneknirschend selber auf den Weg. [...]
direkt zum Buch Heinrich Steinfest: Nervöse Fische auf deutsch erschienen: 2004
Kopflosvon
Im Wien des Jahres 1903 reißt ein mysteriöser Mörder seinen Opfern buchstäblich die Köpfe ab. Während allerlei Interessengruppen die Bluttaten propagandistisch missbrauchen, bemühen sich ein Polizeibeamter und ein Arzt, den Täter zu stoppen, bevor Panik und Pogrome ausbrechen … – Auch im vierten Band seiner Liebermann-Serie erzählt Autor Tallis von einem rätselhaften Kriminalfall, wobei ihm dessen Einbettung in die zeitgenössischen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten mindestens ebenso wichtig sind: guter aber etwas überfrachteter Historienkrimi. Im Jahre 1903 ist Wien die Hauptstadt der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Die Probleme eines Vielvölkerstaates, der eher zur Einheit gezwungen als harmonisch zusammengewachsen ist, spiegeln sich in der Donau-Metropole deutlich wieder. Konservative Kräfte fürchten eine ´Überfremdung´ durch ´fremde Rassen´. Wie üblich trifft es vor allem die jüdische Bevölkerung. Mit Billigung des skrupellosen, offen antisemitischen Bürgermeisters Karl Lueger arbeiten diese Kreise an diskriminierenden ´Reformen´, um die Juden aus führenden Positionen zu verdrängen. Der junge Arzt Max Liebermann kämpft aktuell gegen eine Intrige, die ihn seine Stellung im Allgemeinen Krankenhaus kosten soll. Er kann deshalb seinem Freund, dem Kriminalinspektor Oskar Rheinhardt, nur eingeschränkt hilfreich als Berater zur Seite stehen, als dieser mit einer Serie bizarrer Morde konfrontiert wird: Die Opfer liegen stets neben einer mittelalterlichen Pestsäule, und ihnen wurden die Köpfe mit roher Körperkraft vom Rumpf gerissen. [...]
direkt zum Buch Frank Tallis: Kopflos auf deutsch erschienen: 2010
Lemmings Himmelfahrtvon
Der Lemming ist wieder in Schwierigkeiten. Gerade hat ihn seine Freundin hinausgeworfen, und kurz danach schießt ein Verrückter auf ihn. Zum Glück trifft es zwar einen anderen, der tot zusammenbricht, doch jetzt sucht die Polizei den Lemming als Mörder. Da hilft es nur, den wirklichen Täter zu finden, und der Lemming ist mal wieder in einen Fall verwickelt, der ihn völlig überfordert. Leopold Wallisch, genannt Lemming, Ex-Polizist und reichlich herunter gekommen, wacht auf und steht im Nassen. Ein ansonsten relativ harmloses Erdbeben hat einen Wasserrohrbruch ausgelöst und jetzt schwimmen ihm die Pantoffel bei der Wohnungstür hinaus. Soll sich der Hausherr darum kümmern, Lemming schnappt seinen Koffer und begibt sich morgens um Vier zu seiner Freundin. Dort kommt er aber nicht unter, denn diese vergnügt sich gerade anderweitig. Um diese Zeit haben am Wiener Naschmarkt die letzten Lokale noch geöffnet und andere sperren schon wieder auf. Lemming geht ins Café Dreher, um seinen Kummer zu ersäufen. Der Typ am Nebentisch verarscht ihn deswegen ordentlich, spendiert ihm trotzdem ein paar Drinks aus seiner Whiskyflasche. Irgendwann wird es dem Lemming zuviel. Er haut ab, der Unbekannte hinter ihm her und nur wenige Schritte außerhalb des Lokals taucht zwischen den Marktbuden eine Gestalt auf, zückt eine Pistole und schießt auf den Lemming, trifft aber den hinter ihm stehenden Mann tödlich und haut schnellstens ab. Es sieht aus, als ob der Lemming der Mörder wäre. Also hat er nichts Besseres zu tun, als unterzutauchen. [...]
direkt zum Buch Stefan Slupetzky: Lemmings Himmelfahrt auf deutsch erschienen: 2005
Wie die Tierevon
Wien in Aufruhr: Ein verrückter Hundehasser streut im Augarten Hundekekse aus, die mit Stecknadeln gespickt sind. Schon drei Schoßtiere sind an den heimtückischen Leckereien verendet. Hat die perfide Mordserie mit einem gigantischen Bauvorhaben im Augarten zu tun? Herta Hartwig will einen ehemaligen Flakturm in ein großes Heim für den "besten Freund des Menschen" umbauen. Ein millionenschwerer Erbe soll das Riesenprojekt finanzieren: Killerhund Kerli. Doch der natürliche Feind des Hundes ist das Kleinkind, und so laufen besorgte Eltern Sturm gegen diese Pläne. Plötzlich büchst Kerli aus und beißt eine Spendensammlerin tot. Keine Frage: ein Fall für Privatdetektiv Brenner! Die alte Dame ist erstickt an einem stecknadelgespickten Hundekeks... [...]
direkt zum Buch Wolf Haas: Wie die Tiere auf deutsch erschienen: 2001
Die Liebermann-Papierevon
Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Tod des jungen Mediums Charlotte Löwenstein gibt Rätsel auf. Es gibt keine Spuren von Gewalt, ein Abschiedsbrief deutet auf Selbstmord hin. Der Polizist Reinhardt glaubt weder daran noch an übersinnliche Kräfte und bittet den jungen Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann um Hilfe. Der ist bekannt für seinen kühlen Verstand. Und für seine unkonventionellen Methoden ... Sigmund Freud verkündet gerade seine revolutionären Erkenntnisse der Psychoanalyse. Von vielen verachtet und geschmäht, aber von einer kleinen Schar von Ärzten, zu denen auch Doktor Max Liebermann gehört, ob seiner neuen, spektakulären Ansichten verehrt. Denn nicht mehr das Bekämpfen von seelischen Krankheiten mit Elektroschocks soll zum ärztlichen Alltag gehören, sondern das Eingehen auf die Lebensumstände des Erkrankten und die Suche nach den Ursachen im eigenen Erleben. Davon ist Inspektor Rheinhardt von der Wiener Polizei allerdings weit entfernt, als er in die Wohnung der jungen und hübschen Charlotte Löwenstein gerufen wird. Madame Löwenstein hatte sich einen Zirkel von Menschen aufgebaut, die in ihr ein Medium sahen und mit den Toten rege Zwiesprache hielten. Doch jetzt ist sie wie eine Puppe aufgebahrt auf ihrer Couch und ein Abschiedsbrief liegt daneben. Rheinhardt kann aber an die Theorie eines Suizids nicht glauben. Denn der Raum, in dem die junge Frau dahinschied, war von innen verschlossen. Das Loch in ihrer Brust stammt zweifellos von einem Schuss, aber nirgendwo findet sich eine Waffe. Und wie der Gerichtsmediziner zweifelsfrei feststellt, findet sich im leblosen Leib der Toten weder ein Austrittsloch für eine Kugeln, noch das Projektil selbst. [...]
direkt zum Buch Frank Tallis: Die Liebermann-Papiere auf deutsch erschienen: 2006
Das Schweigen des Lemmingvon
Dabei hat alles so friedlich begonnen. Eine warme Sommernacht, ein gedankenverlorener Rundgang im Schönbrunner Tiergarten... Doch dann die grausige Entdeckung: In einem der Gehege baumelt ein erhängter Pinguin! Schon bald sieht sich der Lemming gegen seinen Willen in einen Fall verwickelt, der ihm nicht nur äußersten Scharfsinn, sondern auch äußersten Kunstverstand abverlangt. Lemming zum Dritten. Warum der Wallisch immer Lemming genannt wird, weiß ich nicht mehr. Hat der Autor mal im ersten Roman erklärt. Ist aber auch egal, Lemming klingt lustig, schmunzelnd sympathisch und unbekümmert. So einer ist der Wallisch auch. Man hat ihn gern, den ehemaligen Polizisten und gescheiterten Detektiv, der nun nicht ganz freiwillig seine Penunzen als Nachtwächter im Wiener Zoo Schönbrunn verdienen muss. Und Autor Slupetzky mag sich gefragt haben, welche Art von Verbrechen man wohl einem Zoowächter zur Ermittlung vorsetzen kann. Seine Antwort: ein finsterer Ritualmord an einem Pinguin - Tatort Polarium. Der Lemming entdeckt die Untat und meldet sie seinem Vorgesetzten. Am folgenden Vormittag stellt dieser für den Lemming den Kontakt zu Direktor Hörtnagl her, der nicht nur als Baulöwe und Kunstmäzen bekannt ist, sondern auch so manche Tierpatenschaft im Zoo Schönbrunn übernommen hat. Hörtnagl schätzt sich glücklich, mit dem Lemming einen ehemaligen "Krimineser" mit der Untersuchung beauftragen zu können - aus rein privatem Interesse an der Stellung der Täter. Sage und schreibe 5.000,- Euro übergibt er dem Lemming als Vorschuss. Eine Summe, bei der ein Lemming eigentlich aufhorchen sollte. [...]
direkt zum Buch Stefan Slupetzky: Das Schweigen des Lemming auf deutsch erschienen: 2006
Alte Freunde - neue Feindevon
Im bitterkalten Winter 1947 blühen die Schwarzmarktgeschäfte. Gern verläßt Gunther Berlin, um in Wien im Fall eines ermordeten Nazijägers zu recherchieren. Berlin im Jahr 1947. Die Stadt ist vom Krieg schwer gezeichnet, Lebensmittel sind stark begrenzt und das Einzige was richtig läuft ist der Schwarzmarkt. So wundert sich Privatdetektiv Bernhard Gunther schon seit geraumer Zeit, dass es seiner Frau immer wieder gelingt, an Lebensmittel aus amerikanischen PX-Läden zu kommen oder kostbare Zigaretten mitzubringen. Allein ihre Tätigkeit als Kellnerin in einer Bar, die überwiegend von US-Soldaten besucht wird und deren Wohlwollen, scheinen ihm als Begründung wenig glaubhaft und so ist er letztlich nicht sehr verwundert, dass ihm eine abendliche Observation seiner Frau seine Vorahnungen bestätigt. Ein US-Captain, mit der er sie in flagranti erwischt, ist offensichtlich (einer) der "Wohltäter". Dieses Ereignis trägt - neben seinen finanziellen Problemen - wenig später dazu bei, dass Gunther einen Auftrag annimmt, welcher ihn nach Wien führt, wo sein früherer Arbeitskollege von der Berliner Kripo, Emil Becker, von der amerikanischen Militärpolizei verhaftet wurde, da er angeblich den US-Offizier Linden erschossen haben soll. Der Auftrag wird ihm über den KGB-Oberst Poroschin, Mitglied der russischen Kommendatura, in Berlin angetragen, der Becker sein Leben verdankt. Als Poroschin sich vor Jahren bei einer Geliebten mit Syphillis infizierte besorgte ihm Becker das kaum erhältliche, aber lebensnotwendige Penicillin. [...]
direkt zum Buch Philip Kerr: Alte Freunde - neue Feinde auf deutsch erschienen: 1996
Karambolagevon
Tödlicher Zusammenstoss: Wien, zur Osterzeit. Nach einem Billardturnier im Kaffeehaus "Heller" wird der Sieger, Georg Fellner, vor ein Auto gestoßen. Niemand hat etwas Genaues gesehen, denn es ist Nacht und stockfinster. Nicht nur sein Kontrahent Egon Sykora gehört zu den Verdächtigen, denn Fellner war ein Zyniker und Provokateur, den kaum jemand leiden konnte ... Ein neuer Fall für Wiens liebenswürdigsten Ermittler - Chefober Leopold! Seit langem totgesagt, lebt die Wiener Kaffeehauskultur noch immer, auch wenn man die altgediente Spezies der richtigen Kaffeehausober kaum mehr findet. Im Café Heller gibt es noch so einen, der seine Stammgäste beim Namen kennt, der als Psychiater für alle Wehwehchen seiner Klientel herhalten muss und mehr über das Privatleben seiner Kundschaft weiß, als es vielleicht die jeweiligen Partner derselben Personen tun. So einen dienstbaren Geist spricht man respektvoll mit Herr an und auch der Herr Leopold in Hermann Bauers Karambolage ist die zentrale Schaltstelle im Leben vieler Menschen. Neben dem täglichen Verwöhnprogramm, das Herr Leopold seinen Gästen angedeihen lässt, ist er aber auch noch ein passionierter Kriminalist, der hinter allem und jedem Geschehen die Möglichkeit einer Untat wittert und nach seiner ersten ermittlerischen Großtat in Fernwehträume ahnt er die nächste Missetat schon im Voraus, denn es steht das alljährliche Billardturnier der Dreibandspezialisten an. Und es ist kein Wunder, dass sich beim Finale der impulsive Egon Sykora und der hinterfotzige Georg Fellner als Kontrahenten am Brett gegenüber stehen. Fellner provoziert, Sykora verliert, weswegen dieser wüste Drohungen gegen den Gegner ausstößt und das Kaffeehaus verlassen muss. [...]
direkt zum Buch Hermann Bauer: Karambolage auf deutsch erschienen: 2009
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