Dr. Watson – Ihr Krimi-Berater
Verehrter Leser, ich habe folgende Bücher für Sie gefunden:
Treffer: 21 – 30 von 156
Schauplatz: Paris
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Treffer 21 – 30
Einschlägig bekanntvon
Null Toleranz für den »Pöbel« der Vorstädte lautet die Direktive des Innenministers. Markige Worte angesichts seiner geplanten Präsidentschaftskandidatur. Jetzt müssen Beweise her, dass die Kriminalitätsrate tatsächlich sinkt. Kommissarin Le Muir, Leiterin eines Bezirkskommissariats der Pariser Banlieue, sieht ihre Chance: Was der Politik des Ministers dient, dient unmittelbar auch ihrer Karriere. Zum Glück finden ihre Truppen reichlich Anlass, die staatliche Autorität mit gebotener Härte unter Beweis zu stellen. Manipulation von Statistiken, Einschüchterung der migrantischen Bevölkerung, brutale Übergriffe – das ist Dynamit in der von Angst und Hass geschwängerten Atmosphäre. Eine »Säuberung mit Hochdruck«, wie sie der Innenminister lautstark fordert, bahnt den Weg für Gentrifizierung und Immobilienspekulation. Nur die von Illegalen besetzten Häuser bilden einen Schandfleck … Noria Ghozali, inzwischen ranghohe Ermittlerin beim Zentralen Nachrichtendienst, beobachtet mit wachsendem Misstrauen das Treiben von Starkommissarin Le Muir und ihren Truppen. Insbesondere die Kontakte, die gewisse Polizisten und gewisse Großkriminelle knüpfen, wecken ihren Argwohn. Und plötzlich stehen die besetzten Häuser in Flammen. Wohl wahr, den besitzt Dominque Manotti, und noch einiges mehr. Scheinbar nüchterner, knapper journalistischer Stil, doch das ist viel mehr: Poesie, die aus dem Gespür für Sprache, Timing und einer genauen Beobachtungsgabe resultiert. Manotti schaut genau hin, sieht dem zu, was Tag für Tag geschieht, komprimiert Ereignisse und haut sie dann als Fiktion dem Leser um die Ohren. Wer behauptet, mit Fäusten könne man nicht schreiben, hat Dominique Manotti nicht gelesen. Doch Wut alleine reicht nicht für gelungene Literatur, da gehört auch eine Menge analytisches Denken hinzu, möglichst derart präsentiert, das es nicht wie der erhobene Zeigefinger eines (noch) idealistischen Sozialkundelehrers wirkt. Keine Bange, auch das hat Manotti raus, denn unabhängig von ihrem reflektierenden Scharfsinn, sind die Geschichten einer Hand voll Polizisten, die auf verschiedenen Ebenen um Macht, Geld, Integrität, Anerkennung, Erfolg und manchmal auch bloßes Überleben kämpfen, spannend und plausibel umgesetzt. Auf lediglich 250 Seiten entspinnt Dominique Manotti ein verzweigtes und komplexes Psychogramm einer Gesellschaft, die dem Untergang entgegen taumelt. Da sind Comissaire Le Muir und ihr rechtsextremer Fahrer und Adlatus Brigadier-Major Pasquini, denen für die Räumung zweier besetzter Häuser in der Pariser Vorstadt Panteuil jedes Mittel Recht ist; ihre Gegnerin Noria Ghozali, die mit ihrer arabischen Herkunft hadert, aber bei allem Taktieren, Straßenkämpfermentalität beibehalten hat; die jungen und engagierten Polizeianwärter Sebastian Doche und Isabelle Lefévre, die durch und durch korrupte Spezialeinsatztruppe BAC, um den großsprecherischen Paturel und den begeisterten Fußballer Ivan Djindjic. Den eine Fehlreaktion in der Vergangenheit Kopf und Kragen kosten kann. Dominique Manotti umreißt jede Biographie scharf, verleiht all ihren Protagonisten eigenständigen Charakter. Simple Schwarzweißzeichnungen gibt es nicht. Fast jeder Täter ist gleichzeitig Opfer – bis zu einem gewissen Dienstrang. Bei den höheren Chargen ist alles Politik und damit machbar. Das muss Noria Ghozali nicht einmal schmerzhaft erfahren, sie weiß es längst. Nichts davon verkommt der Autorin zu polemischer Phrasendrescherei, sie ist dicht an ihren Figuren dran, jede Persönlichkeit handelt nachvollziehbar und glaubhaft, ob exponiert oder als Teil einer größeren Menge. Und selbst wenn sie die Handlung komprimiert, vor allem, was die Schnelligkeit ihrer Entwicklung angeht, Einschlägig bekannt bleibt mit jeder Zeile beklemmend realistisch. Eigentlich schlimmer noch – Manotti arbeitet eher mit Understatement, als dass sie übertreibt. [...]
direkt zum Buch Dominique Manotti: Einschlägig bekannt auf deutsch erschienen: 2011
Maigret und die Keller des Majesticvon
Als der Chef der Kaffeeküche des Pariser Grandhotels Majestic frühmorgens einen nicht verschlossenen Garderobenspind öffnet, fällt ihm eine Blondine entgegen - mausetot. Mrs. Mimi Clark ist die Gattin eines amerikanischen Industriellen, mit Mann, Söhnchen, Hauslehrerin und Kinderfrau auf Europareise. Doch noch vor ein paar Jahren war sie Animierdame in Cannes, und dorthin führt auch Maigrets erste Spur. Immer verblüffendere Zusammenhänge tun sich auf. Als im selben Spind eine zweite Leiche auftaucht, weiß der Kommissar, dass er keine Zeit verlieren darf. Grandhotel "Majestic" an den Champs-Elysées, Paris. Der Chef der Kaffeeküche, Prosper Donge, findet am Morgen im Personalumkleideraum im Keller eine Leiche in einem Metallspind. Es handelt sich um Mrs. Clark, die Gattin des Oswald J. Clark, einem reichen Industriellen aus Detroit, USA. Mr. Clark ist gemeinsam mit seiner Frau, seinem 7-jährigen Sohn, einer Kinderfrau und einer Lehrerin vor 8 Tagen im Hotel abgestiegen. Er befindet sich offiziell aus geschäftlichen Gründen in Europa und bereist von Paris aus mehrere große Städte, während die übrigen Angehörigen und das Personal in der Zwischenzeit im Hotel bleiben. Kommissar Maigret, der Chef der Sonderabteilung der Pariser Kriminalpolizei, tritt auf und übernimmt den Fall. [...]
direkt zum Buch Georges Simenon: Maigret und die Keller des Majestic auf deutsch erschienen: 1962
Der Club der Maskenvon
Im grünen Dämmerlicht eines düsteren, alten Wachsfigurenkabinetts entdeckt der französische Detektiv Henri Bencolin die Leiche eines jungen Mädchens. Sie liegt, mit einem Messerstich im Rücken, in den Armen des "Satyrs aus der Seine", einer unheimlichen Wachsfigur. Ist es ein Zufall, dass am gleichen Morgen die Leiche eines anderen jungen Mädchens aus der Seine gezogen wurde? Spuren führen zu dem verrufenen Club der silbernen Schlüssel. Man weiß, dass zur Zeit des Mordes die Geliebte des Besitzers das Wachsfigurenkabinett betreten hat. Aber welche näheren Beziehungen bestehen zwischen dem makabren Museum und dem extravaganten, mondänen Nachtclub? Was geschah mit dem silbernen Schlüssel des ermordeten Mädchens? Fielen die beiden Mädchen dem gleichen Mörder zum Opfer? In den vielen Jahren seiner Existenz haben nur wenige Besucher ihren Weg ins "Museum Augustin" gefunden. Die dort ausgestellten Wachsfiguren wirken zwar erschreckend lebensecht, doch Monsieur Augustin, der verschrobene Eigentümer, legt keinen Wert auf Werbung. Deshalb reagiert er verdächtig panisch, als ihn Henri Bencolin, der gefürchtete Polizeipräfekt von Paris, und ein aufgewühlter Capitaine Chaumont aufsuchen: In der Seine treibend fand man die zerschundene Leiche seiner Verlobten Odette Duchêne, die lebend zuletzt gesehen wurde, als sie Augustins Wachsfigurenkabinett betrat! Bencolin, ein begnadeter Kriminalist, besteht darauf, das Museum persönlich zu untersuchen. Zum allgemeinen Entsetzen stößt er auf eine weitere Frauenleiche: Claudine Martel, Odettes beste Freundin, liegt erstochen in den Armen des "Satyrs von Paris", einer besonders gelungenen wächsernen Schreckensgestalt des Meisters Augustin! Sie wurde in einem Gang hinter dem Museum ermordet und dann aus unerfindlichen Gründen ins Innere geschafft. Am eigentlichen Ort des Verbrechens wird eine schwarze Seidenmaske gefunden. [...]
direkt zum Buch John Dickson Carr: Der Club der Masken auf deutsch erschienen: 1941
Der Mörder mit der schönen Handschriftvon
Kommissar Laviolette lebt im Ruhestand in Digne, wird aber durch seinen Freund, den Untersuchungsrichter Chabrand, immer wieder in Fälle hineingezogen. So auch in den der anonymen Briefe, die an die Erben der Familie Melliflore gehen und jedes Mal einen Mord nach sich ziehen. Auffällig ist die schöne Handschrift auf den Briefumschlägen, die in Barles, einem Dorf in den Bergen nördlich von Digne, abgestempelt wurden. Aufgegeben hat sie jedoch der örtliche Briefträger, der sie unter einem defekten Briefkasten auf dem Friedhof unfrankiert fand und durch die ordnungsgemäße Zustellung zunächst selbst in Verdacht gerät. Aber wer deponiert tatsächlich mehrmals diese Todesbotschaften auf dem Friedhof von Barles? Seine Ermittlungen führen Kommissar Laviolette zur Familiengeschichte der Melliflores und auf die Spur eines über hundert Jahre alten Schatzes, den der Mörder offenbar noch im Besitz der Nachkommen vermutet... "Der Mörder mit der schönen Handschrift" überbringt seine Todesbotschaft in einem kaputten Briefkasten auf dem Friedhof von Barles, wo der pensionierte Postzusteller Emile Pencenat gerade sein eigenes Grab aushebt. Mit dieser bizarren Szene beginnt Pierre Magnan seinen außergewöhnlichen Krimi, der in der Region Basse Alpes der Provence spielt, einer eigentümlichen Gegend, aus der der Autor selbst stammt. Dieser Kriminalroman ist der Siebte mit dem hier pensionierten Kommissar Laviolette als Ermittler, einem eigenbrötlerischen Typ, der von seinem Freund, dem Untersuchungsrichter Chabrand, immer wieder in ungewöhnliche Fälle hineingezogen wird.Laviolette ist ein stiller, bedächtiger Mann mit gesundem Appetit, der seine Zigaretten selbst in der Maschine dreht und einen alten grünen Ford Vedette fährt . Er ist ein scheinbar harmloser, etwas skurriler Zeitgenosse, den man, was kriminalistisches Gespür und Menschenkenntnis angeht, allerdings nicht unterschätzen sollte. [...]
direkt zum Buch Pierre Magnan: Der Mörder mit der schönen Handschrift auf deutsch erschienen: 2006
Hundertzwanzig, rue de la Garevon
In einem Lager der deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg begegnet Privatdetektiv Nestor Burma einem sterbenden Gefangenen, dessen letzte Worte eine Adresse sind. Einige Zeit später trifft er auf dem Bahnsteig von Lyon seinen ehemaligen Mitarbeiter Colomer, der in diesem Moment erschossen wird; als letztes nennt er dieselbe Adresse. [...]
direkt zum Buch Leo Malet: Hundertzwanzig, rue de la Gare auf deutsch erschienen: 1989
Maigret kämpft um den Kopf eines Mannesvon
Eine Todeszelle im Santé-Gefängnis in Paris. Zwei Uhr morgens. Joseph Heurtin steht auf, geht zur Tür hinaus, die Gänge entlang, in den Gefängnishof hinab. Er klettert über die Mauer, verschwindet. Sein Fluchthelfer: Maigret höchstpersönlich ... Paris, Santé-Gefängnis: Im Hochsicherheitstrakt befindet sich der zum Tode verurteilte Joseph Heurtin. Drei Tage zuvor hat er am Boden seines Essnapfs einen Zettel mit einem detaillierten Ausbruchsplan gefunden. Es ist zwei Uhr morgens, Heurtin öffnet die jetzt unverschlossene Zellentür, überquert den unbewachten Gang und gelangt über den Gefängnishof ins Freie, unbemerkt vom Wachpersonal, jedoch genau beobachtet von drei Herren: Kommissar Maigret von der Pariser Kriminalpolizei, Untersuchungsrichter Coméliau und dem Gefängnisdirektor Monsieur Gassier.Der Gefangene taucht unter, beschattet von einem Polizisten. [...]
direkt zum Buch Georges Simenon: Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes auf deutsch erschienen: 1935
Wer einmal auf dem Friedhof liegt...von
Privatdetektiv Nestor Burma hat sich den Besuch bei seiner Auftraggeberin sicherlich nicht als Leichenschau vorgestellt - und das ist nicht die einzige Vorstellung von Burma, die im Schock der Erkenntnis platzt. [...]
direkt zum Buch Leo Malet: Wer einmal auf dem Friedhof liegt... auf deutsch erschienen: 1988
Maigret contra Picpusvon
"Morgen um fünf Uhr nachmittags töte ich die Wahrsagerin. Gezeichnet: Picpus." Maigret nimmt diesen Brief ernst und veranlaßt, dass in Paris 482 Hellseherinnen überwacht werden. Die Hellseherin Jeanne, die trotz dieser Maßnahmen erstochen wird, kennt keiner. Und als der Kommissar den Hauptverdächtigen mitten im Hochsommer im Wintermantel in der Küche der Toten findet - da überkommt ihn eine Riesenwut, und er will nur noch ein kühles Bier... An einem heißen Sommertag in Paris, nachmittags gegen fünf Uhr, wünscht sich Kommissar Maigret nichts lieber als ein ordentlich gezapftes Bier. Doch daraus wird nichts - denn ein geheimnisvoller "Picpus" hat Tags zuvor einen Mord angekündigt: "Morgen Nachmittag um fünf töte ich die Wahrsagerin. Gezeichnet: Picpus" [...]
direkt zum Buch Georges Simenon: Maigret contra Picpus auf deutsch erschienen: 1961
Alptraum in den Straßenvon
Kleber ist Polizist in Paris. Er hat dem Verbrechen den Kampf angesagt, ohne Erbarmen gegen sich selbst und andere . Eines Tages überzieht der gnadenlose Flic den Bogen und wird suspendiert. Plötzlich findet er sich auf der anderen Seite des Gesetzes wieder. Als er einen Job für einen Freund aus der Unterwelt erledigt, eröffnen die Gangster die Jagd - als erstes auf seine Frau... [...]
direkt zum Buch Derek Raymond: Alptraum in den Straßen auf deutsch erschienen: 1990
Die Abreibungvon
René Lecomte ist wieder da. Der Chef der Pariser Unterwelt hat einen längeren Aufenthalt in Lateinamerika hinter sich. Nun will der »Comte« ausstehende Schulden eintreiben und offen stehende Rechnungen begleichen. Bei einer Schießerei wird er schwer verletzt und rettet sich ins Krankenhaus. Aline, Sylvie und Thérèse, soeben mit dem Krankenschwesterndiplom ausgestattet, müssen zum ersten Mal in der Nachtschicht über Leben und Tod entscheiden. Während der »Comte« die Notoperation übersteht, beginnt draußen schon der Kampf um seine Nachfolge. "One night in Paris Is like a year in any other place” sangen 10cc, und es scheint fast so, als würden sie Jean Amilas "Die Abreibung” kennen. Nacht in Paris: der legendäre Gangsterboss René Lecomte, genannt "Der Graf" (Comte) kehrt aus dem unfreiwilligen Exil zurück und will, Sportsmann, der er ist, eigenhändig Schulden bei aufstrebenden Vorstadtgangstern eintreiben. Leider haben die etwas gegen seine Forderungen; es kommt zu einer Schießerei, und der Graf wird von mehreren Kugeln getroffen. Sein Fahrer und Kumpan Roger vermutet ihn, an dem schon die Ratte knabbert, tot und hat nichts eiligeres zu tun, als sich um die Erbfolge zu kümmern und den (oder die) vermeintlichen Todesschützen auszuschalten. [...]
direkt zum Buch Jean Amila: Die Abreibung auf deutsch erschienen: 2009
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