Dr. Watson – Ihr Krimi-Berater

Verehrter Leser, ich habe folgende Bücher für Sie gefunden:

Treffer: 11 – 20 von 164

Schauplatz: Frankreich / Paris
Zeit: ---
Genre: ---
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Autor: ---
Protagonist(en): ---
Seitenzahl: ---
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Treffer 11 – 20

Der Tod des Auguste Maturevon Georges Simenon

95° bei 14 Stimmen

Auguste Mature, Gastwirt in Paris, bricht im eigenen Bistro tot zusammen. Zurück bleibt die bestürzte Familie - die Witwe und drei Söhne. Antoine führt das florierende Restaurant weiter. Ferdinand hofft auf die Erbschaft. Und Bernard kann es gar nicht erwarten, bis in detektivischer Kleinarbeit der Safe ermittelt wird, in dem das Vermögen liegt. Doch beim Öffnen erleben die Söhne eine große Überraschung. [...]

direkt zum Buch Georges Simenon: Der Tod des Auguste Mature auf deutsch erschienen: 1980

Maigret und die kopflose Leichevon Georges Simenon

95° bei 2 Stimmen

Ein Märzmorgen am Pariser Saint-Martin-Kanal, Rauhreif auf den Dächern. Der Kanal hat wenig Wasser, es hat lange nicht geregnet. Die Brüder Naud setzen den Motor ihres überladenen Schleppers in Gang. Schlamm wird aufgewirbelt plötzlich klemmt die Schraube. Was die beiden Brüder dann zutage fördern, ist nicht gerade appetitlich. [...]

direkt zum Buch Georges Simenon: Maigret und die kopflose Leiche auf deutsch erschienen: 1957

Wenn alte Damen schießenvon Daniel Pennac

95° bei 27 Stimmen

Vier Morde an alten Frauen innerhalb eines Monats. Außerdem erwischt´s noch einen Polizisten. Belleville ist in Aufruhr. Die Polizei untersucht fieberhaft, denn es geht um Drogenkriminalität, um Korruption und Verbrechen auf höchster Ebene. Eine der vielen verdächtigen Spuren führt zu den Malaussènes, wo einige alte Männer als »Großväter« Familienanschluss gefunden haben. Benjamin Malaussène allerdings, der geborene Sündenbock, wird von der Polizei aufs Korn genommen, und Julie, seine große Liebe, gerät bei ihrer jounalistischen Arbeit in tödliche Gefahr. Bis alles aufgeklärt ist und die Täter überführt sind, hat Benjamins Schwester Thérèse viel Wahres aus dem Kaffeesatz gelesen, wird wieder ein Kind geboren, verliebt sich ein Polizist. Und dann bekommen die Malaussèneschen Kinder von einem der Großväter eine Geschichte erzählt, einen Krimi, originell, spannend, böse, witzig - echter Pennac. Pennacs Malaussène-Romane sind in Frankreich Bestseller, und in Deutschland sind sie längst Kult. [...]

direkt zum Buch Daniel Pennac: Wenn alte Damen schießen auf deutsch erschienen: 1990

Die Abreibungvon Jean Amila

93° bei 2 Stimmen

René Lecomte ist wieder da. Der Chef der Pariser Unterwelt hat einen längeren Aufenthalt in Lateinamerika hinter sich. Nun will der »Comte« ausstehende Schulden eintreiben und offen stehende Rechnungen begleichen. Bei einer Schießerei wird er schwer verletzt und rettet sich ins Krankenhaus. Aline, Sylvie und Thérèse, soeben mit dem Krankenschwesterndiplom ausgestattet, müssen zum ersten Mal in der Nachtschicht über Leben und Tod entscheiden. Während der »Comte« die Notoperation übersteht, beginnt draußen schon der Kampf um seine Nachfolge. "One night in Paris Is like a year in any other place” sangen 10cc, und es scheint fast so, als würden sie Jean Amilas "Die Abreibung” kennen. Nacht in Paris: der legendäre Gangsterboss René Lecomte, genannt "Der Graf" (Comte) kehrt aus dem unfreiwilligen Exil zurück und will, Sportsmann, der er ist, eigenhändig Schulden bei aufstrebenden Vorstadtgangstern eintreiben. Leider haben die etwas gegen seine Forderungen; es kommt zu einer Schießerei, und der Graf wird von mehreren Kugeln getroffen. Sein Fahrer und Kumpan Roger vermutet ihn, an dem schon die Ratte knabbert, tot und hat nichts eiligeres zu tun, als sich um die Erbfolge zu kümmern und den (oder die) vermeintlichen Todesschützen auszuschalten. [...]

direkt zum Buch Jean Amila: Die Abreibung auf deutsch erschienen: 2009

Kommando Abstellgleisvon Sophie Hénaff

93° bei 6 Stimmen

Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen - wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst - zum Schrecken der neuen Chefs - auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen. [...]

direkt zum Buch Sophie Hénaff: Kommando Abstellgleis auf deutsch erschienen: 2017

Einschlägig bekanntvon Dominique Manotti

93° bei 38 Stimmen

Null Toleranz für den »Pöbel« der Vorstädte lautet die Direktive des Innenministers. Markige Worte angesichts seiner geplanten Präsidentschaftskandidatur. Jetzt müssen Beweise her, dass die Kriminalitätsrate tatsächlich sinkt. Kommissarin Le Muir, Leiterin eines Bezirkskommissariats der Pariser Banlieue, sieht ihre Chance: Was der Politik des Ministers dient, dient unmittelbar auch ihrer Karriere. Zum Glück finden ihre Truppen reichlich Anlass, die staatliche Autorität mit gebotener Härte unter Beweis zu stellen. Manipulation von Statistiken, Einschüchterung der migrantischen Bevölkerung, brutale Übergriffe  das ist Dynamit in der von Angst und Hass geschwängerten Atmosphäre. Eine »Säuberung mit Hochdruck«, wie sie der Innenminister lautstark fordert, bahnt den Weg für Gentrifizierung und Immobilienspekulation. Nur die von Illegalen besetzten Häuser bilden einen Schandfleck & Noria Ghozali, inzwischen ranghohe Ermittlerin beim Zentralen Nachrichtendienst, beobachtet mit wachsendem Misstrauen das Treiben von Starkommissarin Le Muir und ihren Truppen. Insbesondere die Kontakte, die gewisse Polizisten und gewisse Großkriminelle knüpfen, wecken ihren Argwohn. Und plötzlich stehen die besetzten Häuser in Flammen. Wohl wahr, den besitzt Dominque Manotti, und noch einiges mehr. Scheinbar nüchterner, knapper journalistischer Stil, doch das ist viel mehr: Poesie, die aus dem Gespür für Sprache, Timing und einer genauen Beobachtungsgabe resultiert. Manotti schaut genau hin, sieht dem zu, was Tag für Tag geschieht, komprimiert Ereignisse und haut sie dann als Fiktion dem Leser um die Ohren. Wer behauptet, mit Fäusten könne man nicht schreiben, hat Dominique Manotti nicht gelesen. Doch Wut alleine reicht nicht für gelungene Literatur, da gehört auch eine Menge analytisches Denken hinzu, möglichst derart präsentiert, das es nicht wie der erhobene Zeigefinger eines (noch) idealistischen Sozialkundelehrers wirkt. Keine Bange, auch das hat Manotti raus, denn unabhängig von ihrem reflektierenden Scharfsinn, sind die Geschichten einer Hand voll Polizisten, die auf verschiedenen Ebenen um Macht, Geld, Integrität, Anerkennung, Erfolg und manchmal auch bloßes Überleben kämpfen, spannend und plausibel umgesetzt. Auf lediglich 250 Seiten entspinnt Dominique Manotti ein verzweigtes und komplexes Psychogramm einer Gesellschaft, die dem Untergang entgegen taumelt. Da sind Comissaire Le Muir und ihr rechtsextremer Fahrer und Adlatus Brigadier-Major Pasquini, denen für die Räumung zweier besetzter Häuser in der Pariser Vorstadt Panteuil jedes Mittel Recht ist; ihre Gegnerin Noria Ghozali, die mit ihrer arabischen Herkunft hadert, aber bei allem Taktieren, Straßenkämpfermentalität beibehalten hat; die jungen und engagierten Polizeianwärter Sebastian Doche und Isabelle Lefévre, die durch und durch korrupte Spezialeinsatztruppe BAC, um den großsprecherischen Paturel und den begeisterten Fußballer Ivan Djindjic. Den eine Fehlreaktion in der Vergangenheit Kopf und Kragen kosten kann. Dominique Manotti umreißt jede Biographie scharf, verleiht all ihren Protagonisten eigenständigen Charakter. Simple Schwarzweißzeichnungen gibt es nicht. Fast jeder Täter ist gleichzeitig Opfer  bis zu einem gewissen Dienstrang. Bei den höheren Chargen ist alles Politik und damit machbar. Das muss Noria Ghozali nicht einmal schmerzhaft erfahren, sie weiß es längst. Nichts davon verkommt der Autorin zu polemischer Phrasendrescherei, sie ist dicht an ihren Figuren dran, jede Persönlichkeit handelt nachvollziehbar und glaubhaft, ob exponiert oder als Teil einer größeren Menge. Und selbst wenn sie die Handlung komprimiert, vor allem, was die Schnelligkeit ihrer Entwicklung angeht, Einschlägig bekannt bleibt mit jeder Zeile beklemmend realistisch. Eigentlich schlimmer noch  Manotti arbeitet eher mit Understatement, als dass sie übertreibt. [...]

direkt zum Buch Dominique Manotti: Einschlägig bekannt auf deutsch erschienen: 2011

Ein Clochard mit schlechten Kartenvon Leo Malet

92° bei 3 Stimmen

Vergangenheit, das lernt Nestor Burma, ist wie ein Stigma, auch für den ehemaligen Clochard. Und das Arbeiterviertel, in dem der Detektiv nach einem verschwundenen Mann suchen muß, deckt auch keine Wunden zu. [...]

direkt zum Buch Leo Malet: Ein Clochard mit schlechten Karten auf deutsch erschienen: 1988

Maigret und die Keller des Majesticvon Georges Simenon

92° bei 54 Stimmen

Als der Chef der Kaffeeküche des Pariser Grandhotels Majestic frühmorgens einen nicht verschlossenen Garderobenspind öffnet, fällt ihm eine Blondine entgegen - mausetot. Mrs. Mimi Clark ist die Gattin eines amerikanischen Industriellen, mit Mann, Söhnchen, Hauslehrerin und Kinderfrau auf Europareise. Doch noch vor ein paar Jahren war sie Animierdame in Cannes, und dorthin führt auch Maigrets erste Spur. Immer verblüffendere Zusammenhänge tun sich auf. Als im selben Spind eine zweite Leiche auftaucht, weiß der Kommissar, dass er keine Zeit verlieren darf. Grandhotel "Majestic" an den Champs-Elysées, Paris. Der Chef der Kaffeeküche, Prosper Donge, findet am Morgen im Personalumkleideraum im Keller eine Leiche in einem Metallspind. Es handelt sich um Mrs. Clark, die Gattin des Oswald J. Clark, einem reichen Industriellen aus Detroit, USA. Mr. Clark ist gemeinsam mit seiner Frau, seinem 7-jährigen Sohn, einer Kinderfrau und einer Lehrerin vor 8 Tagen im Hotel abgestiegen. Er befindet sich offiziell aus geschäftlichen Gründen in Europa und bereist von Paris aus mehrere große Städte, während die übrigen Angehörigen und das Personal in der Zwischenzeit im Hotel bleiben. Kommissar Maigret, der Chef der Sonderabteilung der Pariser Kriminalpolizei, tritt auf und übernimmt den Fall. [...]

direkt zum Buch Georges Simenon: Maigret und die Keller des Majestic auf deutsch erschienen: 1962

Maigret gerät in Wutvon Georges Simenon

92° bei 2 Stimmen

Am Pigalle geht es manchmal hoch her, und die Restaurant- und Barbesitzer sind harte Hunde, wenn es ihre Marktanteile zu verteidigen gilt. Das stimmt und stimmt nicht. Für die anderen mag das zutreffen, für Emile Boulay nicht. Er führt das Leben eines Buchhalters, meidet Konflikte und liebt seine Familie. Auf den Gedanken, fremd zu gehen, obwohl die Versuchung jeden Abend vor seinen Augen tanzt, kommt er nicht. [...]

direkt zum Buch Georges Simenon: Maigret gerät in Wut auf deutsch erschienen: 1964

Das schwarze Korpsvon Dominique Manotti

91° bei 28 Stimmen

6. Juni 1944: Noch geht Paris an diesem sonnigen Frühsommertag ungerührt seinen Geschäften nach: Die französische Gestapo verhaftet einen amerikanischen Offizier. Vorm Büro ihres Chefs Deslauriers stehen Bittsteller aus Geschäfts- und Halbwelt Schlange. Am Abend hält die schöne Dora Belle, Geliebte eines SS-Hauptsturmführers und zweitklassige Schauspielerin, ihren Salon. Hier trifft sich die Führung von SS und Wehrmacht mit Vertretern von Industrie, Finanzwelt und Kultur: elegantes Dekor, ausgesuchte Delikatessen, Champagner, Sex. Inspecteur Domecq von der Sitte, Verbindungsmann des gaullistischen Widerstands, nutzt den Abend, um Witterung aufzunehmen. Denn nicht nur militärisch steht die entscheidende Schlacht bevor. In Erwartung der deutschen Niederlage müssen Besatzer und Kollaborateure ihren Besitz, ihre Reputation oder auch nur ihre nackte Haut retten. Manches lässt sich mit Geld regeln oder bei einem guten Tropfen. Aber bald fließt mehr Blut als Champagner. Ein schreiendes Baby wird aus dem Fenster geworfen, eine Frau vergewaltigt, Dienstboten schlägt man die Schädel ein, weil sie gerade im Weg sind. Starker Tobak. Frankreich 1944, unter deutscher Besatzung, soeben sind die Alliierten in der Normandie gelandet und arbeiten sich – Hunderttausende werden dabei sterben – ins Hinterland vor. Noch ist es ein weiter Weg bis Paris, wo Dominique Manottis Roman spielt. Die Mörder sind SS-Leute, das berüchtigte "Schwarze Korps". Aber es sind keine Deutschen, es sind Franzosen. Handlanger, Beutemacher, Gangster, Kollaborateure. Auch das wäre in Frankreich jahrzehntelang starker Tobak gewesen, ein Tabu gewissermaßen, denn das Schönreden der Vergangenheit gehörte auch dort zu den Mechanismen, sich vor der Geschichte reinzuwaschen. Heute ist das Phänomen der  französischen Schergen in Diensten der deutschen Besatzer anerkannt und wird heiß diskutiert. Auch in Kriminalromanen. [...]

direkt zum Buch Dominique Manotti: Das schwarze Korps auf deutsch erschienen: 2012

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