Venezianische Scharade von Donna Leon

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 unter dem Titel The anonymous Venetian, deutsche Ausgabe erstmals 1996 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Venedig, 1990 - 2009.
Folge 3 der Guido-Brunetti-Serie.

  • London: Macmillan, 1994 unter dem Titel The anonymous Venetian. ISBN: 0333616790. 231 Seiten.
  • New York: HarperCollins, 1994. ISBN: 0060177950. 278 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1996. Übersetzt von Monika Elwenspoek. ISBN: 3-257-06103-X. 372 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1997. Übersetzt von Monika Elwenspoek. ISBN: 3-257-22990-9. 372 Seiten.
  • [Hörbuch] Schwäbisch Hall: Steinbach, 2003. Gesprochen von Christoph Lindert. ISBN: 3886986225. 7 CDs.

'Venezianische Scharade' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

Deutscher Krimi Preis 1997 (3. Platz international)

In Kürze:

An einem heißen Augusttag wird beim Schlachthof von Mestre die Leiche eines Mannes in Frauenkleidung entdeckt. Ein Travestit, getötet nach Streitigkeiten mit seinen Freiern? Commissario Brunetti nimmt die Ermittlungen auf. Die amerikanische Autorin Donna Leon legt ihren dritten in Venedig spielenden »Brunetti«-Roman vor. Sie deckt darin einen besonders eklatanten Fall bürgerlicher Doppelmoral auf, sowie Korruptheiten im politischen System, wie sie heutzutage überall anzutreffen sind.

Das meint Krimi-Couch.de: »Der Anschein kann trügen« 78°

Krimi-Rezension von Thomas Kürten

Der wichtigste Hinweis zu diesem Roman direkt am Anfang meiner Rezension: Niemals im Winter lesen! Die »Venezianische Scharade« spielt in den heißesten Wochen des Jahres in Venedig, wo jeder Schritt durch die Straßen unweigerlich zu einem mittelprächtigen Schweißausbruch führt. Liest man das Buch an kalten, regnerischen Winterabenden, wird es vielleicht weniger beeindrucken als an einem heißen Sommersonntag auf der Liege im Garten.

Auf einer Wiese hinter einem Schlachthof in Mestre, einer Industriestadt kurz vor den Toren Venedigs, wird ein toter Mann gefunden. Das zur Unkenntlichkeit zerschlagene Gesicht war stark geschminkt und auch das rote Kleid und die roten Samtschuhe mit hohen Absätzen deuten darauf hin, dass hier ein Transvestit umgebracht wurde. Da die Polizei in Mestre aufgrund der Urlaubssaison unterbesetzt ist, wird aus Venedig Verstärkung angefordert. Commissario Brunetti übernimmt den Fall.

Die Identifikation der Leiche bereitet mehrere Tage Kopfzerbrechen, die Ermittlungen im Milieu bringen keine Ergebnisse. Bis auf die Tatsache, dass Brunetti in der Wohnung eines Transvestiten dem Avvocato Santomauro begegnet, seines Zeichens ehrenamtlicher Präsident der Lega della Moralita. Hoppsa, ein Mann in solcher Position als Anwalt eines kleinen Strichjungen in Frauenkleidern?

Der Tote wird letztlich identifiziert als Direktor der Banca di Verona. Aber die Tatsache, dass er ein Transvestit gewesen sein soll, scheint nur einem Mann bekannt zu sein: Seinem Nachfolger auf dem Direktorensessel. Was verbirgt sich hinter der bizarren Maskerade des Ermordeten? Und was macht eigentlich die ominöse Lega della Moralita? Ein eiserner Verfechter von gesellschaftlichen Werten, Sitte und Moral scheint sie jedenfalls nicht zu sein.

Commissario Brunettis dritter Fall ist der erste Kriminalroman der Amerikanerin Donna Leon aus einer Reihe von mittlerweile 10 Büchern um den venezianischen Ermittler, der stellenweise begeistern kann und insgesamt gute Krimikost bietet. Die absolute Stärke der Autorin ist die Beschreibung einer Szene, einer Kulisse. Sei es ein kühler, ruhiger Hausflur, das hektische Treiben auf der Piazza davor, oder das Büro einer neuen Sekretärin bei der Polizei. Alles wirkt greifbar nahe, sehr plastisch. Und endlich: im dritten Band der Reihe wird auch Brunetti ein wenig menschlicher. In den ersten beiden Romanen schlich er stets behäbig, still und leise über die Plätze und durch die Gassen Venedigs. Hier wird er auch mal laut und ungehalten, er kann auch mal rennen und es entwischt ihm auch mal ein Tatverdächtiger. Ja, auch sein Privatleben sieht sich zum ersten mal mit einem kleinen Problemchen konfrontiert. Seine liebreizende Gattin Paola muss mit den Kindern allein in Urlaub fahren, da Brunetti durch den Fall in Venedig unabkömmlich wird. In den ersten beiden Romanen suchte man eine solch komplizierte Situation in seiner Ehe noch vergebens.

Unverändert sind die kommunikativen Fähigkeiten des Commissarios auf allerhöchstem Niveau. In Bruchteilen einer Sekunde scheint für ihn festzustehen, mit welchem Typ Mensch er gerade spricht und wie er es geschickt anstellt, von ihm eine Aussage zu bekommen, die ihm in seinen Ermittlungen weiterhilft. Und diese Perfektion ist der eigentliche Schwachpunkt auch in diesem Roman. Bevor ein mitunter seitenlanger Dialog beginnt, weiß der Leser eigentlich schon das Ergebnis: Brunetti hat wieder alle an die Wand geredet.

Die Konstruktion des Kriminalfalles ist Leon gelungen. Der Mord an dem Bankdirektor diente natürlich nur der Vertuschung eines Betrugsskandals, der sich durch die höchsten Kreise der venezianischen Gesellschaft zieht. Das Maskenspiel wird zu einer Mahnung an den Leser, dass man anderen Leuten halt nur vor den Kopf sieht. Die Lega della Moralita und ihre Machenschaften sind optimal dazu geeignet, um dies zu noch einmal ganz deutlich zu machen. Der Schein trügt halt mitunter. Ein ruhiger und gesellschaftskritischer Roman, dem es aber auch an wichtigen Stellen an Brisanz und Spannung nicht mangelt.

Ihre Meinung zu »Donna Leon: Venezianische Scharade«

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lebenskuenstlerin86 zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 10.10.2014
In Donna Leons Krimi Venezianische Scharade" muss Brunetti anstatt wie geplant mit seiner Familie in die Berge zu fahren einen Mordfall in Mestre lösen, da sie dort in der Zeit keinen zuständigen Commissario haben.

In einem Gebiet wo sich die Huren ihren Freiern anbieten, wird eine Männerleiche in einem Kleid gefunden, schnell scheint damit für die Leute und auch für einige Polizisten klar zu sein, dass es sich bei der Leiche um eine transvestitische Hure handelt, doch Brunetti gibt nichts auf diese Meinung und versucht den Mörder zu finden. Doch zuerst muss er herausfinden wer die Leiche ist, denn deren Gesicht ist so zertrümmert, dass es kaum noch menschlich wirkt.

Da Brunetti von der Leiche beginnend bis zum Finden des Mörders viele kleine Rätsel lösen muss, bis sich ein zusammenhängendes Puzzle ergibt, ist der Titel sehr gut gewählt denn Scharade bedeutet nichts anderes als Rätsel. Donna Leons Schreibstil ist sehr flüssig, aber durch die häufige Erwähnung dessen was Brunetti isst bekommt er auch einen gemächlichen Touch und wird somit sehr leicht lesbar. Die wenigen italienischen Begriffe versteht man entweder sofort oder sie werden einem kurz erklärt indem was jemand sagt oder tut. Das Buch ist mit seinen 31 Kapiteln nicht nur sinnvoll gegliedert sondern auch weder zu lang noch zu kurz, denn es werden alle wichtigen Fragen beantwortet und man muss nie aus Langeweile das Buch aus der Hand legen.

Die Hauptperson ist ohne Zweifel Commissario Brunetti ein guter Commissario mit Herz und Verstand, mit dem man alles hautnah erlebt und sich gut in ihn hineinversetzen kann, aber auch die anderen Personen sind liebevoll skizziert und handeln nachvollziehbar, auch wenn manche Reaktion erst am Ende verständlich wird.

Alles in einem ein guter solider Krimi, der in ein unbekanntes Milieu führt und es uns näher bringt ohne es zu verdammen. Man sollte diesen Krimi wirklich lesen, aber dennoch ist er besonders für Krimianfänger geeignet und für jene Leser die mit den blutrünstigen actiongeladenen Krimis mancher Autoren nichts anfangen können.
Pati zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 18.02.2010
Gleich zu Beginn des Buches taucht man direkt ins Geschehen ein, welches mit der Entdeckung einer Leiche beginnt. Ein spannender Anfang also. Jedoch zieht sich das Ganze mit der Zeit in die Länge und Momente, in welchen man wirkliche Spannung verspürt, werden rar. Für jemanden, der gerne kombiniert, ist dieses langsame Voranschreiten aber sicherlich gut geeignet. Die sehr detaillierten Beschreibungen von Brunettis Tun und Lassen und seiner Umgebung, insbesondere zu Hause, sind manchmal etwas ermüdend, jedoch kann man sich dadurch ein gutes Bild seines Charakters machen. Die restlichen Charaktere sind ebenfalls genau beschrieben, wodurch die verschiedenen Gespräche zwischen den Personen interessanter werden. Allzu oft wird aber die momentan herrschende brütende Hitze erwähnt und einige Eigenarten der Venezianer oder im Allgemeinen der Italiener werden eher als negativ dargestellt. An Humor fehlt es nicht unbedingt, die Qualität reicht aber nicht aus, um der Geschichte den nötigen Schwung zu verpassen.
Pflänzli zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 18.02.2010
Trotz des spannenden Einstieges in den dritten Roman Donna Leons bin ich schnell enttäuscht worden. Es war schon nach den ersten Seiten ersichtlich, in welche Richtung die Geschichte sich bewegen würde. Dass das heikle Thema Transvestismus nur eine billige Ablenkung vom eigentlichen Fall war, fand ich sehr offensichtlich.
Was mich aber grundsätzlich an Donna Leons Büchern stört, ist die Unantastbarkeit der Figuren. Sie wirken mir zu nett, zu perfekt. Brunetti , wie aber auch seine Familie, scheinen mir zu durchsichtig, ich kann mich an den Figuren nicht festhalten. Die Familie scheint keine oder kaum Probleme zu haben und wenn, dann sind sie lösbar. Damit ist für mich eigentlich klar, warum hauptsächlich Frauen grosse Bewunderer der Bücher sind. Donna Leon hat die Vorstelllung eines „perfekten“ Mannes mit einem fast einwandfreien Leben aufrecht erhalten, Brunettis Aussehen wird fast nicht beschrieben, wie praktisch, so kann sich jede Frau ihr Traumdetektiv zusammenbasteln. Eine nette Familie, ein mürrischer Chef, schöne Sekretärin, hilfsbereite Mitarbeiter, zum Glück gibt es noch Tote, sonst hätte ich das Gefühl, Venedig sei nicht mehr auf unserer bösen Erde, sondern auf einem anderen Planeten.
Luna zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 18.02.2010
Diese Hitze und den Gestank,dort wo der tote „Transvestit“ lag, konnte man förmlich spüren.
Donna Leon hat diese Szene hervorragend beschrieben, wie auch all ihre Figuren. Erkennbar ist sogar die Entwicklung einzelner Personen im Buch, wenn man alle Bücher betrachtet.
Diese Hitze verfolgt den Leser durch das ganze Buch, ein origineller roter Faden.

Das Gähnen konnte ich aber dann bis zur Mitte des Buches kaum mehr unterdrücken. Ich benutzte es als Nachtlektüre, um schneller einschlafen zu können. Schöne Beschreibungen mit leerem Inhalt.

Sehr sonderbar ab der Mitte: Als Brunetti die Leiche identifizieren konnte ging alles „zufälligerweise“ von alleine weiter. Brunetti stiess gleich immer an die benötigte und richtige Information

Die versuchte und misslungene Verhaftung von Malfatti war der absolut schlechteste Teil des gesamten Buches. Sehr künstlich und fast schon lächerlich. (Schade um die Buchstaben.) Auch die nachfolgenden Geschehnisse (Malfatti ermordet Rivanello), waren sehr schlecht beschrieben. Als wäre es ein nebensächlicher Teil, gerade genug wichtig um erwähnt zu werden.
Wohl eine grosse Schwäche der Autorin ist, spannende und schnelle Handlungen richtig zu beschreiben und diese glaubhaft zu präsentieren.

Schön an diesem Krimi finde ich die Familie, die immer wieder vorkommt und auch einen Platz in Brunettis Analysen einnimmt.
Doch mal ganz ehrlich: Eine solche Ehe ist nun wirklich nicht möglich. Da kommen nur noch Wunschvorstellungen vor, wie sie im täglichen Leben nicht sein können. Alles perfekt? Nicht möglich!
Anscheinend sind sich Paola und Brunetti sehr nahe. Doch ohne Höhen und Tiefen in einer Ehe ist das natürlich praktisch unmöglich. Doch dieses Leben scheint nicht zu existieren.
Es ist auch schon sehr langweilig. Alle Menschen in seinem Lebensumfeld scheinen eine perfekte Beziehung mit ihm zu haben. Ausser natürlich Patta, was auch eine sehr schöne Abwechslung in die Geschichte bringt, von welcher es mehr haben sollte.
ML zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 28.05.2008
Ich war von Anfang an von diesem Buch begeistert. Da dieser Roman gleich mit dem Mord anfängt, ist Donna Leon meiner Meinung nach gelungen, die Leser/innen an die Geschichte zu binden, damit sie lesen. Ich wollte so schnell wie möglich diesen Roman zu Ende lesen, denn ich konnte die Auflösung kaum erwarten.
Diesen Roman würde ich niemals im Winter lesen, denn die Geschichte spielt im Sommer und so wird es vielleicht weniger beeindruckend, Venedigs Hitze zu spüren.

+ Die Logik und die Ermittlungsgeschichte haben mir sehr gut gefallen.

- Gegen Ende wurde das Buch leider zu langatmig, denn es wurde zu oft zu detailliert erzählt. Zu viel Handlungen und zu viel Erzählungen zerstören meine Motivation zum Lesen.

+ Ich habe mir Krimis immer blutig und brutal vorgestellt. Die Venezianische Scharade ist zwar nicht furchtbar und schrecklich, aber die Autorin hat es trotzdem erreicht, dieses Buch spannend zu erzählen. Die Charaktere konnte ich mir stets bildhaft vorstellen.

+ Mich hat der Beginn sehr überzeugt, als man glaubt, die brennende Sonne zu spüren, den Gestank der Fabriken zu riechen.

+ Mir kam es während dem Lesen vor, als wäre dieses Buch eine Anleitung zum Verständnis des italienischen Alltagslebens.

- Was ich als sehr langatmig empfand, sind die Handlungen bzw. Szenen zwischen Brunetti und seine Frau. Donna Leon beschreibt die Handlungen so spezifisch, was sie ihrem Mann kocht und wie sie es kocht. Ich finde diese Informationen überflüssig für einen Krimi.

+ Die Autorin hat meiner Meinung nach eine geschickte Erzählweise. Sie verwendet italienische Wörter, die es mir persönlich ermöglichen, mir den italienischen Alltag bildlich vorzustellen.

- Für die Leser, die des Italienischen nicht mächtig sind, hätte man in der Fussnote eine Übersetzung hinzufügen können.

- Was ich bei diesem Buch sehr bemängle, ist die Sprache. Teilweise wird das Verb "sagen" mehrmals auf einer Seite benutzt. Ich finde dies langweilig und ideenlos, denn mit Synonymen hätte man eventuell dieses Buch für die Leser/innen interessanter gestalten können.
Stanislav zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 28.05.2008
Ein verführerischer Anfang – ein langatmiges Ende

Der dritte Roman der Krimiserie von Donna Leon beginnt spannend. Ohne eine grosse Vorgeschichte wird der Leser direkt in das Geschehen versetzt. Das sich das Buch auch um eine nicht – alltägliche Situation dreht, macht die Geschichte noch interessanter. Nach etwa 50 Seiten verflog bei mir aber die anfängliche Spannung, da Donna Leon Dinge, die eigentlich irrelevant sind, viel zu detailliert beschreibt. Vor allem der Verweis auf die brütende Hitze wird mit der Zeit nervig.
Jedoch muss gesagt werden, dass die Stadt Venedig sehr schön in Szene gesetzt wurde. Der Leser wird dazu verführt, dorthin zu reisen.
Mir ist die Figur von Elettra Zorci besonders aufgefallen. Denn sie wind als Übermensch dargestellt, der wichtige Informationen einfach „aus dem Nichts“ besorgt. Dies erschien mir doch sehr unrealistisch. Auch die Frage wieso Elettra Zorci ihre gut bezahlte Stelle aufgibt und ins Polizeikomissariat wechselt, wird nur teilweise beantwortet.
Ein weiteres Detail, das ins Auge sticht, ist die Verfolgungsjagd. Dabei wird die spezielle Stimmung von Venedig, welche die Autorin geschaffen hat, zerstört. Donna Leon kreiert eine künstliche Spannung, die jedoch überhaupt nicht ins Geschehen passt, da im Rest der Geschichte nicht annähernd ähnliche Situationen vorkommen. Aber auch im Allgemeinen wirken die Action Szenen aufgesetzt.
Trotz der guten Personenbeschreibung, der sehr gelungenen Inszenierung Venedigs sowie dem aussergewöhnlichen Thema, war dieses Buch für mich enttäuschend. Der Hauptgrund lag in der Langatmigkeit dieser Geschichte. Leser die actionbefreite und eher ruhige Krimiromane mögen, würden aber voll auf ihre Kosten kommen.
Julia2BK zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 29.11.2007
Hi!!
Tut mir leid, aber ich fand diesen Krimi einfach zu langweilig. Ich habe diesen Krimi in der Schule gelesen und er war einfach zu schwerfällig. Zu viel Erzählung und zu viel Handlung. Dennoch haben mir die Logik und die Ermittlungsgeschichte sehr gut gefallen.
LG
silke zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 28.11.2007
Mir hat das Buch gut gefallen.Es war nicht brutal oder blutrünstig,aber doch spannend,obwohl es sich manchmal etwas in die Länge zog.Aber ich freue mich auf weitere Brunetti Krimis.
Romy Schneider zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 16.08.2007
Ich finde die Krimis von DL immer sehr "angenehm", d. h. die Atmosphäre zieht mich immer wieder in den Bann und die Charaktere finde ich sehr bildhaft und facettenreich gezeichnet. DL ist der Beweis, dass man nicht viel Blut, Spannung und seelische Abgründe braucht, um einen guten Krimi zu schreiben. Bemerkenswert, wie sie der abartigen Korruption immer wieder auf den Grund geht.
"Venezianische Scharade" ist sicher einer ihrer besten Brunettis.
Renee zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 20.02.2006
Donna Leon hat mich beeindruckt, wenn es auch nicht wegen ihrer "actionreichen" erzählung ist, sondern weil sie Ambiente und Charaktere sehr gut einfängt. Brunetti und seine Frau sind nie klischeehaft gezeichnet, sondern bewahren sich trotz Meinungsverschiedenheiten einen kultivierten Umgangston. Die Ermittlungen laufen zäh und anfangs orientierungslos, weil dieser Mord anfangs wie ein ganz normaler Transvestitentod ausschaut. Undv wie die Befragung erkennen lässt, fühlen sich alle bei der Erwähnung von einem Mann in Frauenkleidern in ihren Vorstellungen (moralischen und gesellschaftlichen) gestört. Trotz der Hitze zu ermitteln erscheint mir eine heroische Leistung sondergleichen. Gleichzeitig läuft alles subkutan und unterschwellig ab, die Polizisten beweisen viel Gespür für die Wahrheit und die Lüge bei den Befragungen. Es gibt im Gegensatz zum lateinischen Historiker Tacitus keinen hehren und rigorosen Moralismus, die Grenzen verwischen sehr leicht, so wie es auch im alltag passiert.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Lucie zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 18.06.2005
Nach "Venezianisches Finale" mein 2. Buch von DL. Das "Finale" war für mich eher enttäuschend, aber "Venezianische Scharade" ist um einiges besser. Wirklich sehr empfehlenswert, da spannend und ideenreich.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Andrea zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 27.03.2005
Dieses Buch habe ich in Verbindung mit einem Referat, bzw. Buchpräsentation gelesen und ich muss ehrlich gestehen, dass ich von Anfang davon begeistert war, sowohl von ihrem Stil als auch von der Handlung und der Themati, die sie in diesem Werk aufgegriffen hat.(welche ja auch nicht alltäglich ist...) Leon schreibt authentisch und unheimlich spannend, sodass ich in der Zwischenzeit ein richtiger Donna Leon-Fan geworden bin. . . .
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
jennifer zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 20.02.2005
ich finde dieses buch das absolut beste bis jetzt ich habe schon alle gelesen und bin begeistert. Mich stört Kritik an Donna Leon zwar aber ich bleibe dem Commissario und seiner Familie treu. meine absolute Lieblingsreihe neben Nesser. spannend bis zum Schluss und ich kann überhaupt nicht behaupten Brunetti zeige keine Menschlichkeit. Er hat sehr wohl eine menschiche Seite die häufig zum Ausdruck kommt. ich finde das buch einfach sehr empfehlenswert
J.Steubner zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 12.05.2004
Nachdem ich so viel gutes über D.L. gehört habe, war dies der erste Roman vor Ihre den ich gelesen habe und wahrscheinlich auch die letzte.
Das Buch war meiner Meinung nach sehr langweilig und auch die Person des Kommissars bleibt recht unförmig. Schade um die Zeit.
Jenny zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 28.03.2004
Mein absoluter Lieblingsroman um Commisario Guido Brunetti doch meines Erachtens werden andere wichtige Polizisten dieses Falles mehr in den Hintergrund gerückt
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Swen Piper zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 04.12.2003
Zweifellos einer der besten Brunetti-Romane. Was anfänglich wie der Mord an einem Transvestiten aussieht, entpuppt sich als perfider Vertuschungsmord.
Ratman zu »Donna Leon: Venezianische Scharade« 30.11.2002
Hinterhältige Figuren und gut recherchiert. Man meint die Figuren stehen neben einem "dead or alive". Filigran und bis ins kleinste Detail beschreibt DL Umfeld, Persönlichkeiten der einzelnen Figuren. Besonders wenn man die guten Verfilmungen der ARD Filme im Oktober gesehen hat - leider nicht alle! - stehen die Figuren sofort im Raum und man "lebt sich in Venedig ein" - Wieder ein Buch von DL das absolut HIT ist.
Uebrigens, durch 2 Filme bin ich erst auf DL gestossen und habe nun 2 Bürcher von DL in den Ferien gelesen. Die übrigen Bücher werde ich gern auch noch lesen, denn man wird Fan von DL.
Ihre natürliche Schreibweise ist wohltuend gegenüber anderen Autoren, die man nach DL in die Ecke schmeisst - auch Crichton, Follett (Chaot ohne Faden) und sogar Grisham.
Möglichkerweise gilt jedoch auch der Uebersetzer(-in)(?) ein dickes Anteil an meinem Lob über DL
Ihr Kommentar zu Venezianische Scharade

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