Vendetta von Donna Leon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1995 unter dem Titel Death and judgment, deutsche Ausgabe erstmals 1997 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Venedig, 1990 - 2009.
Folge 4 der Guido-Brunetti-Serie.

  • New York: HarperCollins, 1995 unter dem Titel Death and judgment. 289 Seiten.
  • London: Macmillan, 1997. ISBN: 0333616936. 230 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1997. Übersetzt von Monika Elwenspoek. 350 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1998. Übersetzt von Monika Elwenspoek. 350 Seiten.
  • [Hörbuch] Schwäbisch Hall: Steinbach, 2004. Gesprochen von Christoph Lindert. ISBN: 3886986713. 7 CDs.

'Vendetta' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Von Berufs wegen bekommt Guido Brunetti, Commissario in Mestre, einem Industrievorort von Venedig, die Schlechtigkeiten dieser Welt nur allzu deutlich vor Augen geführt. Doch Brunetti verliert nie seinen Glauben an die Menschheit und kämpft unbeirrt für Recht und Gerechtigkeit, ohne selbst dabei an Menschlichkeit zu verlieren. In seinem vierten Fall geht er gegen Frauenhandel und Gewaltvideos vor. Weitverzweigt sind die Machenschaften der Verbrecherkreise, doch weitverzweigt sind auch die Kontakte des Commissarios.

Ihre Meinung zu »Donna Leon: Vendetta«

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Nathalie zu »Donna Leon: Vendetta« 05.03.2010
Das rund 330-seitige Buch ist in einer Sprache geschrieben, die für mich sehr ansprechend war. Ich kam beim Lesen in einen Fluss, da der Schreibstil zwar verfeinert und intelligent, in meinen Augen äusserst geschmacksvoll, aber keinesfalls verklausuliert ist.
Es kommen viele Namen und Personen vor. Da ich kein Buch dieser Krimi-Rheine zuvor gelesen habe, fand teilweise eine Verwechslung dieser Personen statt, was mich während dem Lesen zum Stocken brachte und mich störte.
Die Charakterisierung der Personen ist sehr speziell. Während der ganzen Geschichte erfährt man gewisse Merkmale und Details über die Figuren, jedoch überlässt uns die Autorin noch genug Spielraum um uns selbst ein Gesicht gestalten zu lassen.
Das Thema dieses Buches sprach mich sehr an, da das Thema schockiert aber trotzdem nicht aus der Luft gegriffen ist. Prostitution, Vergewaltigungen und das grosse Geschäft damit ist Realität. Es verwundert mich nur, dass Donna Leon dieses Thema gewählt hat, da sie strikt keine Gewalt mag, selbst so blutrünstigen Stoff nicht lesen könne und sie die Tatsache ärgere, dass sich so viele Menschen dafür interessieren.
Aber auch wenn sie gegen Gewalt ist, fand ich ihre Schilderungen sehr glaubwürdig. Man merkt, dass sie Sachkentniss mitbringt und es wirkt mit einer grossen Überzeugungskraft. Auch wenn man sich bis anhin nicht mit diesem Thema beschäftigt hat, konnte man sich genaue Vorstellungen machen. Wie es mich auch fesselte, erregte es bei mir Grauen. Ihre Schilderungen sind vielfach genau. Teilweise zu genau. Sie schreibt über Nichtigkeiten so ausführlich, dass die Spannung verloren gehen kann. Daneben erfährt man viel über Venedig selbst und am besten sollte man auch ein italienisches Wörterbuch in der Nähe haben. Vielleicht zeichnet dies ihre Bücher aus, aber für mich war das mühsam. Wenn mich Kulturelles und eine Fremdsprache interessiert, würde ich ein Sachbuch oder einen Reiseführer lesen.
Mauro G. zu »Donna Leon: Vendetta« 18.02.2010
Die Geschichte einer brutalen Machenschaften, welche mit einem drastischen Unfall beginnt, verspricht viel Spannung und Unterhaltung. Gekonnt führt Donna Leon den Leser in einen schwierigen Fall des sympathischen, feinsinnigen Commissario Brunetti ein, der mit seiner vierköpfigen Familie mitten im idyllischen Venedig lebt und dessen kulinarische Spezialitäten zu schätzen pflegt. Nach der vielversprechenden Vorgeschichte flaut die Handlung jedoch ziemlich schnell ab.

Der etwas chaotische Commissario versucht das Leben der Verstorbenen zu verstehen und sucht nach Hinweisen, welche auf einen geplanten Mord schliessen lassen könnten. Der Leser erfährt nie, was für Überlegungen oder Spekulationen Brunetti nach etlichen Befragungen mehr oder weniger verdächtiger Personen anstellt.

Die Autorin versucht nicht eine falsche Fährte zu legen, wie es sonst in vielen Krimis der Fall ist, sondern lässt Vermutungen freien Lauf. Die Art und Weise des Krimis ist allgemein sehr speziell und ungekannt.
Ich würde empfehlen das Buch zu lesen, da die spezielle Stimmung des Lebens in Venedig bestimmt viele Leser in den Bann ziehen wird.

Allerdings empfinde ich das Buch nicht als Pflichtlektüre für einen Krimiliebhaber, welcher auf scharfsinnige Kombinationen und Verfolgungsjagden steht.
Helen zu »Donna Leon: Vendetta« 18.02.2010
Buchkritik von Donna Leons „Vendetta“

Dieser Band sollte zu brutale Szenen haben? Da kann ich einigen Meinungen/Kritiken nicht zustimmen. Es ist schon unglaublich was mit diesen Prostituierten geschieht. Doch ich finde, diese brutalen Szenen machen den Band immerhin spannend. Das, was im Buch abläuft, geschieht auch in der Realität. Daher sollte man nicht wegschauen sich und einmal auf dieses Thema einlassen. Vor allem erstaunt es mich, dass auch höher gestellte Personen wie Politiker und Anwälte in diese Geschäften verwickelt sind. Ich denke, dies ist nicht nur im Buch so, denn diese Leute haben Geld. Wie man so schön sagt, Geld ist Macht. Und mit dieser Macht können sie alles vertuschen und verheimlichen. Daher scheint das Ganze nicht einmal irreal. Ich finde, dass Donna Leon ein heikles, aber wichtiges Thema ausgewählt hat.
Aber zurück zur Brutalität. Ich will nicht behaupten, dass ich Gewalt oder diese Themen verherrliche. Jedoch würde ohne diese Auseinandersetzung mit diesen Themen würde das Buch uninteressant wirken. Uninteressant im Sinne der Beschreibung. Hätte Donna Leon diese Handlungen und Geschehnisse nicht so detailiert beschrieben, wäre es nicht spannend und packend.
Die Auflösung des Falles wirkt für mich unlogisch und nicht nachvollziehbar. Schlussendlich löst er ihn nur dank Zufall, obwohl es von Anfang an Hinweise auf die Täter gab. Genau dieser Zufall ist seine Tochter Chiara, die ihm im Verlauf der Geschichte hilft, ihm wichtige Informationen gibt und diesen „Snuff-Film“ beschafft.
Die Geschichte wirkt hie und da träge, da es Textpassagen hat, die unnötig sind. Es wird teilweise um den heissen Brei geschrieben. Daher muss ich sagen, der Aufbau und Ablauf der Geschichte war mühsam zum Lesen und zu interpretieren.
Genial finde ich, wie Donna Leon die Charaktere und Venedig beschreibt. Man kann, wenn vorhanden, sich bei den spannenden Abschnitten hervorragend in die Geschichte versetzen. So wirkt die Geschichte sehr lebendig und man erfährt viel über Venedig. Natürlich auch über Brunetti und Co. Donna Leon beschreibt die Charaktere sehr einfühlsam und dadurch können die Handlungen der Charaktere gut nachvollzogen werden. Und dies nicht nur bei den „Guten“, sondern auch bei der Mörderin. Ich muss sagen, ich verstehe sie. Denn dieses Prostituierten- und Snufffilmgeschäft ist ziemlich hart, grausam und unmenschlich. Ich würde sagen, wer einmal in diese Branche gekommen ist, kommt lebendig nicht mehr raus. Daher hatte sie keine andere Wahl.
Trotz diesen guten Beschreibungen bin ich durch diesen Band kein Fan von Donna Leon geworden. Denn ich mag ihrem Schreibstil und ihren Aufbau der Geschichte nicht.
benjamin zu »Donna Leon: Vendetta« 06.12.2009
Donna Leon ist für mich nur durch die sympathische Figur des Guido Brunetti und dessen Familie sowie das wunderbare Venedig und die detaillierten Beschreibungen des Alltages erträglich. Die im Buch beschriebene Gewaltszene ist zwar brutal, aber leider gibt es soetwas ja wirklich. Unter einem guten Krimi stelle ich mir allderdings etwas anderes vor. Obwohl ich schon das vierte Buch von D. Leon lese werde ich nicht wirklich warm damit.
Dido zu »Donna Leon: Vendetta« 07.10.2008
Man wundert sich lange Zeit, warum Brunetti nicht in die Richtung ermittelt, welche die Profession der Opfer nahelegen würde. Aber es stellt sich heraus, dass seine Intuition - natürlich - wie immer stimmt. Die Zahl der Verdächtigen ist sehr überschaubar, und Kommissar Zufall hilft bei der Lösung des Falls kräftig mit.
Die Stärke des Romans liegt - wie so oft bei Donna Leon - in ihrem großen Einfühlungsvermögen und der besonderen Gabe, dieses auch dem Leser zu vermitteln. Alle Hauptfiguren sind glaubwürdig, mit Stärken, Schwächen und Widersprüchen, einfach lebendig. Und die im Buch vorkommende Brutalität wird nicht bloß beschrieben, sondern mit-fühlbar gemacht, erschütternd für jeden halbwegs "normalen" Menschen.
Ich möchte jedenfalls noch mehr von Donna Leon lesen.
Abendrealschule Donaueschingen zu »Donna Leon: Vendetta« 15.10.2007
Ha ha wir sind besser als ihr und wir sind abendreal schüler!
Ihr seid so blöd!

Das war die meinung von uns dankeschön fürs zu hören jetzt haben wir alle was gelernt
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Claudia zu »Donna Leon: Vendetta« 13.02.2007
Donna Leon ist für mich nur durch die sympathische Figur des Guido Brunetti und dessen Familie sowie das wunderbare Venedig und die detaillierten Beschreibungen des Alltages erträglich. Die im Buch beschriebene Gewaltszene ist zwar brutal, aber leider gibt es soetwas ja wirklich. Unter einem guten Krimi stelle ich mir allderdings etwas anderes vor. Obwohl ich schon das vierte Buch von D. Leon lese werde ich nicht wirklich warm damit.
Lena Knoll zu »Donna Leon: Vendetta« 02.09.2006
Ich bin zwar erst 12, aber die Brunetti-Reihe habe ich vom ersten bis zum 14. durchgelesen. Solche Bücher muss man verschlingen, wunderbar!!!!!!!!!!!!
andrea089 zu »Donna Leon: Vendetta« 13.04.2006
Dieses Buch hat mich auch bis auf die Knochen erschüttert und ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich daran wie der Fall gelöst wurde. Das ist aber auch immer wieder das Spannende bei Donna Leon.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Kay Krämer zu »Donna Leon: Vendetta« 29.01.2006
Ausnahmsweise gibt es eine Vorgeschichte: Ein Laster mit Nachschub aus Rumänien für die Bordelle Italiens und Westeuropas verunglückt in den Bergen in Norditalien. Darauf wird in der zweiten Hälfte des Buches zurück gegriffen. Es stimmt, dass einzelne Beschreibungen von Gewalttätigkeiten nicht nur vorkommen, sondern auch brutal sind. Aber was sehen wir im Fernsehen? Es ist die brutale Realität, die in diesem Buch dargestellt wird. Ungewohnt - vielleicht fehlt der Warnhinweis. Mag sein, dass Donna-Leon-Leser etwas anderes erwarten.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Samara Kutscher zu »Donna Leon: Vendetta« 05.01.2006
Das Buch ist schon, wenn man den Klappentext liest sehr spannend. Guido Brunetti schafft es natürlich , den Fall zu lösen, jedoch sind einige Stellen meiner Meinung nach zu brutal. Von den gesamten Krimis, die Donna Leon geschrieben hat, ist dieses Buch eines der schlechtesten. Das Ende ist jedoch gut gelungen und rundet das Buch wunderbar ab.
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Gabi Wanders zu »Donna Leon: Vendetta« 18.05.2005
Das Buch war mal wieder spannend, aber leider übermäßig, kaum zum aushalten brutal. Meine Tochter (16) liest inzwischen auch die Romane nacheinander, wird aber diesen Band auf mein Raten hin auslassen. Die Gewaltscenen sind zu detailliert beschrieben. Aber ansonsten ein gelungener Roman.
Ich lese gerade den 8. Fall und werde bis zum letzten Buch durchhalten....
Roland Grüner zu »Donna Leon: Vendetta« 19.11.2004
Ich überlegte oft, was Brunetti ohne Signorina Elettra wäre, die über ihren Computer, von dem Brunetti nichts versteht, alles ermittelt - im wahrsten Sinne, denn ohne sie würde er den Falle und alle anderen nicht lösen können. Recht detailreich wieder das Private, die Matheaufgabe von Chiara die ebenfalls von Elettra gelöst wird. Als Italien- und u.a. Venedig-fan kommt die Stadt nie zu kurz. Donna Leon ist offensichtlich der Meinung und gibt sich damit zufrieden ihr Geschlecht aus der zweiten Reihe äußerst wirksam agieren zu lassen und hat nicht die Absicht dies zu ändern; im Gegenteil wenn man geniesen kann, wie sie Vicequestore Patta aufgeblasen und wichtigtuerisch vor seinem leeren Schreibtisch sitzen lässt und sich dabei sehr amüsiert - der Leser meines Erachtes auch.
Ich kann Donna Leon weiterempfehlen.
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