Blutige Steine von Donna Leon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Blood from a Stone, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Venedig, 1990 - 2009.
Folge 14 der Guido-Brunetti-Serie.

  • London: Heinemann, 2005 unter dem Titel Blood from a Stone. ISBN: 0434012998. 276 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2006. Übersetzt von Christa E. Seibicke. ISBN: 978-3-257-06523-7. 352 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2007. Übersetzt von Christa E. Seibicke. ISBN: 978-3-257-23665-1. 368 Seiten.
  • [Hörbuch] Zürich: Diogenes, 2006. Gesprochen von Achim Höppner. ISBN: 978-3-257-80013-5. 8 CDs.

'Blutige Steine' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Tod eines Schwarzafrikaners auf dem Campo Santo Stefano. Ein Streit unter Immigranten? Oder steckt mehr hinter der Ermordung eines Illegalen? Brunetti hakt trotz Warnungen von höchster Stelle nach und entdeckt Verbindungen, die weit über Venedig hinausreichen. 

Ihre Meinung zu »Donna Leon: Blutige Steine«

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Arta\'monadaZ zu »Donna Leon: Blutige Steine« 18.02.2010
In letzter Zeit nahm ich den Namen Donna Leon im Zusammenhang mit den Bestsellerlisten immer wieder wahr. Doch bis vor kurzem hatte ich noch keinen Schimmer, worum es sich in ihren Geschichten handelt und was sie so besonders macht.
Mit dem 14. Fall von Commissario Brunetti durfte ich in das Donna-Leon-Abenteuer einsteigen. Das Buch "Blutige Steine" war sehr einfach zu lesen und damit auch sehr verständlich.
Der typische italienische Alltag der Familie Brunetti versüsste die ganze Geschichte. Es war spannend zu sehen, wie die Familie mit dem Beruf des Vaters und mit seinem Fall umging. Die Gespräche der Famile und die Dialoge zwischen Brunetti und seinen Arbeitskollegen und Freunden waren oft auch sehr amüsant. Bei den Kochkünsten von Paola lief einem schon mal das Wasser im Mund zusammen. Zusätzlich machte der familiäre Guido einen sehr sympathischen Eindruck und man fühlt mit ihm, wenn er auf der Jagd nach Verbrechern ist.
Trotz kaltem, winterlichem Venedig wirkte die Stadt sehr verträumt und romantisch. Die Sehnsucht und das Bedürfnis nach Ferien traten bei mir auf. Bevor man mit dem Lesen dieses Buches beginnt, sollte man aber in Venedig gewesen sein oder sich über Venedig informiert haben. Denn es werden Orte und Sitte beschrieben, die man nur aufgrund von Kenntnissen über Venedig versteht.
Die verzwickte politische Situation in der Geschichte war sehr interessant. Aber trotzdem fand ich es ziemlich gewagt von Donna Leon, den italienschen Staat so zu kritisieren und ihn als bestechlich und hinterlistig hinzustellen. Man kann fast schon meinen, dass Donna Leon mit rassistischen Vorurteilen lebt, da auch andere Nationalitäten und Religionen in dem Buch nicht verschont blieben.
Die Erzählsweise dieses Romans hat mir weniger gut gefallen. Denn zum Lesen war es nicht gerade spannend und die gewünschten Höhepunkte blieben aus. Die Aufklärung von Brunettis Fall wurde immer wieder verzögert und mir schien es so, als würde die ganze Geschichte überflüssig in die Länge gezogen und als ob Donna Leon Seiten zu füllen hätte. Zusätzlich empfand ich die stark detaillierten Handlungen und Situationbeschreibungen als wirkungslos. Die Hintergrundgeschichte schien mir eindeutig zu lang. Das Ende war ziemlich kurz und nicht zufrieden stellend.
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass die Erfahrung mit dem Buch der Autorin Donna Leon eine Enttäuschung war. Denn wie zu Beginn berichtet, erwartete ich aufgrund des Ruhms von Donna Leon in den Bestsellerlisten, eine etwas spannendere und atemberaubendere Geschichte...
Das positive Erlebnis blieb aber in diesem Fall aus. Auf einer Skala von 1 bis 10, würde dieses Buch von mir mit einer 5 bewertet werden...
gurbet_gül_Leon zu »Donna Leon: Blutige Steine« 18.02.2010
Blutige Steine war für mich der erste Roman der Brunetti-Reihe. Donna Leon schickte Commissario Brunetti zum 14. Mal ins Rennen. Der Fall spielte im venezianischen Winter und begann mit einem eiskalten Mord an einem afrikanischen Strassenhändlers. Brunetti ermittelte auf seine eigene Art, entgegen den Wünschen seiner Vorgesetzten, was mir persönlich sehr gefallen hat. Brunetti war nicht der typische Kommissar. Zudem fand ich, dass alle Charaktere sehr überzeugend dargestellt waren. Mir fiel auf, dass die Autorin nicht versuchte eine heile Welt vorzugaukeln, in der es Gute und Böse gibt und am Schluss die Gerechtigkeit siegt. In diesem Krimi sprach Donna Leon sehr feinsinnig höchst aktuelle Themen wie den Rassismus oder die Korruption an. Die ernste afrikanische Thematik blieb während der gesamten Geschichte präsent. Positiv fand ich das Gegengewicht, dass Leon sehr geschickt hergestellt hatte mit den amüsanten Dialogen über Erderwärmung, den Familiengesprächen der Brunettis und der Mentalität der Italiener. Zu kritisieren war für mich eindeutig das Ende, weil es viel zu kanpp ausfiel. Nach den so langen Ermittlungen erfuhr man auch nicht, wer der Mörder ist, was mich enttäuschte. Am Schluss blieb mir ein grosses Fragezeichen. Aber es war für mich eine interessante Erfahrung, diesen Band von Donna Leon zu lesen, um ihren Schreibstil genauer kennen zu lernen.
Chrisu zu »Donna Leon: Blutige Steine« 12.02.2010
Ich habe das Buch jetzt fertig gelesen und muss aber leider sagen, dass es nicht zu den besten von Donna Leon gehört.
Es wiederholt sich alles immer wieder: Ein Mord, Brunetti ist mit der Aufklärung beschäftigt, Patta macht ihm Schwierigkeit, Korruption bis in die Regierungsebene, zu Hause seine Frau und die Kinder, in diesem Fall seine Tochter, die eine Äußerung über den Toten macht die nicht angebracht ist und dadurch dicke Luft herrscht.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Patrick Zündel zu »Donna Leon: Blutige Steine« 09.07.2008
Mir liegt lediglich die Hörbuchversion dieses Buches vor. Auf 8 CDs liest Achim Höppner, die Stimme von Gandalf, den Krimi so flüssig, als hätte er nie etwas anderes getan.
Zur Geschichte: Brunetti ermittelt im Mordfall eines Vucumprà und findet heraus, dass es dem Mörder wohl um einige sehr wertvolle Diamanten ging, die der Tote in seiner Wohnung hatte. Brunetti bekommt von seinem Vorgesetzten Patta einen Rüffel nach dem anderen, damit er die Finger von diesem Fall lässt. Umso mehr steigern sich er, Vianello und Signorina Elettra in den Fall hinein, doch dann greifen höhere Instanzen ein und Brunetti wird von ihnen endgültig um die Gunst gebracht, den Mörder zu stellen, obwohl er ihm zu der Zeit schon namentlich bekannt ist.
Entgegen der Kommentare meiner Vorredner muss ich sagen, dass abgesehen von Dialogen über Erderwärmung und Klimawandel und den üblichen Familiengesprächen der Brunettis ein durchaus lesenswerter Krimi vorliegt. Auf Action-Elemente wird bewusst verzichtet, ebenso wie auf brutale und viel zu hochgeschraubte Spannung, die bei der Jagd eines Serienmörders vorkommen würde. Wer so etwas sucht, ist zweifelsfrei bei Mankell besser aufgehoben. Denn was bei Mankell die Spannung und die Suche nach Axt schwingenden Mördern ausmacht, ist bei Donna Leon das Spinnennetz aus Intrigen und Falschspielerei. Alles in allem empfehlenswerter Krimi: spannend von der ersten bis zur achten CD.
Müsste ich Punkte vergeben, bekäme dieses Buch die volle und vollkommen verdiente Punktzahl.
Biene0756 zu »Donna Leon: Blutige Steine« 15.06.2008
Habe zuerst "dunkles Glas/15.Fall" gelesen und dachte, es geht nicht zäher. Doch dann las ich "Blutige Steine" und mußte feststellen, es geht doch noch schlimmer. Spannung kam nicht auf bis auf die letzten 5 Seiten, habe mich durch das Buch gequält, nur aus Liebe zur Fam. Brunetti und Venedig. Allen Leon-Anfängern kann man nur raten, chronologisch zu lesen, denn die ersten Folgen sind halt doch die Besten. Bis ich den nächsten Band in die Hand nehme, wird einige Zeit verstreichen. Lesen werde ich ihn bestimmt, da man doch immer die Hoffnung hat, daß Sig. Leon nochmal einen Treffer schafft und man richtig süchtig wird nach dieser Familie.
Luca zu »Donna Leon: Blutige Steine« 28.05.2008
Blutige Steine war für uns der erste Roman der Brunetti Reihe. Allerdings haben wir bereits im Vorfeld einige Donna-Leon-Verfilmungen gesehen, weshalb wir auch mit einiger Skepsis anfingen das Buch zu lesen. Die Filme sind leider relativ schlecht. Es muss aber gesagt sein, dass das Buch um Welten besser ist als die Filme, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass das Buch sehr gut ist.

Die Ausflüge in den familiären Alltag der Familie Brunetti, ihre gemeinsamen Mahlzeiten und die Gefühlslage der Italiener sind zwar ganz unterhaltsam, tragen jedoch nicht zur Lösung des Falles bei. Was wir allerdings sehr gut fanden, war die Einmischung der Politik und der höheren Instanzen, welche es Brunetti unmöglich machten, den Fall wirklich zu lösen.

Unsere Meinung nach, sofern man kein eingefleischter Brunetti-Fan ist, ist es nicht von Nöten dieses Buch zu lesen. Es gibt bessere Krimis mit besseren Enden als diesen.
Karin Blöchlinger zu »Donna Leon: Blutige Steine« 20.05.2008
Guido Brunettis vierzehnter Fall ist wohl eher eine Moralpredigt als eine Kriminalgeschichte. Die Ermittlungen ziehen sich schleppend dahin und der wirkliche Höhepunkt bleibt aus. Es wird so detailliert auf die Probleme der illegalen Immigranten aus Afrika eingegangen, dass ich mich beim Lesen schon fast langweilte. Auch der kurze Dialog zwischen Brunetti und Vianello über den Klimawandel ist überflüssig und es scheint, als müsse Donna Leon leere Seiten füllen.
Die Charaktere hingegen sind wieder einmal sehr überzeugend dargestellt und ich mag Brunettis Art. Die familiären Geschichten erscheinen mir als spannendster Teil im Kriminalroman und ich würde nur schon aus diesem Grund einen weiteren Band von Donna Leon lesen. Positiv ist auch, dass man bis zum Schluss des Buches nicht erfährt, wer der Mörder des Afrikaners ist. Das Ende fällt aber viel zu knapp aus und als ich den letzten Satz verschlungen hatte, blieb mir ein grosses Fragezeichen.
Marcik zu »Donna Leon: Blutige Steine« 02.12.2007
Mein erster Donna Leon: Hat mir sehr gut gefallen. Krimi zwischen Politik und Unfähigkeit, etwas gegen "aufgebaute" Ordnung in der Politik zu machen. Ein Täter wurde ja erkannt; aber eben.
Brunetti und seine Familie ist sehr unterhaltsam. Schön, wenn man so eine gute Köchin zur Frau hat und jeweils so verwöhnt wird. Von so einer Frau kann man nur träumen.
Interessante Hintergrundgeschichten zu Venedig. Gute Werbung für das schöne Venedig. Sehr zu empfehlen.
Marcik zu »Donna Leon: Blutige Steine« 02.12.2007
Mein erster Donna Leon: Hat mir sehr gut gefallen. Krimi zwischen Politik und Unfähigkeit, etwas gegen "aufgebaute" Ordnung in der Politik zu machen. Ein Täter wurde ja erkannt; aber eben.
Brunetti und seine Familie ist sehr unterhaltsam. Schön, wenn man so eine gute Köchin zur Frau hat und jeweils so verwöhnt wird. Von so einer Frau kann man nur träumen.
Interessante Hintergrundgeschichten zu Venedig. Gute Werbung für das schöne Venedig. Sehr zu empfehlen.
Julia zu »Donna Leon: Blutige Steine« 28.09.2007
Was soll ich sagen es hat mir gut gefallen, aber es war langwierig zulesen. Die Seiten haben sich hingezogen. Es war nicht langweilig nur eteas schade das am Ende kein wircklicher Täter hervorgekommen ist.
hermine zu »Donna Leon: Blutige Steine« 28.08.2007
Langatmig und langweilig. Die seelische Befindlichkeit von Brunetti, seiner Familie und die des Italieners im Allgemeinen wird absolut überflüssig auf endlosen Seiten ausgebreitet ohne dem Verlauf des Kirmis auf die Sprünge zu helfen. Nie mehr Donna Leon!
Cinderella zu »Donna Leon: Blutige Steine« 30.07.2007
Ich war von diesem Buch auch sehr enttäuscht und muss mich der Meinung etlicher Vorschreiber anschliessen: Frau Leon gehen die Ideen aus und sie widmet sich mehr und mehr Nebensächlichkeiten. So kann sie sich seitenweise über den Klimawandel auslassen, als Dialog zwischen Brunetti und Vianello. Die familiären Belange fand ich immer sehr nett, aber jetzt wird das sozialkritische mehr und mehr in den Vordergrund gedrängt, der Krimi selbst gerät fast zur Nebensache. Nett fand ich allerdings die Seitenhiebe auf die italienische Politik. Wo sind die Zeiten eines "Aqua Alta" geblieben, meiner Meinung nach einer der besten Romane aus dieser Serie. "Blutige Steine" ist nach "Das Gesetz der Lagune" der zweite Flop aus der Brunetti-Reihe. Schade. Ich wünsche mir sehr, dass der nächste Band wieder die gewohnten Qualitäten hat.
Martin zu »Donna Leon: Blutige Steine« 10.07.2007
Blutige Steine ist meiner Meinung nach sehr gelungen.
Auch wenn am Ende kein Täter "verhaftet" werden konnte, war das Buch alles andere als Langweilig.
Olivia Kroth zu »Donna Leon: Blutige Steine« 29.05.2007
Ich bewundere Donna Leons Schreibkunst und bin eine treue Leserin.
Auch dieser Roman hat mir sehr gut gefallen: die Sprache, die Entwicklung der Charaktere, das Thema.

Donna Leon gelingt es in "Blutige Steine", neue Facetten der Familie Brunetti zu zeigen.

Das finde ich das Schwierigste überhaupt, einen Serienhelden wie Kommissar Brunetti als Menschen zu zeigen, der altert, dessen Geschmack sich ändert, der sich weiter entwickelt. Genauso seine Kinder: sie wachsen, werden schwierig, undurchschaubar, es gibt auch einmal Unzufriedenheit in der Familie.

Wie Donna Leon von Roman zu Roman diese Figuren lebendig und interessant gestaltet, finde ich meisterhaft.

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, jedes Jahr ein gutes Buch herauszubringen. Der Verlag setzt Termine, Verträge sind einzuhalten, das Manuskript ist pünktlich abzuliefern.

Dass Donna Leon ihr hohes Niveau hält und jeder ihrer Romane wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste steht, ist schon erstaunlich. Mit dieser Autorin hat Diogenes einen Glücksgriff getan.

Olivia Kroth
august zu »Donna Leon: Blutige Steine« 27.02.2007
In meiner Ansicht zu Donna Leons "Blutige Steine" stimme ich mit den meisten Kommentaren überein. Man gewinnt den Eindruck, dass der Autorin der Stoff ausgeht, sie aber an ihre Verträge und Termine gebunden ist und daher etwas abliefern muss.
Die Romane werden tatsächlich von Band zu Band schwächer, der letzte hat meiner Ansicht nach den Tiefpunkt erreicht. Die Handlung ist so "dünn", dass immer wieder in Exkursen ins Private Zuflucht gesucht wird. Der oben als "erfrischend" erlebte Alltag ist für mich nur ermüdend. Ich staune auch darüber, wie es eine vielbeschäftigte Universitätslektorin immer wieder schafft, ohne jede Anstengung (auch ohne Dienstmädchen) ein mehrgängiges Menu auf den Tisch zu zaubern, den Haushalt zu managen und dabei trotzdem stets gut gelaunt und charmant zu bleiben.
Als beinahe peinlich empfinde ich die krampfhafte demonstrierte politische Korrektheit. Erstmals wird eine Freundin Chiaras erwähnt, das ist dann natürlich eine Muslimin, von der es ebenfalls nur Gutes zu sagen gibt. Chiaras abfällige Bemerkung über den Tod des Afrikaners ist der einzige Anlass, bei dem die Mutter ihre Geduld verliert.

Dass Brunetti den Fall diesmal nicht lösen kann, scheint mir eher ein "Kunstgriff" der Autorin zu sein, da ihr keine plausible Lösung eingefallen ist und die verlangte Seitenzahl bereits erreicht wurde.

Eine Anmerkung zu den Verfilmungen der Krimis: Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Besetzung noch mehr misslingen kann.
Für Filme, die in Venedig spielen, konnte man nur (zweitklassige) deutsche Darsteller finden?
Der erste Darsteller des Commissario wurde wohl schnell ausgewechselt, aber auch die anderen agieren unglaublich unbeholfen und unglaubwürdig.
Ich kann es nicht verstehen, dass sich eine bekannte Autoren nicht ein stärkeres Mitsprachrecht bei der Verfilmung ihrer Werke vorbehalten hat.
Jedenfalls ärgere ich mich darüber, für das Buch Geld ausgegeben zu haben; eine weitere Verfilmung werde ich mir sicher nicht mehr ansehen.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Elke zu »Donna Leon: Blutige Steine« 23.02.2007
Es ist einfach mehr als ein Krimi.
Wer kümmert sich denn um dieses Strandgut Mensch a la Schwarzafrikaner, die gefakte Ware verkaufen. Ich registriere sie, aber bisher machte ich mir keine Gedanken. Das hat sich geändert!
Dass an Diamanten Blut klebt, dürfte inzwischen auch dem politisch Uninteressierten geläufig sein.
Eine verwobene Geschichte, fern aller Schönfärberei und weit entfernt von aller Effekthascherei auf dem so billig gewordenen Krimi-Markt.
Wenn er darüber hinaus ein paar Unbedarfte davon abhalten sollte, Venedig zu besuchen, um auf den "Spuren v. Brunetti" zu wandeln, umso besser!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Claudia zu »Donna Leon: Blutige Steine« 17.01.2007
Ich habe alle Brunetti-Romane gelesen und mich seit bestimmt den vier letzten immer wieder geärgert, wie schwach sie werden. Es interessiert mich inzwischen sogar gar nicht mehr, was bei den Brunettis los ist. Dieses Mal war ich echt sauer. Klar, Brunetti darf nie jemanden festnehmen, immer kommen ihm die oberen Stellen dazwischen. Aber diesmal verpufft der Krimi am Ende. Er hört einfach auf, verläuft im Sande. Eine Unverschämtheit! Den nächsten lese ich wahrscheinlich nicht mehr. Kann Donna Leon ihren Brunetti nicht einmal ein Erfolgserlebnis gönnen und den Bösewicht hinter Gitter stecken, wo er auch bleibt? Spannend ist die Reihe schon lange nicht mehr, jetzt wird sie ärgerlich. Tschüß, Brunetti, es sollte nun Schluß sein! CT
2 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
H.- Morten Noske zu »Donna Leon: Blutige Steine« 26.11.2006
Es ist ein Buch was Brunetti (und Familie) beschreibt und (wie ich finde) trotzdem den Krimi im Vordergrund stehen lässt. Es sind zwar sicherlich lange und detailierte Passagen über das Private/ Familieäre, was langweilig erscheint, doch hat man das Gefühl den Commissario viel besser zu kennen!
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Das Buch war gut zu lesen und es war trotz der langen detailierten Passagen ein Spannung vorhanden, die einen immer wieder zum Weiterlesen aniemiert. Nicht nur durch viele Bekannte die Brunetti beim Lösen des Falls helfen, sondern auch die, so wirkt es, völlige Dunkelheit in der er tappt machen die Spannung aus.
Trotz gewisser Klischees kan ich das Buch sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch durchaus empfehlen.
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Dr. Michael Angrick zu »Donna Leon: Blutige Steine« 28.10.2006
Der Kommissar wird diesen Fall (Blood from a stone) nicht wirklich zu Ende führen können. Denn der Gegner in diesem Fall, bei dem ein Farbiger getötet wird ist der Staat. Sind Geheimdienste, ist der Druck, den die aufbauen können, um ihre und die Interessen der Wirtschaft durchsetzen zu können. Da bleibt auch Brunetti auf der Strecke; aber ihm bleiben Diamanten im Wert von mehreren Millionen Euro, die er einem guten Zweck zur Verfügung stellen wird. Dieser Brunetti spielt nämlich zur Weihnachtszeit und so ein wenig ist dieser Kriminalfall von Donna Leon auch als Weihnachtsgeschichte angelegt worden.
Es hat schon spannendere Fälle gegeben, die der Commissario lösen mußte. Aber ich werde sicherlich auch zum nächsten Buch wieder greifen, denn gewissen Schwächen muß man treu bleiben können.
1 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sirin zu »Donna Leon: Blutige Steine« 18.09.2006
Die Qualität der Kriminalromane von Donna Leon nimmt leider immer mehr ab. Gerade das jüngste Buch "Blutige Steine" zeichnet sich dadurch aus, dass, in nahezu epischer Breite, ein "Erziehungsproblem" der - so ist anzunehmen - pubertierenden Tochter Chiara behandelt wird. Dem Leser werden, in fast schon als banal zu bezeichnender Weise, die Irrungen und Wirrungen, der doch sonst so lebenstüchtigen und scharfsinnigen Ehefrau Paola nahegebracht, die sich durch die Tochter ungemein provoziert fühlt. Dieser Exkurs hat aber letztlich für den Fortgang der Kriminalhandlung keine Bedeutung. Der beabsichtigte Zweck dieses Einschubes - er soll wohl die atmosphärische Situation von Ausländern, insbesondere von Afrikanern in Venedig beschreiben - kommt nicht zum Tragen und "ermüdet" den Leser.
Die Handlung zeigt sehr früh die Lösung auf. Bis es aber soweit ist wird dem Leser die italienische Küche mit ihren Verästelungen im Haus Brunetti nahegebracht. Büroalltag und Innenverhältnis des Kommisars Brunetti zum Vorgesetzten und einzelnen Mitarbeitern werden beschrieben und sind dem Leser sind hinlänglich bekannt. Dies geschieht alles in überaus amüsanter und spritziger Form und lässt die Sprachgewalt von Donna Leon erkennen.

Anders gesagt: der Roman weist auf verschiedenen Ebenen Handlungsstränge auf und verknüpft diese miteinander auf manchmal doch recht abrupte Art. Es ist daher eine Gemengelage entstanden die der hohen literarischen Befähigung, die Donna Leon in früheren Veröffentlichungen zweifelsfrei nachgewiesen hat, nicht entspricht. Schade und bedauerlich!
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
hoffmann9471 zu »Donna Leon: Blutige Steine« 17.09.2006
ich bin ja nun wirklich ein "italo-krimi-fan", aber die begeisterung vieler (vor allem deutscher) leser für
die donna leon bücher kann ich nicht
verstehen. sie ist amerikanerin, und
das spürt man auf jeder seite. es trieft nur so von klischees über venedig im besonderen und italien im allgemeinen; vom allgegenwärtigen
"kitsch" in ihren büchern mal ganz abgesehen.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dr. Michael Tewes zu »Donna Leon: Blutige Steine« 29.07.2006
Der 14. Band der Reihe hat mir - vor allem nach dem recht schwachen "Beweise, dass es böse ist - wieder sehr gut gefallen. Mag die Story an einigen Stellen auch ein wenig dünn sein, ist es wirklich das Leben der Familie Brunetti und der verschiedenen kleineren und größeren Figuren im Roman, das "süchtig" macht, am Ball zu bleiben. Manches mag Klischee sein - aber für einige Stunden Lesespaß reicht (fast) jeder Krimi aus dieser Reihe.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Harald Ließem zu »Donna Leon: Blutige Steine« 28.07.2006
Auch im vierzehnten Fall hinterlässt Donna Leon dem Leser die einzigartige Atmosphäre Italiens und Venedigs - im Guten der Kultur und herrlichen Landschaft sowie im Schlechten - schön zu lesen, dass es Menschen gibt denen Polit-Skandale, Betechlichkeit der Behörden, das organisierte Verbrechen und die bestehenden moralischen Verhältnisse zuwieder sind. Nebenbei ist es immer wieder erfrischend den familiären Alltag des Commissarios zu erleben. Die Bücher sind und bleiben eine Qualität für sich
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Ilse Zarth zu »Donna Leon: Blutige Steine« 26.07.2006
Ich kenne 14 Bände Donna Leon Krimis um "Brunetti" und finde, dass Logik und Spannung der Verbrechen nachlässt. Inzwischen interessiert mich nur noch die italienische Familie um Brunetti, sein Wohlergehen und seine Kollegenschaft, die sich nicht wesentlich von meiner unterscheidet und die Kochkünste seiner Frau. Ich würde es begrüßen, mal einen Brunetti-Familien-Roman mit Kochrezepten und gewürzt mit einem hinterhältigen Mordanschlag innerhalb der Qestura. Natürlich gedichtet von der unschlagbaren Autorin Donna Leon.
Iz.
4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Caro zu »Donna Leon: Blutige Steine« 29.06.2006
Vom ersten Fall des Commissario Brunetti an bin ich Donna Leon Fan. Wie in den anderen Kommentaren zu lesen bin auch ich daran interessiert, wie es mit derFamilie bestellt ist im Laufe der Zeit. Aber auch Die Stories der Fälle sind immer wieder spannend. Ich finde es vor allem erstaunlich, dass in diesem doch recht übersichtlichen Venedig immer wieder neue Morde geschehen können, die den anderen nicht gleichen. Allein das ist es wert, die Leon zu lesen. Mag der eine oder andere im Verlauf der Jahre die Spannung nicht mehr so empfinden wie anfangs, liegt es sicher daran, dass man inzwischen weiß, wie Brunetti arbeitet, wie sein Vorgesetzter Patta tickt, daß die Tricks von Signorina Ellektra nicht enden und dass Vianello ein nicht mehr wegzudenkender Begleiter Brunettis ist, der schon fast Freundesstatus hat. Dadurch fällt der Spannungsbogen vielleicht weg, aber genau das finde ich so wunderbar: Es bleibt, wie es ist. Die Hektik und dauernde Veränderung der modernen Zeiten sind ausgeblendet. Die Zeit bleibt nicht stehen aber die menschliche Komponente hat Bestand. Und was ich besonders gut finde: Donna Leon ist eine der wenigen Autorinnen (und Autoren), die den Umfang ihrer Bücher beibehält und nicht - wie viele Kollegen - hunderte von Seiten mehr schreibt. Ihre Stories passen immer auf ca. 360 Seiten und man vermißt keine einzige Zeile.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hansjörg Bochsler zu »Donna Leon: Blutige Steine« 29.06.2006
Die Spannungskurve der letzten Fälle zeigt deutlich nach unten! Vielleicht liegt es auch am Uebersetzer. Besonders nervend die seitenlangen moralisierenden Ergüsse. Wenn es nicht um "Venedig" ginge hätte ich das Buch nicht fertig gelesen. Donna Leon muss kräftig Gas geben um nicht ihre Fangemeinde zu verlieren.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Frank zu »Donna Leon: Blutige Steine« 27.05.2006
Hallo zusammen. Ich lese die Krimis von Fr. Leon von Anfang an,und muss leider auch feststellen dass mit jedem erschienen Band die Kriminalistische Story immer dünner wird.Wäre da nicht Commissario Brunetti und seine Familie wäre es fuer meinen Geschmack bestenfalls noch lauwarme Kost.Mein Tipp:An der Story arbeiten und alle 2 Jahre ein neues Buch.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Werner zu »Donna Leon: Blutige Steine« 17.04.2006
Seit vielen Jahren lese ich die Bücher von Donna Leon. Mittlerweile aber nicht mehr wegen der Story, sondern weil mir die Familie Brunetti ans Herz gewachsen ist. Das schöne ist nämlich, daß hier ein Ermittler eine Familie mit ganz alltäglichen Problemen hat. Kein Wallander, kein Erlendur, kein van Veteren, kein Eric Winter mit all ihren leidvollen Beziehungskisten. Die Geschichten von Donna Leon finde ich nicht mehr spannend -
man weiß wirklich recht schnell, was kommt. Das in gewisser Hinsicht eigentlich spannende ist, wie es in der Familie denn so weitergeht. Das ist zwar altmodisch - aber inzwischen fast schon wieder erfrischend anders als bei all diesen einsamen Detektiven Marke "Steppenwolf".
3 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
muellere zu »Donna Leon: Blutige Steine« 27.03.2006
Ich habe das Buch, so wie auch alle anderen Romane von Donna Leon, in seiner Originalfassung gelesen. Meine Frau ist Venezianerin und so sind mir die fliegenden Händler aus Schwarzafrika mit ihren gefälschten Markenwaren ein ebenso vertrauter Anblick wie die Schauplätze der Handlung.

Dieser Roman hat mir - im Gegensatz zu den meisten der letzten fünf, sechs Werke - sehr gefallen. Nach 14 Mal Brunetti hat man den Bogen so langsam raus und kennt die üblichen Abläufe und Motive.

Was aber dieses Buch erfrischend anders macht, ist dass es Donna Leon ab Mitte des Buches gelingt, eine düstere Atmosphere zu schaffen, in der man fast ein wenig um das Wohl der vertrauten Hauptfiguren bangen muss. Ein wenig Geheimdienst und Diamanten hier, eine Prise Terrorismus und Befreiungsfront da, die übliche Korruption und Falschheit der Behörden dazu, und fertig ist die seit langem mal wieder spannendste Geschichte von Leon, auch ganz ohne Show Down a la James Bond und rasante Action.

Denn auch in diesem Punkt bleibt sich Leon treu: der Handlungstrom mäandert eher langsam voran und nimmt erst kurz vor Schluss richtig an Fahrt auf. Stück für Stück nimmt er Informationen und Details auf, so dass am Ende das ganze Bild fertig darsteht. Unterwegs bleibt wie immer viel Zeit, sich über wichtige Dinge wie Erziehung und Erwachsenwerden, Ausländerfeindlichkeit und den Zustand des Staates und seiner Organe zu orientieren. Ganz wie wir es kennen und viele es lieben.

Nach Acqua Alta mein zweitliebster Roman von Donna Leon!
5 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
VB zu »Donna Leon: Blutige Steine« 18.03.2006
Ich habe dieses Buch ebenfalls in englischer Originalfassung gelesen und dies mit größter Begeisterung, da ich das letzte halbe Jahr in Venedig gelebt habe und feststellen musste wie negative die Einheimischen den "vu campra" gegenüberstanden. Es war sowohl wohltuend als auch spannend diese Geschichte um Brunetti zu lesen.
6 von 10 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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