Der traurige Polizist von Deon Meyer

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Feniks, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Aufbau.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • Kapstadt: Queillerie-Uitgewers, 1996 unter dem Titel Feniks. 452 Seiten.
  • London: Hodder & Stoughton, 1999. Übersetzung aus Afrikaans. 410 Seiten.
  • New York: Little, Brown, 2006. 352 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2005. Übersetzt von Ulrich Hoffmann. Übersetzung aus dem Englischen. ISBN: 3-7466-2170-4. 452 Seiten.

'Der traurige Polizist' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Der Polizist Mat Joubert hat alles verloren. Seine Frau starb bei einem Polizeieinsatz. Seitdem ist er unfähig, seinen Dienst zu verrichten. Doch dann kommt ein neuer Chef in die Abteilung, um mit modernen Methoden erfolgreich zu sein. Gleichzeitig versetzt eine mysteriöse Mordserie ganz Kapstadt in Aufregung. Mit einer deutschen Waffe aus dem 19. Jahrhundert werden gezielt Anschläge verübt.

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Krimi-Mietze zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 26.02.2015
Deon Meyer: "Der traurige Polizist"

Deon Meyer ist ein großartiger Autor!
Mit außerordentlich spannendem Erzählstil und psychologischem Feingefühl verwebt er Geschichte, Alltag und Kriminalität Südafrikas.

Besonders gefällt mir persönlich, daß verschiedene handelnde und ermittelnde Personen eingeführt werden, die der Autor in den weiteren Krimis wieder auftauchen läßt, als Haupt- oder Nebenfiguren.

"Der traurige Polizist" beginnt mit einem interessanten Szenario:
Man stelle sich vor, man bekommt auf Arbeit einen neuen Chef.
So passiert es der ermittelnden Mordkommission.
Alle Mitarbeiter müssen als erstes zu einer ärztlichen Untersuchung zur Feststellung des aktuellen Status Quo in Bezug auf körperliche und geistige Fitness. Danach werden in vertraulichen Einzelgesprächen Maßnahmen der Veränderung auferlegt, bei deren Nichterfüllung Arbeitsplatzverlust droht.
Es geht um Entgiften, Suchtbehandlung, Abnehmen, Sport treiben, psychologische Beratungen - alles soll der Verbesserung der Konzentration und der Arbeitsfähigkeit dienen, damit einhergehend und eínander bedingend natürlich der Verbesserung der persönlichen Lebensumstände.

Die Mitarbeiter müssen sich damit beschäftigen, ob sie wollen oder nicht.

Das wäre doch mal was, da wäre doch mal was los! ;-)

Außerdem muß natürlich ein spannender Fall gelöst werden...
Edith Sprunck zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 18.06.2014
Wie der Buchtitel bereits andeutet, spielen Gefühle eine tragende Rolle im Krimi. So ist die Krimihandlung auch eingebettet in die Darstellung der Gefühlswelten der handelnden Personen.Dies gelingt einzigartig durch die virtuose Bildhaftigkeit der Sprache. Mit grandioser Einfühlsamkeit werden viele Facetten und Nuancen von Trauer, Einsamkeit und Verletztheit von Polizisten und andern beteiligten Personen eindringlich nachvollziehbar gemacht.
Das Thema Sucht nimmt im Gegensatz zu andern Krimis von Meyer nicht gar so viel Raum ein. Das, was beschrieben wird, wird jedoch durch die Brillanz der bildhaften Sprache unvergesslich.

Die eigentliche Krimihandlung kommt dabei keineswegs zu kurz. Entwicklung und Lösung des Falles sind genauso spannend wie die emotionale Entwicklung des Hauptermittlers Matt Joubert.
Krimihandlung und Seelenzustand der betroffenen Personen sind gekonnt miteinander verwebt.
Ich bin begeistert von diesem Buch und werde mit Sicherheit weitere Deon Meyers lesen!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
braun manni zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 21.01.2013
Rückwärts lesen kann man die Serie auch, kein Problem. Habe nunmehr den traurigen Polizisten gelesen und muß schlicht feststellen: diese Südafrika Serie von Deon Meyer ist durchgehend spannend geschrieben, das macht süchtig. Das alle Personen der Serie irgendwie miteinander verbunden sind und unverhofft plötzlich auftauen oder angesprochen werden, ist natürlich ein geschickter Schachzug. 85°
Susy zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 07.09.2010
Nicht schlecht aber lange nicht so gut, wie Tod vor Morgengrauen.
Leichte Kost für die Ferien, so war es gedacht und mehr war es auch nicht.
Ein interessanter Nebeneffekt sind die vielen Informationen, die man über Südafrika erhält. Ich bin gespannt auf mehr Deon Meyer Krimis und werde mich im Forum dazu beraten lassen.
otto Quaing zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 21.07.2010
Das erste Buch von Deon Meyer, das ich gelesen habe. Einfach toll! Das Leiden der Hauptperson wird genau beschrieben und man erfährt sehr viel über das Land Südafrika. Es war so spannend, dass ich es in wenigen Tagen durchgelesen habe und wirklich nicht aus der Hand legen konnte. Danach habe ich sofort die nächsten zwei Bände besorgt und gelesen. Tod vor Morgengrauen fand ich nicht so ergreifend wie den ersten Band.
Elise zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 08.07.2010
Durch Zufall bin ich auf diesen Krimi gestoßen und bin begeistert. Werde sicher auch die anderen Bücher dieses Autors lesen. Man erfährt viel über Land und Leute und vor allem über die Psyche des Haupthelden. Man kann mit ihm richtig mitfühlen. Zudem ist das Buch sehr spannend und das ist ja bei einem Krimi auch wichtig. Ich kann es jedem Krimifan empfehlen.
mylo zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 03.08.2009
Auch dies wieder mal ein auslndischer Krimi wie ich ihn mag. Man erfährt etwas über das Land, den Wechsel der dortigen Regierung von weiss nach schwarz und über die Probleme der Haupt- und Nebenfiguren.
Aber auch ein spannend erzählter Krimi, der mit fortlaufender Entwicklung richtig an Fahrt gewinnt. Man taucht dabei tief in die Geschichte und die Empfindungen dr Personen ein. So starrk, dass man sich gegen die Entwicklung am Ende und die schockierende Auflösung wehrt. Kein Happyend - aber ein super Buch, gibt von mir 90 Punkte.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan83 zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 27.05.2009
Wirklich ganz großes Kino, was hier aus Südafrika kommend bei uns auf dem deutschen Buchmarkt aufgeschlagen ist. Da mag so mancher ruhig skeptisch die Augenbraue heben, wenn er auf dem Cover-Aufkleber vom "Mankell Südafrikas" liest. Sehr weit hergeholt ist diese Verbindung nicht. Und auch in Punkto Qualität schenken sich der schwedische Autor und sein Kollege Deon Meyer nicht viel. Im Gegenteil.

"Der traurige Polizist" kann meiner Auffassung nach sogar das Rennen für sich entscheiden, denn trotz zweimaliger Übersetzung (Vom Afrikaans ins Englische, vom Englischen ins Deutsche) bleibt ein außergewöhnlich guter, eindringlicher und vor allem fesselnder Spannungsroman, in dessen Mitte zwar auch ein "kaputter" Ermittler steht, der durch seine Erzählweise aber weniger zäh als der Schwede daherkommt.

Mat Joubert, Polizist bei der Mordkommission der South African Police, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Tod seiner Ehefrau vor gut zwei Jahren hat ihn völlig aus der Bahn geworfen, seinen Elan erstickt und droht ihn nun auch beruflich zu erledigen. Ein neuer schwarzer Abteilungsleiter will nach Ende der Apartheid frischen Wind ins Revier bringen, für Gleichheit sorgen und nebenbei auch noch unliebsame Mitarbeiter aussortieren. Mat, mit mittlerweile miserabler Aufklärungsquote, Raucherlunge und Übergewicht, ist ihm besonders ein Dorn im Auge und wird sofort in die Behandlung durch eine Psychologin geschickt. Während er mit den eigenen Suizidgedanken ringt und der Schmerz übermächtig zu werden droht, versetzt eine mysteriöse Mordserie ganz Kapstadt in Aufregung. Mit einer alten deutschen Mauser aus dem 19. Jahrhundert tötet ein Unbekannter gleich eine ganze Reihe von Menschen, die auf den ersten Blick keine Verbindung miteinander aufzuweisen scheinen. Ein allerletztes Mal rappelt Mat sich auf, versucht den Fall zu lösen und nebenbei mit einem Lebenswandel einen Neustart hinzulegen...

Ein weiterer alkoholabhängiger, von Verlusten getroffener, depressiver Ermittler? Kenn ich alles schon? Denkste. Deon Meyer umschifft meisterhaft die Klischeebehafteten Werke der nordischen Autoren und lässt den Leser stattdessen einen Blick in den Kopf des Hauptprotagonisten werfen. Mit einem eigenen Ton weckt er unsere Sympathie, stellt er einen Zugang zu Mat Joubert her, dessen Leiden man plötzlich nicht nur versteht, sondern auch mitzufühlen beginnt. Selten hat mich ein "schlichter" Krimi so berührt, eine Personendarstellung derart überzeugt wie hier.

Hinzu kommt ein sehr intelligenter, spannender Plot, der gegen Ende hin mit jeder Seite mehr an Tempo gewinnt und in einem Finale mündet, dass im Vergleich zum ruhigen Beginn für geschockte Stille und Verstörung sorgt. Ein Hammer-Ende, das mich das Schlucken hat vergessen lassen und das lange nachwirkt.

Insgesamt ist "Der traurige Polizist" ein melancholischer, aber dennoch extrem kurzweiliger Krimi-Thriller-Mischling mit Tiefgang, der die Veränderungen im neuen Südafrika perfekt abbildet und Fans anspruchsvollerer Spannungsliteratur nur ans Herz gelegt werden kann. Für mich persönlich eine der Entdeckungen dieses Jahres. Und die nächsten Meyer-Bücher warten bereits im Regal.
13 von 18 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Rolf.P zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 14.05.2008
Das Buch ist mit dem Aufkleber "Südafrikas bester Thriller-Autor" versehen, was ich nur uneingeschränkt unterstreichen kann!
Deon Meyer ist einfach ein exzellenter Erzähler. Seine Figuren sind real und in ihrem Charakter nachvollziehbar. Er hat das Gefühl für das richtige Wort, die richtige Wendung, den richtigen Dialog am richtigen Platz.
Ein ungewöhnlicher Krimi aus Südafrika, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Personendarstellung des Polizisten ist in der Tat konkurrenzlos gut, zu dem Menschen Mat Joubert bleibt keine Frage offen. Die Psyche des angeschlagenen Cops wird auf einem Silbertablett serviert. Diesbezüglich gelingt Deon Meyer eine preisverdächtige Leistung.
Ein beeindruckender Krimi erzählt von einem großartigen Autor.
Silke Schröder zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 05.12.2005
Deon Meyers Krimi zeigt die alltägliche Arbeit, aber auch die Probleme vieler südafrikanischer Polizisten mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, schlechter Ernährung, dem psychologischen Druck und einer immens hohen Kriminalität. So schwierig wie Südafrikas Wandel von einem Apartheidsregime in eine funktionierende Demokratie, so mühsam gestaltet sich auch die Modernisierung der veralteten Methoden des Polizeiapparats. Ein spannender Krimi mit einem sympathischen Helden und vielen interessanten Details über das Land Nelson Mandelas.
silke.schroeder@unterhaltung-themenguide.de
Ulrike zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 08.11.2005
Die Figur des Kommissars Joubert ist durchaus symphatisch und seine Zerrissenheit aufgrund des Todes seiner Frau nachvollziehbar dargestellt. Er ist für mich ein sensibler, zerrissener Mann, der mit den Härten des Polizeialltags nicht mehr richtig zurechtkommt.
Ein interessantes Thema.
Total überflüssig und nervig fand ich dabei die vielen Passagen über sexuelle Phantasien und Anmache. Dies passt nicht zu der Person von Joubert und wäre nicht nötig gewesen.
Baiba zu »Deon Meyer: Der traurige Polizist« 07.10.2005
Hallo!
Bei diesem Roman steht die Krimihandlung eigentlich in zweiter Reihe.Der Autor stellt nämlich seine Hauptfigur Kommissar *Captain* Joubert und seine Psyche in den Mittelpunkt.Er hat vor Jahren seine Frau bei einem Polizeieinsatz verloren und hat seit dieser Zeit beruflich und privat immer mehr Probleme angehäuft.Auch gesundheitlich ist er nicht mehr auf der Höhe.
Als ein neuer Polizeichef als Vorgesetzter seinen Dienst antritt, stellt dieser ihm quasi ein Ultimatum. Joubert soll abnehmen,sportlich fitter werden und eine Psychologin besuchen.
Zeitgleich geschehen eigenartige Morde,die zunächst nur das gleiche Vorgehen aufweisen, aber ansonsten sind keine Gemeisamkeiten zwischen den Opfern festzustellen.
Im Laufe der Handlung kommt immer mehr Licht in die Angelegenheit und so wie Joubert an seiner Fitness arbeitet und seelisch bei sich *aufräumt, so kommt auch allmählich Bewegung in die Aufklärung der Mordfälle.
Nebenher läuft noch ein weiterer Strang: ein verkleideter Bankräuber überfällt Filialen der immer gleichen Bank.
Gibt es hier Zusammenhänge?
Ausserdem bekommt Joubert einige Avancen von seiner jungen Nachbarin.
Hier hat der Autor versucht, ein bisschen Erotik einfließen zu lassen. Für mich zu *platt*.

Ich fand das Buch zwar interessant, aber nicht wirklich spannend. Die Zerissenheit seiner sympathischen Hauptfigur, und wie diese sich im Laufe des Geschehens entwickelt, hat mich durchaus gepackt.Aber asl KRIMI war es mir zu lasch. Leider!! Denn nach dem Buch *Das Herz des Jägers* vom selben Autor, hatte ich mehr erwartet.

60 ° , maximum.

Baiba
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