Verschwörung von David Lagercrantz

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 unter dem Titel Det som inte dödar oss , deutsche Ausgabe erstmals 2015 bei Heyne.
Folge 4 der Lisbeth-Salander-Serie.

  • Stockholm: Norstedt, 2015 unter dem Titel Det som inte dödar oss . 608 Seiten.
  • München: Heyne, 2015. Übersetzt von Ursel Allenstein. ISBN: 978-3-453-26962-0. 608 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2015. Gesprochen von Dietmar Bär. gekürzte Ausgabe. ISBN: 3837131351. 608 CDs.

'Verschwörung' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter.

Mikael Blomkvist steht vor einer Entscheidung. Böse Zungen behaupten, er sei nicht länger der Journalist, der er einst war. Lisbeth Salander hingegen ist aktiv wie eh und je. Die Wege kreuzen sich, als Frans Balder, einer der weiltweit führenden Experten für künstliche Intelligenz, ermordet wird. Kurz vor seinem Tod hatte er Mikael Blomkvist brisante Informationen versprochen. Als Blomkvist erfährt, dass Balder auch in Kontakt zu Lisbeth Salander stand, nimmt er die Recherche auf. Die Spur führt zu einem US-amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Mikael Blomkvist wittert seine Chance, die Enthüllungsstory zu schreiben, die er so dringend braucht. Doch wie immer verfolgt Lisbeth Salander ihre ganz eigene Agenda.

Das meint Krimi-Couch.de: »Eine würdige Fortsetzung der Reihe« 82°

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

Da ist er nun, der erste Kriminalroman des bis dato unbekannten schwedischen Autors David Lagercrantz, und er ist gar nicht so schlecht. Im Vorfeld der Veröffentlichung hat es ein mediales Getöse um den Roman gegeben. Der bekannte dänische Krimiautor Jussi Adler-Olsen sah sich sogar genötigt, vor diesem Roman zu warnen und zum Boykott aufzurufen. Was ist nun so verwerflich an diesem Roman? Es ist der Umstand, dass Lagercrantz mit Romanfiguren aus der Millennium-Reihe des verstorbenen Autors Stieg Larsson arbeitet und die involvierten Verlage den Roman als Band 4 der Kult-Reihe vermarkten möchten. Es ist zwar nur ein Gedankenspiel, aber hätte Larsson es gut gefunden, dass ein anderer sein Werk fortsetzt?

Als Stieg Larsson 2004 an einem Herzanfall starb, hatte er drei Bände mit seinen Hauptprotagonisten Mikael Blomqvist und Lisbeth Salander fertiggestellt, ein vierter war in Arbeit, zu weiteren gibt es Exposés. Geplant hatte er wohl zehn. Die Veröffentlichung und der weltweite Erfolg der ersten drei Bände, die im Nachhinein als »Millennium-Trilogie« bezeichnet wurden, (obwohl es ja keine echte ist), hat Larsson nicht erlebt. Man kann fragen, was hätten plötzlicher Reichtum und Ruhm aus ihm gemacht? Zeit seines Lebens war er ein sozial engagierter und politisch aktiver Mensch. Er hatte mehrere Projekte gegen den Rechtsradikalismus in Schweden initiiert und unterstützt, und man kann vermuten, dass erhebliche Teile des neugewonnenen Reichtums in sie geflossen wären. Aber das ist Spekulation.
Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten begleiten dann auch Larssons Nachlass und die Vorgeschichte zu dem vorliegenden Buch. Einig waren sich Larssons langjährige Lebensgefährtin Eva Gabrielsson und seine Erben (Vater Erland und Bruder Joakim), dass der unvollendete vierte Band in keiner Form veröffentlicht werden sollte. War´s das?

Jahre später, in 2013, gab Larssons schwedischer Verlag (Norstedt) bekannt, dass er mit dem Einverständnis der Erben den Schriftsteller David Lagercrantz beauftragt habe, eine Fortsetzung zu schreiben. Empörung brandete auf, von Grabplünderung war zu lesen, Larsson würde sich im Grabe herumdrehen. Ist Larssons Werk so sakrosankt, dass sich eine posthume Kommerzialisierung verbietet?

Vor Kurzem erschien ein neuer Philip-Marlowe-Roman. Selbstredend nicht vom Altmeister persönlich, denn der ist seit gut 50 Jahren tot. Der irische Schriftsteller John Banville alias Benjamin Black hatte sich eines Romanfragments aus Chandlers Nachlass angenommen und daraus eine Fortsetzung von Der lange Abschied gemacht. Die Presse feierte das als eine Hommage an den Nestor der Hardboiled-Novel. Kein Sakrileg in diesem Fall?

Jungautoren schreiben James-Patterson-Thriller, Eric van Lustbader setzt Robert Ludlums Bourne-Reihe fort, selbst bei uns in Deutschland hat ein Daniel Holbe Andreas-Franz-Romane geschrieben.

Gegen Ende von Verschwörung sagt ein Protagonist, man solle doch nicht alles zu Geld machen, was man zu Geld machen kann. Eine löbliche Einstellung. Aber die Realität ist eine andere, heutzutage wird doch Alles und Jeder vermarktet, ohne ethische oder moralische Beschränkungen. Da sollte sich ein Adler-Olsen auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die nachträgliche Veröffentlichung seiner strittigen Frühwerke sind auch nichts anderes als Geldschneiderei. Das einzige, was Adler-Olsen mit seinem Appell erreicht hat, ist, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Lagercrantz’ Buch zu lenken.

David Lagercrantz stellt sich nun mit seiner Version einer Fortsetzung den Lesern und der Kritik. Die deutsche Ausgabe in der Übersetzung von Ursel Allenstein trägt den Titel Verschwörung. Das schwedische Original heißt »Det som inte dödar oss«, zu Deutsch: »Was uns nicht umbringt,...«. Der Autor befasst sich mit zwei Themenbereichen, die gut zu Larssons Hauptprotagonisten passen und wahrscheinlich auch seine Zustimmung gefunden hätten: dem Untergang des unabhängigen Journalismus und der Total-Ausspähung durch Staat und Großkonzerne.

Mikael Blomqvist, dem Star-Reporter der Zeitschrift »Millennium«, geht es nicht gut. Nach seinen grandiosen Erfolgen der entfernteren und jüngeren Vergangenheit ist er in ein schöpferisches Loch gefallen. Zudem setzen ihm Neider und konzertierte Aktionen gegen ihn zu. Händeringend sucht er nach der großen Story, die ihn und sein Blatt wieder an die vorderste Linie bringen. Das ist auch bitter nötig, denn »Millennium« steckt seit längerem in einer finanziellen Schieflage. Ein großer Medienkonzern hat sich bereits einen relevanten Anteil am Verlag gesichert und übt nun Druck auf die Geschäftsleitung aus, betriebswirtschaftliche Schwerpunkte neu zu setzen. Einsparungen, Stellenabbau und eine marktkonforme Ausrichtung der Themen nach dem Motto: »Beiß’ nicht die Hand, die dich füttert« stehen auf der Agenda. Blomqvist ist ziemlich ratlos, ob und wie er weitermachen kann, als er von einem schwedischen Wissenschaftler, einer Koryphäe in Sachen »Künstlicher Intelligenz«, hört, der in bedrohlichen Schwierigkeiten steckt. Außerdem soll Frans Balder mit einer exzentrischen jungen Hackerin in Kontakt gestanden haben, was Blomqvist hellhörig macht und ihn an Lisbeth Salander denken lässt. Bei einem geplanten nächtlichen Treffen mit dem Wissenschaftler kommt es zum Fiasko. Balders autistischer Sohn August wird Zeuge eines Verbrechens und muss fortan unter Schutz gestellt werden.

Derweil hockt Lisbeth Salander trotz ihres Vermögens in ihrer bescheidenen Wohnung. Umgeben von allerlei spezieller Hardware ficht sie gerade einen Strauß mit der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde NSA aus. Über verschlungene Wege ist es ihr gelungen, in deren Intranet einzudringen und brisante geheime Dossiers zu sichten. Ihre Aktivitäten bleiben jedoch nicht unbemerkt und Fort Meade plant Gegenmaßnahmen. So ganz nebenbei bemerkt Salander, dass Blomqvist versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Neugierig geworden, was ihr alter Weggefährte wohl auf dem Herzen haben mag, geht sie auf eine Konversation mit ihm ein. Sie erfährt von den Schwierigkeiten, in denen Frans Balder steckt. Da sie ihn in guter Erinnerung hat und seine bahnbrechenden Forschungen zur Künstlichen Intelligenz kennt, stürzt sie sich gleich auf die Tastatur, um die Hintergründe von Balders akuter Notsituation aufzudecken. Sie gerät in Teufels Küche.

»Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter« – diese Durchhalteparole, die auf Friedrich Nietzsche zurückgeht, führt Lisbeth Salander nicht nur zu einem wichtigen Passwort, sondern trifft auch auf ihre Lebenseinstellung (und die von Mikael Blomqvist) zu. Ohne große Rücksicht auf Leib und Leben nimmt (nehmen) sie den Kampf gegen mächtige Gegner auf. Spionage, Totalüberwachung, Gleichschaltung der Massenmedien sind die großen Themen des Romans, die Alarmzeichen unserer Zeit. Deshalb liegt der Heyne-Verlag nicht ganz falsch mit dem Titel Verschwörung. Das Ende des Romans hat schon etwas Märchenhaftes, gibt dem Leser ein bisschen Trost, dass wenigstens hier die Welt noch reparabel ist.

Nach Einschätzung des Rezensenten ist Verschwörung eine würdige Fortsetzung der »Millennium-Reihe«. Man merkt, dass sich David Lagercrantz intensiv mit Stieg Larsson und seinen Romanen auseinandergesetzt hat. Er führt das vorgefundene Personal mit sicherer Hand und erlaubt sich, wenn mir das nicht entgangen ist, keinen groben Schnitzer. Stilistisch und thematisch ist er ihm ebenbürtig. Für viele mag letztere Aussage provozierend klingen, aber Stieg Larsson ist in den Augen des Rezensenten in vielen Belangen weit überschätzt worden. Gemeinsam bieten die vier »Millennium-Romane« gehobene Krimi-Unterhaltung, die Geist und Seele gleichermaßen anspricht. Eine spannende Krimi-Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Jürgen Priester, September 2015

Ihre Meinung zu »David Lagercrantz: Verschwörung«

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Willi zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 24.11.2017
Nachdem man das erste Viertel als Einleitung überstanden hat, die doch zum Teil sehr langatmig ist, wird es dann doch sehr spannend. Ja klar ist es eine konstruiere Story, die in manchen Sachen nicht ganz mit der Wirklichkeit übereinstimmt, aber welcher Roman ist das schon. Wen das stört, sollte Dokumentar Bücher lesen.
Alles in allem doch ein recht guter Nachfolger, den ich gerne bis zum Schluss gelesen habe.
trafik zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 30.10.2017
Es ist immer wieder schwer, wenn ein fremder eine Fortsetzung schreibt. Vor allem, wenn die ersten drei Folgen so ein Erfolg wurden.
Die Geschichte war zwar nicht ganz so spannend wie die ersten drei Teile. Trotzdem Kompliment an David Lagercrantz. Nach so einem Erfolg weiterschreiben ist nicht sehr leicht.
Die Personenbeschreibungen sind nahtlos weiter geführt worden. Sehr guter Schreibstil.
Würde mich freuen, wenn diese Reihe fortgesetzt wird.
Ptigris zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 13.08.2017
Meine ursprünglichen Vorurteile habe ich spätestens ab Seite 112 weg geworfen.
Und den Rest des Buches mit Vergnügen verschlungen.
David Lagercrantz ist es gelungen, eine würdige Folge zu schreiben. Er hat es geschafft, dass ich mich auf Folge 5 jetzt schon freue.
Kommerzialisierung hin oder her, das Buch ist gut.
G. Frank zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 25.06.2017
Wer diesen Roman mit dem Niveau eines Jerry-Cotton-Groschenheftes vergleicht, sollte besser keinen Kommentar abgeben. Der Vergleich ist geradezu absurd und zeugt von dem literarischen Verständnis eines geistigen Kleingärtners! Noch so eine merkwürdige Unterstellung: Man müsse wohl die vorausgegangene Trilogie kennen, um überhaupt "etwas an diesem Buch zu finden"... Von Vorteil ist es lediglich, diese drei Bände gelesen zu haben, weil Lagercrantz in diesem Band, der mit Fug und Recht als vierter bezeichnet werden kann, zahlreiche wichtige Protagonisten wieder verwendet bzw. einbaut, die man dann besser in das Gesamtgeschehen einordnen kann.
M.Gross zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 16.05.2017
Bin bei Kapitel 19 des Hörbuchs angekommen. Man muss wohl die Trilogie kennen um etwas an diesem Buch zu finden. Ein autistisches Kind mit übermenschlicher Inselbegabung, Computer Hacker die natürlich fett, steinreich und unordentlich sind oder in leeren 7 Zimmerwohnungen leben, die böse NSA, 2 dumme Polizisten, und noch vieles mehr an Klischees. "Normale" Menschen kommen in diesem Buch wohl nicht vor? Ein Krimi auf dem Niveau von Jerry Cotton.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Lana zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 05.02.2017
Brillante Vortsetzung der Millennium-Trilogie. Wirklich sehr spannend geschrieben so wie es Larsson getan hätte. Bin auf Fortsetzung der Geschichte sehr gespannt! Schließlich gibt's ja noch die böse Schwester.
Die wenigen negativen Kritiken an der Vorsetzung kann ich allerdings nicht nachvollziehen.
Lana
avrudi zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 29.12.2016
... nach anfänglichen Schwierigkeiten, wegen vieler negativer Kommentare, habe ich das Buch erstmal auf die lange Bank geschoben.
Jetzt nach einem Jahr "Wartezeit" hab ich mich unvoreingenommen drangewagt und...
ich bin echt begeistert es liest sich für mich sehr gut, Spannung ist auch gegeben, habe lange kein so Interessantes Buch gelesen also in meinen Augen ein gutes Nachfolgewerk das man "nicht" mit den drei anderen vergleichen sollte, aber kann.
Hoffe das ich von Blomkvist/Salander noch einiges lesen werde.
Henriette H. zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 12.09.2016
Ich finde dieses Buch sogar besser als die drei Larsson-Romane, sowohl stilistisch als auch inhaltlich. Lediglich die Passagen über Computer-Kriminalität und -Überwachung sind zu lang und zu speziell geraten- verständlich höchstens für Nerds.
Am besten ist natürlich der positive Schluss, und dass es möglicherweise noch einen vierten Teil gibt, da die teuflische Camilla entkommen ist. Hoffen wir darauf, liebe Leser/innen!
Jossele zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 26.05.2016
Ich bin einer von denen, die das Buch nie gekauft hätten, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein anderer als Stieg Larsson diese Geschichte um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist fortschreiben könnte. Die sogenannte Millenium-Trilogie hatte ich geradezu verschlungen. Dann habe ich das Buch geschenkt bekommen und deshalb auch gelesen…….und leiste nun Abbitte: David Lagercrantz ist eine vorzügliche Fortsetzung gelungen, die mich auch in Stil und Erzählweise stark an Larsson erinnert hat. Auch er hat wie einst Larsson einen starken Fokus darauf gelegt, dass die Geschichte in sich glaubwürdig und logisch ist, mag auch einiges unrealistisch sein. In sich ist es stimmig. Die Geschichte ist fast ein einziger Spannungsbogen, sich zeitgleich abspielende Ereignisse werden nacheinander so erzählt, dass die Spannung jederzeit hoch gehalten wird. Wieviel von Larsson für dieses Buch bereits vorlag, also ob Lagercrantz bereits Geschriebenes nur verbinden musste oder ob nur ein vager Handlungsstrang oder eine Anfangsidee vorlag, den Lagercrantz ausbauen musste, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis. Aber egal: ein tolles Buch! 90°
Claus zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 22.05.2016
Ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen. Mein Gesamturteil fällt positiv aus. Die Geschichte von Lisbeths Kindheitstrauma war in den drei ersten Bänden erzählt. Lagercrantz gelingt es, die Hauptfiguren neu zu justieren und vor dem Hintergrund ihrer Schrullen, Macken und positiven Eigenarten glaubwürdig agieren zu lassen. Er muss Larsson wirklich genau gelesen haben. Die Story ist spannend. Den letzten Satz des Romans (mit dem Stern) hätte sich Lagercrantz aber sparen können ;).
smilla zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 06.03.2016
Ich weiß gar nicht, was ihr habt! Ich finde das Buch auch gut, selbst wenn es sich am Anfang ein bisschen hinzieht, das war an einigen Stellen von Larsons Büchern nicht anders. Schließlich ist es nicht einfach, Charakteren, die man nicht selbst erfunden hat eine Seele einzuhauchen und dies in einen passenden Plot einzuarbeiten. Ich denke, dass weitere Folgen dazuführen, dass sich Lagercrantz mehr und mehr in diese Personen einlebt und dann Inhalte aussucht, die ihm mehr liegen. Ich habe das Buch jedenfalls gerne gelesen.
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Volker Klotz zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 11.01.2016
Ich habe eben dieses Buch zu Ende gebracht und kann nicht umhin, meiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Ich fand die Figuren in den ersten drei Bänden schon recht überzeichnet, dennoch hat der Plot mich gefesselt. Stieg Larsson schien gut recherchiert zu haben und die Handlungen waren gut in Szene gesetzt, spannend und nachvollziehbar.
In diesem Machwerk allerdings hat für mich leider nichts gestimmt. Die Handlung wirkte nervös konstruiert und unlogisch, Spannungsbögen wurden künstlich herbeigeführt. Es wurde sich sehr häufig in den Darstellungen der Hintergründe wiederholt. Und, mein Gott, es ist alles so unglaubwürdig. In der Geschichte gibt es keinen normalen Menschen. Ein Professor, dessen implizierend dargestellte hohe Intelligenz sich zu keinem Moment erschließt. Sein autistischer Sohn, der so „leuchtend“ zeichnen kann, Probleme der höheren Mathematik löst, durch eine ebenfalls emotional instabile Persönlichkeit die Freude am Leben und das Sprechen erlernt. Einen renommierten Neurologen, der das Dinner während einer Nobelpreisverleihung verlässt, um sich um dieses autistische Kind zu kümmern und später dann noch mit dessen Mutter ins Bett zu gehen. Dieser herzensgute Journalist, der alle versteht, im nicht nachvollziehbaren Gefühlschaos lebt, was will uns der Künstler eigentlich damit sagen?! Andrei, der Heiland, keiner war so gut wie er. Hier wurden die Figuren nur im Superlativ dargestellt. Zuletzt die Superheldin Salander, auf der ganzen Welt gibt es keine vergleichbare Hackerin. Bei der NSA hat sie sich eingeschlichen und dann noch letztendlich mit dem autistischen Kind gemeinsam ein Programm geknackt, was scheinbar die Supernova aller Programme war?! Zu dem beruft sich der Autor bezüglich Autismus auf Werke, die nur fragmentarisch Aufschluss über die Problematik geben („Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ gibt eigentlich nur Erlebnisse von Oliver Sacks im Laufe seiner Tätigkeit wieder.). Und dann diese unnötigen mathematischen Einwürfe, die dem Autor eigentlich niemand abnimmt. Nee, wirklich schlecht. Schade um die Zeit, die ich damit vergeudet habe, einen Teil fünf werde ich auf keinen Fall lesen!
James_Blond zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 08.01.2016
+ Ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
+ Ich blieb die ganze Handlung lang neugierig.

- Lisbeth Salander ist in allen vier Bänden ein Fabelwesen, eine ramboartige Superwoman, die so realitätsfremd ist, dass sie für mich zum Fremdschämen ist. Die Auskwirkungen ihrer Handlungen sind vorhersehbar, weil sie immer alles richtig denkt und richtig macht. Gääähn.
- Mikael Blomkvist bleibt der US-Action-Hero, der in lebensgefährlichen Situationen - wenn auf ihn geschossen wird - supercool und abgebrüht reagiert. Also auch ein völlig realitätsfremder Charakter.
- Dritte Personen heroisieren auf penetrante Art und Weise die Supertaten von Salander und Blomkvist. Wenn ein Autor Protagonisten seines Romanes dazu nötigen muss, die Hauptdarsteller in den Himmel zu loben, ist das banale, anbiedernde Selbstbeweihräucherung.

Mein Fazit:
Wie schon die ersten drei Bände ist auch der vierte Band kein typischer skandinavischer Krimi sondern ein US-Action-Thriller mit völlig realitätsfremden Figuren. Mir ist ein menschelnder Wallander lieber, der in seiner Angst in den nächstgelegenen Papierkorb kacken muss ("Hunde von Riga"), statt übernatürliche Fabelwesen wie Lisbeth Salander.
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Frank S. zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 05.01.2016
Von mir gibt gibt es knappe 70 Prozent. Halte das Buch für nicht so schlecht, wie es vielfach gemacht wurde, wenngleich es über zweidrittel der Länge recht zäh ist - dann aber auf den letzten 200 Seiten richtig in Schwung kommt und (zumindest mich) zu fesseln vermag. Die Figurenzeichnung ist m.E. gelungen, die Charaktere sind stimmig und gut angepasst - keine leichte Aufgabe bei dem Vermächtnis von Larsson und entsprechenden Erwartungen der Leserschaft. Klar, es ist noch nicht alles Gold, was glänzt, aber ein Anfang ist gemacht - ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Band und gehe davon aus, dass sich Lagercrantz mit zunehmender Sicherheit noch deutlich steigert.
Doris zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 03.01.2016
Hej, habe das Buch auf Schwedisch gelesen und brauchte auch gut die Hälfte, um reinzukommen. Was meiner Meinung daran lag, dass der Verfasser eine größere Distanz zu den Charaktären hatte, das Ganze relativ dialogarm geschrieben ist ist und auf den ersten Seiten ein manchmal recht onkelhafte Art, über die Protagonisten zu schreiben. Man freut sich auf ein Wiedersehen mit Blomkvist und Salander, aber sie bleiben hinter einer Milchglasscheibe.
Spadinger zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 25.12.2015
Die ersten 140 Seiten hätte man getrost weglassen können. Nach über 300 Seiten ist es für mich nur langatmig und langweilig.Kein Vergleich mit den 3 ersten Bänden.
Und für diesen Kommentar soll ich jetzt noch mindestens 300 Zeichen eingeben ? Der soll anscheinend genauso langatmig werden wie der Roman und von möglichst wenigen gelesen werde.
henrry zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 24.12.2015
sorry volks
aber das ist wohl ein buch das man besser nie geschrieben hätte larson würde sich im grabe umdrehen
ich habe alle bücher von stig gelesen ud war immer begeistert von der story aber hier versuche ich nun seit 273 seiten etwas rein zu kommen und es wird etwas besser schade habe ich nicht ein besseres buch fur xmas ausgewählt hoffentlich gibt es nie mehr eine folge geschichte
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Ungethüm zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 23.11.2015
Ein spannender, sorgfältig und routiniert geschriebener Krimi. Nur leider komplett ohne Seele. Ist ja auch kein Wunder. Um Figuren wie Mikael Blomquist und Lisbeth Salander zu erfinden, muss man brennen. Für etwas und gegen etwas. Man muss schmerzhaft lebendig sein und voller Phantasie.Lagercranz versucht, zu kopieren. Die Fußstapfen sind zu groß - Herz und Hirn von Stig Larsson kann kann man nicht nachmachen. Er sollte besser unter seinem eigenen Namen schreiben. Würd ich lieber lesen!
Tino zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 18.11.2015
Stieg Larsson hatte der Welt etwas zu erzählen. Er hatte einen wachen Geist und ein gutes Auge und beschrieb hochinteressante aktuelle Entwicklungen - z.B. wie begabte Hacker dem modernen Kapitalismus den Mittelfinger zeigen. Er legte die Hand auf offene Wunden der oberflächlich so liberalen (nicht nur) schwedischen Gesellschaft. Nachdrücklich in Erinnerung blieb mir die widerliche Frauenfeindlichkeit, der latente Neofaschismus und die unerbittliche Wagenburg-Mentalität der "besseren Kreise", mit der sie sich gegenseitig decken.Das Ganze war verpackt in einen spannenden Thriller und mit Charakteren versehen, die bei aller literarischen Fiktion glaubwürdig und nachvollziehbar waren.Von all dem gibt es bei Lagercrantz - nichts, aber auch gar nichts. Unbegabt ist er auch noch. Holzschnittartige Figuren, Sätze aus Drehbuchanleitungen für Arme, Platitüden in Serie... unglaublich schlecht. Bei dem wenigen bißchen Recherche, das er verarbeitet (Computer, Autismus), merkt man direkt, wie es verständnislos aus Wikipedia abgeschriebn wurde.Man hätte von Larssons Erben und dem Verlag erwarten können, daß sie ein bißchen Respekt vor seinem Niveau haben. Vergeblich. Hauptsache, aus seinem Namen läßt sich ein neuer Bestseller kreieren
oldman zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 15.11.2015
Habe lange gezweifelt, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Dann war ich aber doch zu neugierig, und meine Skepsis war groß. Was soll man sagen, dieses Buch ist schlicht gesagt ein guter Krimi. Die ganz besondere Atmosphäre von Larsson konnte man ohnehin nicht erwarten. Aber die Geschichte ist gut geschrieben, wenn mir auch die mathematischen Formeln zu viel waren. Kann ich eh nicht nachvollziehen. Mit den Protagonisten geht der Autor m.E. behutsam um. Deren Wiedererkennungswert ist hoch. Die Auflösung der Story ist ebenfalls gelungen, daraus kann man erkennen, dass mindestens eine weitere Fortsetzung der Reihe zu erwarten ist. Kein Superkrimi wie die Larsson-Bücher, jedoch ein Buch, welches ich gerne gelesen habe, zumal als Fan der großartigen Figuren Salander und Blomkvist, die hier wieder zum Leben erweckt wurden.
Eckes zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 13.11.2015
Ich bin kein Buchkritiker sondern nur passionierter Leser. Bei vielen der vorangegangenen Kommentare hat man den Eindruck, Marcel Reich Ranitcki zu lesen. Vielleicht entstammen die oft negativen Kritiken auch der Sorge, eine gute Bewertung würde dem Legendenstatus von Stieg Larrson schaden.
Ich persönlich habe an dem Buch wenig auszusetzen. Es ist ein Wiedersehen mit bekannten und neuen Akteuren, das spannend und meist sehr flüssig zu lesen ist. Weitere Fortsetzungen auf diesem Niveau würde ich begrüßen.
Gerlinde zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 25.10.2015
Auch ich war gespannt auf dieses Buch (dachte aber auch an die triviale Fortsetzung "Vom Winde verweht", die "Skarlett" hieß) und musste feststellen, es gelingt nicht. Kein anderer Autor kann Fortsetzungen schreiben, die von genialen Vorgängern recherchiert und ausgedacht wurden. Bei den ersten drei Teilen war ich gepackt, süchtig, konnte nur mit Mühe das Buch zur Seite legen. Die Thematik war in jeden Buch packend, die Protagonisten authentisch. In "Verschwörung" (allein den Buchtitel kann ich nicht nachvollziehen) handelte Blomkvist mühsam, zäh. Etwas Leben kam in ihm, nachdem Lisbet sich via PC mit ihm in Verbindung setzte. Aber das wissen wir Leser ja alle. Ich hätte vorher die Kritiken lesen sollen, dann hätte ich mir das Geld gespart. Jetzt hege ich die Befürchtung, dass es weitere Fortsetzungen geben wird, da die Schwester ja noch lebt und man da noch einiges an Stoff rausholen kann, wenn man denn kann.
Stefan Eichner zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 06.10.2015
Lagercrantz hat es nicht geschafft, das unfertige Manuskript von Larsson für Teil 4 in überzeugender Weise zu vollenden. Die ersten 325 Seiten sind spannend zu lesen und lassen klar die Handschrift Larssons erkennen.
Doch dann weist das Buch einen Bruch auf. Die Dialoge der bekannten, aber dann auf einmal kaum mehr wiederzuerkennenden Akteure sinken auf belangloses Seifenopern-Niveau ab. Lagercrantz lässt sie Dinge sagen und tun, die man als Leser der ersten drei Teil nicht von ihnen erwarten würde.
Blomkvist, einst kluger und tatkräftiger Journalist, schwimmt nunmehr nur noch im Kielwasser von Lisbeth Salander mit, die zur BMW fahrenden Superwoman aufgewertet wurde. Zur Auflösung trägt Blomkvist kaum bei. im Gegenteil schütten diverse Personen ihr Wissen am Ende vor Blomkvist aus. Die Lösung wird von ihm nicht Schritt für Schritt recherchiert. Sie wird vor ihm ausgebreitet. Mit investigativem Journalismus hat das gar nichts mehr zu tun und spannend ist es auch nicht.
Ab der Mitte des Buches verliert die Geschichte erheblich an Substanz, Detailreichtum und Finesse. Lagercrantz wird oberflächlich und der Krimi verwandelt sich in eine Erzählung. Die in den ersten drei Teilen sehr gut herausgearbeiteten Charaktere hat er nicht ausreichend gut getroffen.
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Naetar-Bakcsi Ildikó zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 04.10.2015
Das Buch hatte sich gut lesen lassen, eben wie ein Thriller. Für mich haben aber gerade die Stärken gefählt, welche die Bücher von Larsson so auszeichneten. Ich bewunderte seine Bücher gerade deswegen, weil er die wichtigen, sozialen Probleme in einem Thriller anschaulich machen konnte. Gerade dies Stärke fällt im Buch von Lagercrantz. Tiefgründige soziale Betrachtung der Themen, die vom Buch aufgearbeitet werden. Ich erinnere mich nicht einmal, welche aktuelle, soziale Probleme den Kern der Geschichte bildeten. Eben: selches Wasser, das kein Durst stillt.
krimikennerin zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 04.10.2015
Ich war ebenfalls sehr gespannt und habe mir das Buch sofort gekauft. In dem einen oder anderen Punkt gebe ich den anderen Kommentatoren recht. Trotzdem finde ich, dass es gut geschrieben ist und ich habe es innerhalb von ein paar Tagen gelesen. Die Erzählung ist stimmig und gerade heute ist es wichtig, wie in dem Buch beschrieben, dass Pressefreiheit ein sehr hohes Gut ist, und man Gott sei dank auch mit noch so viel Geld nicht alles kaufen kann. Ich würde mir wünschen, dass von dieser Reihe noch einige Bücher erscheinen.
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Joachim Pollmar zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 03.10.2015
Von den drei "alten Larssons" war ich sehr begeistert und habe sie 2 mal gelesen, obwohl es durchaus Längen gab. - David Lagercrantz ist (auch 2 mal gelesen!) eine sehr gute Fortsetzung gelungen. Ich fand das Buch sehr spannend und interessant. Die selbstgefälligen negativen Kommentare teile ich nicht, auch wenn ein paar Stellen fragwürdig erscheinen. Das gibt's bei vielen, auch gerühmten Krimis . . .
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Anka zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 29.09.2015
Ich war skeptisch, was das neue Stieg Larsson Buch, verfasst durch David Lagercrantz, betrifft, muss aber sagen, dass es durchaus gut zu lesen war. Allerdings hatte auch ich den Eindruck, dass die Geschichte von jemand Drittem nacherzählt wurde, jemandem, der die Geschichte nicht erfunden hat. Es fühlt sich streckenweise so an, als würden Ereignisse rasch und oberflächlich abgehandelt, ohne dass richtig tief in sie eingetaucht würde. Das ist schade, aber vielleicht bessert sich das im nächsten Buch. Die Figuren sind einen weiteren Leseversuch auf jeden Fall wert.
Josephus zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 27.09.2015
Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. Diesen weisen Spruch kann durchaus auf Bücher adaptiert werden, und ja, es ist definitiv schade für die aufgewendete Zeit, dieses Buch zu lesen. 600 Seiten zuviel. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch mit 30% Rabatt eingekauft habe.
Ich gehe nicht weiter auf den Inhalt und David Lagercrantz ein, siehe die meisten der abgegebenen Kommentare. Stieg Larsson bleibt unerreicht!
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KrimiMatthi zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 25.09.2015
Nachdem der Verfasser zunächst um einen eigenen Stil Ringen musste und dabei ziemlich langatmig vorging, kam ab der 50. Seite etwas Zug auf. Die Charaktere fand ich interessant, die ellenlangen irgendwo abgeschriebenen Erklärungen von wissenschaftlichen Sachverhalten waren eher dröge, sie nahmen immer wieder Spannung raus. Dennoch ein interessantes Buch, wiewohl die Fußstapfen zu groß scheinen. Aber er kann sich in den nächsten Bänden entwickeln. Das Zeug hat er.
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Leseratte zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 20.09.2015
Obwohl die Geschichte interessant ist und definitiv Potenzial für einen packenden Thriller hätte, ist ihre Umsetzung leider nur mäßig gelungen.Dadurch, dass viele Informationen und Ereignisse in Form von sehr langen Dialogen wiedergegeben werden, fehlt es oft an Spannung. Der Leser wird nicht wirklich mitgerissen. Anstatt von einer "Liveübertragung" bekommt man immer wieder nur aufgewärmte Berichte aus der zweiten Hand. Der Spannungsbogen leidet darunter.Wenn etwas passiert, wird gleich eine passende Erklärung dafür geliefert, ohne dass die Figuren sich besonders anstrengen müssen, um nach den Antworten zu suchen.Die Hauptdarsteller sind zum großen Teil sehr oberflächlich charakterisiert, sodass man sich mit ihnen nicht identifizieren kann. Da kaum emotionale Nähe entsteht, fiebert man nicht mit den Figuren mit.Das Buch hat mich enttäuscht. Schade, ich habe mich auf die Fortsetzung der Serie wirklich gefreut.
BELSL zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 16.09.2015
Ich teile die negative Meinung meiner Vorschreiber zu dem Buch nicht und frage mich, ob nicht auch ein Stückchen emotionaler Abwehr darin enthalten sein könnte;) wenn sich jemand mit Stieg Larsson sehr verbunden fühlt, könnte er es durchaus als "Grabschändung"empfinden wenn ein neuer Band eines anderen Schriftstellers folgt.

Ich fand das Buch sehr spannend und freute mich schon auf das abendliche Lesen abends, ja, ich habe es regelrecht verschlungen und war nach vier Tagen mit dem Lesen fertig, zeitweilig vergaß ich, dass nicht Larsson selber der Autor war.
Es mag stimmen, dass die für Larsson typische Gesellschaftskritik ein Stück fehlt, aber da ich daran sowieso nicht besonders interessiert war, fiel es mir nicht auf.

Die Kritiken hier las ich erst nach meiner eigenen Lektüre, die Identifikation mit Lisbeth gelang mir durchaus, ich finde sie ist gut gezeichnet, ja, Mikael wirkt dagegen ein wenig schwach.

Ich habe mich gefragt ob in Larssons Werk Platz und Interesse für den autistischen Jungen vorhanden gewesen wäre, vielleicht weniger.
Es ist jedoch schon einige Zeit her, dass ich Larsson Original las, eine richtig fundierte Meinung hätte ich wohl erst, wenn ich noch einmal gegenlesen würde, es wäre interessant, aber mir gehört keiner der Bände.
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manni zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 16.09.2015
Spannende und unterhaltsame Fortsetzung der Serie. Ich fühlte mich gut unterhalten, mehr auch nicht. Das Wiederesehen mit alten Bekannten ist flott geschrieben, der Plot stimmt. Klar, Larsson schrieb bildgewaltiger und irgendwie raffinierter, aber es hätte schlimmer kommen können.Lagercrantz hat sich wacker geschlagen. In meinem Freundeskreis fand die Fortsetzung auch Zustimmung, ergo, wer das TB abwartet ist gut bedient. Ich bin mal gespannt wie es weiter geht.75°
Kurt Schneider zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 15.09.2015
Ohne die Figuren und den Bezug zu Stieg Larsson wäre dieses Buch kein Wort wert. Absolut schwach geschrieben, unendliches Aufblasen und Umschreiben von Umständen und Situationen. Ich vermute, von Larsson war eine Notiz dieses Plots vorhanden, und die wurde mit Worten auf 600 Seiten aufgeblasen.
Stimme obiger Bewertung voll zu. Eventuell in einer Bibliothek ausleihen, aber ein Kauf lohnt sich wirklich nicht!
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klaus-dieter zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 13.09.2015
Schwaches Buch, schlecht geschrieben absolut hölzerner Stil, keine Spannungsbögen. habe bis 160 gelesen und werde keine weitere Lebenszeit dafür verschwenden. Das Buch ist sein Geld nicht wert, zum Glück habe ich es in der Bücherei ausleihen können und so mir ein Ärgernis ersparen. Ich werde es sofort zurückgeben, damit andere auch nicht für so einen Mist Geld ausgeben.
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klaus-dieter zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 13.09.2015
Schwaches Buch, schlecht geschrieben absolut hölzerner Stil, keine Spannungsbögen. habe bis 160 gelesen und werde keine weitere Lebenszeit dafür verschwenden. Das Buch ist sein Geld nicht wert, zum Glück habe ich es in der Bücherei ausleihen können und so mir ein Ärgernis ersparen. Ich werde es sofort zurückgeben, damit andere auch nicht für so einen Mist Geld ausgeben.
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PMelittaM zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 13.09.2015
Professor Frans Balder kehrt aus Silicon Valley nach Schweden zurück, um sich um seinen autistischen Sohn zu kümmern. Er beschäftigt sich mit künstlichen Intelligenzen und hat offenbar einen Durchbruch erreicht, einen Durchbruch, an dem auch andere interessiert sind. Die NSA hat Anhaltspunkte, dass sein Leben gefährdet ist und nimmt Kontakt mit dem schwedischen Geheimdienst auf. Auch Mikael Blomqvist, dessen Stern in letzter Zeit gesunken ist, wird auf Balder aufmerksam gemacht – eine aufsehenerregende Story täte ihm und Millenium gut, tatsächlich beißt er aber erst an, als er erfährt, dass Lisbeth Salander Kontakt zu Frans Balder hatte.Eigentlich war Stieg Larssons Geschichte für mich abgeschlossen, den letzten Band habe ich erst vor kurzem gelesen, als ich schon wusste, dass es doch weiter gehen wird, notwendig erschien es mir nicht, neugierig war ich aber schon. Im Grunde ließ für mich die Millenium-Trilogie keine Fragen offen, außer einigen nebensächlichen, z. B. ob Mikaels Beziehung zu Monica Figuerola Bestand haben würde – aber diese Frage wird nicht beantwortet, Monica überhaupt nicht erwähnt. Trotzdem geht David Lagercrantz auf eine andere offene Frage ein, eine Frage, die mich bis dato nur sehr marginal interessiert hat. Welche das ist, werde ich hier nicht offenlegen, denn ich möchte nicht spoilern, meiner Meinung nach wird sehr schnell offensichtlich, worum es geht, aber nicht abschließend beantwortet, es sind wohl noch weitere Fortsetzungen geplant. Mich hat dabei vor allem eines interessiert: Wie hätte Stieg Larsson das bearbeitet?Einem Vergleich mit Stieg Larsson kann David Lagercrantz im Übrigen nicht standhalten. Alles, was mir bei Larsson so gut gefiel, die Komplexität seiner Geschichte, die sehr tiefgehende Charakterisierung seiner Figuren, mit denen man Mitfühlen kann, wie es selten in Romanen passiert, seine Gesellschaftskritik, seine, auch für den Laien verständlich gemachten theoretischen Erläuterungen, fehlt hier. David Lagercrantzs erzählt oberflächlicher, die theoretischen Passagen laden eher zum Überfliegen ein, die bekannten Charaktere kamen mir „nicht ganz richtig“ vor, Gesellschaftskritik sucht man vergebens. Immerhin erhalten die Charaktere Hintergrundgeschichten, doch so tiefgehend wie bei Larsson sind sie nicht und vor allem packen sie mich nicht so. Mikael erscheint mir wie ein Schatten seiner selbst, Lisbeth, mit der ich immer am meisten mitfühlen konnte, ist noch am ehesten sie selbst, das Mitfühlen klappt aber nicht mehr wirklich. Schön ist immerhin, dass viele Charaktere aus den Vorgängern wieder auftauchen oder wenigstens erwähnt werden, z. B. Plague, Harriet Vanger, Holger Palmgren oder Jan Bublanski.In den theoretischen Passagen lässt sich der Autor vor allem über Physikalisches/Mathematisches aus: Quantencomputer, künstliche Intelligenzen, Primzahlenberechnungen. Fand ich in „Verdammnis“ Lisbeths Gedanken über Fermats Satz noch nachvollziehbar und interessant, habe ich hier Vieles überflogen. Einzig die Ausführungen zum Autismus sind interessant und regen zum Selbstrecherchieren an.Dass der Roman auch nur entfernt an Stieg Larssons Werke herankommt, habe ich zwar gehofft, aber nicht wirklich erwartet, so hält sich meine Enttäuschung in Grenzen. Beim Lesen erinnert man sich an Vieles, das ist ganz nett. Die Auflösung finde ich nicht so gelungen, schon sehr früh dachte ich, dass hoffentlich nicht diese eine Person der „Oberböse“ sei, leider umsonst, und leider ist diese Person extrem überzeichnet. Dass das Ende dann auch noch nach einer Fortsetzung schreit, halte ich für zu viel des Guten, einen mehr in sich abgeschlossener Roman hätte ich besser gefunden, offenbar war da jemand sehr überzeugt davon, dass die Leser den Roman mögen. Ich jedenfalls mochte ihn nicht so richtig und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich weitere Romane der Reihe lesen werde. Für mich ist dieser Band unnötig gewesen und ist es auch nach der Lektüre leider immer noch.Erzählt wird aus Sicht verschiedener Charaktere mit häufigen Perspektivewechseln. Spannung kommt trotzdem nur gelegentlich auf, in der zweiten Hälfte öfter, es gibt wenige Überraschungen, Vieles kann man schon ahnen, das Ende ist eher unbefriedigend.David Lagercrantz ist meiner Meinung nach in Fußstapfen getreten, die zu groß für ihn sind. Ich empfehle Stieg-Larsson-Fans, sich eine eigene Meinung zu bilden, aber mit nicht allzu hohen Erwartungen an den Roman heranzugehen.
madu zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 12.09.2015
Nun ist also doch noch ein 4. Buch der Millennium Reihe um den Enthüllungsreporter Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander erschienen. Lange erschien es unwahrscheinlich, zu verworren schienen die Verwürfnisse zwischen den Erben und der Stieg Larssons langjähriger Lebenspartnerin. Entsprechend viel Rummel gab es daher schon im Vorfeld, ob denn eine Fortsetzung überhaupt richtig, nötig, zulässig sei.

Ich fand diese Diskussion irgendwie müssig. Viele Roman-Reihen wurden von mehreren Autoren verfasst, und von vielen Schriftstellern werden auch nach dem Tod noch weiter Werke unter dessen Namen veröffentlicht. Letztendlich ist es ein Buch und eine Geschichte, zählen sollte der Inhalt. Anders als beispielsweise bei Robert Ludlum, bei welchem auch 14 Jahre nach seinem Tod noch regelmässig Bücher mit seinem Namen in Fettdruck vorne drauf veröffentlicht werden, erscheint die 4. Folge der Millennium-Reihe immerhin klar unter dem Namen des neuen Autors David Lagercrantz.

Ich glaube, jeder, der die Trilogie gelesen und geliebt hat, hat es irgendwie bedauert, dass die Serie durch Larssons plötzlichen Tod vorzeitig beendet wurde, war doch bekannt, dass ursprünglich 10 Bände geplant waren. Eigentlich hätte ich es begrüsst, wenn ein Ghostwriter aus den offenbar vorhandenen Manuskripten und Skizzen des weiteren Verlaufs der Serie sich an die Fortsetzungen gemacht hätte. Dazu ist es nun aber wegen den erwähnten Zerwürfnissen nicht gekommen, so hat nun halt ein neuer Autor ein komplett eigenes neues Buch als Fortsetzung verfasst. Meiner Meinung nach ist ihm das hervorragend gelungen.

Ich habe mich jedenfalls darauf gefreut, wieder in die Welt von Lisbeth und Mikael eintauchen zu dürfen, wenn auch mit einer gewissen Skepsis, ob der neue Schreiberling denn den Anschluss gebührend schaffen würde. Während der ersten paar Seiten hatte ich noch das Gefühl, man merke recht gut, dass hier ein neuer Autor am Werk ist, was mich anfänglich auch irgendwie stören wollte, obschon das natürlich Blödsinn ist. Jeder hat nun mal seinen Schreibstil. Schnell wich dies aber der schon früh aufgebauten Spannung, welche der Autor über das ganze Buch aufrecht zu erhalten vermag. Geschickt entwickelt sich die Story, Cliffhanger und wechselnde Erzähl-Perspektiven halten den Leser bei Laune und sorgen schon bald dafür, dass man das Buch kaum mehr weglegen mag.

Es ist Lagercrantz m.M.n. auch ausgezeichnet gelungen, an die alten Persönlichkeiten anzuknüpfen. Neben Salander, Blomkvist und Erika Berger treffen wir auch den Ermittler Bublanski und sein Team oder den alten (guten) Vormund wieder, und viele weitere Nebendarsteller aus den Vorgängern haben Auftritte oder finden zumindest Erwähnung.
Auch die aktuelle Gegnerin Lisbeths, ihre Schwester Camilla, welche in den alten Büchern nur eine kaum beachtenswerte Randfigur war, wird sehr glaubwürdig, von verschiedenen Personen aus verschiedenen Sichten eingeführt, und passt letztlich erstaunlich gut zu den bisher bekannten Informationen. So gut, dass ich mich gefragt habe, ob da nicht vielleicht doch alte Skizzen von Stieg zur Verfügung standen.

An einige Details fällt dann doch auf, dass da jemand anderes am Werke ist. Beispielsweise wird im ganzen Roman keine einzige Kanne Kaffee gekocht, kaum Sandwiches vertilgt, und auch Billy's Pan Pizza gibt's gerade nur 1 x. Auch ist unklar, ob Lisbeth immer noch auf Mac schwört. Zumindest beim Handy scheint sie auf Android umgeschwenkt zu sein… ;)

Fazit: Das neue Buch knüpft m.M.n. ausgezeichnet an seine Vorgänger an. Es ist spannend und kurzweilig. Gratulation an den Autor!
Ich freue mich schon auf Band 5 (der wird kommen, jede Wette).
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Laura Heinze zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 02.09.2015
Ich kenne das Buch "Verschwörung" und auch andere Bücher von David Lagercrantz nicht und kann mir deswegen kein Urteil bilden. Aber eine Frage habe ich. Warum schreibt Novalis, daß man nicht nach dem Mund anderer reden bzw. schreiben soll? London Eye hat angegeben, den Artikel aus der WAZ abgeschrieben zu haben und erst am Ende ihre/seine (sorry, ich weiß nicht, wer sich hinter London Eye verbirgt) Meinung abgegeben. Novalis findet das Buch "Verschwörung" lesens- und empfehlenswert und das ist voll in Ordnng, bei London Eye wird es sich höchstwahrscheinlich nicht im Bücherregal wiederfinden und das ist auch in Ordnung. Muß man hier mit den Wölfen heulen?
Novalis zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 02.09.2015
Warum sollte man einfach sagen, das dieses Buch hervorragend ist. Nicht nach dem Munde anderer reden bzw. schreiben. Eine für mich fulminante Vorsetzung. Klar ist das Stieg Larsson etwas anderes geschrieben hätte, schließlich sind es verschiedene Autoren. Nur wieviele Sherlock-Holmes oder James Bond Autoren gibt es. Für mich war es lesens und empfehlens wert.
Freue mich bereits auf hoffentlich mehrere Fortsetzungen
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London Eye zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 30.08.2015
WAZ, Samstag, 29.08.2015

Adler Olsen kritisiert Millennium-Fortsetzung

Kopenhagen. Der dänische Schriftsteller Jussi Adler Olsen (65, "Erbarmen") hat die Fortsetzung der berühmten Millenium-Krimireihe aus fremder Feder als "respektlos und verkehrt" kritisiert. "Ich fordere dazu auf, dieses Buch zu boykottieren." Lagercrantz könne gut schreiben. "Aber hiervon hätte er sich fernhalten sollen."

(Habe ich ich so aus oben genannter Zeitung abgeschrieben.)

Es wurde schon viel über das Buch von David Lagercrantz geschrieben. Ich finde auch, daß nur Stieg Larsson seine Bücher hätte schreiben können. So kann man sich leicht hinter "in seinem Sinne" verstecken.
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Lokkol zu »David Lagercrantz: Verschwörung« 30.08.2015
Der Autor ist DL wird als bekannter und fähiger Schriftsteller gehandelt. Schade ist nur, dass Stieg Larsson das nicht autorisiert hat nach allem was man dazu lesen kann. Daher empfände ich es ehrlicher, wenn auf dem Cover statt maskierend "nach Stieg Larsson" wenigstens "durch die Erben Stieg Larssons autorisierte Fortsetzung seiner 'Lisbeth Salander' Reihe" stünde. Soviel Zeit hat der Leser diese Information zu verarbeiten und soviel Raum sollte der Verlag dem auch geben.
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