Eine Studie in Scharlachrot von Sir Arthur Conan Doyle

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1887 unter dem Titel A Study in Scarlet, deutsche Ausgabe erstmals 1894 bei Lutz.
Folge 1 der Sherlock-Holmes-Serie.

  • London: Beeton´s Christmas Annual, 1887 unter dem Titel A Study in Scarlet.
  • London: Ward, Lock & Co., 1888.
  • New York: J.B. Lippincot & Co., 1890.
  • Stuttgart: Lutz, 1894 Späte Rache. Übersetzt von Margarete Jacobi.
  • Stuttgart: Franckh, 1938 Späte Rache. Übersetzt von Margarete Jacobi. 154 Seiten.
  • Bern: Scherz, 1950 Späte Rache. Übersetzt von Margarete Jacobi. Die schwarzen Kriminalromane; Bd. 31. 180 Seiten.
  • Hamburg: Blüchert, 1961. Übersetzt von Beatrice Schott. 194 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Ullstein, 1968. Übersetzt von Beatrice Schott. 165 Seiten.
  • München: dtv, 1983. Übersetzt von Angela Uthe-Spencker. Zweisprachige Ausgabe. Mit einem Nachwort von Karl Krejci-Graf. ISBN: 3423091991. 148 Seiten.
  • Zürich: Haffmans, 1984. Übersetzt von Gisbert Haefs. Eine Studie in Scharlachrot. ISBN: 3-251-20015-1. 159 Seiten.
  • Zürich: Kein & Aber, 2005. Übersetzt von Gisbert Haefs. ISBN: 3036951431. 159 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Insel, 2007. Übersetzt von Gisbert Haefs. ISBN: 978-3458350132. 191 Seiten.
  • [Hörbuch] Unterhaching: Naxos, 2004. Gesprochen von Miguel Iven. ISBN: 978-3898161510. 4 CDs.

'Eine Studie in Scharlachrot' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein ehemaliger Armeearzt kehrt verwundet aus dem Zweiten Afghanistan Krieg nach London zurück und braucht dringend eine Wohnung. Ein anderer Mann hat soeben eine Wohnung in der Bakerstreet gemietet und sucht jemanden, mit dem er die Räumlichkeiten teilen kann. Ihr Zusammentreffen ist der Beginn einer folgenreichen Freundschaft: John H. Watson und Sherlock Holmes. Noch sind die beiden dabei, sich mit den exzentrischen Eigenschaften voneinander vertraut zu machen, als ein Brief eintrifft von Inspektor Gregson: »In der Nacht hat sich in 3, Lauriston Gardens, nahe der Brixton Road, eine üble Sache ereignet.« Ein Amerikaner namens Enoch J. Drebber wurde ermordet, und es gibt keinerlei Anhaltspunkte – bis auf das deutsche Wort »Rache«, an die Wand geschmiert mit Blut …

Das meint Krimi-Couch.de: »Unwiderstehlich und unsterblich« 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Sherlock Holmes in A Study in ScarletKriegsversehrt und krank kehrt der junge Armeearzt Dr. John H. Watson aus Afghanistan nach London zurück. Da ihn die Geldnot drückt, stellt ihn ein Freund dem exzentrischen Sherlock Holmes vor, der als »Beratender Detektiv« von Polizei und verzweifelten Privatpersonen immer dann zu Rate gezogen wird, wenn ein Verbrechen unaufgeklärt zu bleiben droht. Die beiden Männer freunden sich rasch an, und so beziehen sie im Januar des Jahres 1881 gemeinsam eine Wohnung, deren Adresse bald die ganze Welt kennt oder (sofern von krimineller Gesinnung) fürchtet: Baker Street 221b.

Watson, den seine schwache Gesundheit dem Berufsleben fernhält, beginnt den Freund zu begleiten, wenn dieser seiner kriminalistischen Arbeit nachgeht. Holmes, ein Einzelgänger, aber nicht frei von persönlicher Eitelkeit, schätzt Watson als Publikum, wenn er sein unvergleichliches Geschick entfaltet, einen Tatort zu »lesen« und die Indizien zu einer Rekonstruktion des verbrecherischen Geschehens zusammenzufügen. Ausserdem erkennt er schnell, dass Watson, der bodenständige Mann der Tat, ihn ideal ergänzt und zügelt, wenn er sich wieder einmal in allzu fantastischen Theorien zu verlieren droht.

In Blut das deutsche Wort RACHE

So ist Watson auch an seiner Seite, als Scotland Yard Holmes im März 1881 bittet, den rätselhaften Mord an Enoch J. Drebber zu klären, den man vergiftet im Zimmer eines verlassenen Hauses entdeckte, an dessen Wand mit Blut das deutsche Wort RACHE geschrieben stand. Aus Cleveland im US- Bundesstaat Ohio stammt dieser Drebber, doch damit erschöpfen sich für die ratlosen Polizisten Gregson und Lestrade die Spuren. Holmes sichtet die dürftigen Indizien und erkennt, dass einem kleinen goldenen Ring besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Nicht Gollum, sondern Drebbers Mörder hat ihn verloren, und er will ihn zurück, was Holmes ausnutzt, um ihm auf die Schliche zu kommen. Das gelingt dem versiertem Ermittler rasch, aber schon früh in seiner an Triumphen bald reichen Karriere muss er erfahren, dass sich hinter Indizien immer auch menschliche Schicksale verbergen. Der Tod von Enoch Drebber ist nur der Schlussakt einer tragischen, von Betrug, religiösem Fanatismus und Mord initiierten und begleiteten Rache, die vor vielen Jahren im noch wilden Mittelwesten der USA ihren Anfang nahm …

Sherlock Holmes in A Study in Scarlet(Eine Vorbemerkung: Da es den hier vorgegebenen Rahmen definitiv sprengen würde, geht Ihr Rezensent nicht explizit auf den Mythos Sherlock Holmes ein, sondern setzt ihn und das Wissen um seinen Status in der Geschichte des Kriminalromans und seinen Quantensprung zum multimedial omnipräsenten Kult voraus. Holmes & Watson sind aus vielen guten Gründen unsterbliche Klassiker – das mag und kann als Fakt durchaus genügen.)

Auch für Conan Doyle: Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer …So seien also die Erwartungen nicht gar zu hoch geschraubt, wenn dieses erste Holmes & Watson-Abenteuer von Arthur Conan Doyle zur Lektüre gelangt. »Studie in Scharlachrot« ist trotz seines geringen Umfang ein recht sperriges Stück Literatur, dessen Bestandteile sich nie zu einem schlüssigen Ganzen fügen wollen. Der noch unerfahrene Verfasser ist sichtlich überfordert mit dem Versuch, eine durchgängige Handlung in Romanlänge zu komponieren.

Dabei ist der Start denkbar gelungen; gemächlich zwar, aber sofort fesselnd, denn hier lernen wir schließlich unsere beiden Helden in jungen Jahren kennen. Endlich erfahren wir, wie Holmes und Watson sich trafen, Freundschaft schlossen und ihre Zusammenarbeit begannen. Diese Kapitel sind fabelhaft gelungen; man merkt, dass sich Doyle hier auf sicherem Terrain befindet. Seine Ausführungen über die Wissenschaft der kriminalistischen Deduktion – Sherlock Holmes in den Mund gelegt – können heute noch überzeugen. Doyle war in diesem Punkt ganz auf der Höhe des zeitgenössischen Wissensstandes, manchmal sogar ein gutes Stück weiter, und so langweilt er keinen Augenblick, wenn er über Untersuchungsmethoden referiert, die Ende des 19. Jahrhunderts brandneu und revolutionär waren.

Die grimmige Vorgeschichte des Drebber-Mords

Gut lässt sich dann der eigentliche Kriminalfall an. Anders als seine zahllosen Epigonen lebte und arbeitete Arthur Conan Doyle im viktorianischen London. Seine (teils überraschend lyrischen, teils zeittypisch pathetischen) Beschreibungen der Stadt und ihrer Bürger profitieren von seiner Zeitzeugenschaft. Sherlock Holmes jagt den Übeltäter höchst überzeugend, bis er ihn schließlich dingfest macht. Da befinden wir uns freilich erst auf der Hälfte dieses Romans. Nun schließt sich ein zweiter Teil an, der durchaus unterhaltsam die grimmige Vorgeschichte des Drebber-Mordes erzählt, aber trotzdem nichts mit dem bisherigen Geschehen zu tun hat. »Das Land der Heiligen« stellt daher einen völligen Bruch in der Handlung dar, die sich davon nicht wieder erholen kann.

Das Erscheinen von Sherlock Holmes und Dr. Watson auf der literarische Bühne kann wie gesagt als Erfolg beurteilt werden. Doyle gelingt es sofort, das einzigartige Fluidum zu schaffen, das diese beiden Figuren unwiderstehlich und unsterblich werden ließ. Dabei ist Holmes eigentlich ein eher unsympathischer Charakter – gefühlskalt, arrogant und mit erheblichen sozialen Defiziten. Aber so ist er eben nur auf den ersten Blick. Durch die Augen des Dr. Watson betrachtet, gewinnt Holmes als Mensch, der mehr als eine Denkmaschine ist, wenn man ihn nur zu nehmen weiß.

Die Figur Watson gewinnt ganz neue Dimensionen

Unter dieser Voraussetzung gewinnt die Figur des Watson ganz neue Dimensionen. Bereits in »Studie in Scharlachrot« wird offenbar, dass der gute Doktor weit mehr ist als nur des Meisters bewunderndes Auditorium und später Chronist. »Ohne Sie wäre ich vielleicht nicht hingefahren und hätte so die beste Studie verpasst, die mir je untergekommen ist ...« (S. 53) In immer neuen Variationen werden wir diesen Ausspruch noch hören. Watson, der Systematiker, sorgt dafür, dass sein genialer, aber sprunghafter Freund die Bodenhaftung behält. Seine scheinbar dumm wirkenden Fragen und Lösungsvorschläge verraten den weniger biederen als geradlinig denkenden, mit gesundem Menschenverstand gesegneten Mann, während Holmes gern um einige Ecken zu viel denkt, sich in seinen kunstvollen Theorien verrennt, dank Watson plötzlich den Fall aus einer ganz andere Perspektive betrachtet und erst jetzt der Groschen fällt. Doyle hatte sehr klar erkannt, dass Holmes einen Watson als Vermittler benötigen würde, um von den Lesern angenommen zu werden.

Ansonsten treffen wir ausschliesslich auf viktorianische Archetypen – Adlige sind immer vornehm oder doch wenigstens eindrucksvoll verrucht, Frauen ätherisch und in kritischen Situationen zur Ohnmacht neigend, die unteren Stände wissen, wo ihr gottgegebener Platz auf Erden ist, und überführte Schurken ersparen sich und der Gesellschaft die peinliche Gerichtsverhandlung, indem sie Selbstmord begehen, sich auf der Flucht erschießen oder – wie in unserem Fall – durch eine unheilbare Krankheit dahinraffen lassen. Doyle gehörte stets zu den Stützen des Empires und des Systems, das es hervorbrachte. Es zu hinterfragen wäre allerdings kaum Sherlock Holmes’ Aufgabe gewesen.

Anmerkung:

Den seltsamen Titel hat Sherlock Holmes diesem Fall höchstpersönlich gegeben: »Der scharlachrote Faden des Mordes verläuft durch das farblose Knäuel des Lebens, und unsere Pflicht ist es, ihn zu entwirren, zu isolieren und jeden Zoll davon bloßzulegen.« (S. 53)

Dazu noch eine Anmerkung: Es sagt sicher viel aus über die deutsche Krimi-Kultur, dass die Werke von Arthur Conan Doyle (einige recht beliebig zusammengestellte Story- Kollektionen ausgenommen) vom Buchmarkt verschwunden sind. Ich habe mir erlaubt, mich auf die Nennung derjenigen Übersetzung zu beschränken, die bis auf weiteres als die maßgebliche gelten muss. Sollte es mir gelungen sein, einen Nachwuchsleser auf das unverwüstliche Duo Holmes & Watson aufmerksam und neugierig gemacht zu haben, rate ich also die antiquarische Suche vor allem auf die Haffmans-Ausgabe zu fokussieren.

Ihre Meinung zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot«

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Janosch79 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 24.05.2016
Lange schon habe ich keinen Krimi mit Sherlock Holmes und Dr. Watson gelesen. Dieses Buch hat mich sofort überzeugt.

Inhalt: Das erste Abenteuer von Sherlock Holmes und Dr. Watson, der den »beratenden Detektiv« ruft, um einen rätselhaften Mord aufzuklären: ein scheinbar unverletzter Toter mit einer Schreckensgrimasse, eine Losung als Blutspur an der Wand: »Rache« …


In meiner Kindheit habe ich zuletzt Krimis mit Sherlock Holmes verschlungen. Nun wollte ich Jahre später wieder einen Versuch machen. Es hat sich mehr als gelohnt.
Im ersten Band der Krimireihe von Sir Arthur Conan Doyle aus dem Jahre 1887 handelt es sich um eine Neuübersetzung, die Lust auf weitere Bände macht.
Natürlich ist diese Geschichte nicht mit dem heutigen Krimi-Standard zu vergleichen, da wichtige Spannungselemente zu dieser Zeit noch gar nicht vorhanden waren.
Es ist trotzdem ein großer Lese-Genuss gewesen. Ich konnte das Buch überhaupt nicht weglegen, weil ich die Lösung des Falles unbedingt wissen wollte.
Ein Klassiker, der sich überhaupt nicht vor heutigen Krimis verstecken muss, weil sich hier ein herrlicher Kontrast bietet.


Einziger Kritikpunkt ist vielleicht der zweite Teil des Buches. Auf der Suche nach der Lösung des Falles wird man ein wenig auf die Folter gespannt und mit einer zunächst völlig anderen Geschichte konfrontiert. Am Ende fügen sich aber alle Puzzle-Teile zu einem schlüssigen Ende zusammen.


Ich kann diesen Krimi-Klassiker aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle mehr als empfehlen!
Ned zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 02.10.2012
Ich muss zugeben, dass dieses Buch das erste war, was ich persönlich gekauft habe, und direkt mit liebe empfangen habe.
Sir Arthur Conan Doyle hat mich nicht enttäuscht und wird es auch nie!
Lang lebe das alte London in den Herzen aller Sherlock Holmes Fan's.
Die ganzen Teile müssen von mir noch gelesen werden...!

Gruß an euch da Draußen.
Ned
rolandreis zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 03.08.2011
Die Sprache ist dem Jahre entsprechend (ca.1890) im viktorianischen England. Die Charaktere Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson wirken freundlich und erwachsen. Arthur Conan Doyle setzt seinen beratenden Detektiv perfekt in Szene und lässt ihn wunderbar die Tatorte erkunden und tolle Rückschlüsse ziehen.
Man muss bemerken, dass das Buch in zwei Teile aufgeteilt ist. Teil 1 besteht aus den Erinnerungen von Dr. Watson, Teil 2 ist die Grundlage für das Ergebnis der Untersuchung. Dieser ist dann ein wenig langatmig, führt aber letztendlich wieder zurück auf Holmes Rückschlüsse. In Summe ein Klassiker, den man schon als Krimifan lesen sollte.
Silvester Grasegger zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 07.01.2011
Tolles buch aber etwas serhr genau auf jedes Nomen flog ein Wiewort das macht die geschichte langwirieg aber nicht langweilig. es ist zwar etwas kurz aber Perfekt für Sherlock Holmes Anfäger den es weckt begeister ung auf. der anfang ist lang weilig und wirtmit zu fielen einzelheiten erweiter aber hatt man das hinter sicht fängt die sapnnung an. Die ganze Geschicht wird durch treffende Vremdwörter ergänzt.
Ich empfele es jeden weiter.!
benfi zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 19.06.2010
Der erste Roman des Autors Sir Arthur Conan Doyle um die Detektivfigur Sherlock Holmes und seinen Weggefährten Doktor John Watson fesselt den Leser trotz seines Alters auch heute noch recht schnell; immerhin ist der Roman über 100 Jahre alt! Zum einen ist es natürlich auch die Epoche, die einen in den Bann zieht; war die Welt damals doch noch bei vielen Dingen in den Kinderschuhen. Zum anderen ist es ebenso faszinierend, wie pfiffig der Held in dieser Zeit schon gegenüber seinen Mitmenschen war. Das Ganze gepackt in einen zweigeteilten Roman, der sich in der ersten Phase wie ein klassischer Kriminalroman liest und im zweiten Part eher einem Abenteuerroman gleicht – Leserherz, was willst du mehr? Beeindruckend war auch, wie viel man durch diesen Roman an Allgemeinbildung dazu bekommt, da der Autor jede Menge an Wissen und Recherche in die Handlung einbaute. Nicht unerwähnt möchte ich die Anmerkungen am Ende des Buches hierzu lassen, die sehr vorteilhaft waren und sorgfältig aufgelistet wurden. Diese sind zumindest in der Werkausgabe aus dem WELTBILD-VERLAG vorhanden.
Susannah zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 01.05.2010
London, im viktorianischen Zeitalter. Dr. Watson, nach Verletzung und Krankheit aus dem Afghanistankrieg zurückgekehrt, sucht eine günstige Wohnung in London. Da trifft es sich gut, dass ein gewisser Sherlock Holmes, ebenfalls einen Mitbewohner sucht. Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft und Zusammenarbeit, und der Beginn der Aufzeichnungen über die Leistungen des größten Detektivs aller Zeiten. Und gleich beim ersten Mal muss er allen Spürsinn einsetzen, denn eine vergiftete Leiche und ein Ehering führen zu einer Studie in Scharlachrot ...

Fantastisch! Einzigartig! Unvergleichlich! Man könnte diesen ersten Sherlock-Holmes-Roman noch mit anderen Adjektiven titulieren, doch das wahre Erlebnis des Buches kann nicht ersetzt werden. Lässt das Buch u.a. im Mittelteil etwas an Spannung vermissen, ist die detektivische Technik wohl in keinem Buch detailgetreuer präsentiert worden. "Eine Studie in Scharlachrot" ist mehr als ein Krimi aus dem viktorianischen Zeitalter. Es ist eine einfühlsame Charakterstudie. Es ist ein zeitloses Werk. Und es ist der Beginn eines Duos, das selbst dem größten Lesemuffel bekannt sein dürfte. Watson, ich kombiniere ...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ChimChim zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 02.06.2009
Kann mich den guten kritiken nur anschließen. An den schreibstil muss man sich vielleicht etwas gewöhnen wenn man nur "moderne" bücher gewohnt ist, aber es ist eigentlich ein buch was sich relativ leicht lesen lässt. Das buch ist von anfang an spannend und man rätselt natürlich dauerhaft mit wer es denn sein könnte. ;) Das Buch ist sehr kurz, aber dadurch ist das buch eigentlich nie langweilig. Holmes und Watson sind zwei figuren die man auch sehr schnell lieb gewinnt und so freu ich mich schon auf die nächsten teile. Das nächste buch liegt schon in meinem regal und ich werds genauso wie den ersten teil verschlingen. Jeder der krimis mag und vorallem englische krimis mag sollte dieses buch lesen, ihr werdet es nicht bereuen...

Von mir 80°!
Stefan83 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 28.12.2007
Ihn vorzustellen ist schlichtweg unnötig, denn selbst der allergrößte Lesemuffel wird irgendwann einmal von Sherlock Holmes gehört haben, dem leicht skurrilen und oftmals zu Schwermut neigenden Meisterdetektiv. In „Eine Studie in Scharlachrot“, Sir Arthur Conan Doyles Debütroman, löst er seinen ersten Fall und man erfährt endlich wie sich Holmes und sein treuer Begleiter Dr. Watson begegneten, Freundschaft schlossen und ein Team im Kampf gegen das Verbrechen bildeten. Obwohl mittlerweile ein Inbegriff des fesselnden Detektivromans, liest sich Doyles Erstling noch sehr sperrig und lässt streckenweise Spannung komplett vermissen. Dafür überzeugt er aber auf andere Weise. Da sind in erster Linie die wissenschaftlichen Ausführungen über Holmes’ Methode der kriminalistischen Deduktion zu nennen, welche selbst in der heutigen Zeit der Deavers und Becketts noch zu überzeugen wissen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts aber geradezu revolutionär waren. Während andere stets nur Bruchstücke dessen wahrnehmen, was zur Lösung des Falls nötig ist, scheint das Gehirn unseres Detektivs jedes einzelne Indiz zu erfassen und in Bezug zu den anderen Hinweisen zu setzen. Wie bei einem Puzzle setzt er Teilchen für Teilchen zusammen, während der Leser vollends in der Lektüre versinken und sich von der so wunderbar altmodischen Sprache mitreißen lassen kann. Schon verhältnismäßig früh (selbst für eine Holmes-Geschichte) ist der Übeltäter dingfest gemacht, wenngleich auch das Buch damit noch nicht zu Ende ist. Nun folgt der zweite Teil, in dem die düstere Vorgeschichte des Drebber-Mörders erzählt wird, dessen Inhalt leider für die schlussendliche Auflösung des Falls keinerlei Bewandtnis mehr hat und damit einen unnötigen Bruch in der bis dahin linearen Handlung darstellt. In seinem späteren Werk „Das Tal der Furcht“ ist ihm diese Art des Storyaufbaus wesentlich besser gelungen. Insgesamt ist „Eine Studie in Scharlachrot“ ein sehr gutes, kurzweiliges Lesevergnügen, an dem echte Holmes-Fans (zu empfehlen sind die Ausgaben von Haffman oder Kein+Aber) nicht vorbeikommen, das aber die Qualität der späteren Geschichten noch vermissen lässt.
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Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 15.11.2005
Es gibt jetzt weiter Sammelbände mit neuen Holmes Stories. In dem Film "From Hell" mit Jonny Depp und Robbie Coltrane, bedauert man , daß Holmes nicht auftaucht. Er hätte bestimmt den Jahrtausend Fall "Wer war Jack the Ripper" lösen können? Nun; Jack the Ripper gab es wirklich, Holmes ist leider nur Fiktion. Wo war eigentlich Conan Doyle? Hat er ein Alibi??
Adrian Lauber zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 01.07.2005
Ich kann Sir Arthur Conan Doyles "Eine Studie in Scharlachrot" nur empfehlen. Ich habe es gerade erst wieder in original englischer Fassung gelesen.
Aber ich will das Buch trotzdem nicht zu sehr in den Himmel loben. Wirklich große Spannung kommt nicht auf, da Doyles Schriftstellerei noch in den Kinderschuhen steckte und er den Fall sehr schnell aufgerollt hat. Immerhin stellt ungefähr die Hälfte des ganzen Buches "nur" die Vorgeschichte des Jefferson Hope in Utah dar.
Trotz allem ist es ein sehr lesenswertes Buch. Leute, die so wie ich nicht nur Romane sondern auch kürzere Geschichten oder gar Short Stories mögen, werden ihre Freude daran haben.
Pascal zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 30.05.2005
Hurra, habe endlich die komplette Ausgabe vorn Haffmann bekommen. Gebraucht, aber in tadelosem Zustandt.

Ja, der zweite Teil, die Vorgeschichte in Utah, ist wirklich ein krasser Szenenwechsel. Zuerst dachte ich, ich habe ein Mängelexemplar und die Seiten wären irrtümlicherweise in dieses Buch gebunden worden. Das war schon ein Schock, aber ich erholte mich davon.

Schlussendlich muss ich sagen, war die Studie schön zu lesen, vorallem durch den Schreibstil Doyles. Wirkliche Spannung kam jedoch bei mir nicht auf. Allerdings habe ich die Atmosphäre des damaligen Londons sehr vermisst. Hoffe die nächsten Bücher werden besser.
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conan edogawa zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 20.05.2005
Ein wundervolles und überwältigendes Stück Literatur! Ein perfekter Beginn, für einen wahrlich perfekten Siegeszug zu den Herzen, all derer die sich kriminaloman-fans nennen. ich verehre den großen SIR ARTHUR CONAN DOYLE mehr als jeden anderen Schrieftsteller. Er ist mein Meister, meine Inspiration und Gott!
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 02.11.2004
Habe kürzlich seit längerem endlich wieder 2 Geschichten aus dem "Fluch von Addleton" Sammelband gelesen. Nämlich "Der Anwalt" und "Der Masse Regulierer" von Stephen Baxter. Bewertungen: "Der Anwalt" ***. "Der Masse Regulierer" : ***. (etwas schwache Auflösung). Grüße
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Maradona zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 06.10.2004
Das Buch ist wirklich gut gelungen, wobei ich mich anschließen muss das das Buch in der hälfte eine Wendungen hat der es schwer ist zu fogen. Dennoch ein klassiker den ich jedem empfehel. Desweiteren rate ich jedem auch die anderen werke des Arthur Conan Doyle zu lesen da die anderen erzählungen wue z. B "Das Zeichen der Vier" ausgereifter und beser sind
Martin W. zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 21.08.2004
Kann dem Rezensenten nur zustimmen - Einführung der Charaktere ist stimmig, faszinierend und gelungen, allerdings versteht sich Doyle noch nicht darauf, durchgehende Spannung zu erzeugen. Zudem beweist er - sosehr er generell als Krimiautor gewürdigt werden muss -, dass er alles andere als ein großer Literat ist, denn die Szenen mit dem kleinen Mädchen gehören mit zum schlechtesten, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 30.04.2004
Habe die Geschichten nun lange ruhen lassen, werde aber demnächst wieder anfangen zu lesen und dann weitere Kritiken schreiben.
Luise zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 12.04.2004
Was mich an dem buch am meisten faszinierte war die einführung in holmes charackter. Des Weiteren war die story spannend und auch der rückblick, zur aufklärung des motives zu mord war spannend und gut zu lesen. Einzig auszusetzen am buch ist vielleicht, dass der fall sehr abrupt abbricht und man auf ein derartig kurzes und schmerzloses ende nicht gefasst war! Trotzdem: Mein absoluter Favorit!
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 18.03.2004
Habe übrigens daß Buch mit den Holmes Geschichten etwas ruhen lassen und werde es bald widerlesen. Gruß
Anja S. zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 02.03.2004
einer d e r Klassiker der Kriminalliteratur. sehr spannend zu lesen, interessante Rueckblenden bzw Erklaerungsversuche der Tat. medizinisch gesehne manchmal unsinnig ("nur sehr vollblutige Leute bekommen spontanes Nasenbluten...")
Eve zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 21.01.2004
Ich habe ein kleines Problem, weil ich gerne wissen möchte ,wer der MÖrder in dem Buch THE BOSCOMBE VALLEY MYSTERY. doch leider finde ich nirgends das Buch und so wollt ich mal nachfragen, ob mir da jemand weiter helfen kann.
Das wäre sehr freundlich. Danke und mit freundlichen Grüßen, Eve
Swen Piper zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 24.12.2003
Das Buch führt den Leser an den Beginn der Freundschaft Dr. Watson und Holmes. Die Kriminalgeschichte ist erstaunlich zeitlos, noch heute lesenswert, nachvollziehbar und spannend, wenngleich dies sicher nicht der beste Sherlock Holmes-Roman ist.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 11.12.2003
Peter Crowther: Gottes Fingerabdruck = ****. ( Anmerkung: Die Geschichte ist zwar sehr spannend und gut geschrieben, allerdings von einer ungeheuren detailgenauen Brutalität, deren sich Conan Doyle nie bedient hätte!). Bis auf weiteres.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 04.12.2003
F. Gwynplaine MacIntyre: Das Rätsel des Warwickshire Wirbels = ****. ( In dieser Geschichte spielt der Grusel - Autor Ambrose Bierce mit ). Die restlichen Kritiken folgen.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 25.11.2003
Weitere Kritkiken: H.R.F. Keating: Der leidende Herrscher = ***. David Langford: Die abscheuliche Geschichte vom roten Blutegel = ***. Roger Johnson: Der gestohlene Kelch = ***. L. B. Greenwood : Die letzte Schlacht = ***. Weitere Kritiken folgen.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 13.11.2003
Weitere Kritiken folgen Dienstag.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 13.11.2003
Heute gelesen: Basil Copper: Der geplagte Maler = ****.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 11.11.2003
Das neu erschienene Bastei Buch 14916 "Sherlock Homes und der Fluch von Addleton" enthält 26 neue Fälle von verschiedenen Autoren verfasst. Bis heute habe ich 13(14) Fälle gelesen und auch beurteilt. Dabei habe ich für die Geschichten 4 verschiedene Wertungskategorien vorgenommen: keine Bewertung = keine gute Geschichte; ** = annehmbar bis mittelmäßig; ***= gut bis spannend; ****= Holmes at his best. Derek Wilson : Die lästige Angelegenheit mit dem Rembrandt = **. Peter Tremayne: Der Diebstahl im Kildare Club = ***. Claire Griffen: Die bettlägerige Dame = ****. Edward D. Hoch: Vittoria die Zirkusschönheit = ***. David Stuart Davies: Der Fälschungsskandal der Darlingtons = ***. Barbara Roden: Das verdächtige Dienstmädchen = ***. John Gregory Betancourt: Die Amateurbettelgemeinschaft = **. Denis O. Smith: Die silberne Schnalle = ****. Guy N. Smith: Der jagende Gutsbesitzer = keine Bewertung (Geschichte ist im Aufbau ein glattes Plagiat von "Das gefleckte Band" und die Auflösung ein dreister Diebstahl bei Umberto Eco "Der Name der Rose"). Eric Brown: Das Verschwinden der Atkinsons = ***. Simon Clark: Der gefallene Stern = ***. Michael Moorcock: Der Untermieter = keine Bewertung. Barrie Roberts: Der Fluch von Addleton = ****. Lois H. Gresh & Robert Weinberg: Der Pariser Gentleman = ***. ( Anspielung auf die Dreyfus Affäre). Die restlichen Geschichten werde ich noch lesen und dann beurteilen; ich hoffe ich kann damit dem geneigten Leser und Käufer eine kleine Hilfe sein.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 07.11.2003
Übrigens lt. dieser Chronologie starb Dr. Watson 1927, kurz nach der Aufzeichnung von "Shoscombe Old Place", Sherlock Holmes 1939. Lebensdaten Sherlock Holmes 1853 - 1939, Dr. Watson 1850 - 1927.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 07.11.2003
Lieber Herr Drewniok, vielen Dank nochmal für Ihren Tip. Ich habe mir das Buch "Sherlock Holmes und der Fluch der Addlestons" bestellt. Vielen Geschichten sind sehr aufschlußreich, besonders "Die bettlägerige Dame", in der endlich die Frage geklärt wird, welche Rolle der Sinkstand Petersilies in warmer Butter spielt, auch "Die Silberschnalle" ist sehr gut. Die Geschichten aus Holmes Frühzeit sind etwas weniger gut gelungen, aber sonst!!!!!!!!!!!!!!!
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 16.10.2003
Neuesten Studien zufolge war die erste Holmes Story "Skandal in Böhmen", die letzte wie gesagt "Shoscombe Old Place", übigens nicht zu verwechseln mit "The Boscombe Valley Mystery". Alles Gute.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 16.10.2003
Soeben habe ich die Internet Seite www.bakerstreet221b.de studiert, und gebe Herrn Drewniok endgültig in allem Umfange Recht. Natürlich ist in dem Sinn! nach "The Last Bow" die letzte Geschichte, aber eben nicht dem Erscheinungsdatum nach. Also erster Roman "Studie in Scharlachrot", letzte Story "Shoscombe Old Place".
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 16.10.2003
Ergänzung: 1927 erschien noch eine 5. Sammlung von Holmes Stories.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 16.10.2003
So, nun aber!!!! In einem von mir sich im Besitz findenen orangen Reclam - Heftchen Nr. 7763, Arthur Conan Doyle "A Scandal in Bohemia", "Skandal in Böhmen" ist am Ende folgende Chronologie zu finden. 22.5. 1859 Geburt Conan Doyles, 1883 Veröffentlichung der ersten Kurzgeschichte Habakuk Jephons Statement im angesehenen "Cornhill Magazine", 1887 "Studie in Scharlachrot" Sherlock Holmes Debüt, womit die Frage von Herr Fistazius nun wohl endgültig beantwortet sein dürfte. 1889 "Im Zeichen der 4", 1891 Veröffentlichung der ersten 6 Holmes Geschichten im Strand Magazine. 1892 und 1893 Veröffentlichung weiterer Sherlock Holmes Stories (24). Conan Doyle "tötet" ihn 1893 in den Reichenbachfällen, ein Aufschrei der Leser entsteht. 1894 erscheint dann noch eine Zusammenstellung aller Holmes Stories. 1902 1. Wiederaufleben Holmes im "Hund von Baskerville". In der Story "Das leere Haus" läßt er ihn 1903 endgültig wiederauferstehen. 1905 "Die Rückkehr Sherlock Holmes". 1912 Roman "Die verlorene Welt". 1915 "Das Tal der Furcht", 1914/17 "Der letzte Fall" letzter Auftritt von Sherloch Holmes und Dr. Watson. Conan Doyle stirbt am 7. Juli 1930 in Crowsborough. Wir hatten also beide Recht.
Michael Drewniok zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 14.10.2003
Ich kenne die Ullstein-Ausgabe der Holmes-Geschichten. Sie folgt der Datierung der Fälle durch Watson (bzw. durch enthusiastische "Sherlockisten" späterer Jahre), aber nicht der Reihenfolge der Niederschrift durch Doyle.
Was erstere angeht, so ist ein Blick in http://www.sherlockian.net/world/chronology.html erhellend (auch sonst eine tolle Website). In Deutschland ist bei Bastei-Lübbe gerade eine ziegelsteindicke Kollektion neuer Sherlock Holmes-Geschichten erschienen (Sherlock Holmes und der Fluch der Addletons, hg. von Mike Ashley); einer der Anhänge ist ebenfalls eine Chronologie der Fälle.
Die Erscheinungsdaten lassen sich z. B. http://www.bakerstreet221b.de/canon entnehmen - dort lernen wir u. a., dass unser "Musgrave Ritual" erst 1893 entstand. Für ein eventuelles Erscheinen von "The Gloria Scott" Anno 1874 spricht wohl auch die Tatsache, dass Arthur Conan Doyle erst 1859 geboren wurde.
Die wohl z. Zt. maßgebliche, weil in Form und Übersetzung originalgetreue deutsche Übersetzung ist übrigens die des seligen Haffmans-Verlags; man bekommt die schönen grünen Bände (mit viel Sekundärmaterial) immer noch günstig antiquarisch.
Ich freue mich immer mit Informationen dienlich zu sein, wenn ich sie denn einmal habe - und das meine ich nicht ironisch!
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 14.10.2003
Lieber M. Drewniok, wenn Sie über so genauen Angaben verfügen, kann man Ihnen nur gratulieren. Ich ging immer von den Angaben aus, die ich in der Ullstein Verlagsreihe, in der Inhaltsangabe neben den Geschichten fand. So ist im Ullstein Buch Nr. 20004 "Sherlock Holmes und sein erster Fall" zu lesen: "Der erste Fall" (The Gloria Scott) Juli- September 1874 und als 2. "Das Familienritual"(The Musgrave Ritual) Oktober 1879. Also weit vor "Studie in Scharlachrot", der wohl sicherlich der 1. Roman ist. Die Zahlen 1874 und 1879 scheinen mir auch wirlich das Erscheinungsdatum wiederzugeben, wahrscheinlich erschien der 1. Fall also zwischen Juli - September 1874, der 2. im Oktober 1879 im Strand Magazine, da sie in den Stories nicht vorkommen. Wenn "Shoscombe Old Place!" sogar die letzte Geschichte ist, verfügen Sie über sehr gutes Informationsmaterial. Meine erste Meinung habe ich auch nur rein intuitiv eingetippt, doch jetzt habe ich noch mal in meinem Bücherschrank gestöbert. Ullstein Buchreihe 20004 , 20012 usw. Tortzdem danke für die interessante Diskussion.
M. Drewniok zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 13.10.2003
Entwirren wir das Knäuel endgültig. Also: "Studie in Scharlachrot" stammt in der Tat erst aus dem Jahre 1887 und ist Holmes' & Watsons Debüt.
Das von Doyle zuletzt verfasste bzw. veröffentlichte Abenteuer ist die Kurzgeschichte "The Adventure of the Shoscombe Old Place", erschienen im "Liberty Magazine", Ausgabe März 1927, und in "The Strand", April 1927; es spielt jedoch im Jahre 1903. (Im Vorwort erläutert Doyle, wieso er Holmes nach "His Last Bow" - s. u. - wieder aufleben ließ.)
"His Last Bow" entstand bereits 1917 (und spielt 1914), "The Adventure of the Lion's Mane" 1926 (spielt 1907).
(Die Chronologien weichen je nach Bearbeiter voneinander ab - Doyle war eine präzise Datierung herzlich gleichgültig.)
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 13.10.2003
Lieber Herr Drewniok, ich gebe hiermit zu, daß "Studie in Scharlachrot" das Holmes/Watson Debüt war. Meines Wissens nach ist aber der "Hund von Baskerville" spätestens 1902 erschienen, also 15 Jahre später, und sicherlich in den Verkaufszahlen der Erstplazierte. Allerdings sollen die "Löwenmähne" und "Der letzte Fall" wirklich die letzten Geschichten von Conan Doyle sein. In "The last Bow" beschwört er quasi noch einmal die engl. Nation kurz vor Eintritt des Krieges 1914.
Zur Information: ca. 50 Prozent des Romanes "Studie in Scharlachrot" spielen in Amerika bei den Mormonen ohne Holmes/Watson der in diesem langen Romanabschnitt zu verdeutlichen sucht, worin das Motiv des Mordes lag.
M. Drewniok zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 09.10.2003
Es könnte hilfreich sein, vor zwar gut gemeinten, aber womöglich irrtümlichen Auskünften z. B. die Doyle-Biografie der "Krimi-Couch" zu lesen. Daraus geht u. a. hervor, dass 1) "Studie in Scharlachrot" Holmes & Watsons Debüt ist, 2) "Der Hund der Baskervilles" mehr als zwanzig Jahre später und als dritter Roman erschien, 3) die kalendarisch letzten Stories zwar 1907 bzw. 1914 spielen, aber Doyle weitere Geschichten (die dann wieder die gute, alte, viktorianische Epoche beschwören) bis in die späten 1920er Jahre verfasste.
VG; Michael
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 09.10.2003
Man muß allerdings noch sagen, daß vom Sinn her, die "Studie in Scharlachrot" die erste Holmes/Watson Geschichte sein könnte, Conan Doyle sie allerdings später, quasi rückbeziehend verfasst
hat.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 09.10.2003
Ergänzung für Don Fistazius: Der deutsche Titel der allerersten Geschichte lautet "Das Rätsel von Boscombe Valley" ! (1890). Kurz darauf folgten "Der Daumen des Ingenieurs" , "Skandal in Böhmen" und "Die 5 Orangenkerne".
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 09.10.2003
Lieber Don Fistazius, eine "Studie in Scharlachrot" ist nicht die Erste Holmes Story. Die erste Holmes Story meines Wissen nach ist "Shoscombe Old Place". Der erste Roman ist "The Hound of the Baskervilles". Die ersten Stories erschienen im Strand Magazine. Die beiden letzten Stories sind "Die Löwenmähne" (1907) und "Der letzte Fall"(His last bow, 1914).
Franziska zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 03.07.2003
ich war von anfang an faszinierd von conans werken. er war ein ausgezeichneter und nicht zu ersetztender schriftsteller. seine bücher sind fesselnd und mitreißend. seine name wird, so hoffe ich, für alle zeit unvergesslich sein.
Patrick zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 18.01.2003
Wahrhaft spannend, wenn auch die Erzählung mit den Mormonen etwas langatmig ist, aber wegen der späteren kühlen Logik von Holmes wird das doppelt und reifacht wettgemacht.
Drwatson zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 08.01.2003
ich finde es sehr gut aber nicht besser als Das Zeichen der 4
Es wird von Mormonen und so erzählt
Ich kenn dass unter anderem Namen Späte Rache
Ihr Kommentar zu Eine Studie in Scharlachrot

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