Bunker von Andrea Maria Schenkel

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 bei Edition Nautilus.

  • Hamburg: Edition Nautilus, 2009. ISBN: 978-3894015862. 128 Seiten.
  • München: btb, 2011. 125 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2009. Gesprochen von Andrea Sawatzki. 4 CDs.

'Bunker' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein Mann überfällt abends eine Autovermietung, doch als die einzige noch anwesende Angestellte den erhofften Schlüssel zum Tresor nicht hat, entführt er sie in eine alte, verfallende Mühle im Wald, in der es auch einen geheimen Luftschutzbunker gibt. Will er sie als Geisel nehmen? Oder einfach seine Macht über die Gefangene auskosten? Wovon wird er selbst getrieben? Ist es jemand aus ihrer Vergangenheit, die sich bald als weniger unschuldig erweist, als es zunächst schien? Durch den Wechsel der Erzählperspektiven zwischen der Entführten und dem Entführer entspinnt sich in der Abgeschiedenheit des Waldes ein albtraumhaftes, grausames Spiel zwischen diesen beiden, in dem die Opfer- und Täterrolle, die des vermeintlich Guten und Bösen, abgründig hin- und herwechseln.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Missverständnis« 86°Treffer

Krimi-Rezension von Dieter Paul Rudolph

Von »misslungen« über »noch nie so geärgert« bis »krude, verworren, zäh«: Wohl keine andere Krimineuerscheinung musste sich 2009 harschere Urteile gefallen lassen als Andrea Maria Schenkels Bunker. Aus dem sensationellen Shooting-Star von Tannöd wurde der Sandsack, an dem sich die Enttäuschung, ja, bisweilen blanke Wut scheinbar düpierter Käufer austoben konnte, selbst die professionelle Kritik äußerte sich überwiegend ablehnend. Zurecht?

 Im Gegensatz zu Tannöd und Kalteis verläßt sich Schenkel in Bunker nicht mehr auf historische Ereignisse. Der Fall ist fiktiv, reine Phantasie (auf die Doppeldeutigkeit dieses Wortes kommen wir gleich zu sprechen). Eine Frau, Angestellte einer Autovermietung, wird an ihrem Arbeitsplatz überfallen und entführt. Worum geht es dem Täter? Will er Lösegeld oder sich rächen? Ist er ein Sadist, ein potentieller Vergewaltiger? Er bringt die Frau zu einer einsam gelegenen Mühle, sperrt sie dort ein. Was nun geschieht, hören wir aus zwei Ich-Perspektiven, der des Mannes, des »Täters« und der seines »Opfers«, und das ist durchaus bekannter Schenkel-Stil. Hier informiert uns keine allwissende Erzählerin in korrektem Dudendeutsch, hier sitzen wir in den Köpfen der Ichs und lauschen. Eine dritte Erzählebene kommt hinzu: Wir werden Zeugen, wie Polizei und Rettungswagen zur Mühle fahren. Es hat einen Toten gegeben, einen Verletzten – doch wen?

Die eigentliche Handlung verläuft mit jener psychologischen Dramaturgie, die wir aus ähnlichen Werken kennen. Die Frau wird gedemütigt, geschlagen, unternimmt Fluchtversuche. Doch allmählich kommt es zu Irritiationen. Zwar sind die einzelnen Erzählebenen typografisch voneinander abgesetzt, doch bei manchem Gedanken fragen wir uns, ob er nicht auch von der jeweils anderen Person stammen könnte. Die Frau scheint zudem ihren Peiniger zu kennen – jedenfalls mutmaßt sie das. Ist er wirklich jener Mann, dem sie einst selbst Unrecht zugefügt hat?

Spätestens hier beginnen die Ereignisse ihre erwarteten Bahnen zu verlassen. Das Opfer wird zu Täterin, sie bewegt sich zeitweise frei, ohne abermals einen Fluchtversuch zu unternehmen. Der Täter selbst wird zwangsläufig zum Opfer, ja, gegen Ende gar zum Werkzeug der Frau.

Was soll das? In der Kritik ist immer wieder von den Unzulänglichkeiten, gar Unkorrektheiten der Sprache die Rede – als seien die Ausnahmesituationen, in denen sich die beiden Protagonisten befinden, durch dudenmäßiges Schuldeutsch darzustellen. Auch die zahlreichen Vor- und Rückblenden irritieren, doch gerade sie sind der Schlüssel zum Verständnis des Textes. Den nämlich darf man nicht als eine kontinuierliche Geschichte lesen und vor allem nicht als die Geschichte ZWEIER Personen. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass sich der Konflikt zwischen Opfer und Täter in einer einzigen Psyche abspielt, wo sich beide Gefühle, das Opfer- und das Tätersein, bis aufs Blut bekämpfen (wer diese Hinweise genauer kennenlernen möchte, sei an meine ausführlichen Belege unter http://www.hinternet.de/weblog/2009/04/andrea-maria-schenkel-bunker.php verwiesen). Liest man den Text folgerichtig nicht mehr als den offensichtlichen Entführungsfall, sondern ein inneres Gemetzel, bei dem sich die Kontrahenten als eigenständige Personen selbstständig gemacht haben, zeigt die Geschichte völlig neue und durchaus spannende Facetten. Sie ist selbst ein Phantasiekonstrukt, die einzige Möglichkeit, Seelenkonflikte auszutragen, indem man sie in eine scheinbar überschaubare Kriminalgeschichte mit ebenso scheinbar klar umrissenen Figuren (Täter / Opfer, gut / böse) auslagert. Ziel ist es, dem »inneren Bunker« zu entfliehen, einer der Kontrahenten muss sterben, der andere wieder frei sein. Und genauso geschieht es.

Ein herkömmlicher Kriminalroman wird Bunker aber auch dadurch nicht. Dafür eine spannende psychologische Studie, bei der Andrea Maria Schenkel mit Versatzstücken des Genres experimentiert und von ihrer Leserschaft sehr viel verlangt, unter anderem eben auch, all die Hinweise auszuwerten, die zum eigentlichen Kern der Erzählung führen. Ein Buch also für Leute, die bereit sind, sich einen Text zu erarbeiten, notfalls durch eine abermalige Lektüre. Kein Buch für Freundinnen und Freunde üblicher »Krimispannung«, die einen Text »nicht mehr aus der Hand legen« können und stolz darauf sind, ihn in neuer Rekordzeit konsumiert zu haben.

Dieter Paul Rudolph, Dezember 2009

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Carsten G. zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 19.09.2013
Wer die Geduld hat, die erste CD zu überstehen und sich an die irrtierende Erzählweise gewöhnt hat, erfährt dann ein interessantes Hörbuch.
Die einfache Sprache mit den fehlenden Informationen in dem einzelnen Satz gehört zu den Gedanken von Personen. Aber es ist erst erträglich, wenn man einige ausreichende Grundinformationen hat. Daher benötigte ich für die erste CD fast zwei Monate, der Rest aber in wenigen Tagen.
Wie in vielen Bereichen iste es auch bei Büchern und Hörbüchern: die ersten Sekunden/Minuten entscheiden vielfach über die Sympathie/Antipathie.
Anne zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 08.03.2012
Liegt es wirklich nur daran,dass ich "Bunker" nicht gelesen, sondern mit Andrea Sawatzki und Rufus Beck als Hörbuch erlebt habe: Ich finde diesen Roman gradios. Am Anfang ist Irritation, doch dann beginnen die Figuren zu leben, man fängt an, ebenso schwer zu atmen, ebenso gehetzt Auswege zu suchen, scheint mit verrückt zu werden, verrückt in die frühere Welt der Protagonisten, in ihr krankhaftes Ich, das zu verschmelzen meint, hier der Täter, dort das Opfer und das ganze getauscht. "Bunker" zieht einen mit hinein in diese entrückte klaustrophische Welt, in das Ausgeliefertsein zweier Menschen, beide eigentlich tumb und langweilig, ganz anders als ihr eigenes Familienschicksal und das gemeinsame schicksalhafte Aufeinandertreffen von Gewalt und Wut. Andrea Maria Schenkel erzählt dies so dicht und nah und doch literarisch glänzend. Da stört mich kein "Miststück" und "Scheiße" - es gehört zu der einfachheit der Figuren. Und doch ist an dem Roman nichts einfach. Leider nicht mal das doch irgendwie noch offene Ende... Ich finde "Bunker" grandios!
d.p.r. zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 02.05.2010
Sie haben völlig recht, lieber Uwe. Niemand muss ein Buch 2x lesen oder Psychologe sein. Sie können sich das Buch also sparen. Ob man es aber generell "als Leser" tun kann, ist eine andere Frage. Einige wenige mögen sich auf das Buch einlassen und werden hoffentlich nicht enttäuscht. Die anderen lesen anderes.
Uwe zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 01.05.2010
Lieber Herr Rudolph! Mhm, muss ich mir jetzt einen Krimi mühsam erarbeiten und ihn "notfalls" zwei Mal lesen, nur weil die Autorin nicht im Stande war, eine ordentliche Geschichte zu erzählen? Und muss ich Psychologe sein, um die Figuren in diesem Buch richtig zu deuten? Meine Antwort: Nein, muss ich nicht. Als Leser kann man sich dieses Buch einfach sparen, dann muss man sich nicht ärgern und behält Frau Schenkel in halbwegs guter Erinnerung, falls man Tannöd und Kalteis gelesen hat.
Pumsmogul zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 08.12.2009
Andrea Maria Schenkel hat mit ihrem neuesten Werk wieder einmal eindeutig bewiesen, dass den vielen Preisen wohl bald ein weiterer folgen wird: Der Preis für die absolut langweiligste "Krimi-Autorin" des 3. Jahrtausends.
Sprachlichäußerst fad, versteht es die vielfach Preisgekrönte nachzuweisen, dass ihrer Meinung nach ein Krimi eines auf keinen Fall sein darf, nämlich spannend und unterhaltsam !
Liegt es am Zeitgeist, dass man die Formel aufstellen kann: Ja einfältiger, umso hochgelobter ? Aber dafür ist dieses "Meisterwerk" als TB wieder spottbillig. In diesen wirtschaftlich schweren Zeiten sollte man mit seinen Finanzen verantwortungsvoll umgehen. Deshalb mein Fazit: Ersparen Sie sich den Frust, für so ein "dünnes Süppchen" auch noch Geld ausgegeben zu haben.
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Axel zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 14.08.2009
Eines vorweg: Warum Fr.Schenkel die ganzen Literaturpreise bekommen hat weiß ich auch nicht. Sie schreibt nette Unterhaltungsbücher, mehr aber auch nicht
Nachdem ich die ersten beiden Bücher, Tannöd und Kalteis, als Hörbuch erfahren durfte (gelesen von der wunderbaren Monika Bleibtreu) habe ich mir nun Bunker einverleibt. Und bin maßlos enttäuscht. Sowas ödes aber auch. Langweilig. Fiebert man sonst mit Gefangenen mit die ihre Lage beschreiben, so hofft man hier nur, das die geisel endlich schweigen möge. Und das Ende ist auch irgendwie hanebüchen und nicht nachvollziehbar udn schon gar nicht logisch. Wo kommt den auf einmal Polizei und Rettungswagen her? und dann auch noch zufällig in dem Moment, wo sie grade einen Arzt brauch?
Nee, Frau Schenkel, das war nichts...
Wer sich das Buch zulegt sollte nicht zuviel erwarten, einfach ganz seichte Unterhaltung für einen Abend...
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JoHe zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 06.06.2009
Schade, ich hab mich nach ersten beiden Büchern von Frau Schenkel auf dieses Buch gefreut - und nach knapp 40 Seiten entnervt aufgegeben. Da ist ordentlich was schief gelaufen, und mein ursprünglicher Gedanke, ich hätt's nicht kapiert, ist angesichts der zahlreichen ähnlichen Ansichten hier wohl auch nicht ganz zutreffend...
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Brengel zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 23.04.2009
Zwischenzeitlich hat mich die Geschichte - trotz zugestandener stilistischer Mängel - gepackt. Auch finde eine kurze, kondensierte Form, um eine Kriminalgeschichte zu erzählen grundsätzlich sehr positiv. Hier aber bleibt nach Ende der Lektüre nur ein unbefriedigtes Gefühl. Ich habe keine Ahnung, was die Autorin mit ihren Figuren im Sinn gehabt hat - ich habe die Befürchtung, dass sie es selbst nicht wusste. Die Charaktere hängen in der Luft und die Geschichte bleibt unschlüssig. Sehr schade, denn der Stoff hätte Gelegenheit für ein gutes Buch geboten.
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hapesu zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 15.04.2009
Nach "Tannöd" und "Kalteis", die mir beide sehr gut gefallen haben, bin ich voller Vorfreude und Neugier auf dieses dritte Opus der Autorin gesprungen - na ja..., kann ich hinterdrein nur sagen. "Bunker" ist um Längen hinter den beiden anderen abgeschlagen. Ich werde den Eindruck nicht los, dass Frau Schenkel sich etwas auf den erreichten Lorbeeren ausgeruht hat. Sollte sie weitere Werke veröffentlichen wollen, kann man ihr nur empfehlen, sich wieder um einiges mehr ins Zeug zu legen.
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wernher zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 01.04.2009
Der Titel passt gut zum Inhalt - Bunker als Inbegriff von Isolation, Klaustrophobie und Hysterie. Es werden sicher viele Leserinnen und Leser sprachliche Fehler und den schlichten bis holprigen Satzbau bemängeln. Ob die dargestellten Gedankengänge der Hauptpersonen sprachlich geschliffen ablaufen oder gar in komplizierten Satzkonstruktionen, wage ich zu bezweifeln. Insofern passt der Sprachstil weitgehend zum Inhalt. Andrea Maria Schenkel zeigt menschliche Abgründe auf - Opfer und Täter sind eins - beide sind Opfer, beide sind Täter. Tatsächlich enthält das Buch eine Reihe von Fehlern: logische, sprachliche und dramaturgische - und so ist das Ganze doch eben nur ein Manuskript, aus dem mit Hilfe eines guten Lektorats ein sehr gutes Buch hätte werden können. Die Meisterin der Verknappung hat es hier auf die Spitze getrieben - unterm Strich ist Bunker nur ein ungeschliffener Diamant.
50°
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SukRam zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 24.03.2009
@Th. Hobbes
Ich habe Ihren Schilderungen eigentlich wenig hinzufügen, möchte aber dennoch betonen, wie sehr mich diese banalen Hauptsätze in ,,Bunker" genervt haben.
Nimmt man Frau Schenkel den Dialekt und ihre so ,,meisterliche" Berichtform aus ,,Tannöd", bleibt ein Text zurück, den wirklich ein 15jähriger zu schreiben vermag. Im Schenkelstil meine restlichen Bemerkungen:
1. Oberflächliche Gedanken.
2. Täter hat gekünstelt derbe Wörter. Jedes zweite Wort ist ,,Scheiße" oder ,,Miststück".
3. "Roman" steht auf dem Titelblatt. Eher eine zu lang geratene Kurzgeschichte.
4. Inhaltlich hat mir die Zweiteilung eigentlich gefallen (das einzige, was mir gefallen hat). Trotzdem kam inhaltlich nichts rüber. Gar nichts.
5. Täter und Opfer unterscheiden sich in ihrer Rede nur durch die Schriftart. Keine sprachlichen Unterschiede.
6. Fluchtschilderungen wirken überhaupt nicht motiviert. Es scheint, als lenke Frau Schenkel ihre Figuren.

Ich will abschließend noch sagen, dass ich wirklich alle Romane von Frau Schenkel lesen werde, um vielleicht irgendwann doch noch etwas Positives zu finden (weil ich einfach nicht die vielen Auszeichnungen verstehen kann).
Jedes Mal gebe ich ihr von neuem eine Chance, wirklich. Trotzdem lässt sich für mich bloß hoffen, dass dieser Roman nicht auch noch mit einem Preis ausgezeichnet wird, nur weil ,,Andrea Maria Schenkel" auf dem Deckblatt steht.

Meine Wertung: 54°
Th. Hobbes zu »Andrea Maria Schenkel: Bunker« 18.03.2009
Das hat nun wirklich nichts mehr mit dem der Autorin so oft angedichteten eigenen literarischen Stil zu tun. Das ist einfach nur ein skandalös banaler und vom Verlag noch dazu völlig unbearbeiteter Text, der dem Leser hier zugemutet wird. Durchgehend grammatikalische, stilistische Missgriffe, inhaltliche, logische Inkonsequenzen, haufenweise Rechtschreibfehler, falsch gesetzte oder fehlende Satzzeichen etc. Warum spart der Verlag am Lektorat? Wo war denn hier der bewährte Tannöd-Lektor?
Charakterisierung, Handlungsweise und Sprachstil der Protagonisten bleiben durchweg hölzern, unglaubwürdig und klischeehaft. Der Satzbau eintönig und repetitiv, nach wenigen Seiten extrem nervend. All das erinnert eher an Bastei-Lübbe-Heftchen als an großen Krimi resp. Roman.

Man stelle sich z.B. folgende Schilderung aus dem Buch konkret vor: "Er (d.h. der männliche Protagonist) tippelt nervös vor mir herum, dabei wippt er mit dem Oberkörper vor und zurück." Oder: "Trete nur mit dem vorderen Fuß auf, ...", oder auch nett: "...,So Leute. Die Muskulatur wird jetzt durchtrennt, dann, nach dem Bauchfell, geht`s dem Darm an den Kragen!' Der Chirurg lacht". Unfreiwillige Sprachkomik pur.
Und noch eine Frage: Was bitte sind z.B. "zugeparkte Straßenränder", was sind "Scheißteile" oder was bitte ist ein "Fetz" (vermutlich gemeint: "Fez" - eigentlich doch ganz leicht im Duden zu finden)?
Auch von der Handlungslogik her äußerst fragwürdig; nur ein Beispiel: Wie bitte kommen Polizei und Rettungskräfte zur Mühle, von der niemand etwas weiß, wenn doch alle, bis auf den Täter, abgestochen sind? Gedankenübertragung? Rennt der Täter zur Polizei und bezichtigt sich selbst? Und wie bitte kommen die Rettungsfahrzeuge direkt vor die Mühle, wenn man das Gebäude, wie es an anderer Stelle heißt, nicht mit dem Auto erreichen kann? Und schließlich: Warum heißt das Buch eigentlich "Bunker", wenn der doch kaum vorkommt? Aber schon klar: Der Titel "Mühle" würde sich wohl in Zeiten von Fritzl, Kampusch und Co. wohl kaum so gut verkaufen . Also: alles Fassade, oder was?
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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