Requiem am Rialto von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2009
bei Kindler.
Ort & Zeit der Handlung: Venedig, 1800 - 1869.
Folge 5 der Commissario-Tron-Serie.
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Reinbek bei Hamburg: Kindler, 2009.
ISBN:
978-3-463-40529-2. 352 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2011.
ISBN:
978-3-499-24688-3. 348 Seiten.
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[Hörbuch] Hamburg: Jumbo, 2009.
Gesprochen von Karl Menrad.
ISBN:
3833725087. 4 CDs.
'Requiem am Rialto' ist erschienen als
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Ein Serienmörder treibt im venezianischen Karneval sein Unwesen
Venedig im Februar 1865: Es ist Karneval, die Stadt ist voll mit maskierten Fremden. Und mit Prostituierten, die aus ganz Europa nach Venedig strömen, um Geld zu verdienen. Wie jeden Februar ist Tron damit beschäftigt, seiner Mutter bei den Vorbereitungen zu ihrem Maskenball behilflich zu sein. Da passt es ihm überhaupt nicht, dass er sich mit einem Mord befassen muss, der zudem noch etwas Absonderliches hat: In der Calle della Verona, ganz in der Nähe des Teatro Fenice, ist die Leiche einer blonden Prostituierten gefunden worden. Der Frau wurde mit großer Kunstfertigkeit die Leber entfernt auf den ersten Blick die Tat eines Wahnsinnigen. Vermutlich, so denkt Tron, ist sie einem Fremden zuzuschreiben, der die Stadt schon wieder verlassen hat. Doch kurze Zeit später wird in einer Gondel eine zweite Leiche gefunden: Die Frau war blond, und ihr wurde die Leber entfernt.
Mit Requiem am Rialto schickt Nicolas Remin seinen beliebten Commissario Alvise Tron zum fünften Mal auf Verbrecherjagd in historischer Kulisse, in das Venedig des neunzehnten Jahrhunderts.
Genauer gesagt schreibt man das Jahr 1865. Es ist Februar und in der Lagunenstadt wird der Karneval gefeiert. In ausgelassener Stimmung tanzen die Venezianer und ihre Gäste auf rauschenden Festen und prunkvollen Bällen. Maskierte und kostümierte Menschen bevölkern die Gassen. Zu dieser Jahreszeit blüht das Geschäft mit der käuflichen Liebe und der Gondoliere Zuanne Nono argwöhnt nichts Böses, als er heftiges Stöhnen und Wimmern aus dem felze, einer Art Zelt auf seiner Gondel vernimmt. Der Cavaliere, der die Gondel für sich und das Mädchen mietete, zahlte schließlich ein großzügiges Trinkgeld und man war tolerant in Venedig. Mit Bestürzung findet der Gondoliere am Ende seiner Fahrt die übel zugerichtete Leiche der Signorina und Commissario Alvise Tron muss ermitteln. Vermuten der Commissario und sein Ispettore anfangs noch ein Eifersuchtsdrama, wird es schon bald zur Gewissheit, dass ein Serienmörder in der Stadt sein Unwesen treibt, der es auf blonde, grünäugige Prostituierte abgesehen hat.
Mit jedem Mord schrumpft Venedigs Vorsprung vor den Mitstreitern im alljährlichen Wettbewerb um die geringste Anzahl an Gewaltverbrechen empfindlich und damit die Chance von Trons Vorgesetztem, Baron Spaur auf den Titel »Polizeipräsident des Jahres«. Mit dieser Auszeichnung winkt nämlich die Ehre einer Einladung an die kaiserliche Hofburg in Wien, mit der Spaur bei seiner jungen Gattin glänzen will. Commissario Tron und Ispettor Bossi ermitteln mit großem Eifer und unter Einsatz unkonventioneller Mittel einen Fall, der auf dem großen Maskenball im Palazzo der Contessa Tron zu seinem furiosen Finale kommt.
Ein Praliné für Baron Spaur
In gewohnt vergnüglicher Weise entführt Nicolas Remin seine Leser in das alte Venedig, öffnet den Vorhang zu einer Reise in die längst vergangene Zeit der kaiserlichen Herrschaft über die Lagunenstadt. Wieder trifft man auf lieb gewonnene Protagonisten mit ihren auf den Leib geschriebenen Eigenheiten und Marotten. Neue Charaktere werden ins Spiel gebracht, deren Absichten erst noch herausgefunden werden wollen. Es taucht ein nie erwähnter Neffe der Principessa und Dauerverlobter Trons in Venedig auf. Dieser gut aussehende Julien Sorelli scheint ebenso in die Morde verstrickt zu sein wie der kaiserliche Oberst Stumm von Bordwehr, mit dem der Commissario eine Auseinandersetzung auf der Questura hatte.
Fegato alle Veneziana
Die Geschichte des Serienmörders, dem ein Tier innewohnt, wird sehr spannend erzählt, ähnelt aber in ihrer Darbietung anderen x-beliebigen Romanen zum Thema. Einziges Unterscheidungsmerkmal bildet die vom Täter bevorzugte Metzel-Variante. Nach der Lektüre des vorliegenden Buches könnte sich, so überhaupt vorhanden, der Appetit auf Innereien, speziell auf Leber in Grenzen halten.
Ind, Januar 2010
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| tedesca zu »Nicolas Remin: Requiem am Rialto« | 21.12.2009 |
|---|---|
| tassieteufel zu »Nicolas Remin: Requiem am Rialto« | 29.09.2009 |


