In Flammen von Minette Walters

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel The Tinder Box, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Weltbild.

  • London: Macmillan, 2004 unter dem Titel The Tinder Box. 1999 im Ellery Queen Magazine erschienen. 114 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2001. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. 141 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-45257-0. 141 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-30882-8. 144 Seiten.
  • München: Goldmann, 2004. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-05507-5. 141 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: BMG Wort, 2000. Gesprochen von Sascha Icks. ISBN: 3898300749. 3 CDs.

'In Flammen' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

In Sowerbridge herrscht Empörung: Die 93jährige Lavinia Fanshaw und ihre Haushälterin wurden tot aufgefunden, mit einem Hammer erschlagen. Der Schmuck der wohlhabenden Lavinia ist verschwunden. Sofort fällt der Verdacht auf den arbeitslosen Iren Patrick O´Riordan. Die Beweislast ist erdrückend, denn bei ihm findet man nicht nur die Tatwaffe, sondern auch die gestohlenen Ringe. Einzig die ebenfalls irischstämmige Siobhan Levenham will nicht an Patricks Schuld glauben.

Das meint Krimi-Couch.de: »Man ärgert sich wegen des rausgeschmissenen Geldes« 23°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Eine Enttäuschung nach der anderen liefert Minette Walters in den letzten Jahren ab. Nach ihren ersten vier Büchern, die sie bekannt machten, und zwei schwachen Roman jetzt eine nette kleine Geschichte. Es wäre nichts dagegen zu sagen, wenn diese Geschichte als Bestandteil eines Bandes von Erzählungen veröffentlicht worden wäre, aber diese 142 kleinformatigen Seiten, auf denen nun wirklich nicht viel draufsteht, als Hardcover-Ausgabe zu veröffentlichen und richtig viel Geld dafür zu verlangen, nur weil Minette Walters draufsteht und deswegen sowieso gekauft wird, ist schon eine bodenlose Frechheit des Verlages.

Deshalb das Fazit meiner Meinung schon mal vorweg: Blos nicht kaufen! Man ärgert sich wegen des rausgeschmissenen Geldes. Aber wenn man sich´s ausleihen kann: ein ideales Buch für diejenigen, die mit dem Zug zur Arbeit fahren. Einmal hin und zurück und man hat´s gelesen.

Mit erhobenem moralischem Zeigefinger beschreibt Minette Walters ein kleines idyllisches Dorf in England. Die Voreingenommenheit der Bewohner gegen die verhassten Iren, die in ihrem Dorf wohnen, steht im Mittelpunkt der Erzählung.

Für diese wie auch für die Polizei ist klar, dass Patrick O´Riordan, der arbeitslose Sohn der nichtsnutzigen irischen Familie, die beiden alten Damen mit dem Hammer erschlagen hat. Die Tatwaffe gehört ihm, seine Fingerabdrücke sind am Tatort zu finden und der Schmuck der Ermordeten findet sich in seiner Wohnung. Also ein klarer Fall. Nur Siobham Levenham, ebenfalls Irin, setzt sich für ihn ein. Sie ist zwar auch nicht von seiner Unschuld überzeugt, wehrt sich aber gegen diese Vorverurteilung. Der Hass gegen die Familie geht so weit, dass schließlich ihr Haus in Flammen steht.

Angeblich seien ihre Bücher immer glänzend recherchiert, wird behauptet. Nun, ich glaube nicht, dass sie für diese Geschichte viel recherchieren mußte.

In ihrem gewohnten Stil mit eingestreuten Zeitungsausschnitten und in den Zeiten hin und her springend charakterisiert die Autorin wenig spannend und sehr oberflächlich die Dorfbewohner, eingeteilt in ein klares Schema nach »Schwarz« und »Weiß«. Erstaunlich dabei, dass die Erzählung ganz ohne den mutmaßlichen Täter auskommt. Dieser sitzt in Untersuchungshaft und besitzt keine handelnde Rolle.

Keine neuen Ideen bietet die Autorin. Wie wir schon aus Frau Walters letztem Roman »Wellenbrecher« gelernt haben, darf man Zeugenaussagen in keiner Weise trauen. Es stellt sich doch meist alles als erfunden und erlogen heraus.

Einzig positiv zu erwähnen ist, dass sich am Schluß doch nicht alles als »Gut« und »Böse« herausstellt, sondern einiges »Böse« dann »Gut« wird und ein Teil des »Guten« sich ins »Böse« verkehrt. Doch das wirklich überraschende Ende mag auch nicht vollends zu überzeugen, wirkt für mich in seiner Klischeehaftigkeit sogar teilweise lächerlich.

Ihre Meinung zu »Minette Walters: In Flammen«

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Mariahsjack zu »Minette Walters: In Flammen« 09.06.2009
Nachdem ich es nun zuende gelesen habe, habe ich nicht das Gefühl ein Buch gelesen zu haben. Und es war ja anscheinend auch am Anfang nur für eine Geschichte in einem Magazin vorgesehen. Es ist schon fast frech dafür einen normalen Buchpreis zu Verlangen, angesichts der wenigen Seiten und für Minette Walters ungewöhnlich flachen Story.
Aber alles in allem muss ich trotzdem sagen, das es als kleine Geschichte für zwischendurch ganz nett ist. Die Erwartungen waren einfach nach den vorherigen Werken von Frau Walters zu groß.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Adam S. Berg zu »Minette Walters: In Flammen« 22.05.2009
Es gibt relativ wenig Krimi-Schriftsteller, die nicht nur eine spannende Geschichte erzählen können, sondern dies auch auf literarisch hohem Niveau. Minette Walters gehört absolut dazu. Dieses Buch, mein erstes von M. Walters, hat mich erst dazu gebracht, weiteres von ihr zu lesen. Wem es nicht nur ums whodunnit geht, sondern wer Wert auf psychologischen Tiefgang legt, dem ist dieses Buch zu empfehlen. Alle anderen sollen sich den neuesten von Dan Brown kaufen.
Von mir 90°.
Julia zu »Minette Walters: In Flammen« 29.12.2008
Das mitunter schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. An Langeweile, Klischeehaftigkeit und Blödheit nicht mehr zu übertreffen. Schlecht, einfach nur schlecht!!! Ich wusste wirklich nicht, ob ich mir das Buch nach den ersten paar Seiten überhaupt noch weiter antun wollte. Naja, als Buch kann man das ja nicht wirklich bezeichnen. Die paar Seiten. Ich kann jedem nur empfehlen, die Finger davon zu lassen. Dann kauft euch lieber einen anständigen Mankell oder Nesser.Da habt ihr wesentlich mehr von.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Maria zu »Minette Walters: In Flammen« 16.12.2008
Hallo ich bin 16 Jahre alt und habe zum 1sten mal ein Buch von Minette Walters gelesen. Es war ehrlich gesagt etwas ernüchternd das Buch zulesen,denn meine Erwartungen an Minette Walters wurden nicht erfüllt. Mein Lehrer schwärmte mir von einer großen Autorin vor und spannenden Büchern. Ich denke "In Flammen" wird er nicht gelesen haben, denn erst zum Ende wurde es ein wenig spannend und das Ende war auch überraschend. Doch als eine große Autorin kann ich sie nach diesem Buch nicht beschreiben, wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich keine Vergleiche zu ihren anderen Werken ziehen kann.
Emamju zu »Minette Walters: In Flammen« 09.08.2008
Über dieses - in jeder Hinsicht - magere Buch habe ich mich nicht all zu sehr geärgert: Denn ehrlich gesagt habe ich es als Sonderangebot erstanden...
Für ein bisschen Geld erhielt ich auch nur ein bisschen Lesevergnügen.
Es animiert jüngere Leser/innen nicht gerade dazu zum Bücherwurm zu mutieren.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
koepper zu »Minette Walters: In Flammen« 13.07.2008
Ein wirklich langweiliges Buch. Wer die ersten vier Krimis von Minette Walters gelesen hat, weiß dass sie schreiben kann. Aber seitdem hat sie nichts vernünftiges mehr produziert -leider. Vielleicht will sie mit ihrem bisher guten Namen absahnen, solange sie so populär ist. Lange wird das nicht mehr funktionieren. Es fehlt einfach an Qualität.
Franka zu »Minette Walters: In Flammen« 10.07.2008
Ich schließe mich den vorherigen Kommentaren an und gebe zu, dass eigentlich nur der Schluss interessant ist. Was ich mich allerdings frage ist, ob Siobhan eigentlich nicht auch was mit dem Ganzen Mord (an ihrer Babysitterin!) zu tun haben könnte oder ob wirklich hauptsächlich nur die O'Riordans als Haupttäter in Frage kommen. Schließlich erscheint Siobhan am Ende des Romans auch irgendwie "merkwürdig" als sie sich mit dem Inspector unterhällt...
Bea zu »Minette Walters: In Flammen« 23.06.2008
Ich mache ebenfalls gerade ein Buchreferat für die Schule über In Flammen. Ich finde auch, dass dies nicht gerade der spannendste Roman von Minette Walters ist, aber eine so zerreissende Kritik finde ich hat dieses Buch tatsächlich nicht verdient. Positiv fand ich auf jeden Fall, dass man es nebenbei lesen konnte und ziemlich simpel geschrieben ist. Tatsächlich gab aber nur das Ende etwas spannung her. Und das es doch ganz anders kam als gedacht.
Leseengel zu »Minette Walters: In Flammen« 07.05.2008
Ich habe mich gefreut endlich ein weiteres Buch von Minette Walters in meinem Besitz zu haben.
Ganz ehrlich, ich hätte es mir nicht geholt wenn es nicht von ihr wäre, weil ich der Meinung bin, das ein Buch mindestens 300 Seiten haben sollte...
Naja, "In Flammen" ist interessant geschildert, bisschen verworren wegen des hin und her der Tage, aber ich fand es für ein so kurzes Buch ganz in Ordnung.
Nur bis jetzt das schlechteste von Minette Walters!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Elvira zu »Minette Walters: In Flammen« 02.11.2007
es muß am preis liegen, daß dieses buch so dermaßen schlecht bewertet wird. wenn ich für ein buch von 140 groß bedruckten seiten, welches innerhalb von 3 std durchgelesen ist, 7-8€ bezahlt hätte, würde ich mich wahrscheinlich auch ärgern. ich habe es für 1€ bei ebay ersteigert und es nicht bereut. es ist eher eine spannende kurzgeschichte als ein krimi und zugegeben, die personen werden nicht sehr tiefgreifend charakterisiert. davon abgesehen fand ich es aber durchaus fesselnd. am anfang denkt man, alles nur klischees, aber am ende stellt es sich dann doch anders heraus und auf den wahren täter wäre ich zumindest nie gekommen!
für junge leser und leute, die sich von 700 seiten dicken wälzern abgeschreckt fühlen, finde ich es durchaus geeignet. ich stimme meinen vorrednern aber zu, daß minette walters frühere werke deutlich besser sind als die späteren, leider ...

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