Der Puppensammler von Mila Lippke

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 bei List.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1890 - 1909.
Folge 1 der Cecilie-Blum-und-Hektor-von-Thorwald-Serie.

  • Berlin: List, 2007. ISBN: 978-3-548-68076-7. 319 Seiten.
  • Berlin: List, 2008. ISBN: 978-3-548-60824-2. 319 Seiten.

'Der Puppensammler' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Cecilie träumt einen für Frauen schier aussichtslosen Traum. Sie möchte Medizin studieren. Dafür entflieht sie der Verlobung mit einem Adeligen, läuft von zu Hause weg und landet schließlich im düsteren Leichenkeller der Berliner Morgue als Assistentin des Gerichtsarztes Hektor von Thorwald.

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Luise zu »Mila Lippke: Der Puppensammler« 11.01.2010
Mich hat dieser Roman enttäuscht. Er steckt voller Sprachschnitzer und schiefer Bilder, die oft wirklich peinlich sind und die Frage aufwerfen, was eigentlich der Lektor/die Lektorin getan hat, als er oder sie den text gegengelesen hat. Außerdem sind alle Personen sehr klischeehaft gezeichnet, so dass schnell der Eindruck einer stark künstlichen Welt entsteht (oder einer Vorabendserie). Allerdings schienen mir die historischen Fakten recht gut recherchiert zu sein - aber dafür lese ich keinen Krimi. Sorry, aber ich werde den zweiten Band bestimmt nicht anfassen.
anath zu »Mila Lippke: Der Puppensammler« 05.08.2009
Spannend, unterhaltsam, informativ, allerdings für mich nicht immer ganz glaubwürdig. Nicht ganz glaubwürdig bezieht sich vor allem auf die Hauptfigur Cecilie. Was die so verantaltet um dem piefigen Elternhaus und der arrangierten Ehe zu entkommen ist zwar verstehbar und für uns Heutige eher selbstverständlich, für Ende des 19.Jhs. aber mehr als skandalös und sooo skandalös daß ich ihr das abnehme wirkt die junge Dame auf mich im Ganzen irgendwie nicht.
Trotzdem war es nett, ihr durch das Buch zu folgen und mit ihr gemeinsam nach einem Serienmörder zu suchen.
Was die Sache für mich schwierig und ein wenig nervig machte war die Tatsache, daß ich dank diverser Literatur einfach zu viel über die Psychologie von Serientätern weiß und immer ungeduldiger wurde wenn die Protagonisten mal wieder arg daneben tappten.
Liebenswert der verliebte Polizist, leider viel zu schematisch der Sozialist, Thorwalds Haushälterin eine herrliche Zille-Gestalt. Die Darstellung der sozialen Verhältnisse im Wedding recht realistisch - mal abgesehen von den Wegstrecken, die da zu Fuß zurück gelegt werden. Ich kenne den Kiez ganz gut, Junge,Junge, was müssen die gerannt sein wenn das alles so stimmt wie die Autorin schreibt,denn Wege und Zeitspannen sind m.M. nach nicht immer realistisch.

Letztendlich war die Auflösung immer noch spannend genug um mich bei der Stange zu halten und schließlich will man doch auch wissen, ob die junge Frau der Gruselehe nun im letzten Moment doch noch entgeht...
Immerhin hat Mila Lippke es geschafft, mich auf den nachfolgenden Teil neugierig zu machen. Und das ist doch schon mal viel wert ! ;-)
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
tassieteufel zu »Mila Lippke: Der Puppensammler« 16.04.2009
Berlin Ende des 19. Jh., die junge Cecilie Blum steht kurz vor der Hochzeit mit Baron von Staufenfels, doch viel lieber würde sie ihren Traum verwirklichen und Medizin studieren.
Als sie die Bekanntschaft Doktor von Thorwalds macht, der in der Charite Leichen seziert, scheint sie ihrem Traum ein Stück näher zu kommen und sie wird in einen bizarren Mordfall hineingezogen, denn der Doktor ist gemeinsam mit Kommissar Tiegler auf der Suche nach einem Frauenmörder.
Man merkt, daß das Buch sehr gut rechechiert ist, die Atmopspähre des Berlins Ende des 19. Jh. kommt atmosphärisch dicht rüber,dabei ist der etwas gruselige Leichenkeller von
Doktor von Thorwlad genauso gut geschildert, wie die miefigen Armenviertel oder die Stadthäuser der Reichen. Cecilie ist eine sympathische Hautperson,die um ihren Traum zu ver-
wirklichen, ihr geordnetes und sorgenloses Leben aufgibt und obwohl sie nicht so genau weiß, worauf sie sich einläßt, doch konsequent durchhält. Der stets ein wenig trübsinnige Doktor mit der dunklen Vergangenheit bietet auch noch so einiges Potential und da der
Puppensammler als Auftakt einer Serie konzipiert ist, darf man sicher noch auf einige Details in den nächsten Teilen hoffen.
Was mich am 18. und 19. Jh immer wieder verblüfft, ist der Umgang mit Frauen, zumindest vordergründig bzw. in der Öffentlichkeit wurden sie mehr als zuvorkommend behandelt, während sie sich im Privaten meist völlig den Ehemännern und Vätern unterordnen mußten. Eine Situation, die für unsere heutigen Verhältnisse völlig unvorstellbar ist und so gibt es im Puppensammler nicht nur eine spannende Krimihandlung sondern auch eine gehörige Portion Sozialkritik.
Fazit: Der Puppensammler ist eine gelungene Mischung aus spannendem Histo-Krimi und gut gezeichnetem Gesellschaftsbild, die Charaktere sind authentisch und orginell geschildert
tolle Atmosphäre und ein bis zum Schluß gehaltener Spannungsbogen bieten pures Lesevergnügen, lediglich das Ende war mir ein wenig abrupt,aber damit kann ich durchaus leben. Ich werde gleich im Anschluß den 2. Teil lesen. 85° von mir
Harald Huber zu »Mila Lippke: Der Puppensammler« 05.01.2009
Mila Lippkes PUPPENSAMMLER ist über weite Strecken ein sehr guter, ein sehr unterhaltsamer, interessanter und gut recherchierter Roman. Der Roman ist spannend und abwechslungsreich. Lippkes Stil ist sehr plastisch. Am liebsten würde man in einem Rutsch durchlesen. Was sehr stark begonnen hat, lässt aber leiber am Ende auch stark nach. Das Ende des Buches hat mich sehr enttäuscht, weil es nur noch ein müder Abklatsch im Vergleich zum Rest des Buches war. Die Story verliert an Dramatik und Dynamik. Möglicherweise weil der Beginn so fulminant war, waren die Erwartungen bei mir evtl. einfach zu hoch. Dennoch bereue ich es nicht, mit diesem Roman einige Stunden meiner Zeit verbracht zu haben. Insgesamt habe ich mich gut unterhelten.
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