Das Kairo-Labyrinth von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Les sang du temps, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Goldmann.
- Neuilly-sur-Seine: M. Lafon, 2005 unter dem Titel Les sang du temps. 371 Seiten.
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München: Goldmann, 2007.
Übersetzt von Eliane Hagedorn & Bettina Runge.
ISBN:
978-3-442-46385-5. 420 Seiten.
'Das Kairo-Labyrinth' ist erschienen als
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In Kürze:
Als die Pathologin Marion einen politischen Skandal aufgedeckt, ist sie in Paris nicht mehr sicher. Inkognito flieht sie in das Kloster von Mont St. Michel. Dort durchstöbert Marion die Bibliothek und macht einen erstaunlichen Fund: das Tagebuch eines englischen Kommissars, der im Kairo der 1920er Jahre eine Serie von Kindsmorden aufklären sollte. Fasziniert taucht Marion in die fremdländische Atmosphäre Kairos ein und verfolgt die Ermittlungen des Kommissars mit atemloser Spannung. Aber das Manuskript enthält brisante Informationen.
Das meint Krimi-Couch.de: »Interessanter Plot mit überraschender Auflösung«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
Marion arbeitet in Paris am Rechtsmedizinischen Institut und schreibt dort vor allem Autopsieberichte, doch als sie mehr zufällig über eine hochexplosive Information förmlich stolpert, gerät ihr Leben aus den Fugen. Einflussreiche Kräfte sind plötzlich hinter ihr her und der französische Geheimdienst DST sieht nur eine Chance, ihr Leben zu retten. Marion muss untertauchen und dieser Umstand führt sie auf die Klosterinsel des Mont St. Michel.
Bereits kurz nach ihrer Ankunft erhält sie einen Brief, der ein Rätsel enthält. Um sich die Zeit zu vertreiben lässt sich Marion auf das Spiel ein. Einige Tage später fährt sie mit einem der Klosterbrüder zur Bibliothek von Avranches, wo sie einen Teil des Bestandes archivieren soll. Dabei stößt sie auf ein Buch von Edgar Allen Poe, dessen Inhalt sie sofort in ihren Bann schlägt. Denn dieser wurde ausgetauscht und enthält die Tagebuchaufzeichnungen eines englischen Inspektors, der im Jahr 1928 in Kairo einen Serienmord an Kindern untersuchte.
Begeistert vertieft sich Marion in die damaligen Ereignisse, welche immer verwirrender werden. Ein unheimlicher Ghul, ein weiblicher Dämon, soll nach Überzeugung der Einheimischen für die grausamen Morde an den Kindern verantwortlich sein. Da findet Marion wenige Tage später erneut einen Briefumschlag auf ihrem Bett. Der Besitzer des Tagesbuch fordert dieses umgehend von ihr zurück …
Maxime Chattam zur Abwechslung einmal eher ruhig
Maxime Chattam ist sicher einer der zurzeit interessantesten Autoren, die gerne vom genreüblichen Mainstream abweichen und mit eher ungewöhnlichen Plots überzeugen wollen. Gleich drei Fragen drängen sich dem Leser auf. Was hat es mit dem von Marion ausgelöstem Skandal auf sich und wer trachtet ihr nach dem Leben? Wer war der damalige Serienmörder und wer ist heute, Jahrzehnte später, hinter dem Tagebuch her?
Dabei fällt zunächst einmal positiv der ruhige Schreibstil Chattams auf. Keine blutigen Gewaltorgien wie in seinen bisherigen Werken, sondern ein stiller Plot, der sich bei seinem Aufbau viel Zeit lässt. Lange passiert erstmal nichts. Marion wird im Kloster untergebracht, lernt die Inselbewohner kennen und findet dann besagtes Tagebuch. Auch bei den Ereignissen in Kairo geht es zunächst geschmächlich voran, wobei Chattam hier konstant das Tempo steigert.
Aus der Idee hätte man mehr herausholen müssen
Die zugrundeliegende Idee, immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit im entfernten Kairo zu wechseln, ist zwar nicht neu, wurde aber gelungen umgesetzt. Leider hat der junge französische Autor es aber versäumt, in den Plot ordentlich Spannung zu legen. Der Skandal wird nach 300 Seiten ohne erkennbaren Anlass offen gelegt, wobei dieser Handlungsstrang auch während des gesamten Buches eigentlich nie relevant ist. Mit einer unbedeutenden Ausnahme droht Marion nie eine erkennbare Gefahr, so dass der Skandal letztlich nur als Grund für ihre Zuflucht zum Mont St. Michel herhalten muss. Da hätte man deutlich mehr Suspence reinbringen müssen. Gleiches gilt für den Part auf der Insel. Hier wird vieles angedeutet, ein seltsames Türgeräusch hier und dort, vielmehr passiert leider nicht.
Die Auflösung des Plots ist sehr originell, vor allem aber Geschmacksache
Dafür wird die Jagd nach dem Täter in Kairo immer dramatischer und bei der Auflösung des Plots hat Maxime Chattam richtig tief in die Trickkiste gepackt. Dabei muss einem die Lösung des Falles nicht unbedingt gefallen, sehr originell ist sie aber allemal. Wie gesagt, Maxime Chattam ist ein interessanter, junger Autor, von dem auch in Zukunft noch viel zu lesen sein wird.
Jörg Kijanski, August 2007
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| saelka zu »Maxime Chattam: Das Kairo-Labyrinth« | 08.03.2011 |
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| Chris. zu »Maxime Chattam: Das Kairo-Labyrinth« | 07.03.2008 |
| mase zu »Maxime Chattam: Das Kairo-Labyrinth« | 21.01.2008 |
| Anja S. zu »Maxime Chattam: Das Kairo-Labyrinth« | 22.11.2007 |
| Krimi-Tante zu »Maxime Chattam: Das Kairo-Labyrinth« | 01.10.2007 |
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| Frank zu »Maxime Chattam: Das Kairo-Labyrinth« | 29.07.2007 |
