Bestie von Maxime Chattam

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Prédateurs, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Goldmann.

  • Paris: Albin Michel, 2007 unter dem Titel Prédateurs. 544 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Eliane Hagedorn. ISBN: 978-3-442-46714-3. 544 Seiten.

'Bestie' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Auf einem Schiff ereignet sich eine Reihe grausamer Morde, bei denen der Täter seine Opfer bestialisch hinrichtet und den Schauplatz seines Verbrechens mysteriös inszeniert, als würde er ein geheimnisvolles Ritual vollstrecken. Besonders bedrohlich ist, dass kein Mitglied der Mannschaft das Boot in den letzten Tagen verlassen hat – der Mörder muss unter ihnen sein …Leutnant Craig Ferwin gibt sein Bestes, um den Fall aufzuklären, doch als er denkt, dem Täter auf der Spur zu sein, ereignet sich ein neuer Ritualmord. Für Craig ist nur eine Sache klar: Die Besatzung hat es mit einer Bestie zu tun ... 

Ihre Meinung zu »Maxime Chattam: Bestie«

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Timbo zu »Maxime Chattam: Bestie« 22.09.2010
Leider kann ich mich den 92° nicht anschließen. "Bestie" ist das bisher schwächste Buch Chattams, dem nicht nur die Tiefe der Charaktere fehlt, sondern auch die nötige Spannung in solch einem Thriller. Gewöhnt ist man vom Autor die Zeichnung solider Persönlichkeiten, dessen Beweggründe stets nachvollziehbar sind. In diesem Roman wirken die Protagonisten leblos und blass, beinahe klischeehaft: Craig Frewin als starker Offizier der MP, der eine undurchsichtige Vergangenheit hat. Als weiblicher Gegenpart spielt die junge Krankenschwester Ann Dawson eine Rolle, die besessen davon zu sein scheint, der MP zur Hand zu gehen und von bestialischen Verbrechen wie eine Motte vom Licht angezogen wird. Hinzu kommt, dass auch sie eine dunkle Vergangenheit hat und Chattam es bist zum Ende ausreizt, sie offen zu legen. Beide Charaktere sind, wie sollte es auch anders sein, ehrgeizig und scharfsinnig. Unglücklicherweise können beide nicht ohne einander, so dass fortan die Ermittlungen zusammen geführt werden. An vielen Stellen im Roman wirken die Protagonisten flach und berechenbar, so dass ich als Leser hin und wieder im Vorfeld Schlussfolgerungen anstellen konnte.Plotttechnisch war Chattams "Trilogie des Bösen" weitaus besser und wesentlich spannender. Zwar vermag die beklemmende Situation im Krieg für Spannung zu sorgen, doch leider bleibt die Atmosphäre weites gehend genauso leblos wie Frewin und Dawson. Das Potenzial ist leider verspielt. Der Täter und seine Motive werden letztendlich an den Haaren herbei gezogen und wirken auf den Leser nicht wirklich befriedigend. Nach mehr als 400 Seiten darf der Leser gerne eine solidere Geschichte hinter dieser Bestie erwarten.Weiterhin wirken die philosophischen Stellen über das Böse nicht gelungen und sind mir als Leser nicht schlüssig. Sie sind aufgesetzt und bleiben nicht hängen."Bestie" reicht für gerade mal 70° und ist damit mein bisher schwächster Roman von Maxime Chattam. Wer die Trilogie des Bösen noch nicht gelesen hat, dem rate ich zu diesem Kauf.
NomisBlackPearl zu »Maxime Chattam: Bestie« 09.11.2009
Ein sehr spannendes Buch un für mich das erste Mal dass ich einen Thriller mit der Thematik gelesen habe.
Im Krieg einen perversen Mörder zu suchen, die Thematik hat was für sich.
Es ist eigentlich von der ersten bis zur letzten Seite eigentlich sehr spannend und ich habe das erste Mal tatsächlich bis zur Auflösung des Mörders keinen blassen Schimmer gehabt wer es sein könnte. Das ist schon sehr positiv. Das einzig störende für mich waren die zwischendurch immer wiederkehrenden fast schon Philosophischen Seiten , über den Sinn der eigenen Seele und die der anderen Menschen.
Im grossen und ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde 80 Grad vergeben.
Bio-Fan zu »Maxime Chattam: Bestie« 18.03.2009
Da kann man von Glück sagen, daß das Buch nicht noch länger war, sonst wäre am Ende gar keiner mehr übrig geblieben. Ermittler und Verdächtige werden reihenweise eliminiert und das auf brutalster Art. Aber es herrscht ja auch Krieg - der "große" Krieg, der die Rahmenhandlung für die Kriminal - Geschichte liefert und der "kleine" Krieg des gestörten Individuums gegen sein direktes Umfeld.
Die Ermittler, ein Offizier der Militär Polizei und eine Krankenschwester, tappen eigentlich nur im Dunkeln, da ihre Möglichkeiten sehr beschränkt sind- sie befinden sich ja im Kriegsgebiet. Allein mit Kombinatorik kommen sie dem Täter nicht wirklich näher, außer die oben angesprochene Tatsache, daß sich die Zahl der Verdächtigen fortlaufend dezimiert. So muß zu guter Letzt der Täter wie ein Schachtelteufelchen aus seinem Versteck springen.
Das ausgereizte Thema: 'psychopathischer Serienkiller' kombiniert Chattam mit einem Kriegsszenario ohne recht überzeugen zu können. Diese langwierigen Ermittlungen sind der Spannung nur abträglich.
Und sollte im pathetisch vorgetragenen Abgesang der Protagonisten eine Botschaft verborgen sein, bei mir ist sie nicht angekommen.

70 Grad
mase zu »Maxime Chattam: Bestie« 06.03.2009
Eine Gruppe Militärpolizisten versucht inmitten von Kriegswirren eine grausame Mordserie aufzuklären. Der Täter kann nur einer Personengruppe angehören, fliehen kann er nicht, da er an seinen Kompaniezug gebunden ist. Also wieder die alte Frage, die immer noch zieht, „Wer ist der Mörder unter uns“? Die MP, beim Militär genauso beliebt wie die Interne Ermittlung bei der Polizei, muss bei ihrer Recherche nicht nur gegen den Ehrenkodex des Schweigens unter den Kameraden ankämpfen, sondern genauso gegen die Befehlsgewalt einiger Offiziere, während sie dem feindlichen Beschuss ausgesetzt sind.

Mein 3. Chattam und eines muss man ihm schon lassen. Er gehört zu den ganz vielseitigen Autoren. Nach dem Labyrinth und der Teufelsformel wusste ich auch hier nicht was auf mich zukommt.

Einen Thriller in einen Krieg einzubetten ist schon sehr innovativ und habe ich auch noch nie in der Art gelesen. Hat mir sehr gut gefallen, nicht nur weil es etwas Neues war. Zum Beispiel die Landung an der feindlichen Küste ist wie beim „Soldat James Ryan“ beschrieben. Die Kugeln pfeifen beim lesen zur so um die Ohren, während die Kameraden fallen. Sehr gelungen finde ich, dass Chattam über das wo, wann und warum des Krieges kein Wort verliert. Der Leser weiss nicht, an welcher Küste, in welchem Land gekämpft wird und wird dadurch auch nicht mit politischen Fakten belastet. Die Zeit der Handlung ist nur durch gewisse Fakten grob einzuschätzen.

Auch die Ermittler selbst haben mich sehr angesprochen. Eine Gruppe rauer MP´s ist zuständig, also keine Profis in der Mordaufklärung und unterstützt werden sie von einer schönen, aber mit Geheimnissen belasteten Krankenschwester. Mal was ganz anderes.

Mit den Lesejahren stumpft man doch in Sachen Gewalt etwas ab, aber was Chattam hier an Grausamkeiten bei manchen Ermordungen auftischt, lies mich Gänsehaut bekommen. Harte Kost – was haben manche Leute nur für eine abgefahrene Phantasie?

„Bestie“ ist schon jetzt einer meiner Jahreshighlights und besticht durch ständige Spannung, dichte Atmosphäre und nachvollziehbare psychologische Tiefen, vor einer aussergewöhnlichen Kulisse. Der Showdown war klasse, das Ende stimmig und Chattam lies mich bis zum Schluss im Dunklen tappen.
3 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Frank zu »Maxime Chattam: Bestie« 29.12.2008
Inmitten eines Kriegsszenario (das nicht weiter erläutert wird) sind Millitärpolizisten unter der Leitung von Leutnant Craig Ferwin einem äusserst brutalen Serienmörder auf der Spur. Wie häufig bei Chattam ist nichts so wie es scheint, vielversprechende Spuren verlaufen im Nichts. Jede/r könnte der Täter oder auch die Täterin sein.
Die Mordsequenzen sind äusserst brutal, die Auflösung etwas halbgar (Die Motivation für die Morde bleibt eher angedeutet). Bedingt durch die Schauplätze (Schiff, Kriegsgebiet) ist die Auswahl wer der Täter sein könnte von Anfang an beschränkt, was natürlich zu einer klaustrophobischen Atmosphäre der Angst beiträgt. Alles in allem für mich bisher dennoch der schwächste Chattam, was aber auch daran liegen mag, dass ich mit Geschichten die "im Krieg" spielen generell Probleme habe. Dennoch ist der Roman kurzweilig, und sicher für Freunde des Genres trotz einiger Längen eine Empfehlung.
75%.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sabi zu »Maxime Chattam: Bestie« 22.09.2008
Auf manchmal fast unerträgliche Weise brutal, aber viel zu fesselnd um es weg zu legen.
Dass sich die Geschichte im Krieg abspielt macht alles noch viel verzwickter, als es sonst schon ist, denn jeder der Soldaten, könnte ein barbarischer Mörder sein.
erstaunlicherweise regt das Buch zum nachdenken an.
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