Der Federmann von Max Bentow

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Page & Turner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 2010 - heute.
Folge 1 der Nils-Trojan-Serie.

  • München: Page & Turner, 2011. ISBN: 978-3-442-20393-2.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2011. Gesprochen von Axel Milberg. ISBN: 978-3867177795. 7 CDs.

'Der Federmann' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord – wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Trojan hofft, durch die kleine Tochter der Ermordeten einen Hinweis zu bekommen, doch dann verschwindet das Mädchen von einem Tag auf den anderen. Unterstützt von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten Abgründe einer kranken Seele.

Das meint Krimi-Couch.de: »Gleich seid ihr dran! Heute kommt der Federmann!« 75°

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

Des öfteren fragen sich Rezensenten, warum Verlage eigentlich Veröffentlichungstermine und Sperrfristen für die Rezensionen herausgeben. Im Falle von Max Bentows Der Federmann wurde der 8.8. 2011 angeben. Schon Ende Juli gab es die ersten Kommentare bei Deutschlands großem Internet-Versandhaus und postwendend konnte man dort das Buch auch bestellen. Dass die Kommentare weitgehend positiv ausgefallen sind, wundert nicht wirklich. Wurde doch in den Leseexemplaren der Handlung ein Interview mit dem Autor vorangestellt, in dem er sich ausführlich über seine Intentionen bezüglich seines Debüts auslässt. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Da das Interview aber von Elke Kreil, einer Pressereferentin von Random House, geführt wurde, war der Grundtenor der Befragung wohlwollend unkritisch. Man kann sich nicht des Eindruckes erwehren, dass so bei Kommentatoren und Rezensenten für positive Stimmung gesorgt werden sollte, zumal es für diese Zielgruppe auch noch ein kleines Gewinnspiel gab. Was sagen die Schwaben in einem solchen Fall: Das hat ein Gschmäckle. Dabei hat Der Federmann – sieht man vom abgeschmackten Thema mal ab – das gar nicht nötig.

Page & Turner – hier ist der Name des Verlages auch Programm. Der Federmann ist ein Pageturner über einen Serienmörder ganz nach Gusto der Genre-Fans – gradlinig, unkompliziert, spannend in Szene gesetzt und mit ausreichendem Ekelfaktor versehen. »Wer hat noch nicht, wer will noch mal?«- möchte man am liebsten ausrufen, denn in Max Bentows Debüt werden die Unentwegten und Neulinge mit Verstümmelungen à la carte bestens bedient. Wer allerdings das Schema F dieser Sujets durchschaut hat und an der Darstellung sinnloser Gewalt kein Gefallen findet, kann sich die Lektüre getrost sparen. Max Bentow bietet nur Althergebrachtes in verführerischer Verpackung.

Nils Trojan, Anfang 40. ist Hauptkommissar bei der 4. Mordkommission in Berlin. Trotz seines langen Berufslebens ist er weder amtsmüde, noch abgestumpft. Die teilweise schrecklichen Bilder von den Tatorten verfolgen ihn durch die Nächte. Albträume, Angstzustände und Panikattacken haben ihn veranlasst, sich psychotherapeutische Hilfe zu holen. In den Sitzungen bei der attraktiven Psychologin Jana Michels versucht er, sich seinen Ängsten zu stellen. Sein Job in der Mordkommission ist aber nicht nur psychisch belastend, sondern auch sehr zeitintensiv; das hat ihn schon seine Ehe gekostet. Deshalb sind ihm die wöchentlichen Therapiestunden besonders wichtig, Ganz zu schweigen davon, dass er sich auch noch in seine Therapeutin verguckt hat.

Berlin im Mai, die Vögel zwitschern. Die junge Büroangestelte Coralie Schendel – etwas Ärger mit dem neuen Chef, aber frisch verliebt – macht Pläne für eine rosige Zukunft. Noch ahnt sie nicht, dass sie bald Besuch von einem komischen Vogel bekommen wird. Berlin, immer noch im Mai. Hauptkommissar Trojan wird zu einem Tatort gerufen. Weder er noch seine Kollegen sind auf das vorbereitet, was sie in einer Wohnung vorfinden – eine grausam massakrierte Leiche einer Frau. Trojan – ganz der Prophet – weissagt, dass sie nicht die Einzige bleiben wird. Und Recht hat er. Zehn Tage später erwischt es eine junge Mutter, deren Tochter den Täter bei der Vollendung seines Zeremoniells stört. Dieser gelingt es zu fliehen. Sie kann aber keine Hinweise zum Aussehen des Täters geben, da der eine Maske trug. Trojan und sein Team bleiben weiterhin ohne richtigen Ansatzpunkt für eine erfolgreiche Tätersuche. Die ganze Krux ist einfach, dass Serienkiller mittlerweile so viel von den Serienkillern in Romanen gelernt haben, dass sie keine Fehler begehen und keine verwertbaren Spuren hinterlassen. Das Morden geht weiter. Nach zwei Fehlverdächtigungen, wobei eine für den Betroffenen sehr übel ausgeht, bekommt Trojan Hilfe von oben:

»Nur ein paar Sekunden später war ihm, als würde er von einem Blitzstrahl getroffen«

Intuition – gut und schön. Aber zweimal Bedeutungsloses mit Zufälligem zu kombinieren ist nicht genial, sondern göttlich. Trojans Geistesblitze führen die Ermittler zum Ziel, wo der der Täter schon die Kulissen für den finalen Showdown errichtet hat.

Auch zwanzig Jahre nach Hannibal Lecter muss man sich nicht viel einfallen lassen, um mit einem weiteren Serienkiller-Thriller zu punkten. Hauptsache, der Mörder ist monströser, seine Verkleidung bizarrer, seine Taten abartiger als bei irgendeinem Vorgänger. Max Bentow kann sich der Versuchung nicht entziehen und präsentiert den psychopathischen »Federmann«. Da der Täter bei seinen Massakern mit einer Vogelmaske auftritt und so nebenbei gerne Dompfaffe zerquetscht, wäre natürlich die Bezeichnung Der Vogelmann stimmiger gewesen, aber dieser Titel ist ja, wie einigen bekannt sein wird, schon anderweitig (Mo Hayder) vergeben. Federn und Vögel dienen indes eh nur zur Dekoration, dem Täter noch zur Kompensation nicht erwiderter Gefühle. Des Killers grundlegendes Problem sind aber Haare. Seit seiner Jugend vermisst er das tröstende Blondhaar seiner Mutter, weshalb er ja jetzt blonde Frauen jagen muss, und mit seinem eigenen Haarkleid steht es auch nicht zum Besten. Das hört sich ein bisschen abstrus an, ist es auch, wie fast alle Deformationen von fiktiven Serienmördern. Ursachenforschung über die kranke Psyche eines Serienmörders sollten die Krimiautoren lieber Fachleuten überlassen. Und eine tiefschürfende Analyse ist auch gar nicht notwendig, wie Jim Thompson in seinem Psycho-Thriller-Klassiker Der Mörder in mir aus dem Jahre 1952 bewiesen hat.

Trotz (aus der Sicht des Rezensenten) oder gerade wegen des Serienmörder-Themas wird Der Federmann Erfolg haben. Variationen eines schon zur Genüge abgearbeiteten Grundschemas scheinen nichts an Faszination zu verlieren. Wie nur einem Täter auf die Spur kommen, der eine solche nicht hinterlässt. Die einfachste und oft praktizierte Lösung ist, dass der Täter, dem Drang an die Öffentlichkeit zu treten folgend, sich selbst entlarvt. Andere Autoren setzen mittlerweile auf Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten ein, die die Identität des Täters aufdecken. Max Bentow hat sich dafür entschieden, seinem ermittelnden Kommissar via Eingebung von oben den Weg zu ebnen. Wenn man am Ende der Geschichte das Credo des Täters liest, merkt man wie schrecklich konstruiert das Ganze ist und welche Lücken sich auftun.

Die Figur des Hauptkommissars Nils Trojan ist ja als Serienheld konzipiert, so kann man für den Folgeroman nur auf ein anderes Thema hoffen, denn handwerklich ist an diesem Thriller wenig auszusetzen. Max Bentow kommt aus dem Theaterfach. Bei spärlicher Kulisse – abgesehen von den Tatorten – setzt er ganz auf die Dynamik von Dialogen. Die wörtliche Rede dominiert die Erzählung und erzeugt nicht nur Dynamik, sondern auch ein hohes Tempo. Cliffhanger stehen an den richtigen Stellen. Während der Ermittlungen wechselt die Perspektive immer wieder zum Täter, dessen Aktivitäten als ständige Bedrohung wahrgenommen werden. Doch allzu viel Tempo und Dynamik gehen zulasten von Tiefgründigkeit. Die handelnden Personen fallen schnell dem Vergessen anheim. Selbst der Held mit all seinen psychischen Problemen kann sich nur oberflächlich artikulieren. Man hat das Gefühl und die Distanz, Schauspieler auf der Bühne zu beobachten, die zwischen Naivität und Theatralik pendeln – das wirkt alles unecht. Korrespondierend dazu wirken die Tatorte eher wie monströse Installationen, denn wie Ausgeburten einer kranken Psyche. Auch der Schauplatz Berlin kann nur als schemenhafte Kulisse wahrgenommen werden. Da können nur bei Ortskundigen farbige Bilder entstehen.

Tempo und Spannung bietet Der Federmann reichlich, aber man muss mit den entstandenen Unschärfen und Einschränkungen leben. Wer da ein Auge zudrücken kann, sollte den Federmann zu sich einladen. Schön anzusehen ist er außerdem, nicht der Federmann, sondern der Einband. Ausnahmsweise mal ein gefälliges Cover-Bild. Vogelmotive sind ja sehr beliebt, meistens passen sie nur nicht zum Inhalt. Auch wenn es in Der Federmann Dompfaffe in der tierischen Hauptrolle sind, das flatternde Rotkehlchen drückt Gefahr aus, die immer dann droht, wenn in der Erzählung Vögel auftauchen, und der Federmann ist nicht weit. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein, denn Der Federmann zeigt Potenzial zu mehr.

Jürgen Priester, August 2011

Ihre Meinung zu »Max Bentow: Der Federmann«

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LizaMaria zu »Max Bentow: Der Federmann« 03.03.2017
Der Federmann war für mich nach all den guten Kritiken eine furchtbare Enttäuschung.
Der Kommissar ist nicht nur ein wild gewordener Rambo, sondern auch noch unerlaubt dumm. Da er keinen Schimmer und leider auch keinen Plan hat, wird für ihn jeder erstbeste Verdächtige zum Hauptverdächtigen. Den einen verletzt er beim Verhör böse, den anderen treibt er sogar in den Selbstmord. Ein echtes Vorbild, der Mann.
Dass er den Täter findet ist nach all den Pannen und Fehlern pures Glück.
Und die Frau Psychologin? Zieht enge Kleidchen für die Termine mit ihrem Lieblingspatienten an und flirtet mit ihm? Also auch eine Zierde für ihre Berufsgruppe. Als Highlight fleht sie den Mörder an: Lass mich gehen, ich werde nichts sagen! Hat wohl noch nie einen Thriller gelesen. Insofern passen die beiden ja gut zusammen, beide dumm wie Bohnenstroh.
Mordsbuecher zu »Max Bentow: Der Federmann« 19.02.2017
Was für ein Buch – der absolute Wahnsinn. Ich habe das Buch in nur 3 Tagen durchgelesen und es war der Hammer.

Der Berliner Hauptkommissar Nils Trojan, ein Mann mit Stärken und Schwächen. Seit einiger Zeit plagen ihm Alpträume und er sucht sich Rat und Hilfe bei einer Psychologin. Er hat Angst, als Kommissar in dem gewissen Moment zu versagen und nicht als Held da zustehen. Was seine Ehe angeht, war dies bereits ein Tiefschlag für ihn, nach der Trennung hatte er nur noch Kontakt zu seiner Tochter Emily, die einzige die Ihm noch Kraft gibt. In Berlin treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er hat es auf Frauen mit blonden Haaren absehen. Bevor er seine Opfer töte, schickt oder platziert er einen toten Vogel in der Wohnung der Frauen. Nils und sein Team beginnen die Jagd, durchforsten jeden Tatort, doch ohne Anhaltspunkte. Bis Nils Lene kennengelernt, die 5 jährige Tochter des zweites Mordopfer. Denn nur sie kann eventuell Hinweise geben, denn sie musste mit ansehen, wir ihre Mutter starb.

Das Buch lässt den Leser kaum die Chance Luft zu holen. Von der ersten Seiten wird man wie in einem Sog gezogen und Max Bentow zwingt regelrecht den Leser es auf einmal durchzulesen. Ohne Pause, man ist regelrecht gefesselt und das Ende ist doch sehr überraschend und man macht sich so seine Gedanken…..
Tatort zu »Max Bentow: Der Federmann« 30.10.2015
Ich hab das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen, weil ich nicht loslassen konnte. Klar ist man bezüglich der bekannten Schreiberkonkurrenz in diesem Genre verwöhnt...aber das ist nun mal das erste Werk von MB über Trojan - deshalb mal der Welpenschutz meinerseits. Alles kann sich noch entwickeln und NOCH BESSER werden.
Ich geb hier mal 85 Grad Prozent usw.
Photoguy zu »Max Bentow: Der Federmann« 06.09.2015
Ein Psychothriller, der in der Tat sehr spannend und voller Überraschungen ist. Außerdem geht's quer durch Berlin, obwohl man sich schon in Berlin auskennen muß, um den schnellen Bewegungen mit Vergnügen folgen zu können. Straßennahmen alleine machen noch kein Ambiente.
Zwei hauptsächliche Punkte, die den Roman nach meinem Empfinden sehr schaden:
1. Viele Handlungsverläufe sind sehr konstruiert und unrealistisch. Die Spannung ist in vielen Szenen u.a. nur deshab möglich, weil der arme Niels Trojan etwas trottelig und ohne Koordination handelt. Das macht zwar einen netten "lonely Wolf" Eindruck, hat aber mit Polizeiarbeit recht wenig zu tun. Da werden simpelste Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen, vom toten Handy mangels Batterie bis hin zu ständigen Alleingängen, ohne dass die Kollegen zumindest informiert sind (während Nils andererseits dauernd mit seiner helfenden Hand im Präsidium telefoniert, die - Zufall, Zufall - stets die richtige Information zur richtigen Zeit findet). Und wenn er in eine Ermittlungssackgasse läuft, dann kommt halt plötzlich, meist ohne Erklärung, ein Geistesblitz. Nichts gegen Intuition, aber auch das macht den Eindruck des Konstruierten, anstelle des durch Handlungslogik motivierten.
2. Ein weiteres Requisit, das zur Spannung beiträgt, aber eigentlich unnötig ist: Die drastische Gewalttätigkeit und Brutalität vieler Szenen. Warum sich z.B. ein eher unschuldiger Verdächtiger durch anschaulich geschildertes Zerkauen eines Wasserglases aus dem Leben stiehlt, bleibt unklar. Hauptsache Effekt. Ähnlich auch die Gewaltkonstruktionen des Federmannes, die an schlechte Aktionstheater-Installationen erinnern, von den ausgeweideten und gerupften Vogelleichen, über die ausgestochenen Augen der (fast immer weiblichen!) Opfer, bis hin zur umgekehrten Damoklesschwert Szene am Schluss. Und dann ist Herr Trojan ja auch noch ein Mann für's Grobe, dessen Tritten oder Schultern keine Türe widerstehen kann. Das erzeugt zwar Dringlichkeit, verwendet aber den gleichen Mechanismus der oberflächlichen Spannungserzeugung durch Brute Force.
Alles in allem ist die Spannung mit zu viel Kulisse und überzeichneter Gewalt erkauft.
Eigentlich das Gegenteil davon, was man von einem subtilen, durch die Psychologie der Handlung entwickelten Psychothriller erwarten würde.
fluffi zu »Max Bentow: Der Federmann« 18.03.2014
Spannend ja, logisch nein. Man spürt das Erstlingswerk deutlich, teilweise recht platt geschrieben, nicht sorgfältig ausgearbeitet.Ich mag es, wenn die Hauptfiguren etwas Gefühl und Schwäche zeigen, menschlich eben. Der Kommisar allerdings bringt etwas zuviel davon mit, ängstlich, weinerlich, man fragt sich, was hat der in diesem Beruf zu suchen? Trotzdem hat es Herr Bentow durchaus verstanden Spannung zu erzeugen, wenn man über die unlogischen Stellen hinweg sehen kann und die etwas holbrige Schreibweise ignorieren kann ist es ein spannender und interessanter Lesespass. Vielleicht werden die nächsten Folgen ja ausgereifter. Von mir 70 Grad.
Beelzebub zu »Max Bentow: Der Federmann« 02.02.2014
"Der Federmann" beginnt ruhig und gelassen. Die Steigerung der Spannung verläuft eher auf der unteren Schiene.
Inhaltlich nicht viel neues.
Ein Mann tötet Vögel und Frauen mit blonden Haaren.
Die Idee gab es bereits. Im der "Vogelmann" von Mo Hayder ist dieses Thema in einer damals völlig neuen Handlungsweise erarbeitet worden.

Nun jedoch zum "Federmann".
Der Protagonist "Nlis Trojan" seines zeichens Kommisar der Berliner Polizei, leidet an der Trennung von seiner Frau sowie an beruflichen Belastungen. Dieses wird immer und immer wieder genauestens beschrieben. Man hat den Eindruck "Nils Trojan" ist eher ein Patient einer Nervenanstalt als ein Polizist im Einsatz.
Hilfe bekommt er von seiner Therapeutin, welche versucht die Psyche des Polizisten aufzubauen. Jedoch gerät Sie in die Fänge des Federmannes.

Die Handlungsstränge sind nur teilweise logisch. Die Schnitte sind einfach gestaltet und verfügen über wenig Komplexität.

Das Buch verfügt über 382 Seiten.
Keine Angst, eine große Schrift und reichlich Seitenrand, lässt es zügig lesen.

Mein Fazit:

Nichts besonderes, jedoch auch kein Schrott.
Für ein Erstlingswerk brauchbar.
Da es der erste Band einer Serie um "Nils Trojan" ist, bleibt die künstlerische Schreibweise ausbaufähig.
Amelié zu »Max Bentow: Der Federmann« 19.11.2013
Alles in allem hat das Buch Potenzial.. Etwas nervig ist vllt. die unfassbar zerbrechliche und Mitleidseregende Verfassung des Berliner Kommissars. Das halbe Buch dreht sich um sein eigenes Gemüt. Ich persönlich mag es lieber, wenn etwas Heldenhaftes starkes von der Hauptfigur ausgeht. Trotzdem finde ich das Buch sehr spannend und die krankhafte Psyche des Täters interessant. Es liest sich gut und man verschwendet definitiv keine Zeit damit!
krimitante zu »Max Bentow: Der Federmann« 01.02.2013
nichts neues zu bieten hat bentows buch in der sparte serienmörder. auch den, vom stress und einsamkeit, gebeutelten kommissar findem wir wieder. spannend verpackt ist die story allerdings. bis zum finale das dermassen unglaubwürdig, überzogen und gleichermassen einfallslos ist (natürlich ist in der entscheidenen minute das akku des handys leer...), dass das buch schon deshalb in die oxfam-tüte kommt. und den nachfolgeband erspare ich mir gleich.
PeterPanter zu »Max Bentow: Der Federmann« 20.01.2013
Spannend geschrieben? Ja.
Interessanter, gebrochener "Held"? Ja, aus Nils Trojan könnte ein Serien-Kommissar werden.
Ansonsten leider eine, für meinen (an allerhand gewöhnten) Krimi-Geschmack, zu abgefahrene und zu widerwärtige Täter-Handlung.
Die Auflösung ist mir definitiv zu plump für die ansonsten vielschichtig gut aufgebaute Story.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
rolandreis zu »Max Bentow: Der Federmann« 29.10.2012
Ein Thriller, der sich schnell liest.Spannend geschrieben, gute Handlung. Dadurch, das die Spannung hoch gehalten wurde, bin ich beim Lesen sehr schnell vorangekommen und wollte auch immer wissen wie es weitergeht. Abstriche muss man sicherlich bei einigen Brutalitäten und Übertreibungen bzgl dem Heldenkommissar machen, da hatte ich manchmal das Gefühl "Jetzt übertreibt er's aber..."
In Summe ein solider Thriller, mal sehen wie es mit diesem Kommissar im nächsten Band weitergeht.

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