Der Frühling des Commissario Ricciardi von Maurizio de Giovanni

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel La condanna del sangue : la primavera del commissario Ricciardi, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Suhrkamp.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Neapel, 1930 - 1949.
Folge 3 der Commissario-Ricciardi-Serie.

  • Rom: Fandango, 2008 unter dem Titel La condanna del sangue : la primavera del commissario Ricciardi. ISBN: 978-8860440532. 374 Seiten.
  • Berlin: Suhrkamp, 2010. Übersetzt von Doris Nobilia. ISBN: 978-3518461747. 342 Seiten.

'Der Frühling des Commissario Ricciardi' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Eine Wahrsagerin wird brutal ermordet aufgefunden auf den Lippen ein altes neapolitanisches Sprichwort. Doch diesmal scheint Commissario Ricciardis Gabe, die letzten Gedanken der Toten zu hören, ihm nicht weiterzuhelfen.§§Es wird Frühling in Neapel. Der Südwind trägt einen Hauch von Blütenduft in die vom Faschismus beherrschte Stadt. Carmela Calise aber wird diesen Frühling nicht mehr erleben. Die Wahrsagerin und Geldverleiherin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Liste derer, die sich von ihr die Karten legen ließen und ihr Einblick in ihr Innerstes gewährten, ist lang. Und sie führt Commissario Ricciardi bis in die höchsten Kreise der Stadt. Als klar zu sein scheint, dass die Calise von einem ihrer Schuldner umgebracht wurde, ist Ricciardi der einzige, der daran zweifelt. Die letzten Worte der Toten im Ohr, ermittelt er weiter.

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tedesca zu »Maurizio de Giovanni: Der Frühling des Commissario Ricciardi« 05.07.2010
Commissario Ricciardi sieht die letzen Sekunden im Leben von Menschen, die durch Gewalt ums Leben gekommen sind. In den Straßen und Gassen Neapels trifft er ständig auf die Geister derer, die ihm ihren letzten Gedanken ins Ohr flüstern, die ihn bis in den Schlaf verfolgen und ihm kein normales Leben zugestehen. De Giovanni hat eine Figur geschaffen, die mir persönlich sehr zu Herzen geht. Der attraktive Süditaliener mit den klaren grünen Augen, der in seiner Einsamkeit und Melancholie nur wenigen Menschen Platz in seinem Leben einräumt, und der hoffnungslos und aus der Ferne eine Liebe verfolgt, die ihm Kraft gibt, ihm aber für immer unerreichbar erscheint.

Während der Frühling in Neapel Einzug hält, ermitteln Ricciardi und Maione in einem Fall mit vielen Verdächtigen, der sich langsam in all seinen zahlreichen Facetten entfaltet, viele Haken schlägt und letztendlich doch noch gelöst werden kann. Und auch, wenn man sich vielleicht bald vorstellen kann, wer die Wahrsagerin getötet haben könnte, bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend und berührend.

Besonders schön finde ich die Beschreibungen der Stadt Neapel, der Atmosphäre an diesen ersten Frühlingstagen, die sich in den letzten 80 Jahren wohl nur wenig geändert haben wird. De Giovanni hat einen zweiten gefühlvollen und spannenden Krimi geschrieben, den ich fast in einem durchgelesen habe. Der Schluss lässt darauf schließen, dass wir auch noch über Sommer und vielleicht sogar Herbst des Commissario Ricciardi lesen dürfen, aber auf dieses Vergnügen werden wir wohl noch eine zeitlang warten müssen.
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