Zeitbombe von Matthias P. Gibert

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Gmeiner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Kassel, 1990 - 2009.
Folge 8 der Paul-Lenz-Serie.

  • Meßkirch: Gmeiner, 2011. ISBN: 978-3839212028. 367 Seiten.

'Zeitbombe' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Zwischen Kassel und Fulda überfährt ein ICE einen Mitarbeiter der Kripo Kassel. Der tragische Vorfall wird als Suizid zu den Akten gelegt. 14 Tage später der nächste Tote: Erneut ein Polizeibeamter, wieder von einem Zug getötet. Kommissar Paul Lenz beginnt an der Selbstmordvariante zu zweifeln. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einen mehr als 20 Jahre zurückliegenden Mordfall. Lenz gräbt trotz massiver Behinderungen aus den eigenen Reihen die alten Akten aus und stellt fest, dass die Sachlage damals nicht so eindeutig war, wie es die Beteiligten heute darstellen.

Ihre Meinung zu »Matthias P. Gibert: Zeitbombe«

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ConnyM zu »Matthias P. Gibert: Zeitbombe« 03.07.2011
Mehr als die Buchrückseite über den Inhalt verrät, möchte ich auch nicht sagen. Vielleicht ist noch anzumerken, dass es sich bei dem Täter von vor 20 Jahren um einen jetzt freigelassenen Häftling handelt, der nach der aktuellen Lage aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurde. Er steht nun unter 24stündiger Polizeibeobachtung.

Dies war mein fünfter Kriminalroman von Matthias P. Gibert. Dieses Buch kann man als Quereinsteiger in die Serie gut lesen. Die Protagonisten werden wieder sehr gut vorgestellt, und auch die übrigen Figuren, wie zum Beispiel Lenz‘ Freundin, werden gut eingeführt. Ich wäre prima zurechtgekommen, wenn ich die Serie erst mit diesem Teil begonnen hätte.

Der Autor hat hier Topaktuelles (Sicherungsverwahrung) mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert. Ich empfand dauerhaft eine Dramatik, die mich so gefesselt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil war ebenfalls so flüssig, dass ich immerzu weiterlesen „musste“.
Auch die Nebenhandlung mit Lenz‘ Freundin Maria hatte aufregende Momente. Da bin ich sehr auf die weitere Entwicklung gespannt.


Fazit:
Wieder ein äußerst spannendes Werk aus der Feder von Matthias P. Gibert, dem ich fünf von fünf Sternen und eine hundertprozentige Leseempfehlung gebe. Ein richtiger Pageturner!
Den Schriftsteller kann ich uneingeschränkt empfehlen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
subechto zu »Matthias P. Gibert: Zeitbombe« 02.07.2011
Zeitbombe, der neue Kriminalroman von Matthias P. Gibert, hat mich diesmal nicht vom Hocker gerissen: außer dem, was bereits auf dem Klappentext steht, dass nämlich zwei Polizisten vom Zug überfahren werden, passiert auf den ersten 200 Seiten eigentlich nichts.
Anschließend nimmt das Buch zwar Fahrt auf, aber zweimal derselbe Modus Operandi en detail hätte mir gereicht. Am Ende legt der Autor einen Showdown vor, wie in einem Action Film aus Hollywood. Das war mir persönlich auch etwas too much.
Da der Leser dem Ermittlungsteam immer einen Schritt voraus ist, wusste ich schon früh, wer der Täter ist, nur das tatsächliche Motiv blieb lange unklar. Ich mag lieber Bücher, mit überraschenden Wendungen, bei denen ich miträtseln kann.
Herr Gibert ist ja bekannt dafür, dass er in seinen Romanen gerne zeitnah aktuelle und brisante Themen verarbeitet, diesmal Sicherungsverwahrung. Meiner Meinung nach geht es hier aber eher um Justizirrtümer, Fehler, Versäumnisse und Selbstjustiz. Und so hat mich Zeitbombe eher an die Stories von Ferdinand von Schirach erinnert…
Bei zwei Büchern pro Jahr, da leidet die Qualität wahrscheinlich zwangsläufig irgendwann, schließlich ist Zeitbombe bereits Lenz‘ achter Fall. Vielleicht bin ich aber auch nur ein wenig „Gibert-übersättigt“? Fazit: solide Krimikost, routiniert erzählt, deshalb 3* (von 5).
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