Rechtsdruck von Matthias P. Gibert

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Gmeiner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Kassel, 1990 - 2009.
Folge 7 der Paul-Lenz-Serie.

  • Meßkirch: Gmeiner, 2011. ISBN: 978-3839211304. 366 Seiten.

'Rechtsdruck' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Gerold Schmitt, ein arbeitsloser Autolackierer mit Kontakten zur rechten Szene, wird brutal zusammengeschlagen. Er überlebt nur knapp. Schmitt glaubt, dass es sich um den Racheakt einiger Türken handeln könnte, mit denen er ärger hatte. Wenig später werden in der Kasseler Nordstadt ein türkisches Ehepaar und ihr zwölfjähriger Sohn brutal ermordet. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den ältesten Sohn der Familie, da dieser kurz zuvor einen heftigen Streit mit dem Vater hatte. Doch bald kommen Hauptkommissar Paul Lenz ernsthafte Zweifel, ob er wirklich die richtige Spur verfolgt …

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Jochen Spier zu »Matthias P. Gibert: Rechtsdruck« 10.05.2011
Ein sehr gelungener Roman, bei dem wiel Leute vorkommen, die man seit Jahren zuordnen kann, wie z.B. der Schneider an der Ecke Henkelstraße, den es, glaube ich, schon gab, als ich 1971 in der Nähe in die Lehre ging.Ich arbeite in der Nähe des Tatortes, mache bei den türkischen Geschäftsleuten meine Einkäufe, gehe dort zum Frisör und unterhalte mich mit ihnen auch über das tägliche Geschehen und Leben in Kassel. Ich habe das tägliche Leben in der Kasseler Nordstadt in allen Büchern gut wieder erkannt.Dafür, für den Volltreffer beim Thema, den gelungen Figuren und der nachvollziehbaren Story, vielen Dank. Es hat Spaß gemacht auch den 7. Roman über die Moritaten in Kassel zu genießen, vor allem wenn man mit dem täglichen Leben und den Menschen konfrontiert wird.Einen Wehrmutstropfen hätte ich dann doch noch. Kassel ist ein Dorf mit Straßenbahn, ein paar Tote weniger würden nicht Schaden, wie z.B. der arme LKW Fahrer auf der B7, und die Kollegen von Lenz. Wenn ich die echten Kollegen frage, die regelmäßig zu uns in den Laden kommen, so fühlen sie sich doch einigermaßen sicher in unserer schönen Stadt.
subechto zu »Matthias P. Gibert: Rechtsdruck« 23.03.2011
Rechtsdruck/ Gibert *****
Solider Krimi mit dem sympathischen Ermittler Paul Lenz, der auch noch ein Privatleben hat. Auch hier gibt es wieder brandheiße, politisch brisante Themen, wie Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Migration und Islamismus. Herr Gibert ist bei mir um die Ecke geboren und lebt nach wie vor in Hessen. Deshalb sind seine Romane immer ein MUSS für mich;-) Am Ende von Rechtsdruck bleiben ebenfalls einige Punkte offen, was ich immer sehr gut finde.
Conny66 zu »Matthias P. Gibert: Rechtsdruck« 07.03.2011
Auf diesen Kriminalroman von Herrn Gibert habe ich ganz sehnsüchtig gewartet. Und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht!
Der Autor verwebt aktuelle Ereignisse, wie die Migrationsproblematik, mit brisantem politischem Material. Arbeitslosigkeit wird genauso angesprochen wie Kommunalpolitik, Rechtsnationalismus, Homosexualität und der Islam.

Zur Inhaltsangabe auf der Buchrückseite möchte ich gar nicht viel mehr sagen, als dass es sich lohnt, diesen Krimi, den ich schon zu den Politthrillern zählen würde, zu lesen.
Am Anfang war ich von den verschiedenen Handlungssträngen schon fast überwältigt. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich ein Gesamtbild ergeben.
Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen, so sehr hat mich alles beschäftigt.

Sehr schön und erheiternd fand ich den kleinen Ausflug in Paul Lenz‘ und Thilo Hains Privatleben. Ich hoffe wirklich sehr, von diesem Ermittlergespann noch viel zu lesen, auch Privates.

Wieder einmal hat Herr Gibert seine Protagonisten, Figuren und die Umwelt, sei es im Krankenhaus, auf der Autobahn oder in Kassel selbst, genauestens beschrieben. Gerade die Szenen im Krankenhaus sind greifbar, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.
Irgendwann einmal werde ich mich nach Kassel auf Lenz‘ Spuren begeben.

Zum Schluss haben sich alle Verwicklungen sehr schön aufgelöst. Der Autor hat ein paar Zufälle mit einfließen lassen, aber „Kommissar Zufall“ soll ja auch in der Realität eine große Rolle spielen.


Fazit:
Ein aktueller Politthriller, den ich jedem nur empfehlen kann. Ich könnte mir die Bücher von Herrn Gibert auch sehr gut verfilmt vorstellen.
Ich gebe die volle Punktzahl: fünf Sterne
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