Mein ist die Stunde der Nacht von Mary Higgins Clark

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Nighttime is My Time, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Heyne. 432 Seiten. ISBN-10: 3-453-00043-9, ISBN-13: 978-3-453-00043-8. Übersetzt von Andreas Gressmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York (State), 1990 - heute.

'Mein ist die Stunde der Nacht' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Die Historikerin Jean Sheridan reist zu einem Ehemaligen-Treffen in ihre Heimatstadt, bei dem sie und sechs andere aus ihrem Jahrgang ausgezeichnet werden sollen. Überschattet wird das Treffen von der Nachricht, dass eine der sechs ein paar Tage zuvor tot in ihrem Pool aufgefunden wurde – die fünfte ihres Jahrgangs, die auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen ist. Bei der Preisverleihung schließlich wird Jean Detective Sam Regan vorgestellt, der hartnäckig in einem Jahre zurückliegenden Mord an einer jungen Frau ermittelt. Gibt es eine Verbindung zwischen diesem Fall und dem Schicksal der toten Schulfreundin? Noch ahnt niemand, dass der Killer, der sich die »Eule« nennt, bei der Preisverleihung unter den Anwesenden ist und schon sein letztes Opfer auserkoren hat. …

Das meint Krimi-Couch.de: »Zum Eintauchen und sich fesseln lassen« 74°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Mit einem Klassentreffen beginnt Mary Higgins Clark ihren Roman »Mein ist die Stunde der Nacht«. Nach 20 Jahren reist die berühmte Historikerin und Bestsellerautorin Jean Sheridan wieder in ihre Heimatstadt. Nicht nur, um ihre ehemaligen Klassenkameraden wieder zu treffen, sondern auch, um eine Ehrung in Empfang zu nehmen. Doch sie ist nicht die einzige ihres Jahrganges, die es mittlerweile zu großen Erfolgen gebracht hat. Mit ihr zusammen werden weitere Mitschüler hervorgehoben: ein Fernsehproduzent, ein Psychotherapeut für Jugendliche, ein bekannter Kabarettist und Imitator, ein Theaterautor, eine Schauspielerin sowie die Chefin einer Schauspielagentur.

Letztere jedoch kann ihren Preis nicht mehr persönlich in Empfang nehmen, denn sie ertrank wenige Tage vorher in ihrem Swimmingpool. Daß sie jedoch umgebracht wurde, das weiß aus dem Eingangskapitel nur der Leser. Und daß sie bereits das fünfte Opfer ihrer Klasse wurde, das erfahren die ehemaligen Schüler auch erst auf dem Treffen. Zu siebt haben die Mädchen in der Schule immer an einem Tisch gesessen und sich über ihre Klassenkameraden lustig gemacht. Jean, Laura und fünf Mädchen, die mittlerweile tot oder verschwunden sind.

Der Leser weiß mehr, aber nicht alles

Der Leser weiß, was passiert, denn der Mörder offenbart sich in kurzen Kapiteln und teilt seine Motive mit. Er ist die »Eule«. Bei der Schulaufführung konnte er sich seinen Text nicht merken und machte sich in die Hose. Nur Hohn und Spott haben sie während der Schulzeit für ihn übrig gehabt, doch jetzt schlägt er zurück und rächt sich an jeder einzelnen von ihnen. Auch Laura hat er nun in seiner Gewalt. Doch der Name des Täters, der wird nicht verraten. Es muß einer der 42 auf dem Treffen Anwesenden sein, vermutlich jedoch einer der oben erwähnten Geehrten. Denn für deren Vorstellung nimmt sich die Autorin zunächst 100 Seiten lang Zeit.

Aber was hat der Mord an Karen Summers vor 20 Jahren, der den Detective Sam Deegan bis zu seiner bevorstehenden Pensionierung nicht losgelassen hat, mit der ganzen Sache zu tun?

Uninteressant, wer der Täter ist

Ohne sonderlich realistisch zu sein, wird »Mein ist die Stunde der Nacht« sehr schnell zum Pageturner. Kurze Kapitel, leicht lesbarer und verständlicher Schreibstil, oftmalige Perspektivwechsel und chronologischer Ablauf, das ist es, was man von der routinierten amerikanischen Autorin kennt. Eine attraktive Frau, die von einem Psychopathen bedroht wird, das ist auch nichts Neues bei Mrs. Clark. So baut sie schnell einen Spannungsbogen auf, der bis zum Ende nicht mehr abreißt. Man weiß als Leser mehr als jeder andere, aber zum Glück nicht alles.

Ganz im Gegensatz dazu steht leider die oberflächliche Beschreibung ihrer klischeebeladenen Charaktere, die sich hier doch allzu ähnlich sind. Alles Menschen mit Problemen in ihrer Kindheit, die es später zu großen Erfolgen gebracht haben. Zwar versucht sich mit kurzen Bemerkungen den Verdacht mal auf den einen, dann wieder auf den anderen zu lenken, doch hat es mich bis zum Schluß absolut nicht interessiert, wer denn der Täter ist, denn ich konnte die Figuren sowieso kaum unterscheiden. Für mich absolut kein Whodunit, sondern ein Thriller von bestem Unterhaltungswert.

Schnulziges Happyend

Natürlich spitzt sich die Handlung gegen Ende hin immer mehr zu und steigert sich bis zum Showdown mit schnulzigem Happyend, doch bleiben leider auch viele Fragen offen. Zwei willkürliche Morde, für die es kein erklärbares Motiv gibt, und die für den Plot völlig irrelevant sind. Ein durchgeknallter Mörder, der sich für seine Rache zunächst zwanzig Jahre Zeit nimmt und für den es dann plötzlich gar nicht schnell genug gehen kann.

Fazit: Ein Thriller für Leser, die einfach nur in ein Buch eintauchen, mitfiebern und sich fesseln lassen wollen, für die Realismus Nebensache ist und für die nicht alles haarklein erklärt und verständlich sein muß.

Ihre Meinung zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Sabine zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 13.03.2010
Ich habe ein Problem mit diesem Buch ... ich habe ein paar der Kommentare überflogen und keinen gefunden, der das gleiche Problem hat wie ich.

Für mich war der Mörder die ganze Zeit klar. Ich ging davon aus, dass der "Happy-End-Typ" der Mörder ist. War das nicht klar oder habe ich einfach zu ungenau gelesen?
Bevor ich das Buch NOCHMAL lese bzw. eher überfliege, wollte ich mich erstmal an andere Leser wenden. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass es nur so aussehen soll, dass er der Mörder ist. Ich ging wirklich davon aus, dass der "Happy-End-Typ" (will den Namen nicht sagen ^^) der Mörder sei ...

Die Überraschung am Ende war dann für mich natürlich groß, aber als dann keine Aufklärung in meinem Sinne kam, war ich sehr verwirrt!
Kann mir jemand helfen?
schatzye_ild@hotmail.de

Insgesamt finde ich das Buch schlecht. Kann aber auch damit zusammen hängen, dass ich die ganze Zeit gedacht habe, ich wüsste wer der Mörder ist oô
tedesca zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 16.09.2009
Eine äußerst spannende Geschichte ganz im Stil einer Agatha Christie. Eine eingeschränkte Gruppe von Personen gebunden an eine Örtlichkeit, jeder gleichermaßen verdächtig. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer denn jetzt letztendlich hinter der Eulenmaske steckt. Wenn man sich erst mit den vielen Figuren vertraut gemacht hat, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Etwas kitschig fand ich den Schluss, aber das tut der Qualität keinen Abbruch.



Ein großes Plus für das Hörbuch ist Franziska Pigulla, die einmal mehr mit ihrer wandlungsfähigen Stimme der Geschichte zusätzlich Spannung und Brisanz verleiht.
Susanne zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 19.08.2009
Ich habe diesen Roman gerade erst beendet und war wirklich begeistert. Zwar traten am Anfang recht viele Personen auf, doch diese hatte man schnell erlernt und man konnte dann gut folgen. Die Handlung war spannend und mitreißend und auf Grund ihres guten und überlegten Aufbaus konnte man den Mörder zwar erkennen, aber man wurde trotzdem immer auf andere Spuren gelockt.
Es wird für mein Darfürhalten auch deutlich warum er die anderen Frauen ermordet, nach meinem Verständnis tat er dies um sich zu beweisen, dass er es noch kann und außerdem wird deutlich, dass es ihn befreite, wenn er die Macht über Leben und Tod hatte.
Alles in allem fand ich das Buch absolut lesenswert. Ich hab von ihr einige Werke gelesen, doch dieses war mit Abstand das Beste.
Pici zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 30.04.2009
Ich finde dieses Buch wirklich sehr gelungen. Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin Mary Higgins Clark lese, und ich bin sehr zufrieden damit.
Die Kapiteln sind sehr gut aufgebaut und es ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben.
Die Spannung baut die Autoren früh genug auf, um den Leser dazu zu bringen, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.
Etwas langwirig fand ich die Beschreibung der einzelnen Personen, ansonsten ist es nur empfehlenswert!
Alexandra zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 03.01.2009
Mir war das Buch zu chaotisch geschrieben, ich bin mit jedem Buch von MHC sehr zufrieden gewesen und habe in einem Rutsch durchgelesen aber bei diesem tat ich mir schwer und die ersten 100 Seiten (bis mal endlich alle vorgestellt waren) waren meiner Ansicht auch zu langwierig.
Trotzdem bleibe ich MHC Fan :-D
Simone Bichler zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 27.09.2008
Es war eigentlich vorauszusehen wer der Mörder war, denn ein Mensch, der sich sein ganzes GESICHT chirugieren lässt und alles umgestalten will, nur weil er glaubt dadurch ein anderer Mensch zu sein, muss doch psychopathisch nicht ganz in Ordnungs sein. Dennoch habe ich auf ganz wen anderem getippt, wieder einaml gettäuscht, aber genau das finde ich so hochinterssant bei den Clark Büchern. Ein Kelasse, bei denen es die meisten bis ganz nach oben geschafft haben.
Und ganz besonders spanned finde ich wie er zu jedem seiner Opfer sagt: du darfst mich nur "die Eule" nennen. Oder du darfst auch ruhig von mir träumen, Laura..Naja jedenfalls freue ich mich schon auf mein erstes Klassentreffen.
Micki zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 30.06.2008
Bis jetzt mit das beste Buch von Mary Higgins Clark. Super spannend und super flüssig geschrieben. Leicht und gut zu lesen, wie immer bei Mary Higgins Clark.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
PeRiUn zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 24.06.2008
Habe dieses Buch erst vor kurzem gelesen und fand es äusserst spannend geschrieben. Der Mörder ist gleich am Anfang bekannt, aber das Interessante an der Story war doch, wie die ganze Geschichte zusammenhängt. Wieder ein Spitzenbuch von Mary Higgins Clark.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
patrick zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 04.06.2008
Eines meiner Favoriten von Mary Higgins Clark-absolut stimmig und fesselnd-es geht eigentlich gar nicht mehr darum zu wissen, wer der Mörder ist-denn es geht mir wie so vielen-man kann sie nicht wirklich auseinander halten. Ein Page-Turner das man nicht aus der Hand legen kann-nur das Ende ist dann ein bißchen zu übertrieben...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
picatcho zu »Mary Higgins Clark: Mein ist die Stunde der Nacht« 07.05.2008
Die Charaktere sind alle furchtbar ähnlich. Vorallem wahnsinnig Weltfremd. Eine Schulklasse voll mit Schauspielern, Psychotherapeuten, Autoren.etc. etc. Alle hatten es in der Kindheit wahnsinnig schwierig und alle haben es WEIT NACH OBEN geschafft. Die Charakteren bleiben sehr oberflächlich beschrieben.2 Morde die begangen wurden, tragen gar nichts zur Geschichte bei.Wurden auch nicht erklärt. das Happyend war mir zu schnulzig. Ich finde das ganze Buch ziemlich seicht.. Leider war es das erste Buch, dass ich von ihr gelesen habe, evt auch das letzte.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 56.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Mein ist die Stunde der Nacht

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: