Dass Du ewig denkst an mich von Mary Higgins Clark

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel All around the town, deutsche Ausgabe erstmals 1994 bei Heyne. 284 Seiten. ISBN-10: 3-453-07548-X, ISBN-13: 978-3-453-07548-1.

'Dass Du ewig denkst an mich' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Alles an Laurie Kenyon ist mysteriös. Ein Schock hat eine Persönlichkeitsspaltung ausgelöst. Und einer dieser Persönlichkeiten begeht einen Mord.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein packender und fesselnder Psychothriller« 80°

Krimi-Rezension von Thomas Kürten

Was braucht ein guter, ein fesselnder Roman? Ein bewegendes Einzelschicksal? Eine herzzerreißende Liebesgeschichte? Wenn es dazu noch ein ansprechender Thriller sein soll, fehlt nur noch ein mysteriöser Mord und eine große Prise Spannung. Mary Higgins Clark versteht es wie keine andere, Romane nach einem Schema zu stricken und dennoch kann sie Leser immer wieder begeistern. Dabei entwickeln sich komplexe Geschichten in kürzest möglicher Erzählweise. Ganz gewiss nicht die hohe Kunst der Literatur, die die Amerikanerin zu Papier bringt, aber wer nach guter Unterhaltung sucht und dabei nicht zu viel Konzentration aufwenden will, ist bei ihr stets gut bedient.

»Das du ewig denkst an mich« handelt von einer jungen Frau, Laurie. Als kleines Kind wurde sie entführt und war zwei Jahre in der Hand eines Wanderpredigers und seiner Frau. Als sie dank eines Zufalls frei kommt und zu ihren Eltern zurückkehrt, scheint sie die Erinnerung an die zurückliegenden zwei Jahre verloren zu haben. Da die Eltern einer psychologischen Behandlung nicht zustimmten, kommt nicht heraus, dass sie sich durch eine Aufspaltung ihrer Persönlichkeit vor den schlimmen Erlebnissen bei den Entführern schützt. Behütet wächst sie auf und erst 15 Jahre später, nach dem Unfalltod ihrer Eltern, treten ihre alternativen Persönlichkeiten wieder hervor. Teilweise ist sie nicht ansprechbar oder verliert die Erinnerung an kurz zuvor passierte Ereignisse.

Zeitgleich dazu wird einer der Professoren an Lauries Uni ermordet. Als bei Laurie Mordwaffe und blutbefleckte Kleider entdeckt werden, scheint die Lage eindeutig. Aber Laurie kann sich wieder an nichts erinnern. Ihre große Schwester, eine junge Anwältin, glaubt an ihre Unschuld und versucht über einen Psychologen, in den sie sich zu allem Überfluss auch noch verliebt, die ganze Wahrheit ans Tageslicht zu befördern. Ein spannender Wettlauf mit der Zeit und gegen unbekannte Gegner, da die Entführer von damals über die Presse von Laurie erfahren und Angst bekommen, Laurie könnte bei dem Psychologen auch ihre Namen nennen. Da Lauries Schwester da Elternhaus verkaufen will, treten sie als Kaufinteressenten auf und verschaffen sich so Zugang zum Privatleben der beiden Schwestern. So schaffen sie es immer wieder Laurie einzuschüchtern und die Arbeit des Psychologen zu behindern.

Spannung und rasantes Erzähltempo kennzeichnen diesen Roman. Mit über 110 Kapiteln auf gerade mal 280 Seiten mutet er fast wie ein Drehbuch für einen Film an. Eine Szene jagt die nächste. Man traut sich kaum, das Buch zur Seite zu legen. Derart komprimiert wird die Handlung wiedergegeben, dass für längere Dialoge oder Gedankengänge kein Platz bleibt. Locker hätte die Autorin die Geschichte auch auf 600 oder mehr Seiten ausdehnen können. So bleibt letztlich aber auch kein Platz für tiefgründigere Überlegungen oder jegliche Form von Sozialkritik.

Obwohl man als Leser von Beginn an über die wahre Identität eines Fernsehpredigers und seiner Frau informiert ist, wartet das Buch mit einem überraschenden, überzeugenden und spannenden Ende auf. Sehr gut gelungen wirkt auch die Darstellung der gespaltenen Persönlichkeit Lauries, die in den Hypnosesitzungen beim Psychiater vortreten und sich unterschiedlich entwickeln. Andere Personen werden meist mit einem knappen Absatz eingeführt und beginnen sodann zu agieren. Bei dieser kompakten Darstellung über die gesamte Länge des Romans stört eigentlich nur die vollkommen überflüssige Liebesgeschichte zwischen Lauries Schwester und dem Psychologen den letztlich guten Gesamteindruck. Ein packender und fesselnder Psychothriller, den man nicht so schnell aus der Hand legen kann.

Ihre Meinung zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich«

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Patrick zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 28.11.2008
mary higgins clark schafft es jedes mal wieder...eigentlich ist das grundgerüst der story nichts neues, aber langweilig wird es trotzdem nie...absolut spannend und schlüssig...das ende ist ein wenig dick aufgetragen und etwas ruckartig, aber auch das kennt man von der autorin...
ein buch, das man kaum aus der hand legen kann...
Nutellabrot zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 29.07.2008
Das Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, aber die Zusammenfassung oben erinnert mich zu sehr an "Sidney Sheldon - das dritte Gesicht" Die Geschichte ist wohl fast dieselbe. Ich werde das Buch trotzdem noch lesen und mir danach noch ein, vielleicht anderes Urteil, darüber bilden.
peil zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 09.06.2008
Gerade angrfangen und schon völlig beherrscht von diesem Buch.
Wieder eine Ausgabe von der Autorin mit viel Spannung, das einen das Gefühl gibt immer weiter zu lesen. Der Schreibstiel ist flüssig und konzentriert sich auf das wesentliche. Einfach klasse zu lesen, nur zu empfehlen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Moonkeeper zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 11.03.2008
Ein absolut toller Roman, der sich gut liest.
Flüssiger Übergang der Szenarien, interessante Charaktere aber für meinen Geschmack ein zu übertriebenes Ende!
Aber trotz allem ein sehr empfehlenswertes Buch!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sieh fort zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 05.02.2008
ich habe das buch zwei mal in englisch gelesen, bin völlig begeistert, und denke ich werd's mir iwann auch noch auf deutsch zulegen!
von clark habe auch a cry in the night gelesen, welches auch ein gutes buch ist, aber dieses buch ist definiv ein meisterwerk!
wer zweifelt ob er's lesen soll.ZUSCHLAGEN!
karolina zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 05.02.2008
Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen und das nur, weil ich es am zweiten Abend nicht weglegen konnte. Es ist so spannend geschrieben, dass ich mir nicht vorstellen konnte es wegzulegen, bis ich damit fertig war. MHC hat es geschafft mich an dieses Buch zu fesseln und ich bin mir sicher bei sehr vielen anderen auch.
Sehr empfehlenswert.
Patrizia zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 15.08.2007
Habe jetzt 3 Bücher von ihr gelesen und ich finde dieses Buch einfachnur spitzenklasse! Sher sehr sehr empfehlenswert!! War richtig begeistert und total überrascht!! Am liebsten würde ich es gleichnoch Mal lesen!!
Melanie zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 19.06.2007
Ich habe das Buch gerade ausgelesen.Es ist mein drittes Buch von MHC.
Es ist bisher das beste.(ich habe "Das Fremde gesicht" und "Hab acht auf meine Schritte" gelesen).
Ich fand dieses buch von der spannung her echt spitze.Die Persönlichkeitsstörung von Laurie ist sehr interessant,auch sehr interessant sind Opal und Bic, über die man einfach nur blankes Entsetzen hegt.Also ein klasse buch,dass man sehr schnell verschlingen kann,denn es ist sehr flüssig geschrieben
Keks zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 09.06.2007
Das ist mein absolutes Lieblingsbuch zu Mary Higgins-Clark!!! Einfach spannend. Vor allem das mit der multiplen Persönlichkeitsstörung...interessant!!
Sunny zu »Mary Higgins Clark: Dass Du ewig denkst an mich« 24.04.2007
Ich habe dieses Buch durch Zufall ausgewählt als wir in der Klasse ein Buch vorstellen mussten!!! Ich lese nicht viel, aber von der ersten Seite an hat mich dieses Buch fasziniert. Einfach SPITZE :-) !!! Dieses Buch wird nie langweilig und man kann es einfach nicht mehr weglegen wenn man es mal angefangen hat zu lesen!!

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