Polar Star von Martin Cruz-Smith

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1989 unter dem Titel Polar Star, deutsche Ausgabe erstmals 1990 bei Hoffmann & Campe. 399 Seiten. ISBN-10: 3-442-44661-9, ISBN-13: 978-3-442-44661-2. Übersetzt von Gertrud Theiss.
Ort & Zeit der Handlung: Sibirien, 1970 - 1989.

'Polar Star' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Der ehemalige Chef der Moskauer Kriminalpolizei, Arkadi Renko, ist aus dem Exil in sein Heimatland zurückgekehrt. Doch wegen mangelnder Linientreue und Fluchthilfe für einen Dissidenten wird er nicht nur vom Dienst suspendiert und von der Partei ausgeschlossen, sondern in eine psychiatrische Klinik gesteckt. Nach gelungener Flucht nach Sibirien, wo er sich von Job zu Job hangelt, heuert er schliesslich auf einem sowjetischen Fabrikschiff in der Fischverarbeitung an. Die »Polar Star« ist Teil eines ungewöhnlichen Joint Venture: Monatelang folgt sie nun schon amerikanischen Fangbooten in Gewässern zwischen Alaska und Sibirien, der Beringstrasse und den Aleuten. Dabei liefern die Sowjets die Verarbeitungsschiffe und übernehmen den Fang, die Amerikaner stellen die Trawler und kassieren ab. Das Geld fliesst nach Seattle, zu einer amerikanisch-russischen Firma. Doch eines Tages wird die tägliche Routine jäh unterbrochen: Auf dem Schiffsdeck wird zusammen mit dem Fisch auch die Leiche einer Frau aus dem Netz geschüttet. Auf Wunsch des Käptens und nicht zuletzt angetrieben von seinem eigenen Ehrgeiz beginnt Renko, diesen »Unfall« genauer zu untersuchen. Doch überall auf dem in der Eiswüste driftenden Schiff begegnet er nur Misstrauen und Lügen. Nur in der Kollegin vom Fliessband, der liebenswerten Natascha, findet er eine Verbündete. Als sich herausstellt, dass jemand an Bord ist, den Renko vor langer Zeit ins Gefängnis gebracht hatte, ist klar, dass er es nicht nur mit sowjetischer Bürokratie und dunklen Machenschaften zwischen Amerikanern und Russen aufzunehmen hat, sondern, dass sein eigenes Leben in Gefahr ist …

Ihre Meinung zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star«

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piet zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 25.09.2011
Diesen Roman hab ich vor 20 Jahren als Jugendlicher verschlungen, nachdem ich von Gorki Park schon angefixt war. Was mich besonders fesselte war die atmosphärisch dichte Beschreibung dieses auf dem Eismeer gefangenen Schiffes. Die finsteren Machenschaften lassen das Thermometer noch zusätzlich sinken. Beim Lesen kriecht einem die Käle unter die Haut. Hab mir den Roman jetzt gebraucht wieder bestellt und freu mich schon darauf in See zu stechen.
Michel zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 11.03.2010
Für mich der beste Arkadi Renko ever.
Dieses Buch habe ich mindestens 30 mal gelesen. Unfreiwillig aus der Schmutzbrigade geholt, kann Er einfach nicht anders, sein Schnüfflerinstinkt zwingt ihn. Die Situationen in die selbiger Ihn bringt sind teils tragikomisch, teils einfach gefährlich. Unterhaltung und Spannung pur.
Krimifan zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 28.02.2010
Gorki war richtig gut. Besser zu werden ist dann immer schwierig. Da ich die deutsche Ausgabe von Polar Star nicht für keines Geld bekommen konnte habe ich die englische Ausgabe von macmillan, 2007 gekauft.

Im Deutschen ist der schon richtig gut aber im englischen doch noch einen Tick besser. Das ist halt seine Muttersprache.

Manchmal haben mich die Ortswechsel etwas verwirrt, aber letztendlich habe ich die die restlichen 150 Seiten auf einem Interkontinentalflug non stop gelesen. Die Handlung und auch die Spannung baen sich auf und man hat nie das Gefühl irgendwo in ein Loch zufallen. Dabei bleiben die Schlüsse die Arkadi Renko zieht jederzeit nachvollziehbar.
Wenn die deutsche Ausgabe genau so ist wie die Englische dann kann ich das Buch nur empfehlen.
Dr.Dieter Rohnfelder zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 04.09.2009
Hält das Niveau von "Gorki Park" durchaus, gefällt mir aber nicht ganz so gut. Wir sind in der Sowjetunion in der Ära Gorbatschow, und Arkadi Renko eckt immer mehr an und muss sich auf einem Fischereischiff "in der Produktion bewähren". Doch auch hier kann er das Ermitteln nicht lassen. Spannend und wieder total authentisch, sehr zu empfehlen (85 Grad).
Christian zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 17.06.2005
Ich kann mich nur den anderen Meinungen anschliessen. Ein absolutes Highlight des Autors. Insbesondere die Details und die Dialoge haben mich - wie schon bei Gorki Park - fasziniert. Ich freue mich schon auf den nächsten Arkadi Renko.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Lundegaard zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 18.02.2005
Die kalte Beringsee verschlingt einen regelrecht in diesem Meisterwerk der Krimiliteratur. Die Qualitäts -und Spannungskontinuität eines Martin Cruz-Smith hat wirklichen Seltenheitswert in der Krimiliteratur. ERINER DER BESTEN!!!
paul zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 30.10.2004
einfch genial, spannend vom anfang bis zum ende, meines erachtens kann man sich sehr gut in die damalige zeit hineinversetzen (obwohl dass noch gar nicht so lange her ist)

ps; die eine liebesszene ist auch nicht von schlechten eltern gg
nbb zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 13.12.2003
Sie werden Ihren Dosenfisch künftig mit anderen Augen betrachten...

Düster, beinahe, unglaublich im Detail, fesselnd, ein echter Cruz-Smith eben, der sich nicht scheut, seinen Leser ebenso zu quälen wie seinen Protagonisten.
Turambar zu »Martin Cruz-Smith: Polar Star« 01.10.2003
Besser als Gorki Park
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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