Tödlicher Verdacht von Mark Billingham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel From the dead, deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Goldmann.
Folge 9 der Tom-Thorne-Serie.

  • London: Little, Brown, 2010 unter dem Titel From the dead. 361 Seiten.
  • München: Goldmann, 2012. ISBN: 978-3-442-47698-5. 484 Seiten.

'Tödlicher Verdacht' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Alan Langford ist seit zehn Jahren tot. Damals fand man seine Leiche in einem ausgebrannten Auto. Es war Mord, und seine Ehefrau Donna wurde verdächtigt, am Tod ihres Mannes beteiligt gewesen zu sein. Viele Jahre hat sie dafür im Gefängnis verbracht. Doch kurz vor ihrer Entlassung erhält sie einen anonymen Brief mit einem aktuellen Foto von Alan. Sollte dieser Mann, den sie aus tiefstem Herzen hasst, noch leben? Bei dem Versuch, genau das herauszufinden, gerät DI Tom Thorne an einen unberechenbaren Killer.

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kianan zu »Mark Billingham: Tödlicher Verdacht« 18.11.2014
Ich liebe diese Krimiserie um Tom Thorne und auch das 9. Buch ist aus meiner Sicht wieder überaus gelungen!

Auch wenn rasch klar wird, wer hinter dem Mord an dem Mann im verbrannten Jaguar steckt und auch die Hintergründe sehr bald offen gelegt werden, zeichnet die Spannung dieses Buches aus, dass ich bis zum Ende mitfieberte, ob und wie Tom Thorne den Mörder dingfest machen kann. Und auch wie es mit Donna, ihrer Tochter Ellie, ihrer Freundin Kate und Anna Carpenter weitergeht.

Ein wenig schade fand ich, dass sein übliches Team (z. B. der Pathologe Phil Hendricks sowie Yvonne Kitson und Dave Holland) in diesem Fall nur im Hingergrund agieren, aber der Spannung selber hat es keinen Abbruch getan.

Das einzig Ärgerliche war für mich, dass ich dieses Buch nicht an einem Freitag oder Samstag angefangen habe zu lesen. Denn dann hätte ich es sicherlich in einem Zug durchgelesen. So habe ich es innerhalb von zwei Tagen verschlungen.

Für mich eine klare Kaufempfehlung, doch würde ich diese Serie mit Tom Thorne der Reihenfolge nach lesen - das erhöht das Lesevergnügen!
Christiane hinz zu »Mark Billingham: Tödlicher Verdacht« 08.10.2012
Ich bin eigentlich eine enthusiastische Krimileserin und habe in der Mitte des Buches aufgehoert, da ich mich einfach nurnoch gelangweilt habe.
thorne mag ja im Grunde seines Herzens ein netter Typ sein, aber warum muss er seine Coolheit so raushaengen lassen, dass es ihm schwer faellt einen ganzen Satz zusammenzubringen, wenn sein herz mal ein bisschen hoeher schlaegt?
ein Buch, dass man sich sparen kann.
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Stefan83 zu »Mark Billingham: Tödlicher Verdacht« 02.09.2012
Mit "Tödlicher Verdacht" liegt nun der neunte Band aus der Reihe um Detective Inspector Tom Thorne vor, von der inzwischen ein Großteil nur noch antiquarisch erhältlich ist, denn Fakt ist: Den Durchbruch hat Billingham in Deutschland nie so wirklich geschafft. Anders als Ian Rankin, wurde ihm jedoch auch von Verlagsseite nie diese Aufmerksamkeit zuteil, was sich nicht nur in den immer wieder ändernden Cover-Aufmachungen widerspiegelt, sondern auch in der Auswahl der Titel, welche vermuten lassen, dass sich, vom Lektor mal abgesehen, nie jemand näher mit dem Inhalt der Romane befasst hat. "Tödlicher Verdacht" (im engl. "From the Dead") ist allerdings selbst für Goldmann ein neuer Tiefpunkt.

Das Mark Billingham sich nochmal auf dem deutschen Buchmarkt einen Namen macht, halte ich inzwischen jedoch selbst für unwahrscheinlich, auch weil die Serie, wie die Hauptfigur Tom Thorne, in die Jahre gekommen ist und einiges vom früheren Esprit und Witz verloren hat. Der aktuelle Fall ist eine alles in allem gut konstruierte Geschichte, der es aber einfach an Überraschungsmomenten fehlt und die allzu linear auf das vorhersehbare Ende zuläuft. Die Twists und Doppel-Twists, welche Billingham früher ausmachten, bleiben aus, die Figuren, insbesondere Thornes Gegenspieler bleiben erschreckend blass und leblos. Und über Billinghams sonst so zielsicheren Humor konnte ich diesmal nur schmunzeln. Hinzu kommt das behäbige Erzähltempo, was vom unnötigen Beziehungsblabla zwischen Throne und seiner Angebeteten noch in die Länge gezogen wird. Wo sich sonst die Nackenhaare aufstellten, ließ mich in "Tödlicher Verdacht" der Plot gänzlich kalt. Der Tod eines Katers aufgrund von Magenkrebs war da fast schon noch der emotionalste Moment.

Alles in allem hat es den Anschein, als hätte sich hier jemand mühsam aus dem bequemen Sessel hochgewuchtet, um endlich "dieses blöde Buch fertigzubekommen", damit der Verleger Ruhe gibt. Sicherlich ein ungerechtigter Vorwurf, aber der qualitative Absturz gegenüber dem Vorgänger legt diesen Verdacht irgendwie nahe. So gibt es insgesamt leider zu wenig, um "Tödlicher Verdacht" weiterempfehlen zu können. Wer der Thorne-Serie nicht schon länger die Treue hält, darf sich jedenfalls einen Kauf verkneifen. "Tödlicher Verdacht" ist nach "Blutzeichen" der bis hierhin schlechteste, weil einfach zäheste Band.

Am Ende kann man nur konstatieren, was schon die Sitznachbarin Thornes auf dem Flug nach Malaga sagt: "Es sieht aus, als könnten Sie etwas Urlaub vertragen". Ja, das würde dieser Serie wahrscheinlich doch mal ganz gut tun.
Krimitante zu »Mark Billingham: Tödlicher Verdacht« 06.05.2012
routiniert geschriebener, gut lesbarer durchschnittskrimi. lebensnahes, nicht unsympathisches personal, realer plot. manchmal etwas zu langatmig, deshalb spannungslos, geschildertes privatleben der protagonisten. der letzte band einer ganzen reihe, der sich aber auch ohne vorwissen lesen lässt. wenn ich mal nichts anderes auf dem nachtisch habe, werde ich wohl noch den ein oder anderen band aus dieser serie lesen. dann aber beim ersten beginnen.
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