Die Tränen des Mörders von Mark Billingham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Scaredy Cat, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 2 der Tom-Thorne-Serie.

  • London: Little, Brown, 2002 unter dem Titel Scaredy Cat. 480 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Isabella Bruckmaier. ISBN: 3-442-45537-5. 480 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. Übersetzt von Isabella Bruckmaier. ISBN: 3-442-46131-6. 470 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. Übersetzt von Isabella Bruckmaier. ISBN: 978-3-442-55481-2. 470 Seiten.

'Die Tränen des Mörders' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Kriminalinspektor Tom Thornes unheimlichster Fall: Zwei Frauen werden in London am selben Tag erwürgt aufgefunden, und offenbar stehen beide Morde in engem Zusammenhang. Im Laufe der Ermittlungen gelangt Thorne jedoch zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Er muss nicht einen einzelnen Täter jagen, sondern zwei, von denen der eine dem anderen mörderische Aufgaben stellt …

Ihre Meinung zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders«

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Bibliophagos zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders« 30.09.2009
Die 470 Seiten der deutschen Ausgabe lesen sich wie ein klebriger Kaugummi ohne Geschmack. 20-30 Seiten zur Jugend der Täter quasi als psychologisches Element eingebaut schaffen es nicht, den Rest merklich aufzuwerten. Spannung, Thrill will nie so richtig aufkommen, die Handlungsebenen sind verwirrend, ungenau. Bisweilen runden auch eine zu derbe Mundart und zu deftige Erotikszenen die Story ab.
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Ehrliche Wertung: 40 Grad.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan83 zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders« 18.07.2009
Auch in seinem zweiten Band aus der Serie um Detective Inspector Tom Thorne beweist Mark Billingham erneut seine Qualitäten als Autor von "Police Proceduals". Und wie schon in seinem Erstling "Der Kuss des Sandmanns" tut er das mit einer scheinbaren Routine und Reife, die schlichtweg beeindruckt.

Während andere Genrekollegen in ihren Reihen gerade am Anfang noch eine gewisse Balance haben vermissen lassen, schreibt Billingham wie ein "alter Hase", überrascht er mit einer Stimme, die sich nicht nur von der Konkurrenz abhebt, sondern für einen Engländer auch sehr amerikanisch klingt. Sein bester Wurf ist dabei die Hauptfigur Tom Thorne, die, zwar oft mit Rankins John Rebus verglichen, eigentlich wenige Ähnlichkeiten mit diesem aufweist. Wo der Schotte vom Leben gezeichnet nicht selten mit seelischen Problemen kämpft, ist Thorne um einiges bissiger, nicht selten am Rande des Zorns. Eine Eigenschaft, die auch in diesem Fall deutlich zutage tritt:

Die Ereignisse des 11. September haben auch in der Hauptstadt Londons ihren Widerhall gefunden. Im Zuge der Verbrechensbekämpfung wurde die Metropolitan Police neu strukturiert, mehrere so genannte "Crime Groups" gebildet. Thorne, verantwortlich für die "Serious Crime Group", bekommt zumeist die Fälle serviert, die in kein Schema passen wollen und unlösbar scheinen. Dieses Mal sind das zwei Morde an Frauen, die innerhalb kürzester Zeit hintereinander begangen wurden. Beide Opfer scheinen auf dem Heimweg den Zug genutzt zu haben. Hier enden die Ähnlichkeiten allerdings auch, denn die zwei Frauen wurden zwar erwürgt, allerdings auf völlig unterschiedliche Art und Weise.

Während die allein erziehende Mutter vor den Augen ihres dreijährigen Kindes qualvoll und brutal getötet wurde, ist mit der zweiten verhältnismäßig sanft umgegangen worden. Und bei der Obduktion der Leiche finden sich hier auch Spuren von Körperflüssigkeit - und zwar Tränen. Durch die gewonnenen Erkenntnisse in dem Fall erscheinen jetzt auch zwei frühere Frauenmorde in einem völlig neuen Licht. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dave Holland und dem Neuzugang Sarah McEvoy nimmt Thorne die Ermittlungen auf. Und legt sich dabei erneut mehr als einmal mit seinen Vorgesetzten an...

Man spoilert nicht viel, wenn man an dieser Stelle verrät, dass es sich bei den Morden natürlich um zwei Täter handelt, die miteinander in Kontakt stehen (Der Text auf dem Buchrücken lässt diese Katze ja auch aus dem Sack). Das ist jetzt keine unbedingt völlig neue Idee, wird aber in diesem Buch derart spannend erzählt, dass der Leser (ob er nun will oder nicht) desöfteren äußerst geschickt auf die falsche Fährte geführt wird. Dabei ist es keine packende Jagd im Sinne eines Thrillers, sondern eher ein psychologisches Kräftemessen zwischen Ermittlern und Mördern, in dem die Gedanken der Figuren im Vordergrund stehen. So lernt man u.a. Thorne gegenüber dem ersten Band noch etwas besser kennen und auch seine Kollegen gewinnen eindeutig an Konturen. Dave Holland, im Erstling eher blasser Side-Kick, spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Ihn benutzt Billingham auch einmal mehr als Schlüssel zum Verständnis für professionelle Polizeiarbeit, die hier erneut in allen Facetten (Höhen und Tiefen) dargestellt wird. Aufgelockert wird die Düsternis wieder von einem toll pointierten, zynischen Humor, der nicht selten ein Schmunzeln ins Gesicht des Lesers zaubert.

Größter Kritikpunkt ist in diesem Fall aber das Ende. Nicht nur, dass ich die Identität des Mörders schon einige Seiten vorher entschlüsselt haben, auch die Auflösung gerät arg kurz. In dem durchaus packenden Showdown geht eine nähere Erklärung der Hintergründe völlig verloren, weshalb sich der Leser irgendwie überrannt fühlt und einige lose Enden (z.B. Wer war denn nun Caroline?) das Gesamtergebnis etwas trüben.

Insgesamt ist "Die Tränen des Mörders" jedoch wieder ein gelungener Polizeiroman mit Thriller-Elementen, der mit einigen Überraschungen aufwartet und für viele Stunden nägelkauende Spannung garantiert. Düster, finster, fesselnd - so wie ein guter Krimi sein soll!
7 von 8 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Tina zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders« 05.11.2008
ich habe lange gebraucht bis ich mich an diese Buch herangewagt habe. Warum? Weil Billingham gerne in einem Atemzug mit Ian Rankin genannt wird. Mit dem kann ich nämlich nicht wirklich was anfangen.
Und der Vergleich ist auch nicht richtig. Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit, Polizeiroman aus England der sich um einen Detective mit seinem Team dreht, haben die beiden nicht viel gemeinsam. Obwohl beides eher ruppige Gesellen, die einiges auf ihrer Seele herumtragen, ist Tom Thorne ist von ganz anderem Schrot und Korn als Rebus. Mehr Wut, weniger Komplexe und Schuldgefühle. Und er hat mehr Humor. Einen zynischen und beißenden Humor versteht sich.
Wie der Charakter, so auch das Buch. Das ein ganz erhebliches Tempo vorlegt. Billingham erspart einem weitgehend so Dinge wie die Beschreibung von Autofahrten nach irgendwohin und wieder zurück. Ebenso werden lanwierigere Aktivitäten werden gerne durch eine kurze Rückblende auf die Ergebnisse ersetzt. Das tut dem Erzählfluss und der Spannung ausgesprochen gut.
Nicht zuletzt ist die Idee der 2 parallel handelnden Serienmörder auch neu und unverbraucht.
Insgesamt kommt dabei ein spannendes Buch heraus das trotz des Umfeldes in dem es spielt stärker an amerikanische als an britische Krimis erinnert. 88°
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sue82 zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders« 24.08.2008
Das zweite Buch um Tom Thorne besticht wieder durch eine gute und spannende Story, mit einem etwas überraschenden Ende.

Die Idee zwei Mörder agieren zu lassen, fand ich sehr gut. Auch das beide schon von Anfang an "zu Wort" kommen tat der Spannung keinen Abbruch. Der Autor schafft es hier, jedes Mal etwas mehr preiszugeben, so das die Spannung sich stetig steigerte und in einem furiosen Ende endete.

Fazit: Nach dem ersten Teil erschaffte der Autor wieder eine sehr gute Story und entwickelte die Protagonisten weiter. 85°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Gian-Luca zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders« 27.01.2007
Zum zweiten mal Ermittelt die Serious Crime Group (west)unter Leitung von Billinghams Serienhelden DI Tom Thorne gegen einen Serienkiller der Londomn unsicher macht.Der Roman ist wie sein vorgänger einfach klasse und der Humor kommt auch nicht zu kurz.
DiTo zu »Mark Billingham: Die Tränen des Mörders« 28.10.2006
Also das war mein erstes Buch von Mark B. und ich fand es total spannend!
Es reist einen von der ersten seite gleich mit und ich konnte es nur sehr schwer aus der Hand legen...war oft soo spannend das ich bis in die Nacht gelsen habe =)
Sicher geschmacks Sache da auch viel Familienleben des Inspektors durchdringt (den man VIELLEICHT nur dann versteht wenn man den ersten Teil - Infarm - gelsen hat, aber ich habe ihn (noch) nicht gelesen und trotzdem verstenaden ;o) ) dennoch empfehle ich es durchaus weiter und freue mich irrsinnig darauf seine anderen Bücher zu lesen!
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