Der Kuss des Sandmanns von Mark Billingham

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel Sleepyhead, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 1 der Tom-Thorne-Serie.

  • London: Little, Brown, 2001 unter dem Titel Sleepyhead. 416 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Helmut Splinter. ISBN: 3-442-45227-9. 416 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Helmut Splinter. ISBN: 978-3-442-05542-5. 416 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Helmut Splinter. ISBN: 978-3-442-55524-6. 416 Seiten.

'Der Kuss des Sandmanns' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Kein Laut dringt aus Alisons Mund, kein Muskel bewegt sich. Dennoch ist sie hellwach und versucht verzweifelt, Kontakt zu ihrer Umwelt aufzunehmen. Dieses grausame Schicksal verdankt sie einem Unbekannten, der sie betäubt und mit einem gezielten Druck auf die Halsschlagader gelähmt hat. In den Augen von Kriminalinspektor Tom Thorne hat Alison noch Glück gehabt – sie lebt. Doch als drei Frauenleichen entdeckt werden, erkennt Thorne die furchtbare Wahrheit …

Ihre Meinung zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns«

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Antje zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 29.03.2011
Das Buch hält nicht , was es verspricht. Total langatmig, alle Polizisten - außer Thorne natürlich - sind blöde und haben keinen Durchblick, die durch den Anschlag in sich selsbt gefangene Alison nimmt ihr Schicksal von Beginn an m.E. ziemlich gelassen hin (ihre Gedanken werden beschrieben) und fragt sich weder nach dem "wer" und "warum" noch nach einem "wie komme ich hier wieder raus???" Schade - gute Idee langweilig ungesetzt!
Marv zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 23.08.2010
Bei Mark Billinghams Roman ‚Der Kuss des Sandmann‘ hatte ich zunächst etwas Probleme damit, mich ‚einzulesen‘. Dies mag an Billinghams Stil oder auch an der Unvermitteltheit, mit der die Geschichte beginnt, gelegen haben. Nachdem diese ‚Hürde‘ überwunden wurde, entwickelt sich ein durchaus spannender und interessanter Roman. Auf der einen Seite enthält er überraschende und neue Elemente. Dies betrifft zum einen das Verbrechen an sich, als auch stilistisch die teilweise humorvollen Einschübe aus der Gedankenwelt eines der Opfer. Auf der anderen Seite hat man jedoch manchmal das Gefühl, die Figuren und Szenarien anderswo schon mal gelesen zu haben. Dennoch schafft es Billingham den Leser zu fesseln und auf falsche Fährten zu locken, wobei am Ende die Motivation des Täters nur eingeschränkt nachvollziehbar bleibt.
In Summe nicht ganz rund und mit einigen Schwächen, dennoch besser als der Durchschnitt und ein Kandidat für eine Wiederholungstat.
sabrina13582 zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 25.07.2009
Der erste Teil der Tom Thorne Reihe von Mark Billingham und ich bin absolut begeistert. Billingham schreibt zwar meiner Meinung etwas eigenwillig aber dafür überaus brilliant. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen so spannend und mitreißend geschrieben. Der Hauptdarsteller Tom Thorne ist absolut sympatisch, auch wenn er manchmal etwas eigenwillig rüberkommt, aber das war mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Was mir besonders gefiel, war das Billingham aus zwei Sichten schreibt - einmal die Seite der polizeilichen Ermitllungen, gewürzt mit etwas Privatleben des Tom Thornes und auf der anderen Seite das Gefühlsleben des einzig überlebenden Opfer des Sandmanns. Der Plot ansich ist sehr überzeugend und flüssig zu lesen - die Characktere gut dargestellt - und man wird nicht drum rum kommen mitzurätseln wer denn jetzt der Sandmann ist. Das Ende ist perfekt und nicht voraus zu sehen. Alles in allem: Ein genial geschriebener Krimi der für schlaflose Nächte sorgt!!!
Stefan83 zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 08.06.2009
Wenn Komiker plötzlich auf die Idee kommen Spannungsliteratur zu schreiben, sollte man eigentlich wohl eher skeptisch sein. Im Falle von Mark Billingham besteht dazu jedoch überhaupt kein Anlass.

Als Alternative zu Ian Rankin und Harlan Coben mir empfohlen, hat sich der englische Autor sofort in den erweiterten Kreis meiner Bestenliste geschrieben. Sein Debütroman "Der Kuss des Sandmanns" legt nicht nur einen furiosen Start hin, sondern überzeugt auch durch einen eigenen Stil, der sich im Pool der Konkurrenz durchaus zu behaupten weiß. Dies liegt nicht zuletzt an der Hauptfigur, dem Inspektor Tom Thorne, der im Gegensatz zu seinen Kollegen Rebus oder Mankell äußerlich eher unauffällig ist. Gerade mal knappe 1,70 m groß, eher stämmig gebaut und mäßig gut aussehend, passt er nicht in das Profil der derzeitigen Krimihelden und hat doch enorm Potenzial für eine lange Karriere als Serienheld. Diese nimmt hier ihren Anfang, wenngleich man bei Billinghams Schreibstil den Eindruck bekommt, dass man schon ein paar Bände verpasst hat, derart prompt ist der Beginn, wird der Leser eiskalt ins Wasser geworfen.

Tom Thorne steht am Krankenbett von Alison Willet, dem letzten Opfer eines eiskalten Mörders, der die Polizei seit Wochen auf Trab hält. Seine Ziele, immer Frauen, tötet er stets durch einen gezielten Druck auf die Halsschlagader. Nur Alison hat seinen Angriff überlebt, dafür aber jegliche Beweglichkeit einbüßen müssen. Komplett gelähmt und aufgrund des so genannten "Locked-In-Syndroms" nicht in der Lage zu reden, ist sie nun eine Gefangene ihres eigenen Körpers... und ironischerweise Thornes einzige Zeugin. Während sich der Inspektor in den Fall stürzt und dabei besonders eine Person immer mehr im Verdacht hat, kommen ihm langsam Zweifel. Was wenn der Angriff auf Alison kein Fehlschlag war? Ist sie vielleicht sogar die einzige, bei der der Mörder es richtig gemacht hat?

Was spannend klingt braucht anfangs eine ganze Weile um in Gang zu kommen. Da schon viel vorher passiert ist, hält sich Billingham ziemlich lange mit der Schilderung der Hintergründe und der Vorstellung der Personen auf. Ein Art und Weise, die den ein oder anderen dazu bewegen könnte, das Buch vorzeitig beiseite zu legen. Mich persönlich hat es jedoch nur neugieriger gemacht. Und die Geduld zahlt sich aus.

Mit jeder Seite wird der Plot bald dichter, verfolgt man Thornes verbissene Ermittlungen, der auch vor nicht ganz legalen Mitteln nicht zurückschreckt und eine Suspendierung in Kauf nimmt. Gleichzeitig ist es faszinierend Alisons Gedanken zu verfolgen (hier schimmert zwischen den Zeilen auch der Komiker Billingham durch), die ihre Umwelt regungs- aber nicht teilnahmslos verfolgt. Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil des Buches im Krankenhaus-Milieu stattfindet, fühlte ich mich hier streckenweise stark an Gerritsens "Der Chirurg" erinnert. Mit dem Unterschied, dass die Auflösung hier noch um einiges gelungener ist.

Insgesamt ist "Der Kuss des Sandmanns" ein sehr spannender Krimi-Thriller-Mischling, der gekonnt auf die falsche Fährte führt und doch immer wieder zum Miträtseln animiert. Freue mich jetzt schon auf einen hoffentlich ähnlich starken zweiten Band.
17 von 23 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sonny zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 23.11.2008
Der einzige Grund, dass ich dieses Buch nicht erst mal auf Eis gelegt habe, ist der, dass dort bereits zwei liegen. Ich kann nicht mal genau sagen, was mich an dem Buch gestört hat. Billingham gibt sich viel Mühe bei der Charakterzeichnung, sein Stil ist auch völlig unkompliziert und gelegentliche Längen bringen auch die Besten zu Papier. Spannung ist kaum vorhanden.
Wirklich gut umgesetzt fand ich eigentlich nur die Gedanken von Allison.
Mehr, wie 70° sind nicht drin.
Krimi-Tina zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 22.11.2008
Der erste Roman von Billingham und der zweite den ich von ihm lese.
Zum Glück, denn „Die Tränen des Mörders“ hat mir deutlich besser gefallen.
Es wird im ganzen Buch erstaunlich ausführlich auf den Obsessionen Tom Thornes herumgeritten. Was sehr stark Tempo und Spannung heraus nimmt. Und gerade das für britische Autoren ungewöhnlich hohe Tempo hatte mir persönlich so gut gefallen in den Tränen des Mörders. So müssen wir uns wieder und wieder mit den Dämonen aus der Vergangenheit Thornes befassen.
Teilweise ist das sicher notwendig um die Figur zu verstehen, nimmt aber hier , entschieden zu viel Raum ein.
Auch dass es quasi kaum Personen gibt die als Verdächtige in Frage kommen, man also im Ausschlussverfahren sehr bald dahinter kommt, wer es eigentlich nur gewesen sein kann, nimmt Spannung. Auch da ist das Verwirrspiel im zweiten Band weit besser gelungen.
Dafür ist diese Locked-In Geschichte, also die Idee eines Mörders der gar nicht morden will, sondern andere Ziele verfolgt, neu und unverbraucht.
Die Charaktere sind ausführlich, glaubhaft und erfreulich klischeefrei dargestellt, die Geschichte ist stimmig und wird logisch zu Ende gebracht.
Alles in allem bestimmt kein schlechtes Buch, Und es ist ja durchaus erfreulich wenn sich ein Autor steigert. 80 °
Martinet zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 26.10.2008
Ein sehr spannendes Buch, ein interessanter Fall mit "originellen" Ideen und guten Figuren. Auch die Mischung zwischen eigentlicher Handlung und dem Aufabu der Beziehungen zwischen den Figuren stimmt. Trotz allem werde ich mit der Hauptfigur Tom Thorne (noch) nicht so richtig warm. Seine Arroganz und Macken erschienen nicht ganz so verständlich wie die eines Banks oder eines McRae. Allerdings war dies mein Erster Billingham, und man braucht ja immer ein, zwei Folgen um sich warm zu lesen. Die "Tränen des Mörders" sind schon bestellt.
sue82 zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 01.08.2008
Eine sehr spannende, fesselnde Geschichte und ein sehr gelungener Auftakt der Reihe um den Londoner Tom Thorne.
Thorne ist auf seine ganz spezielle Art sympathisch, der mal ein Glas zuviel trinkt und sich dickköpfig nur auf einen Verdächtigen versteift. Die Gedanken der an des Lockes In Syndroms leidenden Allison sind beklemmend und realistisch.
Die Story ist mit kleineren Mängeln sehr gut gelungen. Absolut zu empfehlen. 85 °
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Batti zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 29.07.2008
Ein sehr fesselndes Buch, das mich insbesondere durch die jedem Kapitel vorangestellten Gedanken Alisons sehr berührt hat.
Die menschliche Abartigkeit wird auf bedrückende Weise dargestellt. Der Zorn, die Fassungslosigkeit und teilweise auch Hilflosigkeit des Ermittlers überträgt sich schnell auf den Leser; man ist mitten im Geschehen und fiebert der Lösung entgegen.
Thorne ist trotz (oder wegen) all' seiner Macken, ein sympathischer, glaubhafter Typ.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Chris. zu »Mark Billingham: Der Kuss des Sandmanns« 28.09.2007
Mein zweites Buch von Mark Billingham. Sein Schreibstil erinnert mich an Ian Rankin, natürlich im positiven Sinne. Interessantes Buch, wirklich originell. Tom Thorne wirkt sehr authentisch. Gelungenes Buch, guter Autor mit viel Potential.

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