Zero von Marion Schwarzwälder

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1990 - 2009.
Folge 2 der Oshinski-&-März-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005. ISBN: 3-499-23639-7. 315 Seiten.

'Zero' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Paula Oshinski, Privatdetektivin, steht erschüttert vor dem zerfetzten Körper ihrer Cousine Sonja. Die Polizei hat die Sache schon geklärt: Unfall oder Selbstmord durch Sturz vor die anrollende S-Bahn. Das kann Paula nicht glauben. Erst am Morgen war Sonja bei ihr im Büro gewesen. Sie wollte sich scheiden lassen und Paula sollte herausfinden, ob ihr untreuer Ehemann Geld auf die Seite geschafft hat, das eigentlich ihr zustünde. Paula beschließt zu ermitteln, zumal sie in einem unbeobachteten Moment eine Pistole in Sonjas Handtasche entdeckt hat. Fühlte sich ihre Cousine bedroht? Völlig überraschend stößt sie auf Sonjas dunkles Geheimnis?

Ihre Meinung zu »Marion Schwarzwälder: Zero«

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r. Auerolf zu »Marion Schwarzwälder: Zero« 02.04.2015
Das Marion Schwarzwälder nicht in den Top Ten zu finden ist, ist mir nach "Zero" nicht schleierhaft. Im Buch passiert gar nichts, zumindest nichts, was einen Krimi ausmacht. Es ist eine Aneinanderreihung von spannungslosen Ereignissen, Dis-kussionen und Befragungen. Die durch den Tod einer Frau auf S-Bahngleisen und deren Verwandtschaft zu Paula, einer Hauptfigur, aufgebaute geringe Spannung kann nicht gehalten werden. Keine über-raschenden Wendungen, keine Zwischen-durchaktionen die diesen Namen verdienen, dafür detaillierte Beschreibung von Alltäglichkeiten und unspektakulärer, ergebnisloser, zäher Aufklärungsarbeit. Die Rezension bekannter Zeitschriften kann ich nicht teilen, wie schon so oft. Für mich ist das Buch nicht spannend und kurzweilig. Ausufernde Lebensweisheiten möchte ich nicht unbedingt im Krimi lesen.
U. Catarina Lichter zu »Marion Schwarzwälder: Zero« 25.04.2005
Dass Marion Schwarzwälder nicht in den Top Ten der Bestsellerlisten zu finden ist, gibt mir Rätsel auf. „Backstage“ und ihr neuer Roman „Zero“ gehören zu den besten Krimis, die seit langer Zeit gelesen habe. Der Stil der Autorin, präzise und schnell und doch nicht oberflächlich. Sie bringt ohne Umschweife alles auf den Punkt, ohne in ins Banale abzudriften. Mit überraschenden Wendungen in der Geschichte versteht sie es, den LeserIn in Atem zu halten, zu überraschen. Sie weiß, wie man auf einen ausgelügelten Plot hin erzählt. Wie nebenbei setzt sie Akzente, gibt politische Statments ab, ohne dogmatisch zu werden. Berliner Luft kann man dabei so selbstverständlich einatmen, wie man Einblick in das immer härter werdende Musikgeschäft oder in politische Machenschaften der Stadt bekommt.
Ihre Stärke, dass Innenleben und Gefühle der Protagonistinnen sichtbar zu machen, haucht der Geschichte Leben ein. Aus Figuren werden auch ohne ausladende Beschreibungen Charaktere. Dabei bilden die beiden Hauptdarstellerinnen ein gutes Gespann: Die adelige „Wessi“, Paula von Oshinski, und die Ex-DDRlerin und Musikerin Melissa März. Seit Jahren Freundinnen, ermitteln die beiden Frauen in ihrer eigenen Detektei. Im Laufe des Geschehens wird das weibliche Duo noch ergänzt durch Tamara, die nach ihrer Ausbildung nicht in den Polizeidienst übernommen wird und durch ihre amerikanische Kollegin Gladys, die in der Bundeshauptstadt auf Urlaub ist. Vier starke Frauen, denen Schwächen zugestanden werden, Selbstzweifel und Eifersucht nicht ausgeschlossen. Die jedoch das leben, was letztendlich gute Frauenfreundschaft ausmacht: Sich aufeinander zu verlassen ohne laute Ankündigungen und füreinander dazusein, wenn es darauf ankommt. Kurz um: „Backstage“ und „Zero“ sind so gechrieben, wie es sich für gute Großstadtkrimis gehört: Kurzweilig,spannend und schnell - und suchterregend!
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