Der geheime Brief von Maria Ernestam

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel Alltid hos dig, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei btb.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden, 1990 - 2009.

  • Stockholm: Forum, 2008 unter dem Titel Alltid hos dig. 301 Seiten.
  • München: btb, 2011. Übersetzt von Gabriele Haefs. ISBN: 978-3-442-74226-4. 384 Seiten.

'Der geheime Brief' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die Welt scheint stillzustehen, als die vierzigjährige Fotografin Inga ihren Mann bei einem Autounfall verliert. Um wieder zu sich zu kommen, zieht sie sich auf die Insel Marstrand zurück, auf der ihre Familie seit Generationen ein Sommerhäuschen besitzt. Beim Aufräumen findet sie eine rätselhafte Kiste mit Briefen – adressiert an ihre Großmutter Rakel. Verfasserin ist eine Frau in Afrika, die sich dort offenbar während des ersten Weltkriegs als Missionarin aufhielt. Und je mehr Inga über die Briefeschreiberin und deren Beziehung zu ihrer Familie erfährt, desto entscheidender verändert sich auch ihr eigenes Leben.

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Totenleserin zu »Maria Ernestam: Der geheime Brief« 10.11.2017
Zu Beginn möchte ich an dieser Stelle die Kurzbeschreibung korrigieren: Der Mann von Inga stirbt nicht bei einem Autounfall, sondern an einem Herzinfarkt bei einem Spaziergang.

Man begleitet zwei starke Frauen auf ihrem Lebensweg und mit ihnen auch die anderen, welche den beiden stets zur Seite stehen.

Zum Einen spielt das Buch 1959 - in diesen Abschnitten driften wir auch in die Jahre des 1. Weltkrieges ab. Der Leser erhält hier die Möglichkeit die junge und auch die erwachsene Rakel kennen zu lernen. Das Leben bei ihren Eltern ist nicht einfach in Zeiten des Krieges. Als dann auch noch Anton bei Rakels Familie "strandet" und darum bittet eine kurze Zeit zu bleiben, ist das Chaos perfekt. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf...

Zum Anderen spielt das Buch 2007 - die Fotografin Inga hat ihren Mann verloren und ist nun in ihrer Trauer versunken. Schließlich entscheidet sie sich für eine Auszeit im alten Familiensommerhaus auf Marstrand. Dort beginnt sie nicht nur den Schuppen aufzuräumen, in welchem sie einen geheimen Brief findet, sondern auch ihr Leben neu zu ordnen und zu strukturieren. Ihr alter Freund Niklas hilft ihr dabei und auch hier nimmt das Schicksal seinen Lauf...

... bis beide Handlungsstränge einen Sinn ergeben und den Abschluss bilden.
Gerade den Abschluss fand ich so schön, da er doch so einige offene Stellen hatte, die man sich dann selbst denken konnte.

Das Leben ist nicht immer nur Sonnenschein, dass war 1916 nicht und ist es auch 2007 nicht. Doch manchmal führt das Schicksal einen auf unbekannte Wege, man kann diese betreten oder sich umdrehen und einfach so weitermachen wie bisher. Doch in diesem Buch geht es um zwei starke Frauen, da dreht sich keine um, sondern der unbekannte Weg wird betreten und mit all seinen Hürden versucht zu überwinden. Verluste sind schwer, doch man kann auch gerade dadurch an Stärke gewinnen.
Auf Seite 361 befinden sich für mich in diesem Buch die schönsten Worte:
"An eines sollst du dich erinnern. Schau nach vorn und nimm deinen Weg. Wie die Menschen das zu allen Zeiten getan haben."

Bis auf die, auch in Auflage 6 des Buches, vorhanden Schreib- und Tippfehler liest sich das Buch durch seinen flüssigen Schreibstil sehr gut.
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