Grabeskälte von Maren Schwarz

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 bei Gmeiner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Sachsen, 1990 - 2009.
Folge 1 der Henning-Lüders-Serie.

  • Meßkirch: Gmeiner, 2004. 233 Seiten.

'Grabeskälte' ist erschienen als

In Kürze:

Cora Birkner, erfolglose Krimiautorin aus Auerbach, hütet ein schreckliches Geheimnis: Sie ist die einzige Augenzeugin eines grausamen, über zwanzig Jahre zurückliegenden Mordes. Immer wieder von beängstigenden Alpträumen geplagt, entschließt sie sich eines Tages ihr Wissen preiszugeben – in ihrem neuen Kriminalroman. Das Buch findet das Interesse eines Leipziger Verlags. Doch noch bevor es zu einem Treffen kommt, wird die Leiche der Frau unter der berühmt berüchtigten Göltzschtalbrücke aufgefunden …

Das meint Krimi-Couch.de: "Tod an der Göltzschtalbrücke – Pensionierter Polizist klärt gruselige Morde im Vogtland auf

Krimi-Rezension von Johannes Fischer

»Mein Name ist Cora Birkner und wenn Sie diese Zeilen lesen, dann bin ich nicht mehr am Leben.«

Tatort Vogtland, Schauermonat November. Die Regionalzeitung »Freie Presse« meldet: »Der Reichenbacher Hauptfriedhof rückt in den Brennpunkt polizeilicher Ermittlungen.« Eine Steinplatte aus Granit sei von einem Familiengrab zur Seite geschoben worden und …

Aufsehen erregende Grabschändungen und satanistische Verwüstungen hat es im Vogtland auch schon früher gegeben – vermutlich hat sich die vogtländischen Krimi-Autorin Maren Schwarz davon inspirieren lassen. Denn ihr Roman »Grabeskälte« beginnt auf dem Auerbacher Friedhof. Zwei Männer dringen in eine Gruft. Im Jahr 1978.

Zeitsprung. Jahrzehnte später befasst sich der pensionierte Kriminalbeamte Lüders mit dem Tod einer Schriftstellerin, die angeblich von der Göltzschtalbrücke sprang. Lüders – ein typisch deutscher Kommissar, bürgerlich, gemütlich, mit Gefühl – glaubt nicht so recht an Selbstmord. Seine Ermittlungen führen ihn zurück in das Jahr 1978. Er gerät auf die Spur eines psychopathisch-perversen Killers.

Maren Schwarz beschreibt die dunklen Seiten des zu Tageszeiten doch eher idyllisch wirkenden Vogtlandes. Sie baut überraschende Wendungen in die Geschichte ein und variiert die Erzählperspektive, was die Lektüre abwechslungsreich macht. Ganz kurz taucht auch der Täter als Erzähler auf, doch verrät Maren Schwarz dabei nicht, um wen es sich handelt.

Die Abscheulichkeit der Morde kommt eine Spur zu nüchtern rüber – fast könnte man meinen, dass Leichenfledderei zum vogtländischen Alltag gehört.

Die geschilderten Orte – vogtländische Kleinstädte und Leipzig – erscheinen authentisch. Der Leser spürt deutlich, dass Maren Schwarz aus der Region kommt. Ihr Regionalkrimi ist daher ein echtes Werk der Marke Sachsen-Krimi.

Ihre Meinung zu »Maren Schwarz: Grabeskälte«

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nosch zu »Maren Schwarz: Grabeskälte« 18.04.2011
Der Roman ist sprachlich eine Katastrophe. Die handelnden Personen reden hölzern und völlig unglaubwürdig, z.B. spricht ein sehr einfach gestrickter Charakter von "sich windendem Gewürm". Diese völlig unrealistische Ausdrucksweise durchzieht den gesamnten Roman - wo war da der Lektor? Diese stilistischen Grausamkeiten haban mich bereits nach der Hälfte das Buch aus den Händen legen lassen.
ka74 zu »Maren Schwarz: Grabeskälte« 19.04.2008
Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen. Es ist kurzweilig, ich hatte es in kürzester Zeit gelesen. Bis zum Ende bleibt die Spannung erhalten, so dass der Leser ein klein wenig miträtseln kann. Geschockt war ich von der kalten, fast emotionslosen Beschreibung der Morde. Hier hätte ich mehr Feingefühl erwartet. Dennoch als Fazit: lesenswert und zu empfehlen.
Carline zu »Maren Schwarz: Grabeskälte« 04.04.2008
Grabeskälte war für mich interessant, weil ich in der Nähe beheimatet bin.
Tatort Göltzschtalbrücke – überregional nicht etwa deshalb bekannt, weil es die weltgrößte Ziegelsteinbrücke ist, sondern wegen der vielen Selbstmorde und Suizidversuche, die es in der Vergangenheit gab.
Maren Schwarz hat darum einen Krimi mit regionalem Bezug gestrickt, der gar nicht sooo schlecht ist. Nicht für den Krimi-Gourmet, mehr für den gutbürgerlichen Leser halt.
Ein Riesenärgernis, was mir die Lektüre total vermiest hat, sind die unglaublich vielen Fehler. Da macht das Lesen keinen Spass mehr.
A. Müller zu »Maren Schwarz: Grabeskälte« 12.10.2006
Für mich stellt Grabeskälte einen wirklich lesenswerten und bis zur letzten Seite spannenden Krimi dar, bei dem auch der Lokalbezug nicht zu kurz kommt. Von Altbackenheit habe ich nichts gespürt. Das kommt wohl auf die Betrachtungsweise an. Fazit: uneingeschränkt empfehlenswert!!!
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Martin Warlies zu »Maren Schwarz: Grabeskälte« 05.10.2006
Ich kann mich meinem Vorredner/meiner Vorrednerin nur anschließen. Zwar bin ich kein Fan des Versuches, hohe Literatur in Krimiform zu präsentieren (oder umgedreht). Aber das Buch - auf das ich mich wegen des Lokalkolorits gefreut hatte - ist einfach zu altbacken.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
antenne zu »Maren Schwarz: Grabeskälte« 17.09.2006
Dieses Buch ist eins der schlechtesten, das ich je gelesen habe. Die Geschichte an sich ist schon spannend wie ein Peter-Alexander-Krimi, die Namen der handelenden Personen sind ebenfalls aus den 60er Jahren: Cora, Nora, Senta, Herr Caspari (fehlt nur noch eine Helga Sander). Aber das schlimmste an diesem Roman sind die Satzkonstruktionen, anders kann ich es leider nicht bezeichnen. "Alles, was wir in der Schreibwerkstatt gelernt haben!" - grauenhaft!!!
1 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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