Tod einer Verrückten von Magdalen Nabb

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1988 unter dem Titel The Marshal and the Madwoman, deutsche Ausgabe erstmals 1997 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Toskana / Florenz, 1970 - 1989.
Folge 6 der Maresciallo-Guarnaccia-Serie.

  • London: Collins, 1988 unter dem Titel The Marshal and the Madwoman. 216 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1997. Übersetzt von Irene Rumler. ISBN: 3-257-22978-X. 315 Seiten.
  • [Hörbuch] München: audio media, 2009. Gesprochen von Frank Engelhardt. gekürzt. ISBN: 3868045163. 6 CDs.

'Tod einer Verrückten' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Warum sollte jemand Clementina ermorden wollen, jene liebenswerte Verrückte, die jeder kennt im Florentiner Stadtviertel San Frediano? Wie sie in ihrem abgetragenen Kleid vor sich hin schimpfend immer vor der Bar mit dem Besen herumfuhrwerkte – das war ein allen vertrautes Bild. Erst als Clementina tot ist, wird klar, wie wenig man eigentlich von ihr weiß. Guarnaccia steht ohne einen Hinweis auf ein Tatmotiv da, in der brütenden Augusthitze. Bis er beginnt, Clementinas Vergangenheit zu erkunden, und zu den traumatischen Ereignissen vordringt, die das Leben der alten Frau so nachhaltig beeinflußten …

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detno zu »Magdalen Nabb: Tod einer Verrückten« 21.12.2009
Rezi zum Hörbuch " Tod einer Verrückten", gelesen von Frank Engelhardt .

Wer hier Action erleben oder den üblichen Massenmörder bei der Arbeit zuhören möchte, der sollte um dieses Werk einen weiten Bogen schlagen.

Ohne Hektik und mit einer ungewohnten Ruhe, dafür aber äußerst schweisstreibend (es ist August in Florenz) ermittelt Maresciallo Guarnaccia im Fall einer Selbstmörderin. Schnell erkennt er an den Spuren, dass die Frau ermordet und der scheinbare Selbstmord (ihr Kopf steckte im Gasherd) nur vorgetäuscht wurde. Aber welchen Grund gab es für dieses Verbrechen? Die alte Frau war im Wohnviertel als zänkische und keifende, aber trotzdem harmlose Verrückte bekannt.

Viele Einzelgespräche mit den Nachbarn muss der Maresciallo führen, um langsam das Tatmotiv zu erkennen, das weit zurück in der Vergangenheit liegt.

Die Atmosphäre im hochsommerlichen Florenz, das Alltagsleben der einfachen Leute dort im Kiez und die verschiedensten Typen werden detailliert herausgearbeitet.

Die Stimme von Frank Engelhardt ist zudem sehr angenehm und passt genau für dieses "ruhige" Hörbuch.

Ein hervorragender Krimi der leisen Art.

Klasse, 91°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
samuel zu »Magdalen Nabb: Tod einer Verrückten« 11.06.2004
Eines der besten Bücher von Magdalen Nabb überhaupt. Neben den üblichen wunderbaren Beschreibungen von Florenz und der Florentiner führt Magdalen Nabb den Leser diesmal auch in das dunkle Geschichtskapitel der italienischen Irrenhäusern (manicomi), die nach einem neuen Gesetzesentwurf in den 1970er Jahren geschlossen werden mussten. Die Italiener selbst reden nur ungerne darüber, zu schlimm ist das, was dort geschehen ist.
Ausserdem erklärt Nabb auch, wie die früheren Bekannten mit der Verrückten nichts mehr zu tun haben wollten, als diese nach den grossen Überschwemmungen von 1967und dem Verlust ihrer Familienangehörigen plötzlich in eine psychiatrische Klinik eingeliefert werden musste - auch das eine sehr italienische Realität.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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