Lestrade und der tasmanische Wolf von M. J. Trow

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1986 unter dem Titel Brigade: Further Adventures of Inspector Lestrade, deutsche Ausgabe erstmals 1990 bei Rowohlt.
Folge 2 der Inspector-Lestrade-Serie.

  • London: Macmillan, 1986 unter dem Titel Brigade: Further Adventures of Inspector Lestrade. 219 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1990. Übersetzt von Hans J. Schütz. 268 Seiten.

'Lestrade und der tasmanische Wolf ' ist erschienen als

In Kürze:

Der 25. Oktober 1854 ist ein wahrhaft denkwürdiger Tag. Er wird in die Geschichte eingehen, denn die Männer der Elften Husaren unter Oberbefehlshaber Lord Cardigan schlagen sich tapfer gegen die Russen in der Schlacht von Balaclava. Am gleichen Tag macht ein kleiner, kräftiger Junge im zarten Alter von neun Monaten seine ersten Gehversuche – es ist Sholto Lestrade.
Jahrzehnte später, präzise im Jahr 1893, bekommt Inspektor Lestrade von Scotland Yard den Auftrag, nach Cornwall zu reisen, um das wilde Treiben einer geheimnisvollen Bestie aufzuklären. Etliche Schafe wurden von einem wolfsähnlichen Tier zerfetzt. Lestrade ist aufs äußerste verstimmt, denn jeder Dorfpolizist könnte diesen Fall klären. Aber sein neuer Vorgesetzter im Yard, Nimrod Frost, will ihn offensichtlich ein wenig traktieren. Doch kaum hat Lestrade die Ermittlungen aufgenommen, wird ein Schäfer übel entstellt und natürlich mausetot aufgefunden. Dieser tragische Unfall bedarf der Aufklärung, und die Bestie muss ihr wohlverdientes Ende finden. Dass dieser Routinefall der Anfang einer umfangreichen Mordserie werden könnte, wird wird dem Inspector erst im Laufe der Ermittlungen klar. Wie schicksalshaft seine ersten Gehversuche mit der Schlacht von Balaclava verbunden waren, kann Sholto Lestrade ermessen, als er seine Mission als erster Under-Cover-Agent der Kriminalgeschichte erfolgreich beendet hat.

Dem englischen Schriftsteller M. J. Trow lag die Rehabilitierung von Inspector Lestrade am Herzen, dem ewigen Zweiten im Vergleich zu Sherlock Holmes.

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guidobillstein zu »M. J. Trow: Lestrade und der tasmanische Wolf « 10.05.2010
Der Krimkrieg. 1853-1856 standen sich im wesentlichen Engländer, Franzosen und das osmanische Reich dem Reich des russischen Zaren gegenüber um die Verhältnisse rund um die Halbinsel im Schwarzen Meer mal gründlich auszudiskutieren.

Berühmteste Schlacht war die von Balaclava 1854, die in die Militärgeschichte einging wegen eines tragischen –äh- Missverständnisses zwischen der englischen Generalität und den Husaren der Elften Leichten Brigade, welches zu einem Gemetzel unter den letzteren führte.

Und nahezu vier Jahrzehnte später, 1893, bringt ein Serienkiller diverse der noch lebenden Veteranen um. Ein Fall für Inspektor Lestrade…

Natürlich, wenn immer Lestrade ermittelt, führt seine kühne Mischung aus britischer – sagen wir mal - Eigenwilligkeit – verbunden mit gelegentlicher Intuition und Scharfsinn sowie der unleugbaren Begabung, in bestimmten Situationen, nun... eher unglücklich zu agieren, den Inspector in Situationen bei denen ein Scheitern trotz guter Vorbereitung nicht als wahrscheinlich sondern als sicher gelten darf.

Natürlich, wenn der Inspector zur rein schulmäßigen Demonstration einer Erwürgung die Hand an den Hals des Kaisers Wilhelm II legt und damit immerhin nicht an irgendeinen Hals, sondern an den eines Enkels der Königin Victoria, darf als sicher gelten, dass was immer er auch vorhatte, scheitern wird.

Natürlich, vortan muss der suspendierte Inspector under cover ermitteln, und das unter anderem in einem Armenhaus in Manchester.

Als History Gaststars des Romans treten diesmal auf: Dr Warson (‚My Dear‘), Edward Prince of Whales, der deutsche Kaiser, ein junger Winston Churchill, berühmte Politiker & gefasste Witwen sowie die Männer der elften Husaren. Zumindest die Lebenden.

Britischer Humor serviert mit typischem Understatement, ein angemessenes Menü an Leichen & Grausamkeiten, das viktorianische Zeitalter liebevoll restauriert, viele geistreiche Anspielungen und ein literarisch anspruchsvoller Stil. Nicht zuletzt ein kniffliger Fall, kriminaltechnisch betrachtet. Ein weiterer (#2) ausgezeichneter Roman aus der Lestrade Serie von M.J. Trow
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