Hamish Macbeth geht auf die Pirsch von M. C. Beaton

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1987 unter dem Titel Death of a cad, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei Bastei Lübbe.
Folge 2 der Hamish-Macbeth-Serie.

  • New York: St. Martin's Press, 1987 unter dem Titel Death of a cad. 224 Seiten.
  • München: Bastei Lübbe, 2017. Übersetzt von Sabine Schilasky. 224 Seiten.

'Hamish Macbeth geht auf die Pirsch' ist erschienen als E-Book

In Kürze:

Als Priscilla Halburton-Smythe ihren Verlobten nach Lochdubh mitbringt, sind alle verzückt bis auf Constable Hamish Macbeth, der selbst in Priscilla verliebt ist. Doch derlei Herzensangelegenheiten müssen warten, als Captain Bartlett, ein Gast auf Priscillas Verlobungsfeier, bei der Moorhuhnjagd erschossen wird. Hamish steht ein schwieriger Fall bevor, denn fast jeder der feinen Verlobungsgesellschaft scheint einen Grund gehabt zu haben, den garstigen Captain in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Kann Hamish den Mörder fangen, ehe dieser über alle Berge ist? Und kann er zugleich Priscilla davon abbringen, den größten Fehler ihres Lebens zu begehen?

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tassieteufel zu »M. C. Beaton: Hamish Macbeth geht auf die Pirsch« 13.06.2017
Priscilla Halburton-Smythe hat sich zur großen Freunde ihrer Eltern mit Henry Withering, seines Zeichens Dramatiker und aufstrebender Autor eines erfolgreichen Bühnenstückes, verlobt. Aus diesem Anlaß geben die Halburton-Smythe's auf ihrem Schloß in Schottland eine Hausparty für ausgewählte Gäste. Constable Hamish Macbeth ist von dieser Entwicklung wenig begeistert, schwärmt er doch selbst für die hübsche Priscilla, doch Herzensangelegenheiten müssen warten, wenn Mord im Spiel ist. Als einer der Gäste, Captain Peter Bartlett während der Moorhuhnjagd erschossen wird, befindet Inspektor Blair aus Strathbane zunächst auf Unfall, doch Hamish ist die Sache suspekt und er findet schon bald Hinweise, dass es sich um Mord handelt.

Wie schon im ersten Band der Serie geht es gemächlich zu, wer also rasante Krimis und Hochspannung sucht, der ist hier falsch! Vielmehr nimmt sich die Autorin Zeit, ihre Figuren detailliert zu beleuchten und einzuführen. Bis auf Priscilla hat eigentlich jeder der Anwesenden einen Grund, den Captain nicht zu mögen, hier gibt es viel Raum für Motive. Bis der eigentlich Mord passiert, vergeht aber einige Zeit und bis die Ermittlungen dann in Gang kommen, dauert es auch ein wenig. In der Zwischenzeit bekommt man aber einen stimmigen Einblick in das Leben in den Highlands und seine Bewohner. Bildhafte Beschreibungen der kargen, aber malerischen Landschaft runden die Geschichte gelungen ab. Der kleine Ort Lochdubh umrahmt von Bergen und am Rande des See bildet eine perfekte Kulisse für diesen klassische Krimi.
Hamish Macbeth ist nicht wirklich für seine Tatkraft berühmt, doch der angebliche Unfall weckt seine Zweifel und nachdem er erst einmal die Spur aufgenommen hat, ist sein Ehrgeiz geweckt, den Mord zu klären. Doch zunächst muß er sich wieder gegen Inspektor Blair durchsetzten, dem er immer noch ein Dorn im Auge ist. Doch diesmal hat Hamish Glück, Blair wird von dem Fall abgezogen und Chief Superintendent John Chalmers übernimmt den Fall und der wiederrum schätz Constable Macbeth.
Mit Hilfe seiner großen, weitverzweigten Verwandtschaft gelingt es Hamish auch diesmal, an Informationen zu gelangen, die ihm zur Klärung des Falles helfen. Hier merkt man dann deutlich dass die Krimireihe schon älteren Datums ist und so hat haben die Bücher um Hamish Macbeth auch einen durchaus nostalgischen Charme, fernab von Handys und Internet ist die Recherchearbeit noch eine ganz andere.
Trotz des gemächlichen Tempos wird es dann zum Ende hin noch ganz spannend und die Entlarvung des Täters sorgt für ein paar Überraschungen. Insgesamt lebt das Buch aber von seinen prägnaten, teils schrägen Charakteren, die von der Autorin mit viel Liebe zum Detail sehr treffend und mit reichlich Ecken und Kanten versehen wurden und einen rauhbeinigen Charme verströmen.


FaziT: wer eher ruhige Krimis ala Agahta Christie mag, der kommt hier auf seine Kosten! Der Fokus liegt hier mehr auf den Charakteren, als auf einem hochkomplexen Krimiplot, trotzdem ist die Mördersuche kurzweilig und unterhaltsam und die malerische Kulisse rundet den Fall gelungen ab.
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