Agatha Raisin und die tote Gärtnerin von M. C. Beaton

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 unter dem Titel Agatha Raisin and the potted gardener , deutsche Ausgabe erstmals 2014 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 3 der Agatha-Raisin-Serie.

  • New York: St. Martin´s Press, 1994 unter dem Titel Agatha Raisin and the potted gardener . 196 Seiten.
  • Köln: Bastei Lübbe, 2014. Übersetzt von Sabine Schilasky. ISBN: 978-3-404-16986-3. 224 Seiten.

'Agatha Raisin und die tote Gärtnerin' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Agatha Raisin fasst es nicht: Kaum kehrt sie ihrem Cotswolds-Cottage mal den Rücken, da bandelt ihr attraktiver Nachbar James schon mit einer anderen Frau an. Mary Fortune heißt das blutjunge Ding, das leidenschaftlich gern gärtnert – ganz im Gegensatz zu Agatha. Trotzdem ist diese sich sicher, die unliebsame Konkurrentin in der bevorstehenden Gartenschau zu übertrumpfen. Doch dazu kommt es erst gar nicht, denn ausgerechnet Agatha stolpert eines Nachts über Marys Leiche – und die steckt kopfüber in einem Blumenkübel

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Volker zu »M. C. Beaton: Agatha Raisin und die tote Gärtnerin« 27.12.2014
Ein angenehmer typisch englischer Dorf-
und Kaffeekränzchen Krimi.
Die gediegene Atmosphäre lässt einen
oft an die Inspektor Barnaby-Krimis im
ZDF denken.
Leicht verschrobene,liebenswerte
Charaktere und ein Schuss englischer
Humor machen das Buch zu einer
leichten Urlaubslektüre.
Der Kriminalfall an sich sowie dessen
Auflösung erscheinen allerdings ein
wenig dünn so dass das Buch zwar
unterhaltsam und ebenso schnell wie
leicht gelesen ist, allerdings auch keinen
allzu bleibenden Eindruck hinterlässt.
tassieteufel zu »M. C. Beaton: Agatha Raisin und die tote Gärtnerin« 13.08.2014
Als Agatha nach einer längeren Urlaubsreise nach Carsley zurück kehrt, muß sie fest stellen, dass eine neue Bewohnerin in das kleine Dorf gezogen ist. Mary Fortune, eine bildhübsche geschiedene Frau, die alles was sie macht perfektioniert, ist nicht nur eine hervorragende Bäckerin, sondern auch eine gute Gärtnerin und immer perfekt gekleidet. Alle im Dorf mögen sie und vor allem Agathas Nachbar James scheint ein Auge auf die Dame geworfen zu haben. Doch als kurz vor der Gartenschau eine Reihe von Gärten verwüstet werden und schließlich ein Mord passiert, kann Agatha endlich wieder ihrer Schnüffel Leidenschaft frönen.

Auch Agatha Raisins 3. Fall wurde von der Autorin wieder gekonnt und unterhaltsam in Szene gesetzt. Allerdings dauert es diesmal ein wenig, bis der Krimifall in die Gänge kommt. Zunächst erfährt der Leser, wie Agatha nach ihrer Reise nach Hause kommt, eine Konkurrentin in der Gunst um James Aufmerksamkeit vorfindet und natürlich alles daran setzt, um die andere Frau auszustechen. Obwohl sie keine Ahnung vom Gärtnern hat, tritt sie in die botanische Gesellschaft ein und verkündet, auch ihren Garten für die Teilnahme an der Gartenschau zu öffnen. Natürlich kann Agatha auch hier alte Gewohnheiten nicht ablegen und gerät wieder in Versuchung zu schummeln, was wie die Male zuvor natürlich auch nicht verborgen bleibt. Das alles ist recht unterhaltsam geschrieben, jemand der einen gut konstruierten und spannenden Krimifall sucht, ist hier aber mit Sicherheit falsch, denn die Vandalismusfälle und der Mord sowie deren Aufklärung erfolgen erst im letzten Drittel des Buches. Wer allerdings die beiden Vorgänger mochte, der wird hier auf viele lieb gewonnene Figuren treffen und kann sich an Agathas unkonventioneller Ermittlungsarbeit und ihrer eigenwilligen, schrägen Art erfreuen. Die ehemalige PR Frau ist immer noch reichlich exzentrisch und mit ihrer barschen, Ich bezogenen Art nicht immer sympathisch, aber sie hat vom ersten Band her eine deutliche Entwicklung durchlaufen, inzwischen hat sie doch einige Freunde im Dorf gefunden, sie versucht auch, ihre etwas teenagerhafte Verliebtheit für James in den Griff zu bekommen und hat wegen ihrer Mogelei ein schlechtes Gewissen. So wird sie zwar insgesamt keine absolut liebeswerte Figur, aber sie bekommt immerhin nettere Züge als zu Beginn der Serie.
Der Krimifall ist ein wenig durchschaubar und wird auch am Ende ziemlich fix aufgelöst, trotzdem läßt sich das Buch flott lesen, bietet viel englische Dorfidylle und einen vergnüglichen Blick auf die dörflichen Verflechtungen mit reichlich schrägen Charakteren.

Fazit: ein unaufgeregter und unterhaltsamer englischer Landhauskrimi mit einer nicht wirklich sympathischen Heldin, die aber durchaus Potenzial hat und stets für reichlich launige Unterhaltung sorgt.
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