Ölspur von Lukas Erler

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei Kein & Aber.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, 2010 - heute.
Folge 1 der Thomas-Nyström-&-Anna-Jonas-Serie.

  • Zürich: Kein & Aber, 2010. ISBN: 978-3036955629. 334 Seiten.
  • Zürich: Kein & Aber, 2011. ISBN: 978-3036956114. 333 Seiten.
  • München: btb, 2012. ISBN: 978-3-442-74309-4. 352 Seiten.

'Ölspur' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Der Neuropsychologe Thomas Nyström reist von München nach Hamburg, um seine Geliebte zu sehen, die Journalistin Helen Jonas. Doch er findet ihre Wohnungstür versiegelt vor: Helen Jonas ist tot. Natürliche Todesursache meint die Polizei, doch Nyström glaubt nicht daran, genauso wenig wie die jüngere Schwester der Toten. Tatsächlich entdecken die beiden, dass Helen einem Umweltskandal auf der Spur war, der vor Jahrzehnten eine gigantische Meeresverseuchung zur Folge hatte.

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Darix zu »Lukas Erler: Ölspur« 23.06.2013
Ölkatastrophen, lecke schrottreife Transportschiffe, verschmutzte, verseuchte Meere. Umweltgefahr.Die Journalistin J. kommt unter rätselhaften Umständen ums Leben.
Der Plot lebt von einer glaubwürdigen, schlüssigen Geschichte. Ermittlungen über Vertuschungen und Gefährdungen der Ostsee.
Ein guter Schreibstil, teilweise schnoddrige Dialoge, heftige Verfolgungen, Schießereien, alles was ein fesselnder Krimi benötigt, kommt vor.
horwit zu »Lukas Erler: Ölspur« 17.06.2012
Thomas Nyström glaubt nicht an den natürlichen Tod seiner Freundin Helen, die als Journalistin dem Veruschen von Ölkatastrophen nachspürte.
Im Bermuda-Dreieck zwischen PR-Firmen, Öltankern und korrupter Polizei entwickelt sich ein hochspannender Fall, der den Leser von Seite zu Seite mehr in seinen Bann zieht. Erler gelingt es mit seinem angenehmen Schreibstil, der auf einer guten Mischung aus erzählenden Passagen und Dialogen basiert, eine guten Thriller vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Interessen zu entwickeln. Der Verzicht auf reißerische Brutalität und Fäkalsprache wird dem inhaltlichen Anliegen hebt sich wohltuend von der künstlich hochgepuschten Massenware unserer Tage ab.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
dubh zu »Lukas Erler: Ölspur« 25.03.2012
Was für ein toller Krimi! Soviel vorweg - aber nun der Reihe nach:Thomas Nyström ist Neuropsychologe und Halbschwede und lebt als solcher ganz im Süden dieser Republik, in München. Als sich seine Freundin Helen Jonas einige Tage nicht meldet, reist er etwas überstürzt nach Hamburg, um sie zu besuchen. Und siehe da: sein komisches Gefühl hat ihn nicht getäuscht, denn Helen ist tot aufgefunden worden. Die Polizei ist gerade dabei, den Fall abzuschließen, da sie nichts ungewöhnliches feststellen kann und annimmt, dass Helen einem Herzversagen erlegen ist. Mit Ende dreißig. Okay, vielleicht nichts total ungewöhnliches, aber es gibt dann doch ein paar Punkte, die für Thomas Nyström gegen ein natürliches Ableben seiner Freundin sprechen und er ist bereit, der ein oder anderen Sache auf den Grund zu gehen... Unterstützung bekommt er dabei schon bald von Anna, der kleineren Schwester Helens.
Doch die beiden geraten bei ihren Nachforschungen, die sie ganz auf eigene Faust anleiern, an einen mächtigen Feind und Machenschaften, mit denen wohl keiner gerechnet hätte, die sich aber vor unser aller Augen abspielen..."Ölspur" ist ein hervorragender Krimi, der ganz in der skandinavischen Tradition steht - betrachtet man seine Gesellschaftskritik und seinen packenden und intelligenten Schreibstil. Wo "Ölspur" allerdings mit den Skandinaviern bricht, dass sind die Hauptfiguren. Denn von der Depressivität eines Wallanders oder der düsteren Alkoholabhängigkeit eines Harry Holes findet man bei Thomas Nyström oder Anna Jonas nichts, rein garnichts. Auch wenn die beiden durchaus in Trauer um Helen sind und in die ein oder andere heftige Situation hineingeraten - diese Destruktivität findet man an keiner Stelle. Dafür entwickeln sich die Protagonisten mit der Handlung; Thomas Nyström fragt sich nicht nur einmal, wie es (mit ihm) so weit kommen konnte... Und diese Entwicklung ist großartig, weil sie mich als Leserin zu mehr als einer Überlegung über das menschliche Handeln und großen Themen wie Rache und Notwehr gebracht hat, und weil sie stets glaubhaft bleibt.
Hinzu kommt, dass die Auflösung zwar nicht völlig überraschend war, aber wie alles zusammenspielt, eben doch. Dass zum Ende noch eine neue Komponente hinzukommt, macht den Krimi und seine Figuren nur facettenreicher - auch wenn eine beinharte Rückblende mit dazugehört... Der Schluß ist perfekt, weil er eben nicht das klassische Schwarzweiß-Muster befolgt, sondern realistisch bleibt. Überhaupt hat mir das nicht alltägliche (Krimi-)Thema rund um Umweltzerstörung durch Ölverschmutzung und das ganz große Geschäft damit, sehr, sehr gut gefallen. Mal schauen, was sich noch für Themen finden lassen? Ich freue mich jedenfalls auf die Lektüre des nächsten Falles um Thomas Nyström!Kurzum: "Ölspur" ist für alle Liebhaber guter skandinavischer Kriminalliteratur - wenn sie denn auch mal auf die obligatorische depressive Prise verzichten können. Und für alle, die an den großen Machenschaften, die größtenteils legal vonstatten gehen, obwohl sie eine einzige Schweinerei sind, interessiert sind.
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