Paradies von Liza Marklund

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 deutsche Ausgabe erstmals 2000 .
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Stockholm, 1990 - 2009.
Folge 3 der Annika-Bengtzon-Serie.

  • [Hörbuch] Hamburg: Hoffmann & Campe, 2002. Gesprochen von Judy Winter. gekürzt. ISBN: 3-455-30299-8. 5 CDs.
  • Stockholm: Piratförlaget, 2000 Paradiset. 426 Seiten.
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2002. Übersetzt von Paul Berf. ISBN: 3-455-05156-1. 429 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003. ISBN: 3-499-23104-2. 506 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004. ISBN: 3-499-23730-X. 506 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005. ISBN: 3-499-24055-6. 506 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005. ISBN: 3-499-26565-6. 506 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hoffmann & Campe, 2002. Gesprochen von Judy Winter. gekürzt. ISBN: 3-455-30299-8. 5 CDs.

'Paradies' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Den beruflichen Durchbruch hat die ehrgeizige Journalistin noch nicht geschafft. Zähneknirschend spielt sie Mädchen für alles, arbeitet ihren Kollegen zu, recherchiert, korrigiert. Als sie den Anruf einer Frau erhält, die mit ihrer privaten Stiftung namens PARADIES an die Öffentlichkeit treten will, ist Annika zunächst misstrauisch. Angeblich verhilft die im Geheimen arbeitende Organisation verfolgten Menschen zu einem neuen Leben in Anonymität. An sich eine gute Sache, aber wie soll das funktionieren? Und wie lässt sich die Geheimnistuerei der Leiterin mit ihrem Wunsch nach Öffentlichkeit vereinbaren? Während sich Annikas Kollegen mit dem spektakulären Hafenmord beschäftigen, beginnt sie mit der Recherche und trifft auf eine Informantin, die ihr ein ganz anderes Bild von PARADIES zeichnet. Doch erst als eine Klientin der Stiftung kaltblütig umgebracht wird, schrillen bei ihr die Alarmglocken. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit gerät die Journalistin in das mörderische Netz skrupelloser Gewalttäter, aus dem sie sich nur mit knapper Not befreien kann.

Das meint Krimi-Couch.de: »Reicht nicht an die Qualität von »Olympisches Feuer« heran 72°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Das Leben hat sich einigermaßen eingependelt bei der Journalistin Annika Bengtzon. Nun arbeitet sie seit zwei Jahren in der Nachtschicht der Nachrichtenredaktion des Abendblatts, fasst Beiträge zusammen, schreibt kleine Hintergrundinformationen und beantwortet das Telefon. Aber sie will eigentlich als Reporterin eingesetzt werden. Während ihre Kollegen an einem Doppelmord im Freihafen arbeiten, bei dem es zudem noch um eine verschwundene Ladung illegaler Zigaretten im Wert von 50 Millionen Kronen geht, beantwortet sie einen Telefonanruf einer Frau, die angibt, eine Organisation aufzubauen, bei der verfolgte Menschen quasi gelöscht werden. Wenn man nach den Menschen sucht, dann stößt man nur auf diese Stiftung mit dem Namen Paradies. Für diese Leistung erhält bzw. verlangt die Stiftung 3500 Kronen pro Tag, an dem sie einen bedrohten Menschen betreut. Annika fragt sich, warum diese Frau mit so etwas an die Öffentlichkeit gehen will, aber sie will weiter recherchieren.

Etwa zur gleichen Zeit nimmt sie einen Telefonanruf von einer verzweifelten Frau entgegen, die angibt, verfolgt zu werden. Da sie erwähnt, zur möglichen Tatzeit des Doppelmordes am Hafen gewesen zu sein, trifft sich Annika mit ihr in einem Hotel. Dort taucht ihr Verfolger auf, dem Annika ein Schnippchen schlägt, indem sie vorgibt, die Bewohnerin des Zimmers zu sein. Aida, die junge Frau serbischer Herkunft, benötigt unbedingt ärztliche Hilfe und Annika gibt ihr die Telefonnummer von Rebecka und ihrem Paradies. Später holt sie weitere Informationen über die Stiftung ein, da sie bei einer Überschlagsrechnung zu dem Ergebnis kommt, dass bei diesem Betreuungsentgelt von den Sozialämtern ein beträchtlicher Überschuss erwirtschaftet werden müsste, Rebecka jedoch behauptet, dass sie völlig gemeinnützig arbeiten würde. Sie stößt auf ungeheuerliche Informationen, nicht nur in punkto Paradies, sondern auch in Sachen jugoslawischer Mafia …

Der in Deutschland an dritter Stelle erschienene Roman «Paradies" ist chronologisch nach Studio 6 einzuordnen, jedoch vor Olympisches Feuer, in dem Annika Bengtzon bereits eine gestandene Journalistin und Mutter ist. Hier liest man nun in der Nebenhandlung, wie Annika ihren zukünftigen Mann kennenlernt und sich langsam von ihrer nicht gerade schönen Vergangenheit löst. Allerdings ist auch hier wie in vielen schwedischen Romanen zu spüren, dass die Protagonisten unter einer gedrückten Stimmung leiden. Annika Bengtzon musste ja schon einiges erleiden, das scheint sie nun gerade zu verarbeiten, aber Liza Marklund hält einen erneuten Schicksalsschlag für sie bereit: die Krankheit und den Tod ihrer über alles geliebten Großmutter. Auch spielt der Konflikt mit ihrer Mutter erneut eine Rolle. Als eifriger Leser von schwedischen Krimis muss man ja fast meinen, dass nur unglückliche und depressive Menschen in diesem Land leben. Selbst die Tatsache, dass Annika sich verliebt, ist kein glücklicher Moment.

Insgesamt gesehen verknüpft die Autorin einige lose Enden, die sich zwischen den beiden Vorgängerromanen aufgetan haben, die Karriere von Annika ist plausibel dargestellt und mit viel Sachverstand erzählt. Man merkt, dass sich Liza Marklund im journalistischen Milieu gut auskennt. Was ich in »Studio 6« beanstandete, dass die Handlungen von Annika nicht so recht zu ihrem beruflichen Stand als Anfängerin passten, ist im vorliegenden Roman nicht mehr zu spüren, insofern ein deutliches Plus, wobei ich die Rückblende in die Vergangenheit insgesamt nicht als sehr gelungen bezeichnen würde.

»Paradies« ist lebendig geschildert, recht gut lesbar und auch ziemlich spannend, wenn ich auch bemängeln möchte, dass die Autorin hier (wie im Vorgängerroman auch) recht viele Handlungsstränge miteinander verknüpfen möchte. Im Endeffekt erhält man kurzweilige Unterhaltung, wenn auch neben der depressiven Stimmung die wenig geglückten erotischen Szenen ein wenig stören. Meines Erachtens kann Liza Marklund die Qualität, die sie mit ihrem Erstling »Olympisches Feuer« an den Tag legte, in den beiden Nachfolgeromanen nicht ganz halten.

Mein Tipp: Wer Olympisches Feuer noch nicht gelesen hat, sollte die zeitliche Reihenfolge beim Lesen vielleicht einhalten und mit »Studio 6« beginnen, dann spürt man die Steigerung und die Handlung ist schlüssiger.

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Moschi zu »Liza Marklund: Paradies« 30.07.2013
Krimi, Thriller? Eher ein Psychogramm der Journalistin Annika Bengtzon, die durch einige Höhe und Tiefen ihres privaten Lebens muss. Nebenbei beschäftigt sie sich mit der jugoslawischen Mafia und wird ungewollt schwanger. Das wars dann auch.
Zwar flüssig zu lesen, aber eben nicht das, was man sich von der Geschichte erhofft hat. Spannung ist nur ansatzweise vorhanden und so schleppt sich die Geschichte ziemlich zäh zum wenig aufregenden Ende. Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Alex zu »Liza Marklund: Paradies« 03.01.2010
Man kann über "Paradies" sagen was man will, aber ein gelungener Krimi ist es definitiv nicht, eher ein Roman über eine von vielen Belastungen geplagte Journalistin. Die Krimihandlung ist anfangs vielversprechend, ebbt dann jedoch ab und findet nur noch teilweise Erwähnung zwischen den ganzen Problemen von Annika.Was mich am meisten stört ist die im Vergleich zu "Studio 6" bedrückende Passivität von Annika als Ermittlerin. Im Hinblick auf ihren Fall tritt nur zwei Mal in Aktion während sie im Vorgängerroman ständig auf Achse war. Und dann bekommt sie kurz vor dem Ende noch die ganze Geschichte der jugoslawischen Mafia aufgetischt und das nur, um ein absolut verunglücktes Happy End zu konstruieren.Positiv fand ich, dass das Verhältnis von Ratko und Aida am Ende unter einem anderen Licht beleuchtet wird, obwohl Annika davon nur wenig erfährt, während dem Leser Tagebuchbucheinträge von Aida vorliegen, welche sie scheinbar verfasst hat, nachdem sie schon tot war.Wahrscheinlich hat man als Frau wirklich mehr Freude an diesem Roman. Bleibt für mich als Junge zu hoffen, dass "Prime Time" wieder mehr Krimihandlung zu bieten hat, ansonsten werde ich die Reihe nach dem (hoffentlich zurecht) hochgelobten "Olympischen Feuer" welches ich schon gekauft habe, nicht mehr weiterlesen.
Kasia zu »Liza Marklund: Paradies« 10.02.2009
Mein zweiter Marklund, und wie ich gelesen habe, nach "Studio 6" chronologisch richtig! (Toll, dass ich von den ganzen Marklund Romanen ausgerechnet DIESE zwei gekauft habe!)
"Paradies" ist ein interessantes Buch. Es ist gut geschrieben und läßt sich leicht und schnell lesen.
Das Buch läßt keine Fragen offen und ist voll und ganz in sich stimmig.
Annika ist eine wunderbare Hauptperson, in die man sich gut hineinfühlen kann.
Die Geschichte ist interessant und schockierend. Die Autorin schafft ein Interesse an den Figuren, so dass man mitfiebert und sich fragt, wie ihre Leben weitergehen.
Ich habe diese zwei Bücher, die ich von Liza Marklund gelesen habe empfohlen und werde es auch in Zukunft tun. Wer ein kurzweiliges Krimi-Vergnügen sucht, der wird es hier finden.
Gute Krimiunterhaltung für lange freie Abende!
mylo zu »Liza Marklund: Paradies« 28.04.2008
Also ich fand dieses Buch wieder was Spannung und Story betrifft gut. Es liest sich interessant und kurzweilig. Mir gefällt der Stil von Marklund und hier stimmt alles wieder zusammen. Wenn auch kein Spitzenroman, doch aber gute solide Krimikost aus Skandinavien. Ich gebe 75 Punkte.
Thomas zu »Liza Marklund: Paradies« 10.07.2007
Noch vor "Studio 6" und "Olympisches Feuer" ist dies für mich bislang der beste Marklund-Krimi und ich will Frau Reiss hier einmal entschieden widersprechen. Im Gegensatz zu den erstgenannten Romanen ist dieser endlich mal rund und es wird nicht auf den letzten 50 Seiten ein dubioser Mörder aus dem Hut gezaubert. Die Kosovo-Geschichte mit der Mafia und das persönliche Schicksal Annikas sind mal wieder toll inzeniert und werden nie langweilig. Also 95 Punkte für diesen tollen Krimi!
christian zu »Liza Marklund: Paradies« 31.03.2005
Grundsätzlich habe ich dasBuch mit interesse gelesen und fand es -obgleich vielleicht nicht Spitzenklasse- spannend und unterhaltsam.
Negativ aufgestossen ist mir jedoch die ganz nebenbei behauptete Zusammenarbeit zwischen jugoslawischer Mafia mit Irak und Nordkorea. Das klingt doch ein wenig zu sehr nach "Achse des Bösen".
Kira zu »Liza Marklund: Paradies« 02.06.2004
Ich habe zu weihnachten von meiner mum, das Buch Paradise von Liza Marklund erhalten!Ich bin gerade dabei das buch zu lesen, bisnjetzt gefällt es mir außer ordentlich!Ich werde dem nächst eine buchvorstellung in der schule über dies buch machen!Ich finde den roman wirklich shcön und habe viel freude am lesen!
andrea zu »Liza Marklund: Paradies« 16.04.2004
Leider ist der Titel MIA hier nicht aufgefuehrt.Dieses Buch ist Spannung pur.Ich konnte das Buch fast nicht aus denHaenden legen.Besser als Paradies,welches ja das gleiche thema in etwa anspricht.Schrecklich nur das MIA keine erfundene Geschichte ist,sondern Wirklichkeit.Unfassbar.KAUFEN !!!!!!!
meine zu »Liza Marklund: Paradies« 04.03.2004
also,ich finde, dass der roman anfangs weniger spannend ist, was sich aber später legt. wenn man die vorigen Krimis (so wie ich) nicht gelesen hat, fällt es einem meiner meinung nach,anfangs etwas schwer, die verschiedenen handlungsstränge zu verstehen, noch einmal würde ich es nicht lesen, wobei ich sagen muss, dass das buch deshalb nicht schlecht ist, sondern dass ich einfach nich sonderlich gerne lese *g*
Michi zu »Liza Marklund: Paradies« 03.01.2004
ich finde dieses buch einfach wundeerbbbbbbaaaaaaaaaaaaaarrrrr sehr spannend

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