Mord mit kleinen Fehlern von Lisa Scott

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Courting trouble, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Blanvalet.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Pennsylvania / Philadelphia, 1990 - 2009.

  • New York: HarperCollins, 2002 unter dem Titel Courting trouble. 310 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2003. Übersetzt von Tatjana Kruse. ISBN: 3-442-35861-2. 382 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2003. Übersetzt von Tatjana Kruse. ISBN: 3-442-35625-3. 382 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2004. Übersetzt von Tatjana Kruse. ISBN: 3-442-36214-8. 382 Seiten.

'Mord mit kleinen Fehlern' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die attraktive rothaarige Anwältin Anne Murphy ist über den gelungenen Verteidigungscoup begeistert, den sie gerade gegen den gegnerischen Anwalt, Matt Booker, im Fall einer sexuellen Nötigung gelandet hat. Zur Vorbereitung der nächsten Etappe fährt sie für ein Wochenende aufs Land und bittet eine Bekannte, in dieser Zeit ihre Katze zu füttern. Als Anne am folgenden Morgen ihr eigenes Foto in der Zeitung sieht und liest, sie sei ermordet worden, weiß sie, dass es ihre Katzensitterin erwischt hat. Und sie ist überzeugt, den Killer zu kennen. Offiziell tot, macht sich Anne inkognito auf die Suche nach dem Mörder – ahnt jedoch nicht, dass es noch immer jemanden nach ihrem Ableben dürstet …

Das meint Krimi-Couch.de: »Fernab jeglicher Realität« 49°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Was tut man, wenn man in der Zeitung plötzlich liest, dass man ermordet worden ist? Nun, ich denke, nach dem ersten Schock wird man sich wohl bei Angehörigen und Freunden sowie bei der Polizei melden. Nicht so Anne Murphy. Sie offenbart sich nur ihren Arbeitskolleginnen und bleibt für die Öffentlichkeit weiterhin tot, was zwar nicht der Realität, dafür aber der Dramaturgie zugute kommt.

Anne Murphy ist eine gut aussehende junge Anwältin, die in der rein weiblichen Kanzlei Rosato & Partner für ihre Chefin Bennie Rosato arbeitet. Gerade hat sie ihren ersten großen Fall an Land gezogen: Gil Martin, der Vorstandsvorsitzende einer großen Computerfirma, wird beschuldigt, seine Angestellte Beth Dietz sexuell belästigt zu haben. Dummerweise ist der Anwalt der Gegenseite Matt Booker, der ein Auge auf die hübsche Anne geworfen hat, und Anne ihrerseits ist von den Flirtversuchen sehr angetan. Doch sie kann Beruf und Privatleben trennen – denkt sie zumindest. Mit einem riskanten Trick gewinnt sie in dem Prozess die erste Schlacht.

Anne liest von ihrer eigenen Ermordung

Nun folgt eine Pause mit Wochenende und Nationalfeiertag, und Anne braucht Ruhe, um sich für den Fortgang des Prozesses vorbereiten zu können. Deshalb entflieht sie dem Festrummel in der Stadt und reist für ein paar Tage ans Meer. Ihre Wohnung und ihren Kater Mel hinterlässt sie einer flüchtigen Bekannten zur Pflege. Und so kommt es wie oben geschildert. Anne schlägt die Zeitung auf und liest, dass sie erschossen wurde. Ziemlich schnell kommt sie drauf, dass es sich bei ihrer vermeintlichen Leiche um die ihrer Katzensitterin, die ihr etwas ähnlich sah, handeln muß.

Für Anne ist auch sofort klar, wer der Täter sein muß: Kevin Satorno, ein Stalker, der Anne lange Zeit belästigte und sie schließlich sogar mit einer Waffe bedrohte. Satorno wurde verurteilt und verbüßt eine Gefängnisstrafe. Anne zog in den Osten nach Philadelphia, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch von der ist sie jetzt wohl wieder eingeholt worden.

Die Zielgruppe ist eindeutig weiblich

»Mord mit kleinen Fehlern« ist ein locker und teilweise etwas flapsig geschriebener Krimi und mir wird schnell klar, dass nicht nur die Hauptpersonen mit Frauen besetzt sind, sondern auch die Zielgruppe dieses Buches eindeutig weiblich ist. Mag es ja am Anfang noch ganz nett zu lesen sein, wie Anne Murphy es zu einer gewissen Gewandtheit gebracht hat, um mit ihren Manolo-Blahnik-Schuhen durch die Gegend zu rennen, so entlockt der Schuh- und Klamottenfimmel zumindest männlichen Lesern doch später so manchen Gähner.

Doch diese Dinge und ständiges Product Placement möchte ich nicht unbedingt kritisieren. Nein, ich betrachte das Buch als eine nette Krimikomödie, für die mir als Mann wahrscheinlich nur das nötige Verständnis fehlt. Doch trotz des Witzes und des guten Ansatzes, von seiner eigenen Ermordung in der Zeitung zu lesen, halte ich es nicht für notwendig, eine solche Aneinanderreihung von Unglaubwürdigkeiten zu produzieren.

Ist der Stalker wirklich der Täter?

Die klischeehaften Figuren wirken ab und an ganz amüsant, doch bedaure ich jeden Klienten dieser albernen Anwältinnen vorab.

Schon schnell wird klar, dass die Autorin diesen verkorksten Plot nur dadurch retten kann, dass sie einen anderen Täter präsentiert als den, der von Anfang an als offensichtlich dasteht, und daß sie nur mit viel Mühe diesen anderen Täter logisch einbauen und dadurch ein gute Pointe wird liefern können. Ob ihr das gelungen ist, dazu will ich keine weiteren Worte verlieren.

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Malu zu »Lisa Scott: Mord mit kleinen Fehlern« 07.05.2010
Das Buch`Mord mit kleinen Fehlern`von Lisa Scottoline hat mir gefallen. Es ist flüssig geschrieben- man findet gut hinein. An Spannung fehlt es auch nicht.
Die richtige Lektüre für den Urlaub.
Eine gute Geschichte von der Kanzlei Rosato und Partner.
Schrecklich was der Anwältin Anna Murphy passiert!
Oder nicht?
ScottoFan zu »Lisa Scott: Mord mit kleinen Fehlern« 02.11.2008
Ich, männlich 40, hatte dieses Buch in der us-englische Originalausgabe vor 2 Jahren auf Ibiza in der Hotelbib gefunden. Während des Urlaubs war es angenehm zu lesen, da leicht und unkompliziert. Der Urlaub ging zu Ende und das Buch liegt nun hier und trotz mehrerer Versuche schaffe ich es nicht, den Schluss zu lesen.
Da ich auch nicht von vorn anfangen möchte und im Internet keine Zusammenfassung incl. Ende finde, bitte ich geneigte Leser und LeserINNEN, mir das Ende kurz zusammenzufassen (ab etwa diesem amerikanischen Feiertag) und mit an scottoline@eu.ro.org zu mailen. Besten Dank vorab; ich hoffe, dass ich nicht gegen irgendwelche Regeln verstosse, da ich nur den Ausgang wissen möchte und wirklich oft genug versucht hab, den Faden wieder aufzunehmen :)

glg,

S.
Rebeky zu »Lisa Scott: Mord mit kleinen Fehlern« 12.11.2007
Ein wahnsinns Buch. Mit viel Spannung, aber auch Witz und Humor wieder eine gelungene Geschichte aus der Kanzlei, Rosato und Partner.
Lisa Scott versteht es wahrlich ihre Figuren Leben einzuhauchen.
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