Ohne ein Wort von Linwood Barclay

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Ullstein.

  • New York: Bantam, 2007. 491 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2007. Übersetzt von Nina Pallandt. ISBN: 978-3-548-26743-2. 491 Seiten.

'Ohne ein Wort' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

'Ich wollte, Ihr wärt tot!' Das wünscht die 14-jährige Cynthia ihren Eltern. Als sie am nächsten Tag aufwacht, sind ihr Vater und ihre Mutter verschwunden. Auch ihr Bruder ist weg. Spurlos. Ohne ein Wort. Kein Hinweis, keine Nachricht bleiben für Cynthia zurück. Erst 25 Jahre später, als sie selbst eine Familie hat, tauchen geheimnisvolle Hinweise aus ihrer Vergangenheit auf.

Das meint Krimi-Couch.de: »Allein wegen der Idee lesenswert« 70°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Terrence Archer hat Cynthia Bigge geheiratet und mir ihr eine achtjährige Tochter, die darunter leidet, dass ihre Mutter sie allzu sehr bemuttert, weswegen sie zum Gespött der Schulkolleginnen geworden ist. Aber wer Cynthias Vergangenheit kennt, den wundert ihre übertriebene Sorgsamkeit nicht.

Cynthia war als 14-jähriger Teenager, genau wie viele andere pubertierenden jungen Damen, nur an Jungs interessiert. Nach einem alkoholträchtigen Ausflug mit Vince Fleming, dem Sohn des örtlichen Oberganoven, bei dem sie ihr Vater erwischt hat, wünschte sie der ganzen Familie einen unschönen Abgang.

Und genau das passierte. Ohne den geringsten Hinweis waren am Morgen Mutter, Vater und Bruder verschwunden und auch die Suche der Polizei blieb erfolglos. Cynthia wurde von einer allein stehenden Tante aufgenommen, besuchte das College und gründete eine Familie. Aber das Rätsel um die verschwundene Familie bleibt zwanzig Jahre lang ungelöst, bis sich die Reporter vom Sensations-TV der Story annehmen.

Plötzlich findet Cynthia geheimnisvolle Botschaften, die alte Tante und der eingesetzte Privatdetektiv werden unsanft aus dem Leben gerissen und Terry und Cynthia können den Psychostress rund um die Verschollenen kaum aushalten. Auch als die Polizei eingreift, wird die Aufklärung der Vorgänge von damals zur tödlichen Bedrohung …

Linwood Barclay, Journalist, Autor und gefragter Redner, hat sein siebtes Buch No Time for Goodbye in der Übersetzung von Nina Pallandt im Ullstein Taschenbuchverlag als Ohne ein Wort für die Liebhaber von Psychothrillern auf den deutschen Buchmarkt gebracht. Überraschend daran ist, dass die fast 500 Seiten lange Geschichte in Amerika erst am 25. September dieses Jahres an den Verkaufsstart geht, hierzulande jedoch bereits seit Juni in den Regalen der Buchhändler steht.

Die Voraussetzung der Geschichte für einen Psychothriller könnte besser nicht sein. Die Handlung ist originell und auch mit genügend Spannung versehen, die sich im Laufe der Geschichte deutlich steigern kann. Etwas ungewöhnlich ist die Erzählweise aus der Sicht des Ehemannes, der immer wieder seine große Liebe zu Frau und Kind betont, aber gerade daran oftmals zu scheitern scheint, im Endeffekt aber wirklich Alles unternimmt, um das gefährliche Rätsel zu lösen. Dabei wirkt er dilettantisch und sympathisch und das Wollen ist stärker als das Können, bis er sich an seinen eigenen Taten und aus Verzweiflung zum Helden hoch stilisiert.

Cynthia Archer ist eine hochgradige Hysterikerin, was man ihr auf Grund ihres Schicksals zwar nachsieht, aber wer diese Frau nicht hoffnungslos liebt, würde dieses Nervenbündel schnurstracks in die Klapsmühle schicken. Wenn der Autor die Geschichte aus der Sicht der seelisch Gepeinigten geschrieben hätte, wäre Ohne ein Wort wahrscheinlich kaum zu lesen gewesen, so aber lassen sich die Panikattacken und ihre Auswirkungen recht gut ertragen und machen im Endeffekt vor allem ab Mitte des Buches ordentlich Spaß beim Lesen.

Nach zwei Dritteln des Buches ahnt man bereits den Ausgang der Geschichte. Dennoch ist es dem Autor gelungen, noch einige Überraschungseffekte einzubauen, damit die Geschichte nicht zu linear wird und den Leser bei der Stange hält. Am flüssigen Stil und der ebensolchen Übersetzung gibt es absolut nichts zu mäkeln. Diese Geschichte konnte wohl auch nur in Amerika geschrieben sein, denn hierzulande wären die Vorkommnisse auf Grund der rechtlichen Situation mehr als nur unwahrscheinlich und unlogisch.

Linwood Barclay, der bislang u. a. eine vierteilige Serie um den Journalisten Zack Walker geschrieben hat, wird auf Grund des Ausgangs seines ersten Psychothrillers die Archers sicherlich nicht als Serienhelden aufbauen wollen. Als Einzelfall ist diese Geschichte durchaus wegen ihrer Idee lesenswert und kann sich auf der Krimi-Couch als leicht über dem Durchschnitt positionieren.

Wolfgang Weninger, August 2007

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leollo zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 04.07.2011
Das "53-jährige Kind" (der Autor) hätte nicht anfangen sollen zu schreiben.
08/15-Ware. Viel Gekäse, um Seiten zu füllen. Die ganze Schose dann einer eifersüchtigen Xanthippe im Rollstuhl zuzuschieben, ist auch nicht das Tollste unter den Erfindungen in diesem Genre. Außerdem nicht nachzuvollziehen, das das arme Arschloch von Vertreter bei diesem Besen geblieben ist. So etwas merkt man vor dem Frühstück. Übel!
Dani P. zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 27.06.2011
Ein gutes Buch keine Frage - die Story interessant und man möchte einfach wissen was mit der Familie passiert ist. Allerdings hat das Buch grad am Anfang seine Längen... dennoch kann ich es empfehlen - habe kein Entkommen bereits gelesen das fand ich auch sehr gut und als nächstes ist dem Tode nah dran.. bin schon gespannt von mir 85 Grad
Eva zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 13.06.2011
Ich habe 3 Bücher von Linwood Barclay gelesen , eines muss ich noch auftreiben ! und war begeistert ! Sie sind zügig, witzig, spannend und einfach toll geschrieben. Man ist bei der Erzählung fast dabei ! Auch ich kann Linwood Barclay nur weiterempfehlen, was sicher keiner bereuen wird ;-) Die Lesemaus Eva
Aurore zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 17.05.2011
Ich hab "Ohne ein Wort" momentan als Hörbuch laufen und bin total begeisert. Die Story ist echt von Anfang an total fesselnd. Bin echt schon total neugierig wie es ausgeht. Momentan hab ich noch keine Vermutung wie die Handlung am Ende aufgelöst wird. Und das heißt schon was, weil ich bei vielen Krimis schon sehr zeitig eine Vermutung hab wie sie ausgehen.
Lexi1001 zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 09.02.2011
Das war mein erstes Buch von Linwood Barclay und ich muss sagen ich bin begeistert. Am Anfang ist das Buch naja nicht langweilig aber langwierig was wohl auch daduch kommt, dass er in der Ich-Person schreibt und man sich daran erst gewöhnen muss. Auch werden die Personen sehr genau mit allen ihren Fehlern dargestellt, was aber auch auf einer Seite wichtig ist. Aber ab ein paar Seiten mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man macht sich seine Gedanken wie das Buch endet wird auch gezielt in eine Richtung geführt und wird dann durch die Zwischendialoge wieder verwirrt.
Ich kann Linwood Barclay nur weiter empfehlen und werde mir auch seine folgenden Bücher kaufen.
von mir 90°
Lexi zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 09.02.2011
Ich finde das Buch "ohne ein Wort" sehr gut und spannend. Man muss sich zwar erst an den Schreibstil gewöhnen aber das geht schnell. Es super, das er versucht, den Verdacht immer wieder auf andere Personen zu lenken, und wenn man auch langsam dran glaubt diese kleinen Zwischendialoge kommen und alles wieder zu Nichte gemacht wird. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Sehr guter Schriftsteller.
Sophie Schwarz zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 17.10.2010
Was mich an Linwood Barclay so fasziniert ist, dass er mit der Story in der Personalperspektive anfängt und dann in die Ich-Form wechselt.Auch gut finde ich dass er dafür Personen benutzt die mit dem Geschehen an sich eigentlich überhaupt nichts zu tun haben.Zum Beispiel der Ehemann von Cynthia hat damals ja nicht mitbekommen was seiner Frau passiert ist wird aber zur Hauptfigur des Geschehens gemacht.
Alles in allem ist Ohne ein Wort ein sehr gelungenes Buch mit einem (für mich zu)
traurigem Happy End.
Schnuddelmonster zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 05.05.2010
Ein geniales Werk. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen ohne auch nur einmal das Gefühl von Langeweile zu verspüren.Eine geniale Idee für eine Geschichte die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Ich fand es schade als es zu Ende war. Hätte noch weiterlesen können.Habe mir jetzt "Dem Tode nah" bestellt.Ich bin jetzt schon gespannt!!!
Leseratte Nr. 1 zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 13.03.2010
"Ohne ein wort" ist das erste buch welches ich von Linwood Barclay gelesen habe. Es hat mir sehr gut gefallen und würde es sofortt weiter empfehlen. Ich finde es auch gut dass es aus der Sicht von Terry geschrieben ist den wenn es z.B. aus der Sicht einer anderen Figur erzählt wäre, hätte man am Ende gleich erahnen können dass diese nicht sterben würde. Natürlich, es gibt auch Bücher welche aus dem Jenseits von einer Toten Person geschrieben oder erzählt wird, aber mir persönlich gefallen die Erzählungen von einer noch existierenden Buchfigur besser. Ich würde sofort wieder ein Buch von Linwood Barclay lesen und zähle ihn zu den weltbesten Autoren! Meiner Meinung nach kann er die Spannung in seinen Büchern sogar besser aufbauen als J.K.Rowling!
Ich finde es übrigens sehr toll, dass man hier die eigene Meinung über ein Buch preisgeben kann!!
und nochmals: Linwood Barclay ist ein besserer Autor als J.K. Rowling!
crazy_susi zu »Linwood Barclay: Ohne ein Wort« 25.02.2010
Der Anfang hat sich ziemlich langgezogen, ich habe lange gebraucht ehe ich richtig reingekommen bin. Habe auch überlegt, ob ich überhaupt weiterlesen soll, weil sich keine Spannung aufgebaut hat. Bis dann endlich die Stelle kam, an der es eine plötzliche Wende gab. Ab da konnte ich es nicht mehr weglegen und hatte es in kürzester Zeit durch.
Der recht langziehende Anfang hat sich dann doch noch ins Spannende gewandelt.

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