Gray von Leonie Swann

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.

  • München: Goldmann, 2017. ISBN: 978-3-442-31443-0. 413 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2017. Gesprochen von Bjarne Mädel & Christoph Heisler. ISBN: 3844525327. 1 CDs.

'Gray' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Dr. Augustus Huff, Dozent an der berühmten Universität von Cambridge, hat plötzlich ein Problem: einer seiner Studenten ist in den Tod gestürzt. Nur ein tragischer Unfall oder Mord? Augustus vermutet Letzteres, denn das Opfer war alles andere als ein Engel. Ein Mörder im Elfenbeinturm das darf nicht sein, und so macht sich Augustus, unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen, auf die Suche nach dem Täter. Der Vogel erweist sich aber als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der die richtigen Fragen stellt und Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.

Ihre Meinung zu »Leonie Swann: Gray«

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Ceridwen Alba zu »Leonie Swann: Gray« 27.11.2017
Das Buch ist - wie sein Held GRAY - einfach genial und wundervoll!!! Es macht süchtig!!! Ein wirklich guter Krimi - vor allem aber auch eine wunderbare Papageiengeschichte!!! Eine anrührende Geschichte einer wundervollen innigen Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Normalerweise lese ich keine Krimis - diesen habe ich jetzt schon mehrfach gelesen. :-)
Tadeusbe zu »Leonie Swann: Gray« 09.11.2017
Den Inhalt wiederzugeben spare ich mir, so ordnungliebend wie Dr.Huff bin ich nicht.
Die Idee einen Papagei in den Mittelpunkt zu stellen und einen überforderten Tutor die Ermordung seines Besitzer aufklären zu lassen , ist an sich gut.Kinder und Haustiere verkaufen sich immer gut als Bestandteil eines solchen Romans.Leider ist die Umsetzung nicht gelungen.Die ständige Wiederholung der erlernten Papageienwörter in allen möglich Situationen soll witzig wirken, verfehlt aber bald sein Ziel.Das Verhalten Dr.Huffs ist nicht immer nachvollziehbar, seine Marotten erinnern an eine Figur aus einer TV-Serie.Das nimmt viel von der Originalität.Der Schluss ist nicht zufriedenstellend, da er irgndwann voraussehbar wird und dennoch Fragen zurückläßt.Schade, Thema verfehlt.
PMelittaM zu »Leonie Swann: Gray« 20.09.2017
Elliot, Student und zukünftiger Lord Fairbanks, liebt es über die Dächer Cambridges zu klettern. Eines Tages liegt er tot vor der King's College Chapel, vom Turm gestürzt. Elliots Graupapagei Gray landet bei Dr. Augustus Huff, Fellow und Elliots Tutor, der bald daran zweifelt, dass Elliots Sturz ein Unfall war.Leonie Swann hat einen neuen Tierkrimi geschrieben, wobei dieses Mal, anders als bei den Schafen, der Papagei nicht selbst ermittelt, Ermittler ist ganz allein Augustus Huff, auch die Polizei sucht man hier vergebens, Gray, ein sehr intelligenter und gut trainierter Papagei, kann aber Denkanstöße geben, und sorgt überhaupt erst einmal dafür, dass Huff ans Ermitteln kommt.Augustus Huff ist ein recht eigenwilliger Protagonist, denn er hat so seine Probleme, er leidet unter Zwangsstörungen, und so ist es für ihn zunächst gar nicht so einfach, mit Gray, der allerhand Durcheinander mit sich bringt, klar zu kommen. Das legt sich aber nach und nach, und es ist schön mit anzusehen, wie er den Papagei immer mehr in sein Herz schließt. Ich hatte einige Probleme mir Huff bildlich vorzustellen, mir drängte sich schnell das Bild eines älteren, schrulligen und zerstreuten Professors auf (dabei ist Huff noch gar kein Professor), obwohl er eigentlich noch ziemlich jung und offenbar recht gut aussehend ist, denn nicht nur Gray trägt dazu bei, dass Huff ein Frauenschwarm zu sein scheint. Huffs Gedankengänge machten es mir oft einfach schwer, ihn mir wie beschrieben vorzustellen.Das ist aber nicht weiter schlimm, er ist halt recht skurril, und da ist das Alter zweitrangig. Dafür hatte ich bei allen anderen Charakteren ein lebhaftes und bestimmt viel zutreffenderes Bild vor Augen. Gut gelungen sind sie der Autorin allesamt – auch der Papagei. Meist „sieht“ man die Charaktere aus Huffs Sicht, also schon subjektiv gefärbt, aber vielleicht gerade deswegen gut getroffen.Bildhaft geht es oft zu in diesem Roman, und viele Szenen bringen den Leser zum Schmunzeln, wenn Huff z. B. die Kekse vor Gray versteckt, nicht ohne sich vorher noch einen in den Mund zu stopfen, und Gray dann den hektisch kauenden Mann anschaut.Huffs Ermittlungen sind nicht immer zielführend, aber unterhaltsam, am Ende wird der Fall natürlich trotzdem aufgelöst, und zwar zufriedenstellend, und in Huffs und Grays Leben gibt es ein paar Veränderungen. Ich habe den Roman zufrieden zugeschlagen.Ich fühlte mich sehr gut unterhalten von diesem humorvollen Roman voller mehr oder weniger schräger Charaktere, und bin schon gespannt, mit welchem Roman uns die Autorin als nächstes überrascht. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Übrigens bietet der Roman auch neben dem Lesen ein bisschen Unterhaltung, denn es gibt ein Daumenkino, dessen Bildchen mich auch beim Umblättern erfreuen konnten. 88°
Sagota zu »Leonie Swann: Gray« 28.06.2017
"Gray" von Leonie Swann erschien 2017 im Goldmann-Verlag (gebunden, HC) und der Hauptakteur dieses skurrilen und sehr unterhaltsamen 'Kriminalromans' sitzt recht zufrieden und eine Erdnuss knabbernd auf dem Cover des ansprechenden farblich passenden grau-pinken Covers.

Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent für Anthropologie und Tutor von Elliot Fairbanks, wird nach dessen Tod 'temporärer Halter' des Graupapageis Gray, den Elliot zu seinen wissenschaftlichen Sprachforschungen hielt - und versorgte, bis sein Leben in einem jähen Absturz vom Kirchturm der Chapel in Cambridge ein vorzeitiges Ende fand.

War es ein Unfall oder war es Mord? Dieser Frage geht Huff gemeinsam mit Gray auf der Schulter nach - und leuchtet das Umfeld des Studenten Elliot in einer für ihn nicht gänzlich ungefährlichen Weise auf. Er findet kompromittierende Fotos in Elliots Zimmer, auf denen in delikater Weise namhafte Professoren und Mitarbeiter des College abgebildet sind: Ist Erpressung im Spiel? Wer machte die Fotos und wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, dass diese niemals in die Öffentlichkeit - die altehrwürdige - gelangen?

Der sehr ordnungsliebende, zwangsneurotische August Huff muss aus dem durchgetakteten College-Alltag unbekannte Pfade beschreiten, um dem Mörder näher zu kommen: Hat er eine Abneigung gegen die Ordnungszahlen zwei, vier und acht sowie vor allem gegen jede Form von Schmutz oder gar Bakterien, die er mit zwanghaftem Händewaschen vom Leibe zu halten versucht, so muss er nun lernen, diese zu überwinden. Die Beschreibung Huffs, seine Gedankenpfade und das sich-aneinander-gewöhnen von Huff und Gray, der ebenfalls Ordnung liebt und sie auch braucht, da er sonst in Panik gerät, sind sehr witzig und skurril von Leonie Swann beschrieben und machen die Hauptcharakteristik dieses humorvollen Romans um den ominösen Tod eines Studenten aus; die Kriminalhandlung selbst ist gegenüber dem sprechenden Gray und den Versuchen Huffs, hier das jeweils Richtige herauszuhören, das den Fall lösen könnte, etwas nebensächlich.

Die Autorin versteht es, einen als Leser auf den "Gedankenpfaden" Huffs so einige Male - erstmal - in die falsche Richtung zu schicken; eine Reihe Tatverdächtiger zu präsentieren, die in die Liste der Verdächtigen einfließen. Zum Schluss gibt es eine unvorhersehbare Wendung und einen stimmigen Plot. Der Stil ist eingängig und leicht zu lesen, von kurzen Sätzen geprägt, etwas College-Lokalkolorit und vor allem haucht Gray diesem Roman an exakt den richtigen Stellen auf äußerst humorvolle Weise witzige Situationskomik ein, die sich in der Tat gewaschen hat.

Meine Lieblingssätze Grays sind: "Nimm ne Nuss!" (für Lob) oder
"Die Trauben kannst du dir abschminken!" - was mir einige schöne Lesestunden bescherte. Der Humor kam allerdings bei Gray sehr viel überzeugender 'rüber' als bei Dr. Augustus Huff; hier wirkte der Roman zuweilen nach meinem Empfinden etwas zu sehr 'bemüht', komisch zu sein. Gefallen haben mir die kurzen "Tagebucheinträge eines Luftikus", die die Spannung vergrößerten, da man nicht weiß, von wem sie stammen. Hier gelang es der Autorin auf pfiffige Art, den Leser auf falsche 'Gedankenpfade' zu locken...

Fazit:

Ohne die Vorgänger der Schafskrimis zu kennen, kann ich mir diese ähnlich vorstellen und hatte bei "Gray", einem skurrilen, sehr unterhaltsamen und humorvollen Kriminalroman aus der Feder Leonie Swanns durchaus einige witzige Lesestunden mit einem schrägen Ermittlerteam: Huff und Gray: Es gab spannende Kletterpartien auf altehrwürdig-historischem Cambridge-Gemäuer und einen intelligenten und aufgeweckten Graupapagei, dessen Sätze ich vermissen werde: Ich nehm jetzt ne Nuss und bedanke mich für vergnügliche Lesestunden. Ich vergebe 3,5 Erdnüsse - nein Lesesterne sowie 85 von 100 Krimikeksen auf der "Krimi-Couch" und empfehle den Roman gerne an Leonie Swann-Fans sowie allen Lesern mit einer gehörigen Portion Humor ;)
walli007 zu »Leonie Swann: Gray« 17.06.2017
Bad Romance

Im ehrwürdigen Cambridge ist ein Student, der als sicherer Fassadenkletterer bekannt war, vom Dach gestürzt. Sein Tutor, Dr. Augustus Huff, ist temporärer Erbe des Graupapageien Gray. Allerdings kommt er eher zufällig an das Tier, denn die Putzfrau glaubt, in des Studenten Zimmers spukt es als sie plötzlich dessen Stimme vernimmt. Augustus soll also eigentlich einen Geist austreiben und kommt dann mit einem Papagei nach hause. Dr. Augustus Huff Zähler und Pedant vor dem Herrn hat auf einmal einen Vogel, der ihm von Bad Romance erzählt und Nüssen und psychologischen Problemen. Und an dem Ableben seines Studenten kommt Huff auch einiges eigenartig vor.

Natürlich ist der Papagei durch den Tod seines Besitzers, der viel Zeit damit verbracht hat, dem Vogel das Sprechen beizubringen, ziemlich verstört. Alleine bleiben will er erstmal nicht. Dr. Huff will aber keine Unordnung in seiner Wohnung, was ihm zu einigen Übernachtungen in seiner Badewanne verhilft. Schließlich kann der Papagei im Bad nicht viel durcheinander bringen, aber wie erwähnt, er schläft nur in Gesellschaft. Und so sitzt er regelmäßig auf Huffs Schulter während dieser sich aufmacht, die Umstände des Todes seines Studenten näher zu beleuchten. Schnell findet Huff heraus, dass im Leben des nicht sonderlich beliebten Elliot einiges anders war als geglaubt.

Dieses Buch lebt wahrlich von dem zwanghaften Ordnungsfanatiker Dr. Augustus Huff, der jeden Schritt am liebsten mit dem linken Fuß beginnt, und seinem überraschenden Erbe. Gray, von dem man beinahe glauben könnte, er versteht, was er sagt. Eigentlich als Forschungsobjekt gedacht, nimmt der Papagei nicht nur Augustus für sich ein. Doch wie Huff schnell merkt, ist er plötzlich nur noch der mit dem Vogel, was bei seinen Ermittlungen durchaus hilfreich sein kann. Und so stolpert er durch diesen witzigen Krimi, der mit einigen Überraschungen aufwartet, auch wenn diese hinter der ausgeklügelten Situationskomik manchmal zurücktreten.

Mit Bjarne Mädel wurde für Gray und Huff eine geradezu ideale Stimme gefunden, die das Hören des Romans zu einem außerordentlichen Vergnügen macht. Man kann ihn sich bestens als Dr. Huff mit seinem temporären Besitz auf der Schulter durch die Gassen von Cambridge wandernd vorstellen. Auch wenn man seine „Bad Romance“ erst nach einer Suche im großen Netz zuordnen kann, ein Lied, das es tatsächlich gibt und das man auch noch kennt, behält sein „rara ulala“ einen gewissen Witz. Huffs leichte Naivität, die doch auch gepaart ist mit großer Intelligenz, kommt sehr eindrucksvoll rüber. Man nimmt ihm ab, dass er manchmal vom Leben überfordert ist und das er sich doch nicht scheut eben jenem Leben die Stirn zu bieten. Und Gray bringt genau die richtige Portion Unordnung in des Doktors Leben.

Dr. Augustus Huff und sein nun nicht mehr temporärer Mitbewohner bilden ein echt tolles Team. Man würde wünschen, mehr von ihnen zu hören.
FM zu »Leonie Swann: Gray« 01.06.2017
Der Autor lässt den Leser ständig erahnen, wer der Täter wohl sei. Die gelegten Spuren geben einen eine Sicherheit, die man dann schwer verlässt. Manchmal musste ich zurückblättern um nachzulesen. Schlussendlich fiebert man in der Folge mit Gray auf Augustus Schultern, der gern auch ein bisschen frech ist mit.
Gray und Augustus - zwei starke Charaktere.
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