Wie man sie zum Schweigen bringt von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2000
unter dem Titel Ennen Lähtöä,
deutsche Ausgabe erstmals 2005
bei Kindler.
Ort & Zeit der Handlung: Finnland / Espoo (bei Helsinki), 1990 - 2009.
Folge 7 der Maria-Kallio-Serie.
- Helsinki: Tammi, 2000 unter dem Titel Ennen Lähtöä. 375 Seiten.
-
Reinbek bei Hamburg: Kindler, 2005.
Übersetzt von Gabriele Schrey-Vasara.
ISBN:
3-463-40466-4. 384 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006.
Übersetzt von Gabriele Schrey-Vasara.
ISBN:
978-3-499-23829-1. 382 Seiten.
'Wie man sie zum Schweigen bringt' ist erschienen als
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In Kürze:
Der Innenarchitekt und Stadtrat Petri Ilvesniemi wird auf dem Weg zu einer Sitzung überfallen und stirbt an seinen Verletzungen. Haben Rechtsradikale den bekennenden Schwulen umgebracht? Oder vielleicht Stadtratskollege Kari Rahnasto, dessen Schwiegersohn eine Affäre mit dem Toten hatte? Die Liste der Verdächtigen ist damit noch lange nicht vollständig. Eines bekommt Maria Kallio recht schnell heraus: Jemand hat den Kleinkriminellen Marko angeheuert, um Petri einen Denkzettel zu verpassen. Doch das hilft Maria nicht weiter, denn kurz danach wird die Leiche des Ganoven auf einer Müllhalde entdeckt. Die Anweisung von oben, den Fall damit für beendet anzusehen, schmeckt ihr überhaupt nicht, und so ermittelt sie auf eigene Faust weiter und lässt sich dabei noch nicht einmal von einer Bombe vor ihrer eigenen Haustür aufhalten …
Frauen haben es auf der Karriereleiter nun mal schwer, das bekommt Hauptkommissarin und Dezernatsleiterin Maria Kallio mal wieder zu spüren. Sie leitet die Ermittlungen im Falle des ermordeten Stadtrats Petri Ilveskivi, der auf dem Weg zu einer Sitzung im Wald mit einem Messer angegriffen wurde und den Verletzungen erlag. Da Petri homosexuell war, geraten natürlich die Rechtsextremen in Verdacht, die in bereits einmal angegriffen hatten. Bald erhärten sich die Verdachtsmomente, dass der Kleinkriminelle Marko Seppälä den Angriff ausgeführt hat, aber dieser ist unauffindbar. Mario Kallio ist nun zwar klar, wer die Tat begangen hat, doch das Motiv bleibt im Dunkeln. Als die Leiche von Marko auf der Mülldeponie gefunden wird, scheint der Fall gelöst, so sehen es zumindest die Vorgesetzten von Maria. So wird es gar nicht gern gesehen, dass die Kommissarin die kommunalpolitische Arbeit von Petri hinterfragt und dort nach Feinden sucht.
Skandinavische Krimis sind sicher etwas eigen und eine Klasse für sich sind dabei noch die, in denen eine Frau die Hauptrolle spielt. Nicht, dass man alle in einen Topf werfen möchte, aber gewisse Gemeinsamkeiten lassen sich nicht verleugnen, auch wenn der vorliegende Roman zur Abwechslung in Finnland spielt und nicht in Schweden wie viele andere. Wer zum Beispiel an Anne Holt Gefallen gefunden hat, wird sicher auch bei Leena Lehtolainen landen (oder umgekehrt). Vor den finnischen Orts- und Personennamen hatte ich mich im Vorfeld ein wenig gefürchtet, aber diese stellten absolut kein Problem dar.
Heldin mit Stärken und Schwächen
Mario Kallio ist eine sympathische Heldin mit Stärken und Schwächen, die gut zuhören kann, was ihr bei ihrer Arbeit zugute kommt, die gerne Erfolg im Beruf hat, der aber auch die Zeit mit ihrer Familie wichtig ist. Sie ist eine starke Persönlichkeit, aber ihre Gefühle stehen ihr bei den Ermittlungen auch schon einmal im Weg. Alles in allem hat sie das, was eine gute Serienfigur ausmacht und den Leser animiert, weitere Bücher von der Autorin zu lesen.
Marias Probleme im Job nehmen einen großen Raum im neuesten Roman der Finnin Leena Lehtolainen ein. Als in ihrem Briefkasten eine Bombe explodiert, führt ihr Chef die dadurch entstandene nervliche Belastung zunächst als Vorwand an, sie aus den weiteren Ermittlungen herauszuhalten. Dann wird sie sogar massiv unter Druck gesetzt, ihren eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Zudem überlegt sie, ob sie noch ein weiteres Kind bekommen sollte und was dies für ihre Karriere bedeuten würde. Gerade dieser Teil ihres Privatlebens nimmt sogar einen recht großen Raum ein, fast wird es für meinen Geschmack zu oft angesprochen.
Es mangelt an Höhepunkten
Leena Lehtolainen erzählt ihre Geschichte routiniert. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und der Stil ist flüssig. Nur schade, dass es dem Roman an Höhepunkten mangelt. Allzu leicht wird der Leser genau wie die Polizei auf die richtige Fährte geführt. Es kommt zwar keine Langeweile auf, aber für einen richtig spannenden Krimi fehlt es an spannenden Elementen und die Handlung plätschert fast ein wenig dahin. »Wie man sie zum Schweigen bringt« ist ein recht guter Roman, der bestimmt Lust auf mehr Maria Kallio macht, aber leider nur ein mittelprächtiger Krimi.
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| Lisa1987 zu »Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt« | 31.03.2008 |
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| Annkatrin zu »Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt« | 05.09.2006 |
| Beate P. zu »Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt« | 29.01.2006 |
| kokoni zu »Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt« | 06.07.2005 |
| Annika zu »Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt« | 07.06.2005 |

