Nach der Sperrstunde von Lawrence Block

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1986 unter dem Titel When the sacred ginmill closes, deutsche Ausgabe erstmals 1987 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1970 - 1989.
Folge 6 der Matt-Scudder-Serie.

  • New York: Arbor House, 1986 unter dem Titel When the sacred ginmill closes. 239 Seiten.
  • München: Heyne, 1987. Übersetzt von Sepp Leeb. ISBN: 3-453-00210-5. 318 Seiten.

'Nach der Sperrstunde' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Der in Brooklyn lebende Libanese Khoury ruft Mathew Scudder zu Hilfe. Seine Frau ist bei einem Einkaufsbummel entführt worden, und jetzt wird er von den Entführern erpreßt. Khopury kann nicht die Polizei einschalten, weil er Drogenimporteur ist. Um die Frau zu retten, erklärt sich Scudder bereit, den Fall zu übernehmen. Doch wenig später wird die Frau ermordet im Kofferraum eines Autos gefunden. …

Ihre Meinung zu »Lawrence Block: Nach der Sperrstunde«

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Bartensen zu »Lawrence Block: Nach der Sperrstunde« 18.08.2008
Eine hochprozentige Sauftour ist es, auf die Lawrence Block seinen Protagonisten Matt Scudder schickt. Ein Trip durch die dunklen Gassen von New York, ein Spaziergang durch Kneipen und Bars, gefüllt mit den gescheiterten Existenzen des amerikanischen Traums.
Die Gestalten, die Matt Scudder Tag für Tag und Nacht für Nacht Whisky trinkend trifft, sind die Auftraggeber für zwei oder drei kleine Kriminalfälle, die geschickt um diesen Roadtrip-Noir herum aufgebaut werden. Mord, Diebstahl, Überfall und Erpressung treiben Matt Scudder diesesmal auf die Strasse. Eine streng kriminalistisch logische Lösung der Fälle bietet Lawrence Block auch hier wieder nicht an, im Vordergrund stehen diese Fälle allerdings eh nicht.
Dieser Roman ist chronologisch gesehen eine Rückschau, Matt Scudder ist noch Alkoholiker, die Gründe für seinen Abschied von der Polizei, sowie die Trennung von der Familie sind noch präsenter ... und am Ende zeigt sich, das auch ein melancholischer Hardboiled-Detective seine fiese Fratze zeigen kann.
Wer einen klassischen Kriminalfall lesen will, ist mit diesem Buch sicherlich nicht gut bedient, wer jedoch ein schillerndes Portrait einer im Zwielicht liegenden Halbwelt und seiner Gestalten lesen möchte, wird einen Heidenspass haben.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
effie zu »Lawrence Block: Nach der Sperrstunde« 04.06.2008
Sommer 1975, Matt Scudder hat zwei Fälle zu lösen oder Freunden gefällig zu sein, die im Buch jedoch wenig Raum einnehmen, deshalb ist es schwierig, den Roman als Krimi zu bewerten. Eine Kneipentour, herrlich trunkene Dialoge... Eine Variante von Barfly, nur nicht so dreckig oder die nie endende Reise nach Petuschki, nur dass am Ende, die Fälle gelöst sind, irgendwie. Eine Methode fürs Entwirren der verschiedenen Knoten, kann Matt selbst nicht klar beschreiben, für den Leser sind Hinweise zur Lösung gestreut. Und wie man maskierte Männer identifiziert, ist sehr clever, noch nie vorher gehört. ;) Last Call: Weniger Krimi als die letzten Tage, die das Ende einer Ära einläuten - when the sacred Ginmill closes...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
axelp zu »Lawrence Block: Nach der Sperrstunde« 16.05.2007
Ich kann mich der Meinung von F. Bauer nicht anschließen, denn ich habe das Buch nach 90 Seiten weggelegt. Vorher ist kaum etwas passiert, außer daß man mit Scudder durch die Kneipen zieht.
Friedrich bauer zu »Lawrence Block: Nach der Sperrstunde« 11.06.2006
Leider schon sehr lange her, als ich es gelesen habe. War mein erster Krimi, den ich von Lawrence Block gelesen habe. Seit dem suche ich nach und nach alle weitern Bücher über Mathew Scudder zusammen. War einfach spannend. Glaube ich werds nochmal lesen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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