Falsches Herz von Lawrence Block

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1965 unter dem Titel The Girl with the Long Green Heart, deutsche Ausgabe erstmals 1967 bei Winther.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, Kanada / Toronto, 1950 - 1969.

  • Greenwich, Conn.: Fawcett, 1965 unter dem Titel The Girl with the Long Green Heart. 160 Seiten.
  • London: Frederick Muller, 1966. 158 Seiten.
  • New York: Dorchester, 2005. 158 Seiten.
  • Hamburg / Zürich / Wien: Winther, 1967 Mord im Hotel. Übersetzt von Ingrid Lechleitner. 158 Seiten.
  • München: Heyne, 1967 Doppelspiel zu dritt. Übersetzt von Werner Gronwald. 159 Seiten.
  • Berlin: Rotbuch, 2009. Übersetzt von Andreas C. Knigge. 219 Seiten.

'Falsches Herz' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Sie ist ein einziger Traum – für einen Mann aber wird sie zum Albtraum. Johnny Hayden und Doug Rance wollen Immobilienunternehmer Wallace Gunderman um sein gesamtes Vermögen bringen. Doch damit der Plan aufgehen kann, brauchen sie eine Frau im Innern der Firma. Hier kommt Evelyn Stone ins Spiel – Gundermans Sekretärin, Geliebte und sein schlimmster Feind. Gunderman hatte versprochen, sie zu heiraten, es aber nie getan. Jetzt will sie es ihm heimzahlen …

Das meint krimi-couch.de: »Nur echte Engel taugen als echte Schurken« 80°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Nachdem er sieben lange Jahre als Betrüger im Gefängnis absitzen musste, wollte John Hayden eigentlich ehrlich bleiben. Ohne das nötige Startkapital wird sich sein Traum vom Neuanfang als Hotelier allerdings nicht erfüllen. Deshalb lässt er sich von Douglas Rance, einem alten Freund und Ex-Komplizen, zu einem letzten Coup überreden. Sie wollen den Immobilienspekulanten Wallace Gundermann ausnehmen. Der hat sein Büro in der Kleinstadt Olean, gelegen im Westen des US-Staates New York. Seit Jahren erwirbt er im großen Stil und billig wertloses Land und wartet geduldig, bis Bodenschätze entdeckt werden oder Bauprojekte anstehen, um es dann teuer zu verkaufen. Damit ist er bisher ausgezeichnet gefahren und ein steinreicher Mann geworden.

Allerdings hat sich Gundermann eine erbitterte Feindin gemacht: Seine Sekretärin, die hübsche Evelyn Stone, wurde seine Geliebte, nachdem er ihr die Ehe versprochen hatte. Dies wird er nie halten, wie ihr inzwischen klargeworden ist. Nun suchte und fand sie mit Rance und Hayden Gauner, die ihr zu Gundermanns Geld und zur Rache verhelfen sollen.

Das Duo gründet im kanadischen Toronto eine Scheinfirma, die anscheinend so viel brachliegendes Waldland wie möglich aufkauft. Auch Gundermann besitzt eine »Elchweide« in Kanada. Gern wäre er sie wieder los, doch ihn lockt noch stärker die Aktivität besagter Firma, deren Inhaber offenbar über Insider-Kenntnisse verfügen, die darauf hindeuten, dass besagtes Brachland begehrter ist als allgemein gedacht.

Genau das wollen Hayden und Rance Gundermann vorgaukeln, ihm ihre Firma letztlich für 100.000 Dollar verkaufen und sich mit der Beute aus dem Staub machen. Zunächst scheint alles zu klappen, aber dann bricht Hayden mit einer ungeschriebenen Gauner-Regel: Trenne stets Geschäft und Privatleben! Er verliebt sich in Evelyn und beginnt eine Affäre mit ihr – ein fataler Fehler, denn die junge Frau gedenkt sich nicht mit einem Teil der Beute zufriedenzugeben und treibt ihr eigenes Spiel …

Vom Groschenheft zum Literatur?

Der letzte große Coup soll genug Geld einbringen, mit dem der alternde und erfahrene, aber bisher erfolglose und vom Leben tüchtig gebeutelte Gangster ehrbar neu beginnen will. Natürlich missglückt auch dieser Fischzug, denn zu den üblichen Tücken des (kriminellen) Objekts gesellt sich der vielleicht mächtigste Chaos-Faktor überhaupt: die Liebe zu einer verführerischen Frau, die der echte Profi abgeblockt hätte, was dem im Grunde seines Herzens romantischen Helden unserer Geschichte jedoch misslingt.

Damit lässt sich die Quintessenz von »Falsches Herz« in wenigen Worten zusammenfassen. Als Spoiler darf man das nicht auffassen, denn dieser Plot ist klassisch und Rückgrat jener Sparte des Kriminalromans, den man als »Noir« bezeichnet und der auf der Prämisse »Die Welt ist schlecht« basiert. Die schöne aber herzlose Frau und der ausgebuffte aber seelenschwache Gauner sind ein Gespann, das in unzähligen Krimis der »schwarzen Serie« aufeinandertrifft.

»The Girl with the Long Green Heart«, wie recht pompös der Originaltitel des hier vorgestellten Romans lautet, erschien 1965 in der legendären »Gold Medal«-Reihe, die einst für den schnellen Lektüre-Verbrauch konzipierte »Pulp«-Krimis auf den US-Taschenbuchmarkt warf, und die heute nostalgisch als Meisterwerke verklärt sowie ehrfürchtig neu veröffentlicht werden. Das Prädikat verdienen sie nicht, was aber nur zum Teil negativ gemeint ist. »Falsches Herz« ist ein typisches Beispiel: kein Klassiker, sondern ein ökonomisch geplotteter und flott geschriebener Reißer, der damals wie heute einfach ´nur´ unterhaltsam ist.

Liebe und Verbrechen passen nicht zueinander

»Falsches Herz« ist ein Frühwerk des Großmeisters Lawrence Block. 1965 gelang ihm noch nicht die individuell gefärbte Tiefe seiner späteren Romane. Er hielt sich deshalb strikt und durchaus erfolgreich an die gerade skizzierten Vorgaben. Dass John Hayden zum Untergang verdammt ist, wissen wir, als er von ´seinem´ Hotel träumt: Harte Jungs geben sich solchen spießbürgerlichen Visionen nicht hin! Schon zu diesem frühen Zeitpunkt legt sich ein melancholischer Hauch angekündigter Tragik über das Geschehen. Es wird nicht funktionieren, und aus der Ahnung wird Gewissheit, als die schöne Evelyn die Szene betritt.

Frauen sind im »Noir«-Krimi gefährliche Geschöpfe – eher durchtrieben als intelligent, und vor allem verfolgen sie ihre Pläne unter Einsatz körperlicher Anziehungskräfte. Dadurch gerät ein Gefühlsmoment ins Geschehen, das mit dem Verbrechen nicht korrespondiert. Hier sind ein kühler Kopf und nüchterne Planung gefragt. John Haydon ist grundsätzlich ein Profi. Nun wird er durch die Liebe zu Evelyn mit gefährlichen Folgen abgelenkt.

Allerdings dreht uns Block im Finale eine ganz lange Nase. Die Aufdeckung von Evelyns Verrat erfolgt, aber die unausweichlich darauf folgende und tödliche Schlussabrechnung, die wir nunmehr erwarten, ist Blocks Sache nicht. Einzelheiten werden an dieser Stelle nicht verraten, denn es wäre schade, dem potenziellen Leser die Überraschung zu verderben. Block findet tatsächlich eine alternative Lösung und stellt unsere Erwartungen auf den Kopf.

Manchmal knirscht es im Getriebe

Bis es soweit ist, lesen sich manche Kapitel etwas zäh. Block nimmt sich viel Zeit, einen bis ins Detail ausgeklügelten Betrug zu inszenieren. Das Einfädeln und die Realisierung eines kriminellen Streichs ist – dem Leser wird es klar – manchmal ebenso kompliziert und öde wie der legale Geschäftsalltag. Hayden und Rance verfügen über ein Hintergrundwissen, das ihnen ermöglichen würde, einen echten Immobilienhandel aufzuziehen. Faktisch wollen sie das gar nicht: Das Verbrechen ist für sie nicht nur Geschäft, sondern auch eine Lebensart. Vor allem Hayden, der sich für abgeklärt und geläutert hielt, muss sich selbst zugeben, dass er nicht das Geld, sondern den Kick vermisst hatte, den ihm ein gut geplanter (und gewaltfreier) Betrug verschafft.

Vor allem im 21. Jahrhundert ist der trickreiche Gundermann-Coup höchstens unter nostalgischen Gesichtspunkten goutierbar. Die moderne Kommunikationstechnik hat solche Schurkenstücke längst unmöglich gemacht. Unabhängig davon geht Block zu sehr in die Breite, wenn er jeden Schachzug der Gauner beschreibt: Es geht zu spät etwas schief, was endlich die Spannung des Unerwarteten in die Handlung bringt.

Verfügt ein 27-jähriger Vielschreiber über die Lebenserfahrung oder die Muße, Figuren mit echter Gefühlstiefe zu schaffen? In »Falsches Herz« regiert diesbezüglich – es klang weiter oben bereits an – das Klischee. Hayden und Rance, natürlich Evelyn, aber auch Gundermann handeln und reden, wie wir es aus vielen, vielen Buch- und Filmkrimis kennen. Block timt und schreibt gut, aber richtig wach weil verblüfft werden wir erst im Finale. Das versöhnt mit den beschriebenen Schwächen, zumal »Falsches Herz« ein Krimi aus der guten, alten Zeit ist, der nur 200 Seiten benötigt, um seine Geschichte zu erzählen.

Michael Drewniok, Mai 2009

Ihre Meinung zu »Lawrence Block: Falsches Herz«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Stefan83 zu »Lawrence Block: Falsches Herz« 19.11.2010
Im September 2004 ging der Verlag „Hard Case Crime“ in den USA an den Start. Sein Programm: Das in den 60er Jahren für den schnellen Lektüre-Verbrauch konzipierte Genre der Pulp-Krimis durch längst verloren geglaubte Noir-Klassiker und die stärksten Werke zeitgenössischer Autoren neu zu beleben. Ein Konzept das aufging, denn die Reihe geht 2011 bereits in ihr siebtes Jahr. Grund für den Erfolg ist neben der treffsicheren Autoren- und Titelauswahl sicherlich auch die herrliche klassische Cover-Gestaltung. Die hat der Rotbuch-Verlag eins zu eins übernommen, welcher seit 2008 einige der „Hard Case Crime“-Werke dem deutschen Büchermarkt zugänglich macht. Darunter unter anderem auch Lawrence Blocks „Abzocker“ (engl. „Grifters Game“), mit dem „Hard Case Crime“ in den USA einst begann. Mit Band zehn der Rotbuch-Reihe kehren wie nun zu Block zurück. „Falsches Herz“ (engl. „The Girl with the Long Green Heart“) ist einmal mehr ein Pulp-Krimi par excellence, der nicht nur bei den älteren Semestern unter den Lesern nostalgische Gefühle weckt, sondern dank eines sauber konstruierten Plots und knackig, flotter Sprache auch heute noch bestens unterhält.

John Hayden hat es geschafft. Nachdem er wegen Betrugs sieben Jahre lang im Gefängnis saß, konnte er letztlich doch mit seiner kriminellen Vergangenheit abschließen. Mit seiner Arbeit auf einer Bowlingbahn hält er sich über Wasser, Geld wird angespart, um sich irgendwann den Traum vom Neuanfang als Hotelier erfüllen zu können. Doch dieses irgendwann macht Hayden zunehmend zu schaffen. Er selbst wird nicht jünger und die Zeit scheint unerbittlich gegen ihn zu ticken. Genau in diesem Moment erscheint Douglas Rance auf der Bildfläche, ein Bekannter und ehemaliger Komplize, der seine Hilfe benötigt und ihn zu einem letzten großen Coup überreden will. Hayden zeigt sich störrisch, will von der Sache nichts wissen … und sagt schließlich doch seine Mitarbeit zu, denn Rances Plan ist trotz seiner Einfachheit äußerst genial.

Gemeinsam wollen sie Wallace Gundermann, einen Immobilienspekulanten aus der Kleinstadt Olean, ausnehmen. In den vergangenen Jahren hatte dieser in großem Stil billige Grundstücke und Land aufgekauft und es sich mit engelsgleicher Ruhe auf ihnen so lange bequem gemacht, bis anstehende Bauprojekte oder der Fund von Bodenschätzen die Preise in die Höhe getrieben hatten und er sie wiederum für teures Geld verkaufen konnte. Eine simple Vorgehensweise, durch die er steinreich geworden ist, allerdings auch eine herbe Schlappe einstecken musste. Betrüger hatten ihm eine wertlose „Elchweide“ in Kanada angedreht, die ihm bisher keinerlei Gewinn gebracht hat. Und Gundermann, ehrgeizig und ein schlechter Verlierer, will diese Scharte nun unbedingt wieder gut machen. Hier kommen John Hayden und Douglas Rance ins Spiel: Sie gründen im kanadischen Toronto ein Scheinfirma, die riesige Flächen von brachliegendem Waldland für wenig Geld aufkauft und treten schließlich selbst an ihr Opfer heran. Gundermann denkt nicht dran zu verkaufen, wird aber durch die Aktivität dieser Firma, die anscheinend mehr über das Land weiß als er, zunehmend neugieriger. Gibt es vielleicht dort ein geheimes Uranvorkommen?

Hayden und Rance setzen Gerüchte in die Welt und Gundermanns Sekretärin und Geliebte, die wunderschöne Evelyn Stone, tut ihr übriges dazu, um ihrem Chef Sand in die Augen zu streuen, da dieser sein Versprechen, sie zu ehelichen, augenscheinlich nicht zu halten pflegt und sie nun auf Rache aus ist. Alles scheint perfekt zu laufen, jedes Rädchen in das andere zu greifen, bis Hayden einen entscheidenden Fehler macht – er beginnt eine Affäre mit Eveyln und tut damit genau das, was ein Profi eben in so einer Situation besser nicht tun sollte … er vermischt das Geschäft mit der Liebe.

„Falsches Herz“ beinhaltet alles, was ein guter Krimi-“Noir“ haben sollte. Gewiefte, aber glücklose Gangster, ein hilfloses Opfer sowie eine Femme Fatale, welche mit ihren verführerischen Fähigkeiten ordentlich Chaos verursacht und aus einem Routine-Betrug ein ganz heißes Eisen macht. Insofern zeigt bereits das Cover deutlich, was einen hier erwartet. Und der geneigte Block-Leser, weiß ohnehin was auf ihn zukommt, bleibt doch der Autor eigentlich immer seinem Erfolgsschema treu. Er lässt sich Zeit, um den bis ins Detail ausgeklügelten Betrug zu inszenieren, gönnt uns einen Blick in den zwar komplizierten, aber besonders in seiner Vorbereitung äußerst spannungsarmen kriminellen Coup, der bereits zu Beginn so seine Fehlerchen durchschimmern und wenig Gutes erwarten lässt. Haydens Traum vom eigenen Hotel steht im harten Kontrast zur Wirklichkeit. Ein echter Profi könnte sich derartiges nicht erlauben. Hayden ist alt geworden, schwach, anfällig. Seine sich selbst eingeredete Läuterung hat im Angesicht des langvermissten Kicks bei einem Betrug keinerlei Bestand mehr. Die Aussicht, jemanden nach Strich und Faden auszunehmen, lässt ihn alle Vorsicht über Bord werfen. Und die Schönheit von Evelyn Stone bringt ihn letztlich komplett vom Kurs ab. Wer das „Noir“-Genre kennt, weiß das so etwas nicht lange gut gehen kann.

Überhaupt liegt auf „Falsches Herz“, nicht nur aufgrund der ruhigen Schilderungen des Autors, dieser Hauch von Tragik und Melancholie. Das Buch liest sich wie der Abgesang eines zwar ausgeschlafenen, aber auch zu naiven Gauners, der seinen Zenit überschritten hat und der sein Feld für die viel gewissenlosere nächste Generation räumen muss. So gekonnt und detailliert wie Block das Betrugsunternehmen aufzieht, so sicher ist man sich auch, dass es scheitern muss. Und um es scheitern zu sehen, liest man weiter. Blocks Sprache ist dabei zwar ohne Höhepunkte, aber in ihrer Glanzlosigkeit auch irgendwie mitreißend. Die Handlungsorte werden sparsam bis überhaupt nicht beschrieben, auf die Darstellung der äußeren Umgebung kein Wert gelegt. Allein die hier benutzten Kommunikationsformen lassen erahnen, dass man sich in den 60ern befindet. Abgesehen davon könnte das Buch auch erst kürzlich auf dem Büchermarkt aufgeschlagen sein. Mit dem einzigen Haken, das in der Zeit von Handys, Fax und Notebooks dieser Coup wohl gar nicht mehr durchführbar wäre.

Das tut dem Lesevergnügen allerdings auch keinen Abbruch. „Falsches Herz“ sagt mit wenigen Worten zwar nicht alles, aber das nötigste. In Zeiten von ausschweifenden Persönlichkeitsanalysen und Forensik-Bla-Bla ist diese kühle, knappe Schreibe eine herzerfrischende Abwechslung. Und trotz dem wenig originellen und streckenweise offensichtlichen Aufbau der Geschichte, muss sich der Leser um die Spannung keine Sorgen machen. Das Seitenblättern geschieht automatisch, der Sog stellt sich sofort ein. Und Block gelingt es einmal mehr, gewieft mit unseren Erwartungen zu spielen und dank genialen Timings uns letztlich doch die ein oder andere Überraschung zu kredenzen.

Insgesamt ist „Falsches Herz“ eine äußerst lesenswerte Neuauflage eines lange vergriffenen Noir-Klassikers, die zwar nicht ganz das Niveau des ersten Block-Bands dieser Reihe („Abzocker“) erreicht, aber dennoch jedem Freund von gut geplotteten Gaunergeschichten nur ans Herz gelegt werden kann. Ein Oldtimer, der kaum Staub angesetzt hat und uns auf weitere Werke der „Hard Case Crime“-Reihe, insbesondere von Block, freuen lässt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schrodo zu »Lawrence Block: Falsches Herz« 17.03.2009
Jetzt hab ich schon wieder einen „uralt“ Krimi des Herrn Block gelesen. Diesmal aus dem Jahre 1965. Man glaubt es nicht, einen Krimi der ganz ohne DNA – Spuren, Handy Telefonate und PC oder Notebooks auskommt. Nein, in diesem Krimi gibt es Telefonvermittlungen, Barzahlung in Hotels, Schreibmaschinen und Telegramme…und trotzdem ist eine kurzweilige Story herausgekommen die in bester Lawrence Block Manier geschrieben ist.
Zwei Gauner, John und Doug, wollen den Immobilien Hai Gunderman ausnehmen. Dazu benötigen sie die Hilfe seiner Tippse Evvie. Soweit so gut…was sich im Verlauf der Geschichte entwickelt erinnerte mich an den Film „Der Clou“. Nicht dass es etwas mit Pferdewetten zu tun hätte, nein nur an eine ähnlich dreiste Abzocke. Dass Herr Block für überraschende Enden bekannt ist beweist er auch in diesem Buch.
Ein Page Turner ist es sicher nicht, es ist auch nicht so spannend dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Aber man liest eine Seite nach der anderen weil man einfach wissen möchte ob dieser Immobilien Hai in die ihm gestellte Falle tappt. Das Buch ist einfach und gut zu lesen…und macht Lust auf mehr aus der Feder des Herrn Block.
(Der Titel der Originalausgabe war „The Girl With the Long Green Heart“ und wurde in Deutschland wohl schon unter den Titeln „Doppelspiel zu dritt“ und „Mord im Hotel“ veröffentlicht).
Ihr Kommentar zu Falsches Herz

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: