Accra von Kwei Quartey

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel Children of the street, deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Ghana, 1990 - 2009.
Folge 2 der Darko-Dawson-Serie.

  • New York: Random House, 2011 unter dem Titel Children of the street. 335 Seiten.
  • Köln: Bastei Lübbe, 2012. Übersetzt von Sabine Schilasky. 384 Seiten.

'Accra' ist erschienen als E-Book

In Kürze:

»Sodom und Gomorra« – so nennen die Einwohner von Accra jenes Viertel der ghanaischen Hauptstadt, das nur die Menschen betreten, denen keine andere Wahl bleibt. Denn wer Sodom betritt, setzt sein Leben aufs Spiel: Der giftige schwarze Rauch von Ghanas größter Mülldeponie ist hier genauso allgegenwärtig wie Armut und Gewalt. Dass in dieser Umgebung ein Mord geschieht, ist für Inspector Darko Dawson daher wenig überraschend. Was den Polizisten allerdings entsetzt, sind die Umstände des Verbrechens: Das Opfer ist ein Straßenjunge – und ihm wurden sämtliche Finger abgeschnitten. Als wenig später ein weiterer Teenager ermordet und verstümmelt wird, ist sich Dawson sicher: Ein Ritualmörder macht Jagd auf Accras Straßenkinder, ein Killer, dessen Intelligenz nur von seiner Heimtücke übertroffen wird. Und das muss Dawson bald am eigenen Leib erfahren.

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RiaKlug zu »Kwei Quartey: Accra« 06.11.2012
Kwei Quartey beschreibt ein bedrückendes Szenario von Armut und brutalstem Überlebenskampf.
Atmosphärisch dicht und sehr überzeugend schildert er die Lebensverhältnisse der Straßenkinder von Accra.
Zugleich beschreibt er die schwierigen Verhältnisse, unter denen ein Kriminalpolizist dort arbeiten muss.
Auch wenn ich den Exotenbonus abziehe, bleibt ein überzeugendes Gesellschaftsbild einer westafrikanischen Metropole.
Sprachlich ist das sehr geschmeidig gelöst, ohne krampfige Rückblenden und ohne die persönlichen Probleme des ermittelnden Inspektors überzustrapazieren.
Nur zwei Dinge gefielen mir nicht: Der überflüssige Prolog, in dem nichts verraten wurde, was nicht leicht im weiteren Text untergebracht werden konnte, und das märchenhafte Ende auf den letzten Seiten.
Mindestens mit einem Bein ist da der Autor in die 'Jetzt ist alles wieder gut - Falle' geraten.
Aber dazwischen, und das betrifft 98% der Geschichte, war das beste Krimiunterhaltung mit ausreichend Tiefgang.
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