Der Tote im Fels von Kurt Lanthaler

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 bei Diogenes. ISBN-10: 3-257-23130-X, ISBN-13: 978-3-257-23130-4.
Ort & Zeit der Handlung: Südtirol, 1990 - heute.

'Der Tote im Fels' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Bei Bauarbeiten für einen Eisenbahntunnel am Brenner wird eine Leiche aus dem massiven Felsen freigesprengt. Keiner kann sich erklären, wie sie dorthingekommen ist. Die einzigen Hinweise liegen im Aktenkoffer des Toten. Und den hat Tschonnie Tschenett, Aushilfs-LKW-Fahrer mit dem Hang, seine Nase in allerlei obskure Dinge zu stecken. Kein Wunder, dass er sich und seine Freunde auch diesmal in Schwierigkeiten bringt. Schon bald bekommt es Tschonnie Tschenett mit Grundstücksspekulanten, Nazis und anderen üblen Bekanntschaften zu tun …Und entdeckt, dass große Bauvorhaben lange Schatten vorauswerfen.

Das meinen andere:

"Wer das Schweden der sechziger Jahre kennenlernen wollte, griff zu Sjöwall/Wahlhöö – wer etwas über das heutige Südtirol erfahren will, hat mit dem Anti-Helden Tschenett die richtige Wahl getroffen. Lanthaler trifft die mitunter bedrohliche Athmosphäre hervorragend, seine südtirolerisch-italienisch eingefärbten Dialoge sind doppelbödig, er versteht mit Suspense und einer gehörigen Portion geheimnisvoller Unheimlichkeit umzugegen.» (Berliner LeseZeichen)

«Ein virtuos geschriebenes Stück Literatur, ein Cocktail aus Kriminalgeschichte, Heimatroman und Gesellschaftsstück.» (Alto Adige)

«Wenn Bauernschläue auf städtische Großkotzigkeit trifft, muß das Ergebnis ja nicht zwangsläufig billiger Klamauk sein, wie uns das Fernsehen gelegentlich weismachen will. Daß es auch anders geht, zeigt dieser Krimi.» (Badische Neueste Nachrichten)

«Dieser Regionalkrimi bezieht seine dichte Atmosphäre aus seinem zum Teil bizarren, stets aber originellen Figurenensemble." (Lexikon der Kriminalliteratur)

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hoffmann9471 zu »Kurt Lanthaler: Der Tote im Fels« 25.01.2009
Krimiplot ist halbwegs erträglich, aber nach der 10. Seite auch genau vorhersehbar.
Die Hauptfigur Tschenett wirkt auf den ersten drei Seiten erfrischend. Das ändert sich, weil sich seine schlampige und auch ziemlich denkfaule Art nicht ändert sondern nur noch nervt. Er ist dann irgendwie nur am Trinken und Kotzen und leiert alternatives Gedankengut in 100ten Varianten runter. Meistens macht er nur auswendig gelernte Sprüche. Dies alles wiederholt sich bis zur gähnenden Langweile. Das ist ja noch nicht alles: Man muss den Protagonisten auch noch aushalten in seiner Totalüberzeugung, dass NUR er recht hat , und zwar in ALLEM. Garniert mit einer unerträglichen Selbstgefälligkeit und wieder unaufhörlicher Sprücheklopferei.
Man kann ihn schon nach der 30.Seite nicht mehr ausstehen. Am Ende muss er seinen (ach so überlegenen) Schwanz endlich einziehen und kapitulieren.
Das tut einem gut !
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
schnurz zu »Kurt Lanthaler: Der Tote im Fels« 20.01.2009
Ein ordentlicher Krimi in der amerikanischen hartboiled-Tradition. Dazu Südtirol einmal ganz anders als in den bunten Prospekten mit Almwiesen, freundlichen Kühen und Alpenglühn. Trotz dieses erfrischenden Realismus kam passagenweise Langeweile auf. Tschennetts permanente Wurstigkeit ist ein bißchen öde.
markus zu »Kurt Lanthaler: Der Tote im Fels« 26.12.2005
Tschonnie Tschennet ist wohl eher ein sehr trauriger Held, der Geschichte. Dass sich das Buch gut lies stegt außer Frage, nur das Blättern und Nachsehen hinten im Glossar nervt doch ein wenig und trübt die Lesefreude.
Trotzdem, ein spannender Krimi.
coffy zu »Kurt Lanthaler: Der Tote im Fels« 14.06.2004
Ich hätte mir noch mehr Fussnoten gewünscht, obwohl es nicht gerade wenige davon gibt. Die Handlung ist quasi in seine Fussnoten historisch eingebettet.
Ingrida zu »Kurt Lanthaler: Der Tote im Fels« 01.08.2002
Wer glaubt, einen Heimatschinken mit Alpenrosenmentalität zu lesen, kann das Buch mit einem freundlichen Grüß-Gott weglegen. Tschonni Tschenett ist eine unseriöse Figur mit einer Beziehung zu "Dunkel-Deutschland". Spannend, mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor.
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