Totenstille im Watt von Klaus-Peter Wolf

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 bei Fischer.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, Norden-Norddeich, 2010 - heute.
Folge 1 der Dr.-Bernhard-Sommerfeldt-Serie.

  • Frankfurt am Main: Fischer, 2017. 352 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Jumbo, 2017. Gesprochen von Klaus-Peter Wolf.

'Totenstille im Watt' ist erschienen als HörbuchE-Book

In Kürze:

Er ist der Arzt in Norddeich, dem die Menschen vertrauen. Ein Doktor aus Leidenschaft. Er behandelt seine Patienten umfassend. Kümmert sich rührend nicht nur um ihre Wunden, sondern nimmt sich auch ihrer alltäglichen Sorgen an. Hört ihnen zu. Entsorgt auch schon mal einen brutalen Ehemann. Verleiht Geld, das er nicht hat. Keiner weiß, dass er ein Mann mit Vergangenheit ist. Einer anderen Vergangenheit, als manche sich das vorstellen. Der jetzt mit neuer Identität ein neues Leben lebt. Wer ist dieser Dr. Sommerfeldt?

Ihre Meinung zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt«

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Beate zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 12.10.2017
Ist da etwa einer aufgesprungen auf "Des Todes dunkler Bruder" (besser bekannt als "Dexter" in der gleichnamigen Serie) von Jeff Lindsay??? Is doch kaum zu toppen!
Viele kleine Details, so empfand ich es beim Lesen, sind eine Anlehnung an diesen Roman dem mit sympathischen Serienkiller. Warum versuchen Schriftsteller, wenn sie wirklich gute bzw. sehr gute Krimis geschrieben haben, auf den nächsten Zug mit aufzuspringen.

Schade, Klaus-Peter Wolf.
Krin zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 09.10.2017
Schlecht, schlechter, Wolf ...
Mit "Totenstille im Watt" wollte ich KPW nochmals eine Chance geben, die er bei mir mit seinen anderen "Ostfriesenkrimis" verspielt hatte.
Nun aber quäle ich mich durch die Selbstbeweihräucherung seines Ich-Erzählers, der meint, die Gerechtigkeit mit Löffeln gefressen zu haben. NEIN, das ist nicht ok, einfach Menschen zu töten, weil sie am falschen Platz auftauchen (wie z.B. der Freund des Buchtauschers).
Und: NEIN, es ist nicht ok, Frauenverachtung an allen Ecken spüren zu lassen. Selbst die eigene Figur, Ann Kathrin Kramer, die ja schon in den "Ostfriesenkrimis" nicht unbedingt superintelligent und logisch dargestellt wird, verkommt in "Totenstille" zum Mäuschen, das nicht einmal skeptisch wird, als der "Arzt" einen unangemeldeten Hausbesuch vornimmt.
Und es reicht auch nicht, die lokalen Gegebenheiten richtig darzustellen! Die Namen, die genannt werden, sind Realnamen, sie stimmen auch, aber das gibt trotzdem noch kein Lokalkolorit!
Die Besserwisserei in Sachen Literatur ärgern mich dann nur noch am Rande. Ich fühle mich nicht verleitet, die Bücher, Gedichte und Co. selbst zu lesen, sondern hab mich meist nur gefragt, was es soll.
Eine absolute "NICHT-KAUF-Empfehlung" von mir!
Thomas Franz zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 18.09.2017
Ein Buch mit Licht und Schatten. Wie die Hauptfigur mit und über nicht untypische "Arschlöcher" in unserer Gesellschaft redet, geht runter wie Öl. Das perlt so richtig. Andererseits ist die flankierende Liebesgeschichte mit einer literaturbeflissenen und hyperengagierten Lehrerin so richtig klischeehaft, dass es manchmal wehtut. Der Umgang der beiden ist so alternativ kitschig, dass man sich wieder nach einem "Arschloch" sehnt. Lästig auch die immer wiederkehrenden Promotioneinlagen zu irgendwelchen Lokalen oder ostfriesischen Eigenarten. Das wirkt schon sehr gestelzt. Unter dem Strich aber ein interessantes Buch.
Ursula Poßner zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 29.08.2017
Das Buch ist unmöglich! Eine Bejahung von Selbstjustiz. Und das auch noch mit der Rechtfertigung: "Tötet er den Tyrannen, wird er zum Mörder, schenkt aber dem Volk Sicherheit vor dessen Willkür, ja, Freiheit, Vielleicht gar Demokratie."
Bei den Opfern geht es nicht um Diktatoren, sondern um Menschen die sich etwas zuschulden kommen ließen, das in unserem Rechtsstaat durchaus strafrechtlich verfolgt würde. Und: Die Todesstrafe gibt es bei uns nicht mehr - aus gutem Grund!
Dietmar Pickhan zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 23.08.2017
Das schlechteste Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe.

Die Handlung ist mehr als dünn, dieser Dr. Sommerfeldt ist keineswegs sympathisch, sondern auf notorische Weise klugscheisserisch veranlagt und schleimt ständig um seine naive Lehrerin, der man nicht abnimmt, dass sie eine Frau mit einer gewissen Bildung ist.

Von dem Machwerk fühle ich mich ständig verarscht und habe außerdem das Gefühl, dass der Autor seine Leserschaft für bescheuert hält. Jedenfalls habe ich sehr bedauert, das Buch gekauft zu haben.
Geraldo zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 21.08.2017
Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen. Der Mörder ist unglaublich sympatisch das man ihm nur wünschen kann nie erwischt zu werden. Es ist ein großes Buch über unsere heutige Geselschaft. Ich freue mich schon auf den nächsten Band. Es wird auch eine große konkurenz zu Anne Katherine Klaasen. Weiter so
Edith Sprunck zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 16.08.2017
Der Roman ist eine flapsig bis humorvoll geschriebene unvollendete Geschichte über einen Hochstapler (Dr. Sommerfeldt), der zu einem "guten Zweck" immer wieder Selbstjustiz betreibt. Dazwischen wird der normale tägliche Wahnsinn, sei er privat oder auch gesellschaftspolitisch, locker-flockig auf die Schippe genommen. Selbst bei ernsten Themen, wie z.B. häusliche Gewalt oder gar Kindesmisshandlung, bleibt der Erzählstil an der Oberfläche. Was mich besonders stört, sind unterschwellig verächtliche Äußerungen über Frauen, die Dr. Sommerfeldt wohlwollend vom Stapel lässt. Ein Buch, das mich zwischen Lachen und Widerwillen hin- und herpendeln ließ. Es lässt sich flott herunter lesen und ist durchaus unterhaltsam. Allerdings ist es m.E. auch kein Verlust, wenn man es nicht kennt.
Kathrin Brückner zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 06.08.2017
Das Buch war tatsächlich wahnsinnig spannend und weckt die Neugier, wie es mit Dr. Sommerfeld weitergeht.
Aber sympatisch finde ich ihn beim besten Willen nicht - eher ein hochgestochener und vor allem selbstgefälliger Typ! Kein Vergleich mit dem legendären Tom Ripley von Patricia Highsmith, mit dam man stets mit gefiebert hat, dass er ja nicht erwischt wird.
zenzi zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 27.07.2017
Habe das Gefühl der Autor wollte im Buch seine Kenntnisse in Literatur anbringen. Handlung ist ein bißchen an den Haaren herbeigezogen. Hat für mich was von Selbstbeweihräucherung. Eigentlich gute Ansätze werden dadurch irgendwie wieder
kaputtgemacht. Sehr männliche Sicht der Dinge und viele Klischees über weibliche Verhaltensweisen.
Katja Bleeker zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 03.07.2017
Der neue Roman von Klaus-Peter Wolf ist dieses Mal ein bisschen anders, denn er ist in der Ich-Perspektive geschrieben und geht für mich eher in die Richtung Thriller als Krimi.

Dr. Sommerfeld, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist etwas ganze Besonderes, denn hinter seinem freundlichen und charmanten Auftreten und seiner Fürsorge für seine Patienten steht jemand ganz anderes; jemand, der eine Menge zu verbergen hat und alles andere als ungefährlich ist und schon so einige Leben auf dem Gewissen hat.
Im Gegensatz zu den bekannten Ostfriesen-Krimis sind hier nicht Ann-Kathrin Klaaßen und ihre Kollegen im Fokus, sondern Dr. Sommerfeld, was der Geschichte in Kombination mit der Erzählperspektive einen besonderen Hauch und eine gewisse Frische verleiht.

Klaus-Peter Wolfs Romane sind immer wieder ein Erlebnis- ich habe nur selten Bücher gelesen, die mit so viel Liebe zum Detail und Handlungsort geschrieben wurden. Wenn die kleinen Dinge sich in der Geschichte nicht verlieren, die Protagonisten auch mal Zeit für eine Tasse Tee mit Kluntje und Sahne - oder wahlweise einen dicken Pott Fischsuppe - haben, wenn der Autor sich die Zeit nimmt, die kühle und salzige Brise zu beschreiben, die jemandem um die Nase weht, wenn er an der Küste steht und trotzdem noch den Dreh hinkriegt, die Spannung zwischen den ruhigeren Momenten immer wieder aufleben zu lassen, dann ist das Buch gelungen. Man fühlt sich als Leser nicht gehetzt, sondern willkommen und das schätze ich sehr.

Totenstille im Watt ist eines solcher Bücher. Die Ich-Perspektive funktioniert hier hervorragend und sorgt dafür, dass der Leser nicht nur sofort in die Geschichte findet, sondern auch die Spannung intensiver miterleben kann. Absolut gelungen und in Kombination mit der Idee dahinter, den Mörder näher kennen zu lernen, seinen Weg mitzugehen und seine Sicht zu kennen, ein Werk, welches man nur schwer aus der Hand legen mag, wenn man erst mal begonnen hat mit dem Lesen.

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