Totenstille im Watt von Klaus-Peter Wolf

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 bei Fischer.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, Norden-Norddeich, 2010 - heute.
Folge 1 der Dr.-Bernhard-Sommerfeldt-Serie.

  • Frankfurt am Main: Fischer, 2017. ISBN: 978-3-596-29764-1. 352 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Jumbo, 2017. Gesprochen von Klaus-Peter Wolf. ISBN: 3833737115.

'Totenstille im Watt' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Er ist der Arzt in Norddeich, dem die Menschen vertrauen. Ein Doktor aus Leidenschaft. Er behandelt seine Patienten umfassend. Kümmert sich rührend nicht nur um ihre Wunden, sondern nimmt sich auch ihrer alltäglichen Sorgen an. Hört ihnen zu. Entsorgt auch schon mal einen brutalen Ehemann. Verleiht Geld, das er nicht hat. Keiner weiß, dass er ein Mann mit Vergangenheit ist. Einer anderen Vergangenheit, als manche sich das vorstellen. Der jetzt mit neuer Identität ein neues Leben lebt. Wer ist dieser Dr. Sommerfeldt?

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KlausA zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 20.01.2018
Was soll man sagen? Irgendwie komisch.

Da wird ein (anfangs durchaus sympathisch geschilderter) Serienkiller als Hauptdarsteller einer Serie inthronisiert. Anfangs empfindet man durchaus Sympathie (bis er den ersten "unverständlichen" Mord eiskalt im Krankenhaus durchführt) aber mit der Zeit stellt er sich als psychopathischer Mörder heraus, der jeden ermordet (oder schon mal in Gedanken ermordet), der ihm gerade nicht passt.

Einen solchen Typen am Schluss entkommen zu lassen und gleichzeitig bereits in dem Buch den Anfang des nächsten Buches der Serie zu integrieren zeugt davon, dass Wolf hier eine Serie aufbaut und mit diesem "Serienkiller in Fortsetzung" Umsatz machen möchte.

Mag sein, dass ich mir die Fortsetzung noch antue, aber ganz sicher keinen dritten, vierten oder x-ten Roman dieser Serie. Dafür bin ich offensichtlich nicht Serienkiller genug in meinem Innern.

Klar, man hätte sicher einen sympathischen Menschen zeichnen können, der sicher auch etwas außerhalb der Legalität agiert, aber nicht einen dermaßen eiskalten Psychopathen.

Sollte er im nächsten Buch seine Beate "wiederbekommen", wird es die letzte Stelle des Buches sein, die ich mir antue.

Ach, wärst du doch bei "Ostfriesen-..." geblieben.
Tineline zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 10.11.2017
Dermaßen spannend dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Niemand sollte Selbstjustiz befürworten, aber mit dem selbsternannten Doktor kann man richtig mitfühlen - sozusagen ein "How catch 'em " aber andersherum. Frauenfeindlichkeit kann ich (wbl, 60J, vh.) nicht feststellen, eher eine Abrechnung mit Angebern aller Art. Achtung: gute Literaturkenntnisse sind wegen der vielen Anspielungen und Zitate nötig, sonst kann man das Buch nicht genießen.
Manfred Rückriem zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 27.10.2017
Ich habe alle Ostfriesenkrimis gelesen und fand sie gut.Die Verfilmung des 1. Bandes Ostfriesen Killer fand ich nicht so gelungen. Die Rolle der Ann Kathrin spiegelte die Figur nicht so wieder, wie im Buch.
Nun zum neuen Buch "Totenstille im Watt".Ich bin erst auf Seite 165 und kann und will mir noch kein Urteil erlauben. Aber mir ist ein logischer Fehler aufgefallen, den ich dem Autor gerne mitteilen möchte. Und zwar im Kap. 16 Zeile 1 "Er hat bereits zwei Barsche gefangen und ausgenommen." und dann im Kap.17 nimmt Dr. Sommerfeldt diese Barsche nochmals aus.
Zeile 20; "Zum Glück habe ich die Barsche. Während wir uns unterhalten schlitze ich sie auf und nehme sie aus." Wie geht das? Weiter im Kap.20 Zeile 10 ".und dann stirbt er, so wie er." muß es da nicht heißen und dann stirbt es(das Knirschen), so wie er.?
Beate zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 12.10.2017
Ist da etwa einer aufgesprungen auf "Des Todes dunkler Bruder" (besser bekannt als "Dexter" in der gleichnamigen Serie) von Jeff Lindsay??? Is doch kaum zu toppen!
Viele kleine Details, so empfand ich es beim Lesen, sind eine Anlehnung an diesen Roman dem mit sympathischen Serienkiller. Warum versuchen Schriftsteller, wenn sie wirklich gute bzw. sehr gute Krimis geschrieben haben, auf den nächsten Zug mit aufzuspringen.

Schade, Klaus-Peter Wolf.
Krin zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 09.10.2017
Schlecht, schlechter, Wolf ...
Mit "Totenstille im Watt" wollte ich KPW nochmals eine Chance geben, die er bei mir mit seinen anderen "Ostfriesenkrimis" verspielt hatte.
Nun aber quäle ich mich durch die Selbstbeweihräucherung seines Ich-Erzählers, der meint, die Gerechtigkeit mit Löffeln gefressen zu haben. NEIN, das ist nicht ok, einfach Menschen zu töten, weil sie am falschen Platz auftauchen (wie z.B. der Freund des Buchtauschers).
Und: NEIN, es ist nicht ok, Frauenverachtung an allen Ecken spüren zu lassen. Selbst die eigene Figur, Ann Kathrin Kramer, die ja schon in den "Ostfriesenkrimis" nicht unbedingt superintelligent und logisch dargestellt wird, verkommt in "Totenstille" zum Mäuschen, das nicht einmal skeptisch wird, als der "Arzt" einen unangemeldeten Hausbesuch vornimmt.
Und es reicht auch nicht, die lokalen Gegebenheiten richtig darzustellen! Die Namen, die genannt werden, sind Realnamen, sie stimmen auch, aber das gibt trotzdem noch kein Lokalkolorit!
Die Besserwisserei in Sachen Literatur ärgern mich dann nur noch am Rande. Ich fühle mich nicht verleitet, die Bücher, Gedichte und Co. selbst zu lesen, sondern hab mich meist nur gefragt, was es soll.
Eine absolute "NICHT-KAUF-Empfehlung" von mir!
Thomas Franz zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 18.09.2017
Ein Buch mit Licht und Schatten. Wie die Hauptfigur mit und über nicht untypische "Arschlöcher" in unserer Gesellschaft redet, geht runter wie Öl. Das perlt so richtig. Andererseits ist die flankierende Liebesgeschichte mit einer literaturbeflissenen und hyperengagierten Lehrerin so richtig klischeehaft, dass es manchmal wehtut. Der Umgang der beiden ist so alternativ kitschig, dass man sich wieder nach einem "Arschloch" sehnt. Lästig auch die immer wiederkehrenden Promotioneinlagen zu irgendwelchen Lokalen oder ostfriesischen Eigenarten. Das wirkt schon sehr gestelzt. Unter dem Strich aber ein interessantes Buch.
Ursula Poßner zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 29.08.2017
Das Buch ist unmöglich! Eine Bejahung von Selbstjustiz. Und das auch noch mit der Rechtfertigung: "Tötet er den Tyrannen, wird er zum Mörder, schenkt aber dem Volk Sicherheit vor dessen Willkür, ja, Freiheit, Vielleicht gar Demokratie."
Bei den Opfern geht es nicht um Diktatoren, sondern um Menschen die sich etwas zuschulden kommen ließen, das in unserem Rechtsstaat durchaus strafrechtlich verfolgt würde. Und: Die Todesstrafe gibt es bei uns nicht mehr - aus gutem Grund!
Dietmar Pickhan zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 23.08.2017
Das schlechteste Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe.

Die Handlung ist mehr als dünn, dieser Dr. Sommerfeldt ist keineswegs sympathisch, sondern auf notorische Weise klugscheisserisch veranlagt und schleimt ständig um seine naive Lehrerin, der man nicht abnimmt, dass sie eine Frau mit einer gewissen Bildung ist.

Von dem Machwerk fühle ich mich ständig verarscht und habe außerdem das Gefühl, dass der Autor seine Leserschaft für bescheuert hält. Jedenfalls habe ich sehr bedauert, das Buch gekauft zu haben.
Geraldo zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 21.08.2017
Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen. Der Mörder ist unglaublich sympatisch das man ihm nur wünschen kann nie erwischt zu werden. Es ist ein großes Buch über unsere heutige Geselschaft. Ich freue mich schon auf den nächsten Band. Es wird auch eine große konkurenz zu Anne Katherine Klaasen. Weiter so
Edith Sprunck zu »Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt« 16.08.2017
Der Roman ist eine flapsig bis humorvoll geschriebene unvollendete Geschichte über einen Hochstapler (Dr. Sommerfeldt), der zu einem "guten Zweck" immer wieder Selbstjustiz betreibt. Dazwischen wird der normale tägliche Wahnsinn, sei er privat oder auch gesellschaftspolitisch, locker-flockig auf die Schippe genommen. Selbst bei ernsten Themen, wie z.B. häusliche Gewalt oder gar Kindesmisshandlung, bleibt der Erzählstil an der Oberfläche. Was mich besonders stört, sind unterschwellig verächtliche Äußerungen über Frauen, die Dr. Sommerfeldt wohlwollend vom Stapel lässt. Ein Buch, das mich zwischen Lachen und Widerwillen hin- und herpendeln ließ. Es lässt sich flott herunter lesen und ist durchaus unterhaltsam. Allerdings ist es m.E. auch kein Verlust, wenn man es nicht kennt.

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