Mittsommer von Kim Småge

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Solefall, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: Norwegen, 1990 - 2009.

  • Oslo: Aschehoug, 2002 unter dem Titel Solefall. 217 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2004. Übersetzt von Gabriele Haefs. ISBN: 3-502-51987-0. 222 Seiten.

'Mittsommer' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Anne-kin Halvorsen macht Urlaub. Doch die Idylle auf der Ferieninsel vor der Küste Norwegens währt nicht lange: Ein niederländischer Tourist wird vergiftet. Wenig später bringt sich ein Ex-Junkie mit derselben Giftmischung um. Anne-kins Ermittlungen ergeben, dass er kurz vor seinem Tod Kontakt mit den Rauschgifthändlern hatte, denen sie seit langem auf der Spur ist. Grund genug für Anne-kin, ihren Urlaub vorzeitig abzubrechen!

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CRI zu »Kim Småge: Mittsommer« 02.01.2012
Eigentlich hat Anne-kin Halvorsen Urlaub, nimmt an einem Segeltörn teil, was ihr aber gar nicht gefällt, obwohl sie "keineswegs" seekrank ist. Bei Bekannten der Segler, die Frau schreibt Kriminalromane, wird Zwischenstation gemacht und Anne-kin bleibt dort und nimmt die fremde, aber doch irgendwie vertraute Umgebung war, in der es reichlich seltsame Menschen gibt: nicht nur alteingesessene (ehemalige) Fischer, auch ein von religiösen Optimisten betriebenes Zentrum zur Rehabilitierung von Drogensüchtigen, eine seltsame Urlauberfamilie aus den Niederlanden, ein ewig angelnder ehemaliger Polizeibeamter aus Deutschland mit Ehefrau, Anne-kins nicht unattraktiver Gastgeber ("nein, er ist schon vergeben"), nicht zu vergessen Hunde, Schafe, Rinder, Wildtiere ...
Nebenbei wird die Natur mal als wunderschön beschrieben, mal wirkt sie eher bedrohlich.
Als der niederländische Familienvater vermisst wird, suchen alle auf See nach ihm. Weitere rätselhafte Dinge ereignen sich und Anne-kin wird immer misstrauischer und kann die Finger nicht vom Ermitteln lassen.
Interessant ist auch, dass ein Kriminalroman auf dem Land spielt, dabei etwas beschrieben wird, wie sich ländliche Gemeinden im Raum Trondheim so entwickeln (können). Kurzum: keine reine Idylle trotz majestätischer Landschaft, aber auch kein trist-brutaler Großstadtmoloch.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es wird sicher nicht mein letztes von dieser Autorin sein.
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