Am schwarzen Wasser von Kerstin Ekman

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel Guds barmhärtighet, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Piper.

  • Stockholm: Bonnier, 1999 unter dem Titel Guds barmhärtighet. 399 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2000. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3-492-04227-9. 461 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2002. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3828904491. 461 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2002. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3-492-23613-8. 461 Seiten.

'Am schwarzen Wasser' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Mutig faßt die junge Hebamme Hillevi Klarin den Entschluß, ihrem heimlichen Verlobten Edvard nach Nordschweden zu folgen, wo er eine Pfarrstelle in einer kleinen Gemeinde antreten soll. In der kargen Landschaft der schwarzen Seen und dunklen Wälder scheint die Zeit stehengeblieben: Die alten Mythen und der Aberglaube der Menschen sind noch lebendig. Und wird Edvard sie überhaupt zur Frau nehmen, wie Hillevi es sich erträumt?

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Wolfgang Berning-Koch zu »Kerstin Ekman: Am schwarzen Wasser« 28.07.2008
Der Roman, der in Nordschweden zu Beginn des letztenn Jahrhunders spielt, ist kein Krimi, sondern wie auch viele ihrer Erzählungen gibt er Einblick in die Lebenssituationen, Bräuche und gesellschaftlicher Konventionen. Die sozialen Abhängigkeiten und Verwerfungen, die Spannungen zwischen denn Geschlechtern werden aufgezeigt, hier am Leben der jungen Hillevi Clarin und ihres Geliebten Trond Halvorsen. Ich war beeindruckt von der Art wie die Ekamn es mal wieder schafft ein gesellschaftliches Kaleidoskop der schwedischen Gesellschaft aufzubauen. Auch haben mich die starken Landschaftbeschreibungen beeindruckt. Aber, auch wie "Geschehnisse am Wasser", ein Krimi ist es nicht.
Ein Zitat: Man hätte annehmen können, daß in einem Regen wie diesem alles ganz eilig vonstatten gehen müßte. Halvorsen schien jedoch alle Zeit der Welt zu haben und zog ihr ganz sorgfälzig die Nadeln aus dem Haarknoten, so das ihr Zopf herabfiel. Sie wollte eigentlich nicht, das er ihn löste, weil sich in der Feuchtigkeit das Haar kräuselte und unmöglich wieder in Fasson bringen ließe. Doch daß sie jemals wieder unter Leute kommen würden, schien ihr völlig fern, und deshalb ließ sie ihn gewähren. Immerhin dachte er ein bisschen weiter, denn er steckte die Haarnadeln in die Innentache seiner Jacke. dann prusselte er den Kragenknopf ihrer Bluse auf und legte seine Lippen und seine Zungenspitze auf ihre Drosselgrube. Wieder durchfuhr dieser wirbelnde Stoss ihren Körper. Es war eine Art elektrischer Strom, der ohne Leitungen umherfloss, allerdings ein köstlicher und sanfterer als der, der in den Lampen leuchtete.
Wolfgang Berning-Koch,Waake
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