Kalt, kaltes Herz von Keith Ablow

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Denial, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Scherz.

  • New York: Pantheon, 1997 unter dem Titel Denial. ISBN: 0679442111. 263 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1999. Übersetzt von Karin Duffner & Barbara Steckhan. ISBN: 3-502-11003-4. 284 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 2001. Übersetzt von Karin Duffner & Barbara Steckhan. ISBN: 3-426-61667-X. 283 Seiten.

'Kalt, kaltes Herz' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Als der Polizeipsychologe Frank Clevenger ein psychologisches Gutachten über einen Mann zu erstellen hat, der ein junges Mädchen grausam ermordet haben soll, steht für ihn fest, dass der Tatverdächtige nicht der Mörder ist, obwohl dieser den Mord gestanden hat. Seine Vermutung bestätigt sich, als in den nächsten 72 Stunden weitere Morde geschehen. Die Tatsache, dass sie in seiner unmittelbaren Nähe passieren, führt ihn schließlich zu einer völlig unerwarteten Lösung des Falles.

Ihre Meinung zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz«

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mase zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 16.03.2010
Unglaubwürdig und unsympathisch sind die Adjektive, die mir als erstes einfallen. Der Gerichtspsychiater Clevenger wird von der Polizeichefin dabei ertappt, wie er auf der Strasse Drogen kauft, er kennt das Mordopfer persönlich, widersetzt sich quasi jeder Dienstanordnung und darf so viele Arbeitsstunden abrechnen, wie er möchte und dennoch behält der den Auftrag. Ständig pfeift er sich Koks rein und nur seine Freundin bemerkt den weissen Staub unter seiner Nase - die Polizisten jedoch nicht. Dass er sich dann noch für unwiderstehlich hält, machte diese Figur für mich zum Ärgernis.

„Kalt, kaltes Herz“ ist wieder eines dieser Bücher, bei dem die privaten Probleme der auftretenden Personen fast die gleiche Bedeutung erhalten, wie der Kriminalfall selbst und leider ist es mein privates Problem, dass mich das absolut nicht interessiert, sofern es für den Plot nicht unmittelbar relevant ist. Schicksalsromane sind nicht mein Ding. Wir erfahren sehr viel über den Tagesablauf des Protagonisten (Glücksspiel, koksen, Mutter um Geld anbetteln, koksen, saufen und schlafen), über die Tanzschritte der Tänzerinnen in Striplokalen und wo diese gepierct sind und das ist natürlich schrecklich interessant, aber der Kriminalfall kam mir dabei viel zu kurz.

Der Schreibstil ist zugegeben schon interessant und erinnerte mich mehr an einen Hardboiled als an einen typischen Psychothriller, aber nach einem Blick auf meinen SuB breche ich nach der Hälfte ab.
2 von 5 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
dieschlaue zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 06.01.2010
Nette und spannende Unterhaltung, aber ein paar Schönheitsfehler sind in dem Werk leider auch enthalten.
So hat man mitunter den Eindruck, die Handlung spielt in einer Bananenrepublik und nicht in Boston. Da werden schon mal eben Verdächtige im Gefängnis vom Captain höchstpersönlich verdroschen. Da werden in Polizeikreisen offen Drogen verteilt und konsumiert usw. usf. Insgesamt hat man das Gefühl, dass alle beteiligten Personen dringend selbst einen Psychiater gebrauchen könnten, allen voran der Hauptakteur und berufsmäßige Seelenklempner selbst. Bis kurz vor Schluss ist nicht klar, wer denn nun der Täter ist, die Auflösung ist dann auch entsprechend überraschend.

70°
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stanhope zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 24.01.2009
Dank an Bio-Fan's Beitrag vom 12.09.08 und natürlich krimi-couch.de, der mich auf Keith Ablow brachte und dann Ebay sogar zu "Kalt,kaltes Herz" für weit unter 20 € :-)

Die 100%-Bewerung ist absolut nachvollziehbar! Überzeugendst in der Charaktere von Frank Clevenger, spannend bis zum Schluss - ein GENUSS für Krimi-Fans.
Jetzt in meinen TOP5 neben Ian Rankin,J.Deaver und Stieg Larsson.
PS: Es lohnen sich auch ABlow's weitere Romane.. aber bitte die reihenfolge einhalten
Bio-Fan zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 12.09.2008
Es ist wahrlich eine Schande, daß kaum jemand in den Genuß kommen wird,dieses Buch zu lesen. Es ist seit langem vergriffen und wird wohl nicht neu aufgelegt werden. Dieses "kleine" Meisterwek ist das erste Buch, das von mir die volle Gradzahl von 100 bekommt. Man möge mir meinen Überschwang verzeihen, aber während des Lesens war ICH Frank Clavenger - saß ICH in einer dunklen Gasse in meinem Auto und starrte das Tütchen Koks an oder es war MEIN Dollarschein, der auf die Bühne der Striptease- Show flog. Kann ein Kompliment an einen Autoren größer sein, als daß einem die Identifizierung mit einer Figur so leicht fällt.
Meine Erwartungshaltung an dieses Buch war eher indifferent. Die Covergestaltung beider deutschen Ausgaben ist dermaßen nichtssagend, daß ich mich nicht wundere, daß damals beim Erscheinen keiner zu einem Kauf verführt wurde. Auch der Klappentext ist nicht besonders aussagekräftig(s.o.) Wer kann schon vermuten, daß sich zwischen diesen Buchdeckeln ein wahres Kleinod verbirgt.
Ok, ich kenne die Nachfolgeromane und die haben mir sehr gut gefallen.

Was als erstes bei "Kalt, kaltes Herz" auffällt, ist Ablows unverblümte Sprache. In einem manchmal arg so prüden Amerika nennt er die Dinge beim Namen - ein Blowjob ist nun mal das, was er ist, und der Koks an der Nase ist nicht der Schnee von gestern.
Zum Inhalt nur soviel: Es geht um Serienmorde(Oo, nee - nicht schon wieder) Der große Unterschied zu anderen Autoren besteht aber darin, daß Ablow weiß wovon er schreibt und daß er einer der wenigen ist, der die kranke Psyche eines Serienmörders plausibel darstellen kann.
Tolle Charaktere hat Ablow kreiert: der weibliche Polizei-Captain mit politischen Ambitionen, der Ekel-Cop, der überall die Hand aufhält, der arrogante Arztkollege, dem man am liebsten direkt eine reinhauen möchte, die Stripperin mit Durchblick, und nicht zuletzt der Polizeipsychologe Frank Clevenger, der alle analysieren kann, nur bei sich selbst scheitert.
Soviel Lob? Nun, für mich ist der Roman makellos. Selbst das fast offene Ende erfüllt mich mit einer gewissen Genugtuung.
100 Grad
6 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Le_Tartar zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 26.07.2008
Mei erster Ablow und nicht mein letzter.
Held Frank Clevenger ist ein richtiger Anti-Held. Ein völlig kaputter, sympatischer Typ.
Ich muß mich meinen Vor-Rezensenten anschliessen: Ablow ist einfach toll.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Andrea zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 17.01.2007
Dieses Buch ist nach Psychopath das Beste was Keith Ablow bis jetzt geschrieben hat. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Es ist einfach nur Spannend.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hajnal zu »Keith Ablow: Kalt, kaltes Herz« 31.10.2006
Wie alle bisherigen Bücher von Keith Ablow, konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Es hat mich einfach gefesselt und Ablow ist für mich die Nummer eins!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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