7 Minuten zu spät von Kate Pepper

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Seven Minutes to Noon, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Rowohlt.

  • New York: New American Library, 2005 unter dem Titel Seven Minutes to Noon. 307 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006. Übersetzt von Theda Krohm-Linke. ISBN: 978-3-499-24239-7. 347 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Übersetzt von Theda Krohm-Linke. ISBN: 978-3-499-24569-5. 347 Seiten.
  • Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 2008. Übersetzt von Franziska Pigulla. gekürzt. ISBN: 978-3899642674. 6 Seiten.

'7 Minuten zu spät' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Brooklyn, 12.00 Uhr mittags: Vergeblich wartet Alice Halpern auf ihre Freundin Lauren. Haben bei der Schwangeren die Wehen schon eingesetzt? Alice sucht sämtliche Krankenhäuser New Yorks ab, doch Lauren ist nirgendwo zu finden. Tage später wird ihre Leiche gefunden – mit aufgeschnittenem Bauch. Keine Spur von dem Neugeborenen. Eine fieberhafte Suche nach dem Baby beginnt …

Das meint Krimi-Couch.de: »Misslungene Gestaltung einer guten Krimi-Idee« 23°

Krimi-Rezension von Eva Bergschneider

Die in New York lebende, gebürtige Französin Kate Pepper legt mit »7 Minuten zu spät« ihren zweiten Krimi nach dem Erstlingswerk 5 Tage im Sommer vor. Die Lesermeinungen über das Debüt der Autorin waren geteilt, einige waren begeistert, andere eher enttäuscht. Der Info-Text des Verlages zu »7 Minuten zu spät« verheißt einen Thriller, in dem ein brutales Verbrechen eine scheinbar heile Familienwelt heimsucht.Aus einer ähnlichen Grundidee sind schon einige eindrucksvolle und super-spannende Krimis entstanden, z.B. die Romane der Amerikanerin Lee Martin.

Eine glückliche Familien-Idylle wird brutal erschüttert

Alice Halpern, im sechsten Monat mit Zwillingen schwanger, wartet im Park auf ihre Freundin Lauren Barnet, die ebenfalls ein Kind erwartet und wenige Wochen vor der Entbindung steht. Sie ist sieben Minuten nach dem verabredeten Zeitpunkt eingetroffen und hat Lauren verpasst. Warum konnte sie nicht warten ? Alice glaubt, Lauren sei von einsetzenden Wehen überrascht worden und erkundigt sich in allen umliegenden Krankenhäusern.
Vergeblich, Lauren bleibt verschwunden.

Tage später erfahren Alice und Laurens Ehemann Tim das Unfassbare, die erschossene Leiche der jungen Frau wurde mit aufgeschnittenem Bauch im Govanus-Kanal zurückgelassen, von dem Baby fehlt jede Spur. Lebt das Kind? Wo ist es? Wer könnte ein Interesse daran haben, Lauren auf derart bestialische Art und Weise umzubringen? Die Polizei stellt Ähnlichkeiten zu einem Vermissten-Fall fest, der sich zwei Jahre zuvor ereignet hatte. Christine Craddock war im neunten Monat schwanger, als auch sie spurlos verschwand.

Die Tat eines verrückten Immobilienspekulanten oder ein Familiendrama?

Der Immobilienhai Julius Pollack ist der Vermieter der Familien Barnet und Halpern. Er versuchte bereits die Barnets aus dem Haus zu jagen, doch Laurens Ehemann Tim ist ein erfolgreicher Rechtsanwalt, der sich von diesem dubiosen Hauseigentümer nicht einschüchtern ließ. Jetzt drangsaliert Julius Pollack die Familie Halpern, er schickt eine äußerst kurzfristige Kündigung und zieht sogar selbst in das Mehrfamilienhaus ein. Alice Halpern kann es kaum erwarten, ein passendes Haus für ihre Familie zu finden, denn ihr neuer Nachbar macht ihr Angst. Er tut alles, um Alice das Leben schwer zu machen und aus seiner Wohnung dringen Geräusche, die sie in höchste Alarmbereitschaft versetzen. Wird Alice das nächste Opfer ihres irren Vermieters?

Laurens Ehemann Tim ist am Boden zerstört, er vernachlässigt sich selbst und raucht eine Zigarette nach der andern. Alice’ Familie und die ihrer Geschäftspartnerin Maggie sind eng mit den Barnets befreundet und unterstützen Tim und seinen kleinen Sohn Austin so gut sie können. Doch Tim will die vertraute Umgebung in Carrols Garden verlassen. Nach der Beerdigung seiner Ehefrau verabschiedet er sich nur kurz und sagt niemandem wohin er geht. Kann er die Erinnerung an Lauren nicht ertragen, oder gibt es einen anderen Grund für seine Flucht?

Mit Intuition und nicht ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, macht sich Alice auf die Spur des Mörders. Gleichzeitig sucht sie mit der Maklerin Pam fieberhaft nach einem Eigenheim. Pam erweist sich als eine kompetente Kennerin des lokalen Immobilienmarktes. Sie erledigt für Alice einige Recherchen über Julius Pollack – und kommt in ihrem mit Abgasen gefüllten Auto beinahe ums Leben. War das ein Selbstmord- oder Mordversuch?

Eine anfangs interessante Geschichte wird immer schwächer und endet enttäuschend

Die Charaktere und der Hintergrund dieses Krimis wurden am Anfang vielversprechend in Szene gesetzt. Der Leser erlebt drei Freundinnen, die fest verschworen sind und versuchen, sich den Traum vom glücklichen Familienleben zu erfüllen. Alice und Maggie haben dafür ihre lukrativen Jobs aufgegeben und kümmern sich abwechselnd um ihren gemeinsamen Schuhladen und die Kinder. Die Familien bilden eine feste Gemeinschaft, deren Zusammenhalt durch Laurens brutale Ermordung auf eine harte Probe gestellt wird.

Alice und Maggie werden ausführlich charakterisiert. Alice ist die Emotionale, die ihre Entscheidungen aus dem Bauch trifft, Maggie gibt sich abgeklärter und ein wenig geheimnisvoll. Ein Sympathieträger unter den Charakteren ist außerdem die taffe, aber sehr verständnisvolle Polizistin Frannie Viola, die indem Fall ermittelt. Alle anderen Protagonisten sind dagegen oberflächlich und stereotyp charakterisiert.

Die Geschichte wird nach gutem Start immer unübersichtlicher, denn es geht jeglicher Zusammenhang verloren. Die Autorin konstruiert wahllos eine Reihe falscher Fährten, denen keinerlei sinnvoller Kontext zugrunde liegt. Der Geschichte fehlt einfach ein roter Faden, am Ende bedienen sowohl die Handlung, als auch die Charaktere jedes noch so platte Klischee. Ein überwiegend schwach konstruierter Plot wird mit einer völlig unlogischen und unbefriedigenden Auflösung abgeschlossen.

Schade – aus den guten Ansätzen der Story hätte die Autorin einfach mehr machen müssen. So ist dieser Krimi leider eine ziemliche Enttäuschung und wirklich nicht empfehlenswert.

Ihre Meinung zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät«

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KatherineTaylor zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 20.06.2010
Ich fand das Buch auch am Anfang "total" spannend und auch die Story war gut konstruiert. Gegen Ende jedoch kamen immer mehr überflüssige Details, falsche Fährten und schlichtweg verwirrende Züge vor. Das Ende ist dann komplett unsinnig, flach und abrubt und ich frage mich bis heute was das mit Christine Craddock eigentlich sollte. An sich ein gutes Detail, ich war wirklich gespannt, was passiert war und wie das zusammenhing, aber der Fall wurde einfach nicht mehr erwähnt.

(Und zu "Denise Fuchs" muss ich sagen:
Du hast über Hundert Bücher gelesen? Ich hoffe du weisst, dass das ausgesprochen wenig ist! Ich kenne kaum jemanden der sich für Bücher interessiert und weniger als 500 gelesen hat. :)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hanna zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 04.05.2010
Dieses Buch ist schon sehr gut gelungen aber der schluss hat mich wirklich sehr irritiert, ( hatte es nun was mit dem mord vor 2 jahren zu tun ja oder nein)??. Es war aufjedenfall sehr schon zu lesen ___
ZU DIESEN NICHT SCHÖNEN KOMMENTAREN KANN ICH NICHT ZU STIMMEN! :)) EURE HANNA UND ELENA UND NATASCHA UND ANGI
Lika zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 03.04.2010
Ich finde dieses Buch gut, nur der Schluß hat mich persönlich sehr zum nachdenken gebracht und ich habe mich aufgeregt. Aber ich finde, wie alle Bücher von Kate Pepper, lässt es sich leicht und schnell durchlesen.
Ich kann die schlechten Kommentare nicht nachvollziehen! Mir gefallen alle Ihre Bücher ;O))
Valeria zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 20.02.2010
Die Geschichte wird nach gutem Start immer unübersichtlicher, denn es geht jeglicher Zusammenhang verloren. Die Autorin konstruiert wahllos eine Reihe falscher Fährten, denen keinerlei sinnvoller Kontext zugrunde liegt. Der Geschichte fehlt einfach ein roter Faden, am Ende bedienen sowohl die Handlung, als auch die Charaktere jedes noch so platte Klischee. Ein überwiegend schwach konstruierter Plot wird mit einer völlig unlogischen und unbefriedigenden Auflösung abgeschlossen.

Schade – aus den guten Ansätzen der Story hätte die Autorin einfach mehr machen müssen. So ist dieser Krimi leider eine ziemliche Enttäuschung und wirklich nicht empfehlenswert.
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Ich finde dieses Buch sehr toll und sehr wohl empfehlenswert!
Thierrys-Liebste zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 02.02.2010
Flüssig und leicht zu lesen, wie alles von Kate Pepper. Dafür eine lieblose, zähe Story, die leider viel zu durchschaubar ist.
Für mich mangelte es an Spannung, die Protagonisten wurden mir nicht wirklich sympathisch und es fiel mir schwer, das Buch nach dem weglegen, erneut aufzugreifen. Die Überraschung darüber, daß das Buch kein typisches Happy End hatte, konnte das Ganze nicht mehr rausreißen.
Wenn ihr jemanden eins auswischen wollt, empfiehlt ihm dieses Buch ;-)
Lauwarme 35° KC Bewertung.
Katharina zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 12.11.2009
Hallöchen!

Ich habe das Buch vor knapp zwei Wochen gelesen und war sehr begeistert! Der Anfang ist wirklich sehr gut mit einem großen ausgedehnten Spannungsbogen! Ich finde auch, dass er sich ziemlich weit hält. Allerdings sehe ich auch, dass das Ende vor allem sehr aprubt ist und wie ich finde dem Anfang nicht gerecht wird!
Doch trotz diesem Ende finde ich, ist das Buch gelungen!
Ich konnte das Buch keine Minute aus der Hand legen! Ich finde, das ist auch wichtig zu sehen!
Ich lese gerade im Moment "Fünf Tage im Sommer!" und ich muss ganz ehrlich sagen, es fällt mir schwerer zu lesen, als "7 Minuten zu spät"!!
Also ich empfehle jedem: Lest das Buch, um euch eine eigene Meinung zu bilden und sagt nicht von Anfang an, dass es sowieso schlecht ist, weil die Kritik zum Teil (!!!) schlecht ist! Die eigene Meinung ist dann doch besser, als die der anderen! Vor allem ist jeder Geschmack, was Bücher angeht verschieden! Also traut euch! Und ich bin gespannt, wie eure Meinung ausfällt!!

Also als Fazit: Ich empfehle das Buch weiter! :)

Liebe Grüße
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
FrozenFlower zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 05.11.2009
Erstmal:die Geschmäcker sind verschieden,das ist auch gut so.Aber ich kann ehrlich gesagt die leute nícht ganz verstehen,die sagen,das Buch wäre "genial" oder sonstwas in der Richtung.Meine persönliche Meinung:eine ziemlich platte Story (vor allem das Ende),kaum Spannung,unglaubwürdige Charaktere - vor allem Alice als taffe Möchtegernermittlerin auf eigene Faust hat mich an vielen Stellen genervt.Ist zwar schon etwas her,dass ich das Buch gelesen habe,aber ich weiss noch,als ich fertig war,gedacht habe "Hä,wie jetzt?Das soll ein Krimi sein??" Meiner Meinung nach eine Beleidigung für alle echten Krimiautoren,die ihr Handwerk verstehen.
Nix für ungut ;-)
Susen zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 31.07.2009
Alos ich muss sagen ich hab schon lange kein so gutes Buch mehr gelesen und habe jetzt lust auf mehr bekommen...es ist ein tolles buch was an den meisten stellen auch sehr spannend und fesselnd ist...ich kann das Buch nur empfehlen und es ist das erste Buch was ich zweimal gelesen habe...nicht weis ich es nicht verstanden habe sonder weil ich es einfach toll finde...
Denise Fuchs zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 23.06.2009
Ich finde das Buch einfach nur genial obwohl ich auch geweint habe, ich finde es ist spannend und anschaulich geschrieben. Es entspricht auch der Wahrheit das jedes Glück zerstört wird.Ich hab schon über 100 Bücher gelesen und denk mir immer das ist mein Lieblingsbuch doch Kate Pepper hat bis jetzt einen hohen Rand sie steht hinter Stephenie Meyers und Jane Austen aber vor Anja Babenender.
0 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bienenmama zu »Kate Pepper: 7 Minuten zu spät« 09.05.2009
Ich habe schon andere Bücher von Kate Pepper gelesen. Allerdings war keines so schlecht wie dieses. Bereits im Verlauf der Geschichte war es langatmig - die STory dümpelte!! Das unglaubliche war dann das Ende - so schlecht, wie es wohl kein zweites gibt. Nie wieder Kate Pepper!!! Hoffentlich wird der nächste "Thriller" besser - für all die, die noch Kate Pepper lesen wollen.

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