Schattenblume von Karin Slaughter

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Indelible, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Wunderlich.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Alabama, 1970 - 1989.
Folge 4 der Grant-County-Serie.

  • London: Century, 2004 unter dem Titel Indelible. 360 Seiten.
  • New York: William Morrow, 2004. 360 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2006. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 978-3805208048. 479 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2006. Gesprochen von Barbara Auer. Regie: Frank Bruder. ISBN: 3870244739. 5 CDs.

'Schattenblume' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein Geiseldrama hält ganz Heartsdale in Atem. Zwei schwer bewaffnete Männer haben die Polizeistation von Grant County überfallen. Einer der Polizisten dort wurde erschossen, Chief Jeffrey Tolliver schwer verwundet. Ebenfalls im Gebäude ist Sara Linton, die Kinderärztin und Rechtsmedizinerin des Städtchens. Sie versucht verzweifelt, ihrem geliebten Jeffrey das Leben zu retten. Außerhalb der Station bemühen sich Lena, die gerade wieder in die Einheit aufgenommen wurde, und der zähe alte Cop Frank nicht nur, die Geiseln zu befreien, sondern auch herauszufinden, was für ein dunkles Geheimnis aus Jeffrey Tollivers Vergangenheit sich nun aufs Furchtbarste an ihnen allen zu rächen scheint …

Das meint Krimi-Couch.de: »Weitestgehend ohne Gemetzel« 72°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Die Bücher von Karin Slaughter sprechen unbestritten ein breites Publikum an und verkaufen sich wie geschnitten Brot. Was die Leser dabei konkret anspricht, ist nicht klar ersichtlich, doch irgendetwas befriedigt offensichtlich den Massengeschmack. Womöglich trägt die generell wenig zimperliche Beschreibung der Morde bzw. Mordopfer dazu bei, doch in ihrem neuesten Buch »Schattenblume« wird die Autorin ihrem Namen bemerkenswert wenig gerecht. Geradezu harmlos für ihre Verhältnisse bietet sie ihren Lesern hier einen Schwenk in die Vergangenheit ihrer Protagonisten.

Doch zunächst starten wir in der Gegenwart. Die Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin von Grant County Dr. Sara Linton will auf der Polizeidienststelle mit ihrem Ex-Mann, Chief Jeffrey Tolliver sprechen, doch der Zeitpunkt hätte nicht schlechter gewählt sein können. Kurz nach ihrer Ankunft werden bei einem Überfall auf das Revier einige der anwesenden Polizisten gnadenlos getötet. Während Sara versucht, ihrem schwer verletzten Ex-Mann zu helfen und dabei seine Identität verschleiert, weil sie spürt, dass es die beiden Geiselnehmer auf ihn abgesehen haben, wird draußen die Maschinerie in Gang gebracht, um die Geiselnahme zu beenden.

Gegenwart und Vergangenheit

Immer wieder wechselt der Blick zu der Zeit, als Sara und Jeff sich kennen lernten und die Kapitel nehmen nach und nach immer größeren Raum ein. Die beiden wollten eigentlich einen unbeschwerten Kurzurlaub in Florida verbringen, doch Jeff hat die Pläne kurzfristig verändert. Er hatte ungewollt einen Wortwechsel zwischen Sara und ihrer Mutter mitbekommen, in dem er nicht gerade günstig davonkam. Seinen Ruf als Weiberheld, der vor keinem Rock haltmachen kann, hatte er zwar kultiviert, doch mit Sara scheint es ihm ernst zu sein. So schlägt er kurzerhand einen Zwischenstopp in Sylycauga, seiner Heimatstadt, vor, doch das war ein Fehler. Nicht nur, dass Sara an jeder Ecke mit der nicht gerade ruhmreichen Vergangenheit Jeffreys konfrontiert wird, die beiden werden auch noch Zeuge eines Schusswechsels. Einer seiner engsten Freunde aus Jugendtagen erschießt einen Mann in seinem eigenen Haus und verwickelt sich daraufhin in widersprüchliche Aussagen. Der Ausflug in die Vergangenheit erweist sich als Belastungsprobe für die junge Beziehung.

So wie sich die Bücher verkaufen, so liest sich auch dieses Buch von Karin Slaughter, wie geschnitten Brot. Vom Einstieg an blättert man Seite um Seite und muss dabei nicht aufhören, wenn man nicht gerade etwas anderes vorhat. Begünstigt wird diese Tatsache auch dadurch, dass man nur wenig nachdenken muss. Abgesehen von den Wechseln der Erzählebenen verläuft der Haupterzählstrang leider relativ linear und Kniffe und interessante Einfälle sucht man vergeblich. Und dennoch, langweilig wird es einem dabei nicht. Die Autorin hält ihren Leser vor allem durch die Zeitwechsel bei der Stange, denn gerade, wenn man sich in der Gegenwart eingelesen hat – wo eigentlich kaum etwas passiert – springt sie wieder in die Vergangenheit und umgekehrt. Fast ist man beim Kapitelwechsel erleichtert, wenn sie doch noch beim derzeitig erzählten Geschehen verweilt.

Für Fans der Autorin ein Muss

Karin Slaughters Schwäche liegt meines Erachtens in der Entwicklung der Charaktere. Einige strapazieren meine Nerven, wie z.B. Lena, die Polizistin, die hier wieder ihren Dienst aufnimmt, nachdem sie nach einer Vergewaltigung und dem Tod ihrer Zwillingsschwester ausgeschieden war. Sie trägt trotz großer Verantwortung recht wenig zum Geschehen bei. Zudem bringt die Autorin ein paar zu viele Klischees der amerikanischen Jugend aufs Tapet: Alles drehte sich scheinbar um Football, um Mädchen, die leicht zu haben waren, Väter im Knast. Das Bild von heute wird dafür gezeichnet mit Alkoholikern und verwahrlosten Siedlungshäusern, wie beschaulich …

Alles in allem ist Schattenblume nicht sonderlich originell, mäßig spannend, aber leichte Kost und schnell gelesen. Es kommt bei mir etwas besser an als der Vorgänger Dreh dich nicht um, bei dem schon auf den ersten Seiten ein paar Ärgernisse verteilt waren. Für Fans der Autorin ist das Buch sowieso ein Muss, schon aufgrund des Rückblicks, da braucht es auch keine Lobeshymnen.

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Yvonne zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 19.03.2010
Also meinung ist das dies der beste von Karin ist..ich bin generell von ihr ein fan und finde das einfach klasse wie sie schreibt ..ich bin gespannt ob Dr. Linton mit Jeffry zusammen kommt das hin und her ist spanned... ja und eins noch leute die sagen sie schreibt scheiße muss ich wiedersprechen und sagen sie ist die beste Autorin die ich kenne und ich werde mir jeder ihrer bücher holen und sie lesen ..den so spannend schreibt keiner ^^..hoffe es kommen noch ganz viele von ihr raus
Angela Schecklmann zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 28.09.2009
Mit sicherheit ist das einer der besten krimis, den ich e gelesen habe. besser als im vorgänger " dreh dich nicht um" steht hier lena adams nicht mehr als die böse da, was mich ich (lena-fan) sehr freut. bei diesem buch wusste ich wirklich bis zu den letzten seiten nicht, wer der eigentliche täter ist, was mir häufig schon früh auffällt. toll finde ich auch die tragik die hinter dem ganzen geschehen steckt. das ende fand ich zemlich gut, weil die stimmung nicht zu schlecht war, trotz der vielen schlimmen ereignisse. ich kann dieses buch und die gesamte grant county reihe nur weiterempfehlen =)
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rosaelch zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 14.09.2009
Ich muß auch sagen , daß Schattenblume nicht der Gelungenste Krimi von Karin Slaughter ist. Wenn man sich in die Reihe um Sara Linton und Chief Tolliver reinlesen will , sollte man allerdings auch von vorn anfangen zu lesen. Das erleichtert das Verstehen der Charaktere erheblich . Die Figur der Lena ist mir auch ein wenig suspekt und schlecht rausgearbeitet. Das könnte man sicher noch verbessern , so daß sie wieder einen spannende Person wird. Ich lese die Geschichten recht gern , da sie doch sehr zur Unterhaltung und Entspannung beitragen. Es muß ja nicht immer etwas zum "tief reindenken" sein. Ich hoffe , daß die nächsten Bücher wieder etwas besser werden und versuche es dann mal wieder mit einen Krimi von Karen Slaughter
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voelliggenervt zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 14.09.2009
Ich habe das Buch am Wochenende nach mehreren Anläufen durchgelesen, da ich alle Bücher zu ende lese. Für mich war es das erste Buch von Karin Slaughter und so schnell werde ich kein zweites lesen. Die zwei verschachtelten Geschichten passten überhaupt nicht zusammen, bis auf den konstruierten Schluß. An keiner Stelle kam richtig Spannung auf.
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tedesca zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 24.08.2009
Dieses Buch ist schon deshalb ein Muss für alle Fans der Serie, da die Geschichte von Sara und Jeffrey von Anfang an aufgerollt wird. Die beiden sind kaum ein Paar und werden schon in einen komplizierten Kriminalfall verwickelt, in dem es nicht nur eine Leiche im Keller zu finden gibt.

Etwas nervig ist Lena, die jetzt wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist und offensichtlich innerhalb kürzester Zeit ihr Alkoholproblem gelöst hat (das erscheint mir so nicht sehr glaubwürdig). Sie versucht mit allen Mitteln die Heldin zu spielen und riskiert im Grunde damit nicht nur ihr eigenes Leben sondern das der gesamten Geiseln.

Interessant finde ich Lenas persönliche Geschichte allerdings doch. Sie beleuchtet ganz gut, wie Frauen dazu kommen, sich regelmäßig von Männern misshandeln zu lassen. Ein Thema, für das einem als gesunder "normaler" Mensch ja wirklich jegliches Verständnis fehlt, noch dazu, wenn eine Frau nicht finanziell abhängig ist oder Kinder mit diesem Mann hat.

Einmal mehr ein Pflichtbuch für Fans, für sich allein würde ich es nicht wirklich empfehlen, weil doch zu viele Details bekannt sein müssen, um die Geschichte wirklich als stimmig zu empfinden.

Dieses Hörbuch wird von Barbara Auer gelesen - die ersten drei waren ja mit Iris Böhm - die ihren Job recht gut macht.
Sonni zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 14.08.2009
Wer mit ihrem besten Werk "belladona" angefangen hat, findet schwerlich noch Zugang zu den Folgebüchern. War "vergiss mein nicht " und "Gottlos" noch auf der selben Ebene, so muss ich doch sagen, "Schattenblume" stehlt schon alles in den Schatten, was ich mir von Karin Salughter erhofft hatte. Auch die nachfolgenden sollen nicht mehr das Wahre sein. Also werd ich wohl keine mehr von ihr lesen, es sei denn, es wird wieder so wie früher, aber das glaub ich schafft eigentlich niemand.
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Henriette zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 04.08.2009
Das Buch beginnt mit einem Geiseldrama auf der Polizeistation in Heartsdale. Zwei junge Männer erschießen einen Polizisten, schießen Jeffrey Tolliver an. Sara Linton und mehrere andere Personen befinden sich ebenfalls dort. Es entsteht eine gefährliche, nervenaufreibende Situation, da die Täter unbekannt sind.
Innerhalb des Buches entsteht ebenfalls ein Rückblick in die Zeit, wo Sara und Jeffrey sich kennengelernt haben. Natürlich gehören beide Geschehen zusammen, aber erst relativ zum Ende wird klar, wie sie zusammengeführt werden.
Karin Slaughter hat die Grant-County-Serie so geschrieben, dass zwar alle Bücher einzeln abgeschlossene Fälle sind, aber die Protagonisten Sara und Jeffrey lernt man natürlich am besten kennen, wenn man vom ersten Fall an liest. Beide, Sara und Jeffrey, sind sehr sympathisch dargestellt. Und in diesem Fall wird ein Teil ihrer Vergangenheit aufgearbeitet. Ich werde aber nicht mehr verraten, da sonst die Spannung genommen wir.
Karin Slaughter hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Im medizinischen Bereich von Protagonistin Sara ist alles sehr verständlich dargestellt.

Alles in allem wieder ein sehr gutes, spannendes Buch.
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Memory zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 10.07.2009
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.
Es war sehr fesselnd und man hat endlich etwas über die Vergangenheit von Jeffrey erfahren.
Alles in allem ein sehr spannendes Buch.
Ich habe zuerst das 3. Band gelesen, dann das 2. (wusste da noch nich, dass die Bände "zusammenhängen") und dann hab ich mir erst dieses Band gekauft, weil ich das von der Geschichte spannender fand und bin nun am überlegen, mir erst das 5. zu kaufen, oder doch lieber erstmal das 1. Band zu lesen.
Eine sehr gute Autorin, deren Schreibstil mir sehr gefällt.
Tempe zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 01.05.2009
Dieses Buch, war sehr aufschlussreich. Man erfuhr endlich wieso Jeffrey so einen karakter hat.
Auch hat es mir sehr gefallen das es zwei Geschichten sind, die zusammen hängen.
Eine spielt in der Vergangenheit und eine passiert gerade.
Das fand ich sehr gelungen und ich muss sagen es war eine der besten Bücher von Karin Slaughter!
thola zu »Karin Slaughter: Schattenblume« 12.01.2009
Dieses Buch führt uns nicht nur zu einem Geiseldrama auf dem Polizeirevier, wo Sara um Jeffreys leben kämpft sondern noch ganz tief in die Vergangenheit, zum Anfang der Beziehung von Sara und Jeffrey... Bei dem Buch würde ich empfehlen erst die ersten 3 Bücher zu lesen um die geschichte von Sara und Jeffrey überhaupt zu kennen... Ich fand gerade diesen Rückblick in die Vergangenheit spannender als das Geiseldrama. Um das Geiseldrama zu verstehen, muß man die vergangenheit kennen..

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