Die Flüchtige von Karin Alvtegen

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Saknad, deutsche Ausgabe erstmals 2001 bei Wunderlich.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Stockholm, 1990 - 2009.

  • Stockholm: Natur och kultur, 2000 unter dem Titel Saknad. 270 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2001. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3805206984. 269 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2002. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3-499-23251-0. 269 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3-499-24058-0. 269 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 3-499-23909-4. 269 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2010. Übersetzt von Hedwig M. Binder. ISBN: 978-3832161378. 269 Seiten.

'Die Flüchtige' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Sibylla Forsenström ist ihr ganzes Leben lang auf der Flucht gewesen. Vor ihren Eltern, ihren Mitmenschen und nun vor der Polizei. Mit achtzehn hielt sie es zu Hause nicht mehr aus; seitdem lebt sie auf der Straße, schon fast fünfzehn Jahre lang. Sibylla ist eine von vielen Obdachlosen in Stockholm, und doch ist sie anders. Als Tochter eines reichen Fabrikdirektors hat sie gelernt, wie man sich in der Welt bewegen muss, ohne aufzufallen. Manchmal gibt sie sich sogar als reisende Geschäftsfrau aus, um so für eine Nacht in einem Luxushotel unterzukommen.

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lilalu zu »Karin Alvtegen: Die Flüchtige« 09.01.2011
Ich kann mich dem allerersten Kommentar von Hartmut nur anschließen: Normalerweise lese ich skandinavische Krimis nicht gern - das ist mir immer alles zu depressiv und zu sehr auf die Innenschau der Kommissare beschränkt - aber "Die Flüchtige" hebt sich hier wohltuend ab. Im ersten Teil des Buches geht es vornehmlich um den Überlebenskampf einer Obdachlosen - das ist gut und stimmig erzählt, und aus den Rückblenden wird deutlich, welcher Umstand die Protagonistin in ihre gegenwärtige Situation gebracht hat. Der zweite Teil schwächelt dann leider etwas; irgendwie scheint die Autorin nicht so recht gewusst zu haben, wie sie ihre Hauptfigur aus ihrer misslichen Lage befreien soll und fabuliert ihr deshalb einen minderjährigen Detektiv an die Seite, der ihr auch noch völlig easy den Kontakt zu einem Computer-Hacker verschafft... Das ist alles ein bisschen unglaubwürdig, tut aber der Spannung trotzdem keinen Abbruch. Allerdings nervt die Hauptfigur jetzt ein bisschen! Auch die Lösung der Mordfälle bzw. das Mordmotiv ist sehr an den Haaren herbeigezogen, wenngleich mal etwas "anderes" und kein Null-Acht-Fünfzehn-Schema. Zum Ende löst sich dann alles jedoch sehr in Wohlgefallen auf, das ist dann ja fast schon ein schwedisches Mittsommermärchen... Und: Warum ist eigentlich der schwedische Vorname Sibylla so schrecklich, dass man davon ein Trauma kriegen kann?
Alexandra zu »Karin Alvtegen: Die Flüchtige« 14.04.2009
Die "Heldin" ist obdachlos. In der ersten Hälfte des Romans beschreibt K. Alvtegen deren Alltag, gibt interessante Einblicke, wie sie sich zu Unterkünften, Essen und Körperpflege verhilft. Dabei ist sie auch noch, wie schon oben gesagt, auf der Flucht vor der Polizei, die sie für eine Serien-Mörderin hält.
Unglaubwürdig wird es dann, als ein 15jähriger Junge sich entschließt, gemeinsam mit der "Heldin" nach dem wahren Mörder zu suchen - schade.
Alles in allem aber lesenswert.
Kayleigh zu »Karin Alvtegen: Die Flüchtige« 12.02.2008
Mit hohem persönlichem Leidensfaktor der Hauptfigur ( sowas ertrage ich in Büchern nur dosiert) ist das Buch eine gute Unterhaltung und die Story schafft es bis zum Ende zu fesseln,wenn aus der Flucht die Flucht nach Vorn wird. Ich habe mir einen weiteren Titel von K.Alvtegen vorgenommen und harre der Dinge die da kommen werden. Bleibt zu hoffen das sie nicht in jedem Buch die Geopferte Tochter,Mutter oder leidende Frau auspackt um zu fesseln.
Trotzdem 85 Grad für die interessant gebastelte Story und die kleinen Humorsplitter ;)
Hartmut zu »Karin Alvtegen: Die Flüchtige« 23.10.2006
Ich habe das Buch mit großem Vergnügen und zunehmender Spannung gelesen. Es ist nicht so spröde wie manche anderen Skandinavienkrimis, man ist nicht unaufhörlich mit fremdartigen Straßennamen konfrontiert, muß sich nicht von Kommisaren, die ermitteln und doch nicht vorwärtskommen, langweilen.
Von Anfang an ist man in der Handlung drin, lernt die Hauptfigur immer besser kennen, unterstützt von Rückblenden, die Ihre Kindheit und Jugend schildern. Man leidet mit ihr, fiebert mit ihr, gewinnt sie gern.
Ich werde mehr von Karin Alvtegen lesen.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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