Schuß und Gegenschuß von Jürgen Kehrer

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1995 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 6 der Wilsberg-Serie.

  • Dortmund: Grafit, 1995. ISBN: 3-89425-051-8. 167 Seiten.

'Schuß und Gegenschuß' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Privatdetektiv Wilsberg ist ein Mann für alle Fälle geworden. Ob entlaufene Hunde oder schmutzige Fotos, mit denen Sorgerechtsfälle geregelt werden sollen, der neurodermitische, zigarillorauchende Schnüffler scheut vor nichts mehr zurück. Natürlich auch nicht vor dem Angebot der Filmproduktionsfirma Mega Art, die eine Reality-TV-Serie über Privatdetektive dreht, in der Georg Wilsberg sich selbst spielen soll. Kurz nach Beginn der Dreharbeiten kommt es zu schweren Unfällen …

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andrepolis zu »Jürgen Kehrer: Schuß und Gegenschuß« 01.06.2012
Schon wieder kein Geld. Egal, Frau und Kind weg, Wohnung und Büro weg, Job erst recht, eine eigene Detektei muss her. Muffig, staubig mit Möbeln vom Sperrmüll und einem 286er(und nein, ich meine keinen Pentium). Das ist das karge Büro von Georg Wilsberg. Und dann kommt ein unwiderstehliches Angebot rein: Sich selbst spielen, für Geld. Und Wilsberg nimmt den Auftrag an, aber nach zwei Verletzten und einem Toten muss er wieder als Detektiv arbeiten. Wenigstens ist noch was Sex dabei...
Weit weg von Münster muss Wilsberg einen Fall für ein Fernseh-Team lösen. Zickenkrieg und unehrliche Crewmitglieder- Einfach ein Fall, bei dem man gern zu Hause geblieben wäre. Nicht so Wilsberg...
Klaus-Günther Beck-Ewerhardy zu »Jürgen Kehrer: Schuß und Gegenschuß« 26.04.2011
Neben einer Diskothek hat Georg Wilsberg jetzt ein sehr kleines und wenig repräsentatives Büro hinter einer schützenden Stahltür und verdient nach der Verbüßung seiner Haftstrafe sein Geld mit der Verfolgung untreuer Ehegesponse und dem Aufspüren von entlaufenen Haustieren. Dies widerspricht allen seinen ehemaligen Prinzipien in Bezug auf die Detektiv-arbeit, bringt aber zum Glück ein wenig Essen auf den Tisch – und da er bei Freunden untergekommen ist braucht er auch nur für sein Büro Miete zu bezahlen. Aber selbst auf diesem niedrigen Niveau der Erwerbstätigkeit sackt Georg immer noch weiter ab.

Da kommt es ihm wie gerufen, dass eine Fernsehproduktionsfirma beabsichtigt eine Reality-Serie zu Privatdetektiven zu machen und drei seiner alten Fälle als Vorlagen für Drehbücher genommen worden sind. Das Konzept der Serie sieht vor, dass der beteiligte Detektiv seine eigene Rolle in den Episoden spielt – und dafür auch eine gute Gage bekommt, während ihm die Firma am Drehort Kost und Logis finanziert.

Der Drehort ist dann innerhalb und um ein Luxushotel im Münsteraner Vorland und die Kost bereitet der Drei-Sterne-Koch dieses Hauses zu, so dass Georg trotz gewisser Freiheiten, die sich die Drehbuchautoren mit seinen Fällen genommen haben ganz wohl fühlen könnte, wenn nicht eine der leitenden Mitarbeiterinnen eine verflossene Liebe von ihm wäre, auf die er sich zunächst erst einmal nicht genauer einstellen kann.

Beim Drehen einer Schießerei, die so nicht stattgefunden hat, kann Georg sich nicht dazu ü-berwinden auf die Körpermitte seines „Gegners“ zu schießen, so dass die in der Waffe befindliche richtige Kugel dessen Bein trifft. Trotz des so ausgefallenen männlichen Hauptdarstel-lers und dem allgemeinen Schock gehen die Dreharbeiten weiter. Doch bereits am nächsten Tag geht bei einer Autoverfolgungsjagd beinahe ein Stuntman in Flammen auf und Georg bekommt vom Produktionsleiter den Auftrag, herauszubekommen, wer hinter diesen seltsamen Vorgängen steckt. Und so hat er nun zwei Aufgaben während er in dem Hotel ist und sich selbst spielt, wie ihn sich ein Drehbuchautor vorstellt. Dass seine alte Freundin die alte Freundschaft sehr aktiv wieder aufleben lässt ist dabei nur eine geringe Ablenkung.

Nach einigen Tagen Ruhe findet sich dann ein Verantwortlicher des Filmteams tot in seinem Bett, an das er wohl mit Handschellen angekettet worden war, bevor man ihn unter Strom setzte. Nun zieht auch die Polizei in das Hotel ein und Georgs Untersuchungen bekommen einen ganz neuen Tiefgang.

Wieder einmal schafft es Jürgen Kehrer eine vergleichsweise komplexe Geschichte mit einigen amüsanten Nebenhandlungen auf sehr kleinem Raum zu erzählen, wobei er seinen „Helden“ langsam wieder nach oben kommen lässt. Auch der Wortwitz kommt dabei wieder nicht zu kurz, so dass man in mehrerlei Hinsicht kurzweilig unterhalten wird.
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